Globuli von C bis C

Clematis Globuli

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Clematis recta, die aufrechte Waldrebe, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).[1] Die homöopathische Arznei wird aus dem zum Beginn der Blüte geernteten Stängel mit Blüten und Blättern hergestellt. Neben Clematis recta gibt es in der Familie der Hahnenfußgewächse noch zahlreiche weitere Mittel, die eine Verwendung in der Homöopathie finden.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung


Bei wem?:
Clematis hat einen starken Bezug zu den Hoden und zur Vorsteherdrüse (Prostata). Aber auch auf andere Drüsen kann sie ihre Wirkung zeigen, vor allem wenn diese verhärtet und angeschwollen sind. Oft findet sich in der Vorgeschichte der Betroffenen eine unterdrückte Tripper-Erkrankung (Gonorrhoe).[2]


Wo wirkt es?:
Hauptangriffspunkte von Clematis recta sind die Harnwege, männliche und weibliche Geschlechtsorgane, Haut, Drüsen und Lymphsystem .


In welchem Alter?:
Es kann sowohl bei Kindern als bei Erwachsenen eingesetzt werden, vorausgesetzt die Heilanzeige stimmt.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der erste Angriffspunkt von Clematis recta sind die Drüsen: Sie sind haüfig verhärtet und angeschwollen. Es betrifft vor allem die Vorsteherdrüse (Prostata) und die Leistenlymphknoten. Zweiter Angriffspunkt sind die Geschlechtsorgane. Bei den Männern kommt es vor allem zur schmerzhaften Schwellung und Verhärtung der Hoden. Es sind heftige Zahnschmerzen möglich, die sich typischerweise nachts verschlimmern. Auch die Haut zeigt vielfältige Symptome, vor allem in Form von Flechten und juckenden Hautausschlägen. Auch bei Schlafstörungen kann an den Einsatz von Clematis gedacht werden.

Verbesserung: Die Beschwerden bessern sich im Freien.

Verschlechterung: Sie werden schlimmer durch kalte Anwendungen (waschen), kaltes Wetter, Bettwärme, nachts und bei zunehmendem Mond.[2]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Clematis recta stehen die geistigen Symptome nicht im Vordergrund. Trotzdem werden im Arzneimittelbild Menschen beschrieben, die sehr verschlossen sind. Sie haben eine Abneigung gegen Gesellschaft, obwohl sie sich vor dem Alleinsein fürchten. Sie haben eine große Angst ungerechterweise eines Verbrechens beschuldigt zu werden. In ihren Träumen sehen sie sich als Übeltäter bloßgestellt und unschuldig verhaftet. [3] Sie sind von einem tiefsitzenden Schuldgefühl durchdrungen, auch wenn es keinen Grund dazu gibt. Sie fühlen sich zerknirscht, verärgert und traurig. Auch suizidale Gedanken können auftauchen.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bevorzugt abends treten heftige Kopfschmerzen auf, hauptsächlich in der Stirn, über dem linken Auge oder hinter den Augen. In den Schläfen sind pulsierende, bohrende Kopfschmerzen, die durch Lesen verschlimmert werden möglich.[4] Sie bessern sich im Freien.[2] Die Kopfschmerzen können mit einem Gefühl der Verwirrung einhergehen.[2] Am Hinterkopf sowie am Haaransatz sind feuchte und juckende Hautausschläge möglich. Bei den Kindern findet sich Milchschorf.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Augen sind sehr empfindlich. Es können gehäuft Augenbindehautentzündungen (Konjunktivitis) auftreten, mit dem Gefühl von Feuer und Flackern in den Augen und eine starke Luftempfindlichkeit, die dazu führt dass die Betroffenen die Augen schließen müssen.[4] Die Augenlider sind möglicherweise chronisch entzündet (Blepharitis). Das Auge ist morgens verklebt.Es können heftigste Zahnschmerzen auftreten, die nachts schlimmer sind und sich durch Berührung, heiße Getränke und Tabak verschlimmern.[5] Sie werden besser wenn die Betroffenen kaltes Wasser im Mund halten oder wenn sie kalte Luft über den Zahn ziehen.[6] Es kann dass Gefühl, als ob die Zähne zu lang seien bestehen.[2] Vor allem die Zähne der linken Seite sind betroffen. Heftige Ohrenschmerzen sind möglich, sie gehen mit dem Gefühl, als ob die Ohren zerplatzen könnten und mit Ohrgeräuschen in Form von Glockengeläut einher.[2]Im Gesicht und auf der Nase können sich weiße Bläschen finden, wie bei Sonnenbrand. Die Ohrspeichel- und Unterkieferdrüse sind möglicherweise geschwollen und verhärtet. Berührung ist schmerzhaft. Es können Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte auftreten, sie ziehen sich bis zum Auge, Ohr und Schläfe hin.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nach dem Essen, vor allem nach dem Mittagessen kann eine allgemeine Schwäche in den Gliedern sowie ein Völlegefühl auftreten.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Harnfluss ist unterbrochen. Es tritt vermehrt Harndrang auf aber es kommen nur wenige Tropfen. Nach dem Wasserlassen kribbelt und brennt es in der Harnröhre. Es kann Urin nachtröpfeln und die Betroffenen haben das Gefühl, die Harnblase nicht vollständig entleert zu haben. In der Harnröhre tritt ein Einschnürungsgefühl auf, was vor allem nachts schmerzhaft sein kann. Vermehrte Blasen- und Harnröhrenentzündungen mit brennenden Schmerzen zu Beginn des Wasserlassens sind möglich.[6] Es kann auch ein plötzlicher Harndrang auftreten, wobei die Betroffenen sich beeilen müssen rechtzeitig die Toilette zu erreichen. Es findet sich typischerweise einen Schmerz entlang des Samenstrangs, vor allem rechts.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Hoden können schmerzhaft angeschwollen, verhärtet und entzündet sein (Orchitis). Es besteht ein starkes Prellungsgefühl. Vorwiegend die rechte Seite ist betroffen. Es finden sich Geschwülste und Verhärtungen im Bereich des Hodensacks und des Samenstrangs. Es wird ein aufwärts ziehender Schmerz in Hoden und Samenstrang beschrieben.[7] Während der Ejakulation können brennende Schmerzen in der Harnröhre auftreten. Die Beschwerden treten häufig nach unterdrückter Trippererkrankung (Gonorrhoe) auf. Die Erektionen können sehr heftig sein. Bei Frauen kann es zu Entzündungen und Tumoren in den Eierstöcken und Brüsten kommen. Die Brustdrüsen sind eventuell knotig verhärtet. Stechende Schmerzen , die durch kaltes Wetter, nachts und bei zunehmendem Mond schlimmer werden, sind möglich. Die Monatsblutung kommt früher und stärker als sonst. Die Leistenlymphknoten sind angeschwollen, vor allem auf der rechten Seite.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es können viele nässende und juckende Hautausschläge, die zur Abschuppung tendieren, auftreten. Flechten mit schuppigen Krusten sind möglich. Bei den Kindern findet sich Milchschorf. Vor allem Gesicht, Hände und Hinterkopf sind befallen.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kann ein starker Nachtschweiß auftreten. Trotz des Schwitzens, ertragen die Betroffenen es nicht sich abzudecken, denn dies führt zu einem unangenehmen Kältegefühl.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Clematis recta-Patienten schlafen sehr unruhig. Sie können Probleme haben einzuschlafen, obwohl sie sehr müde sind. Unruhige Träume, oft von Verhaftung oder Feuer sorgen für einen unerquicklichen Schlaf. Tagsüber sind die Betroffenen ausgesprochen schläfrig.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Pulsatilla

