Globuli von C bis C

Cuprum metallicum Globuli

© demarco - Fotolia

Cuprum Metallicum ist ein homöopathisches Einzelmittel, das aus Kupfer (Cu) hergestellt wird. Das Element Kupfergehört zu den Edelmetallen (Periodensystem der Elemente). Im Altertum wurde es auf der Insel Zypern abgebaut. Daher kommt auch der lateinische Name aes cyprium (= Erz der Insel Zypern). Seit 10 000 Jahren wird Kupfer bereits von den Menschen genutzt. Zuerst, während der Kupferzeit (3. bis 5. Jahrtausend), wurde es als Rein-Metall verarbeitet und später mit Zinn (oder Blei) zu Bronze oder mit Zink zu Messing verschmolzen. Durch seine gute Wärme- und Stromleitfähigkeit sowie hohe Elastizität findet es heute ein breites Anwendungsspektrum in Kommunikationssystemen, Massenmedien und Elektro- und Installationstechnik. Zu den größten Abbaugebieten für Kupfer zählen heute die Länder Chile, Peru, USA und Russland. Kupfer ist auch ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Körper und für die Aufrechterhaltung bestimmter Stoffwechselfunktionen zuständig. Besonders die Nervenreizleitung im Gehirn, die Produktion von roten Blutkörperchen und die Energieerzeugung in der Körperzelle hängt von der ausreichenden Verfügbarkeit von Kupfer ab. Zu den Nahrungsmitteln, die viel Kupfer enthalten gehören unter anderem Gemüse, Getreide, Leber, Schokolade und Nüsse.[5]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Patienten, für die eventuell Cuprum metallicum in Frage kommt, leiden unter einer großen Krampfbereitschaft. Die Krämpfe beginnen meist an den Fingern und Zehen und breiten sich auf den gesamten Körper aus. Diese Krämpfe können zum Teil lebensgefährlich sein und Patienten gehören aus diesem Grund sofort in die Obhut eines Arztes.
Bei Kindern können Verhaltensstörungen auftreten mit Spucken, Beißen und Schlagen.
Auch Bauchkrämpfe mit kolikartigen Bauchschmerzensowie Migräne-Anfälle fallen in das Spektrum von Cuprum metallicum. Eine allgemeine Verschlimmerung der Beschwerden setzt nachts (3:00 Uhr) ein. Bei Frauen nehmen die Beschwerden auch während und vor der Menstruation zu.[1][5]

Wo wirkt es?: Vorrangig wirkt es sich auf das Nervensystem und die Muskulatur aus. Auch eine Besserung von Beschwerden des Verdauungstraktes und der Atmungsorgane setzt bei passender Indikation ein. Generell gilt Cuprum Metallicum als wichtiges Antikrampfmittel in der Homöopathie. Die linke Seite wird häufig von den Symptomen stärker geplagt.[1]

In welchem Alter?:
Prinzipiell gibt es für Cuprum metallicum keine Altersbeschränkungen doch sehr viele Anwendungsbeschränkungen für Laien und zur Selbstbehandlung.[1]

Da Erkrankungen die Cuprum benötigen könnten in der Regel sehr heftig und bedrohlich sind, ist unbedingt ein fachärztlicher Rat einzuholen. Grundsätzlich wird von einer Selbstbehandlung mit Cuprum – ohne fachärztliche Befürwortung – dringend abgeraten!

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Gabe von Cuprum metallicum könnte- von einem homöopathischen Arzt verordnet- in verschiedenen Fällen angebracht sein:

  • beginnende Krämpfe in den Fingern und Zehen.
  • krampfartiger Husten oder Atemnot durch krampfartiges Zusammenschüren der Brust. Mit diesen Symptomen kann auch Erbrechen auftreten. Eine Verbesserung erfolgt durch das Trinken von kaltem Wasser.
  • Fieberkrämpfe
  • metallischer Mundgeschmack und vermehrte Speichelbildung
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit krampfartigen Magen- und Bauchschmerzen.

Verbesserung: Bei trinken von kaltem Wasser und durch Schwitzen.

