Globuli von C bis C

Calcium sulfuricum Globuli

© panthermedia.net / Vinod Kumar Pillai

Das homöopathische Mittel Calcium sulphuricum oder auch Calcarea sulfurica wird aus Calciumsulfat hergestellt, besser bekannt als Gips. Gips ist vor allem ein Baumaterial, wird als Tafelkreide verwendet oder auch für die Herstellung von Tofu benötigt.

In der Homöopathie wird das Mittel vor allem bei Beschwerden, die mit Eiterungen zu tun haben, herangezogen. Dazu gehören zum Beispiel Verletzungen der Haut, Erkältungen mit gelblichen Absonderungen oder auch schleimiger Durchfall.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Bei Menschen, für die Calcium sulphuricum das passende Mittel ist, sind alle Absonderungen mit Eiter vermischt. Wunden heilen schlecht und es besteht eine Neigung zu Hautunreinheiten und Ekzemen. Sie schwitzen schnell, wobei ihr Schweiß unangenehm nach faulen Eiern riecht.

Wo wirkt es?: Die Wirkung des Mittels ist nicht auf einzelne Bereiche des Körpers begrenzt. Es kann unter gewissen Umständen überall dort helfen, wo eitrige Beschwerden auftreten.

In welchem Alter?: Eine Altersbeschränkung für die Einnahme von Calcium sulphuricum gibt es nicht. [1]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Mit heller Flüssigkeit gefüllte Bläschen im Gesicht, die nach dem Aufplatzen eine honiggelbe Kruste bilden. In diesen Fällen könnte es sich um eine Grindflechte oder auch Impetigo cantagiosa handeln. Die Erkrankung ist hochansteckend, deshalb sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden.
  • Pickel im Gesicht oder unter den Haaren, Akne bei Jugendlichen sowie vor allem bei Kindern trockene Hautausschläge.
  • Augenentzündung mit Absonderung von dickem, gelbem Eiter
  • Erkältungen mit gelbem, eitrigen Nasenschleim,vereiterten Mandeln und Husten mit eitrigem Schleim
    Eitriger, teils blutiger Durchfall
  • Brennende Fußsohlen
  • Schlecht heilende Hautverletzungen mit fließendem Eiter oder gelben Krusten [2]

Verbesserung: Den Patienten geht es morgens und an der frischen Luft besser. Waschen und kalte Bäder tun ihnen gut und auch Essen kann die Beschwerden verringern.

Verschlechterung: Die Beschwerden verschlechtern sich bei Nässe, bei Berührung, am Abend und in der Nacht. [1]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Calcium sulphuricum-Patienten sind oft gereizt und unzufrieden. Sie fühlen sich häufig ungerecht behandelt und benachteiligt. Vor allem nachts, im Dunkeln, machen ihnen Ängste zu schaffen. Ihre Stimmung wechselt im Laufe des Tages von traurig am Morgen zu Heiterkeit am Abend. [3]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Babys, für die Calcium sulphuricum das geeignete Mittel ist, tritt häufig so genannter Milchschorf auf. Dieser krustige Hautausschlag entwickelt im Gesicht und auf der Kopfhaut gelbliche Schuppen. Ältere Patienten klagen über regelmäßig wiederkehrende Stirnkopfschmerzen. Diese entstehen in der Regel morgens beim Aufwachen und vermitteln den Betroffenen das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen. [3]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Calcium sulphuricum kann bei Augenentzündungengenommen werden, wenn dicker gelber Eiter fließt. Das Weiße im Auge erscheint grau und die Patienten haben ein eingeschränktes Sehfeld. Auch bei vereiterten Ohren mit Taubheit ist Calcium sulphuricum ein mögliches Mittel. Bei Erkältungen ist die Nase mit dickem, gelblichen Schleim verstopft und die Nasenlöcher sind wund. Auch die Innenseite der Lippen ist manchmal wund, dann haben die Patienten einen sauren, seifigen Geschmack im Mund. Ebenfalls typisch sind diverse Hauterscheinungen. Dazu gehören zum BeispielPickel und Pusteln im Gesicht, auch kleine runde mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllte Bläschen am Übergang zwischen Lippe und Gesichtshaut (Herpes). Vorsicht ist beim Auftreten von Bläschen mit hellgelber Flüssigkeit geboten, die schnell aufplatzen und dann eine honiggelbe Kruste bilden. Dabei könnte es sich um eine sehr ansteckende Erkrankung (Impetigo contagiosa) handeln, die vor allem bei Kindern auftritt. [2]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Calcium sulphuricum ist bei einer bereits länger andauerndenHalsentzündung möglicherweise das passende homöopathische Mittel. Die Mandeln (Tonsillen) sind in diesem Fall vereitert und der Eiter löst sich bereits. Auch bei Husten, bei dem eitriger stinkender, teils blutiger Schleim gelöst wird, sollte man Calcium sulphuricum in Erwägung ziehen. [2]Diphtherie ist ein weiteres Gebiet, bei dem Calcium sulphuricum eventuell die Beschwerden lindern kann.[3] Diphterie ist ausgesprochen selten, aber eine ansteckende, zum Teil lebensbedrohliche Erkrankung.Bei Verdacht muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Die Diphterie äußert sich durch starken Husten („echter Krupp“), Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Atemnot, die bis zum Ersticken führen kann. Auf den Schleimhäuten im Nasen- und Rachenraum bilden sich blutige Beläge