Verschlechterung: Nachts, bei Schlafmangel, nach Quecksilbermissbrauch, vor und während der Menstruation, durch Aufregung, durch unterdrückten Fußschweiß oder Hautausschlag.[2]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten sind emotional und geistig stark verkrampft. Berührung verschlechtert diesen Zustand. Durch Schreck kommt zu Krampfanfällen. Es treten periodisch Wutanfälle mit Schreien, Beißen, Spucken und Schlagen auf. Säuglinge sind unruhig und schreien schrill.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es treten starke Kopfschmerzen zwischen den Augen auf und der Blutandrang zum Kopf ist hoch. Kopfschmerzen führen zu Erbrechen. Migräneanfälle häufen sich und es treten Schmerzen an der Nasenwurzel auf. Zu Schwindel kommt es anfallsartig. Vor allem ein hinaufsehen löst Schwindel aus. Vor einem Anfall, einem plötzlichen Niederstürzen geht ein Schrei voran. Ein heftiger Krampf und Schaum vor dem Mund kann folgen und Bewusstlosigkeit tritt ein. Auch Gehirnblutungen bei Neugeborenen wurden früher mit Cuprum metallicum behandelt, wovon heute dringend abzuraten ist!

Weitere Anzeigen für Cuprum metallicum könnte eine beginnende Gehirnhautentzündung (Meningitis), eine Entzündung des Gehirns an sich (Enzephalitis), Chorea oder epileptische Anfälle sein. Diese Erkrankungen sind von einer Selbstmedikation absolut ausgeschlossen!

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gesicht und die Lippen sind bläulich (Zyanose). Besonders stark ist die Verfärbung bei Konvulsionen und beim Husten. Krämpfe der Gesichtsmuskeln treten auf mit verzerrtem Ausdruck, Grimassieren und Tics. Im Raum der Nasenregion leiden Patienten unter Fließschnupfen, Verstopfung der Nase und Nasenbluten.

Die Ohren werden von drückenden bohrenden Schmerzen (in und hinter den Ohren) geplagt. Ohrgeräusche sind wahrnehmbar und Schwerhörigkeit tritt auf.

Charakteristisch Symptome der Augen sind erweiterte und stark kontrahierte Pupillen. Die Augen wirken starr und eingesunken. Augenbewegungen treten bei geschlossenen Lidern auf und die Bewegung der Augen ist schmerzhaft. Vor Konvulsionen kommt es zu einem Verlust der Sehkraft.

Es entwickelt sich verstärkter Speichelfluss mit metallischem Geschmack im Mund. Der Mund oder die Zunge fühlt sich trocken an. Patienten zeigen schlangenartiges „Züngeln“. Durch eine Zungenlähmung kommt es, vor allem nach Konvulsionen, zu Sprachschwierigkeiten und Stottern. Kieferkrämpfe mit Schaum um den Mund treten auf sowie Zähneknirschen. Bei Kindern kommt es zu einer erschwerten Zahnung mit Diarrhoe und/oder Konvulsionen.

Die Tonsillen und der Hals neigen zu Entzündungen. Das Schlucken ist erschwert und der Hals fühlt sich zusammengeschnürt an. Die Aufnahme von Flüssigkeit löst ein lautes, hörbares Gluckern im Ösophagus aus. Krämpfe in der Speiseröhre (Ösophagus-Spasmus) und Kehlkopfentzündungen (Laryngismus) treten auf. Es setzen Heiserkeit und Verlust der Stimme ein. Die Halsdrüsen fühlen sich verhärtet an.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Brustraum fühlt sich zusammengeschnürt an und ein Gefühl von Beklemmung tritt auf. Wenn tief eingeatmet wird, treten stechende Brustschmerzen auf. Langsamer, kleiner Puls sowie Herzklopfen (besonders vor der Menstruation). Cuprum metallicum-Patienten leiden unter Herzschmerzen mit möglicher Beklemmung im Brustkorb und Schwierigkeiten bei der Atmung (Angina pectoris) und/oder organischen Herzerkrankungen.

Allgemein kommt es zu einer Atemnot (Dyspnoe) und das Atmen kann krampfhaft werden. Mit der Atemnot kommt es zum immer stärkeren Einschlagen der Daumen und Krampfen der Finger. Häufig ist auch eine unregelmäßige Atmung festzustellen, die in eine krankhaft beschleunigte Atmung (Hyperventilation)übergehen kann. Durch die verstimmte Atmung kommt es zu einer Minderdurchblutung (Zyanose) und rasselnden Atemgeräuschen. Bei Asthmapatienten kann sich ein anbahnender Erstickungszustand (Asphyxie) erkennbar machen (Blauverfärbung von Haut und Schleimhäuten) und es gibt heftige Asthmaanfälle, die um 3 Uhr in der Nacht schlimmer werden. Krampfartige Asthmaanfälle wechseln mit Erbrechen. Anhaltender Husten ist krampfhaft und trocken mit einer Verschlimmerung nach dem Essen und um 3 Uhr nachts. Der Husten ist sehr intensiv und führt beinahe zum Ersticken. Außerdem kommt es mit dem Husten zu blutigem Auswurf, Krämpfen und Erbrechen. Durch kalte Getränke wird der Husten besser. Keuchhusten kann auftreten. Bei Kindern kann es ebenfalls zu einem gefährlichen, sich aufbauenden Erstickungszustand (Asphyxie) kommen und sie werden steif und zucken krampfhaft. Husten kann mit Bewusstseinsverlust einhergehen. Auch eine Pneumonie kann ein Hinweis auf Cuprum sein.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es tritt der Verlust des Appetits auf. Zusätzlich kommt es zu exzessivem Verlangen nach kaltem Wasser. Wenn getrunken wird, ist ein lautes Gurgeln in der Speiseröhre und im Magen zu hören. Patienten leiden unter extremer Übelkeit und Erbrechen setzt plötzlich und heftig ein. Eine Verbesserung der Übelkeit und des Erbrechens kann durch das Trinken von kaltem Wasser erreicht werden. Krampfhafter Schluckauf verbunden mit nachfolgendem Erbrechen. Auch Erkrankungen der Leber wie eine Leberzirrhose sind Indikationen. Es besteht ein Hitzegefühl im Bauch und der Bauch ist angespannt und aufgetrieben. Bei Berührung oder Bewegung verschlimmern sich die Beschwerden. Im Bereich des Bauches kommt es zu Krämpfen und einem schmerzhaften Einziehen der Bauchdecke. Zeitweise aussetzende Koliken von großer Heftigkeit kommen zusammen mit Schwellung der Leistendrüsen vor. Im Bereich des Darmes kommt es zur Invagination und ein äußerst kritischer Darmverschluss (Ileus) kann auftreten.

Weitere Indikationen sind schmerzhafte, gussartige Durchfälle mit grünem oder schwarzem, wässrigem Stuhl sowie Cholera. Auch wenn Durchfall abwechselnd mit Verstopfung auftritt oder unwillkürlichem Stuhlabgang. Im Kindesalter können bei Säuglingen die Dreimonatskoliken auftreten oder eine allgemeine Sommerdiarrhoe bei Kindern. Eine Zahnung der Kinder, die mit Diarrhoe und Krämpfen (Konvulsionen) einhergeht ist ebenfalls eine Indikation.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es herrscht starker Harndrang und häufige Entleerungen finden statt. Cuprum metallicum-Patienten leiden unter Harnverhalten bis hin zur Blasenlähmung. Der Urin wird weitestgehend unterdrückt. Der Harn ist getrübt, scharf und mit Eiweiß und gelben Sediment. Dazu kommt eine Urämie mit Krämpfen.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Männern sind chronische Harnröhrenabsonderungen und das Verkleben der Harnröhrenmündung Indikationen.Bei Frauen dauert die Menstruation zu lange an oder setzt später ein als angenommen. Die Krämpfe vor und während der Menstruation beginnen in den Fingern und breiten sich über den ganzen Körper aus. Es treten übermäßige Anspannungen oder Krämpfe beim Koitus auf, bis er sogar unmöglich wird. In der Schwangerschaft kommt es zu Erbrechen. Im Rahmen der Geburt entwickeln sich Konvulsionen mit plötzlichem Sehverlust. Die Nachwehen sind krampfhaft und äußerst quälend. Es kommt zu Krämpfen im Wochenbett und die Brüste sind verhärtet.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kommt zu einem starken Nachlassen der Muskelkraft. Patienten haben eiskalte Hände und Füße sowie Knochenschmerzen, die sich zerschlagen anfühlen. Schwäche und Zucken herrschen in den Extremitäten vor.