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein typisches Beispiel für Beschwerden an den Verdauungsorganen des Calcium sulphuricum-Patienten sindSchmerzen im Bereich der Leber. Nachdem diese aufgetreten sind, fühlt sich der Patient schwach, ihm ist übel und er hat Magenschmerzen. Außerdem kommt es zu eitrigem, teils mit Blut vermischtem Durchfall. [4]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei den Menschen, für die Calcium sulphuricum das passende Mittel ist, liegt nicht selten eine chronische Nierenentzündung (Nephritis) vor. Durch Blutbeimischung sieht ihr Urin rot aus.[3] Weitere typische Symptome einer Nierenentzündung sind Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen und Schmerzen in den Flanken. Auch Wasseransammlungen (Ödeme) treten häufig auf.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Frauen, denen eine verspätete, lang anhaltende Monatsblutung mit begleitenden Kopfschmerzen und Schwäche zu schaffen macht, können den Zyklus unter Umständen durch die Einnahme von Calcium sulphuricum beeinflussen. [4] Auch Männern, deren Sperma ohne Erregung oder Orgasmus aus der Harnröhre fließt, sollten dieses Mittel in Erwägung ziehen. [3] Ursache dafür können psychische Belastungen, aber auch Erkrankungen der Nerven oder Entzündungen der Harn- oder Geschlechtsorgane sein.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Mittel kann unter Umständen Brennen und Jucken der Fußsohlen verringern. Es wird auch bei Fingerquetschungen, bei denen der Knochen verletzt wurde und Eiter und heftige Schmerzen auftreten, empfohlen. Auch Schmerzen und Steifheit in den Gelenken, bei denen sich der Patient nur mit Mühe bewegen kann, sprechen unter Umständen auf dieses Mittel an. [5]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Schnitte und andere Verletzungen heilen beim Calcium sulphuricum-Patienten schlecht. Die Wunden eitern und bilden gelbe Krusten. Unter den Haaren finden sich kleine Pickel, die beim Kratzen bluten. Kindern, die trockene, häufig juckende Entzündungen der Haut (Ekzeme) zeigen, erfahren durch dieses Mittel möglicherweise Linderung. [4]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Zu den oben beschriebenen eitrigen Erkrankungen kann Fieber hinzukommen, das die Betroffenen sehr schwächt. Das Fieber tritt in der Regel zusammen mit Husten und einem Brennen in den Fußsohlen auf. [4]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Hepar sulfuris

Dieses homöopathische Mittel (auch Hepar sulphuris calcareum) ist eine Entdeckung von Samuel Hahnemann, dem Homöopathie Begründer, und es besteht aus einer Verbindung von Stangenschwefel und dem weißen Inneren der Austernschale. Es wird, ebenso wie Calcium sulphuricum, vor allem als Mittel gegen Eiterungen eingesetzt. Besonders auffällig an den Hepar sulfuris-Patienten ist, dass ihr Ausfluss oder Auswurf nach altem Käse riecht und dass sie extrem kälteempfindlich sind. Schon leichte Berührungen oder ein Luftzug können die Beschwerden verstärken. Vor allem bei Jugendlichen mit vielen Pickeln im Gesicht und auf dem Rücken, die teilweise eitrig sind und schmerzen können, kann das Mittel gegeben werden. Üblicherweise entzünden sich auch kleinste Verletzungen schnell und werden heiß, eitrig und berührungsempfindlich. Ebenso wie Calcium sulphuricum, kann auch Hepar sulfuris bei einer eitrigen Mandelentzündung eingenommen werden. Hepar sulfuris-Patienten klagen über einen stechenden Halsschmerz, der sich anfühlt, als hätten sie spitze Gegenstände verschluckt. Dieser Schmerz kann bis zu den Ohren ausstrahlen. Hinzukommen kann eine lang anhaltende Heiserkeit. Husten ist bei Hepar sulfuris-Patienten entweder krampfartig und kann bis zum Erbrechen führen oder rasselnd mit wenig Auswurf. Während Calcium sulphuricum beim sogenannten „echten Krupp“ (Diphterie) gegeben werden kann, ist Hepar sulfuris ein Mittel für den Pseudokrupp, eine Entzündung und Verengung der oberen Atemwege mit bellendem Husten und Atemnot. [6]

Silicea

Im Deutschen wird das Halbmetall Silizium als Kieselerde bezeichnet. Als homöopathisches Mittel wird es bei Problemen mit Haut, Nägeln, Knochen und Zähnen empfohlen, aber auch bei langsamen eitrigen Prozessen. Silicea kann vor allem bei Eiterungen helfen, die durch eingeschlossene Fremdkörper verursacht werden. In der Literatur gibt es einige Berichte von ausgetriebenen Fremdkörpern, unter einer Silicea Einnahme. Diese Fremdkörper werden ausgetrieben und die Wunde kann sich schließen. Auch bei unreiner Haut mit Pickeln, die sich langsam entwickeln, eitern können und nur schwer abheilen, könnte Silicea das geeignete Mittel sein. [7]

Hintergrundinformationen

Gips wurde schon in der Antike als Baumaterial benutzt. Weil er leicht bearbeitet werden konnte, wurden in Griechenland Ornamente für Häuser daraus gefertigt, während die Römer Gips mit Wasser mischten und als Putz verwendeten. In der Natur kommt Gips in farblos, weiß, gelb, rot und grau vor. Man findet ihn unter anderem in Mexiko, Spanien und Italien, auch in Deutschland gibt es Gips-Vorkommen , zum Beispiel im Harz oder in der Nähe der Schwäbischen Alb. Heute stellt man aus Gips zum Beispiel Zwischenwände für Häuser her, man stellt damit gebrochene Knochen ruhig oder fertigt Modelle für die Zahntechnik an. [8]