Muskeln (und Sehnen) kontrahieren. Diese Konvulsionen beginnen in den Fingern und Zehen und greifen von dort auf den gesamten Körper über. Vor allem in den Waden, aber auch anderorts kommt es zu schmerzhaften Muskelkrämpfen. Auch Krämpfe in den Sohlen und Handtellern mit eingezogenen Daumen und Fingern treten auf. Es kommt zu krampfartigen Bewegungen und Verdrehungen der Glieder.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Auf der Haut können gelbliche, schuppende Hautausschläge auftreten. Das Gesamtbild der Haut ist bläulich gefärbt und marmoriert. Durch unterdrückte (Kortison Salben / Tabletten) oder nicht herausgekommene Hautauschläge werden Zuckungen und Muskelkrämpfe ausgelöst. Generell können mit den Ausschlägen auch Erbrechen, Konvulsionen und Erstarrung des Körpers (Stupor) einhergehen (z.B. bei Scharlach).[1]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Curpum metallicum-Patienten fühlen sich frostig an. In den Gliedern ist ein konstantes Gefühl von Kälte vorhanden, besonders in Händen und Füßen. Nach Konvulsionen kommt es zur Absonderung von klebrigem, kaltem Schweiß. Es besteht allerdings kein Fieber.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Trotz vorhandener Müdigkeit und häufigem Gähnen kann der Patient nicht schlafen. Wenn geschlafen wird, dann unruhig mit Zuckungen. Es treten Konvulsionen und Hochfahren aus dem Schlaf auf. Schlafmangel führt zu einer Verschlechterung der Beschwerden. Nach Anfällen kommt es zu einem tiefen, komatösem Schlaf.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Zincum metallicum

Im Rahmen einer Cuprum metallicum Therapie kann Zincum metallicum als Folgemittel dienen. Zincum metallicum ist durch eine starke Erschöpfung der Nerven und des Gehirnscharakterisiert. Unruhe in Füßen und Beinen tritt auf sowie Zittern vor Erschöpfung. Der Körper ist nicht in der Lage die Störungen durch Ausscheidungen oder Hautausschläge zu beseitigen.[7]

Jodum

Wenn eine Behandlung mit Cuprum metallicum erfolgt, kann Jodum als Ergänzungsmittel in Betracht gezogen werden. Bei Jodum handelt es sich um ein starkes Drüsenmittel, das vor allem auf die Schilddrüse wirkt. Jod-Erkrankungen zehren Patienten aus und neigen dazu, langwierig zu werden. Die Vitalität der Betroffenen nimmt ab, da ihr Stoffwechsel gestört ist. Sie haben ständig Hunger, essen oft und viel. Während eine generelle Abmagerung einsetzt, kommt es zu einerSchwellung und Verhärtung der Drüsen.[8]

Apis mellifica

Apis kann ein geeignetes Folgemittel nach einer Behandlung mit Cuprum metallicum sein. Apis kommt vor allem in akuten Fällen zum Einsatz. Die Hauptsymptomatik ähnelt der eines Bienenstichs. Ödematöse Schwellungen, Röte und brennende oder stechende Schmerzen treten auf. Durch Wärme wird eine allgemeine Verschlimmerung hervorgerufen. Es herrscht eine extreme Berührungs- und Druckempfindlichkeit.[9]

Hintergrundinformationen

Kupfer ist ein weltweit verbreitetes Schwermetall, das durch seine hervorragende Wärme- und Stromleitfähigkeit vielseitige Verwendung findet. Die größten Kupfervorkommen liegen in Chile, Peru, den USA und Russland.[3] Für den Menschen zählt Kupfer zu den Spurenelementen. Wie der Name schon sagt sind nur „Spuren“ notwendig, um die menschliche Physiologie aufrechtzuerhalten (empfohlene Zufuhr etwa 2 mg pro Tag).Bei einem Überschuss an Kupfer im Körper kommt es gastrointestinalen Störungen sowie Schädigungen der Leber. Seltener treten Schädigungen des Zentralnervensystems, der Niere und Störungen der Hämolyse auf. Bei einem Kupfer-Mangel treten ebenfalls Störungen des Zentralnervensystems auf, aber auch Störungen im Kollagenaufbau, Anämie, Leukopenie und eine gesteigerte Cholesterin-Synthese. Grund für Symptome eines Kupfermangels sind bestimmte Enzyme (sogenannte Oxidoreduktasen), die ohne Kupfer ihre Funktion nicht erfüllen können.[4]