Pulsatilla pratensis gehört zu den sogenannten Vielkönnern in der Homöopathie (Polychresten). Clematis recta wird längst nicht so häufig angewendet. Allerdings können bei einer Hodenentzündung (Orchitis), einer Entzündung des Nebenhodens (Epididymitis), einer Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis) oder einer Vergrößerung der Prostata (Prostatahypertrophie) beide Mittel in Erwägung gezogen werden. Bei Pulsatilla pratensis sind die Beschwerden häufiger auf der linken Seite vorzufinden. Sie treten nach unterdrückter Trippererkrankung (Gonorrhoe) oder als Komplikation einer Mumpserkrankung auf. Die Schmerzen bei Blasenentzündung sind bei Pulsatilla schlimmer gegen Ende der Blasenentleerung und wenn die Betroffenen versuchen, den Urin zurückzuhalten. Auch ein unwillkürlicher Harndrang ist möglich, vor allem während der Schwangerschaft und beim Husten. Es zeigen sich viele Beschwerden bei der Monatsblutung: sie kann unregelmäßig sein, mit starken Schmerzen einhergehen oder von zu kurzer Dauer sein.[8]

Argentum metallicum

Argentum metallicum ist ein wichtiges Mittel für die Geschlechtsdrüsen. Die Schmerzen und Beschwerden treten typischerweise plötzlich auf und gehen mit dem Gefühl einher, als seien die Betroffenen elektrisiert. Die Schmerzen treten vor allem im Schlaf und beim Einschlafen auf. Die Hodenentzündung befällt hauptsächlich den rechten Hoden und wird schlimmer durch Druck und beim Gehen. Der Hoden fühlt sich wie gequetscht an. Bei den Frauen tritt ein Gebärmuttervorfall (Uterusprolaps) mit Schmerzen, vor allem im linken Eierstock und im Rücken auf. Während der Wechseljahre sind verstärkte Monatsblutungen vorhanden.[9]

Cantharis

Bei Cantharis finden sich Blasenentzündungen und Entzündungen der Harnröhre mit heftigen, brennenden Schmerzen. Die Schmerzen treten vor, während und insbesondere nach dem Wasserlassen auf. Es besteht dabei ein ständiger Harndrang, es kommen aber nur einige Tropfen auf einmal. Die Blasen- und Harnröhrenentzündungen können mit blutigem Urin einhergehen. Es besteht ein starkes Jucken in der Harnröhre. Bei den Frauen sind die Eierstöcke entzündet. Bei beiden Geschlechtern besteht ein starkes sexuelles Verlangen.[10]

Hintergrundinformationen

Clematis recta, die aufrechte Waldrebe ist eine in Süd-, Ost- und Mitteleuropa bis zum westlichen Asien verbreitete Pflanze. Sie erreicht eine Höhe von 50 bis 150 Zentimeter. Ihre Blüten sind weiß und blühen von Juni bis August doldenförmig. Sie stehen endständig aufrecht vom Stängel herab. Die Pflanze bevorzugt Buschlichtungen mit eher trockenen, kalkreichen Böden. In frischem Zustand sind alle Pflanzenteile giftig. Der Kontakt mit der Pflanze verursacht Magen-Darm-Entzündungen, Nierenreizung sowie Reizung des Nervensystems mit möglichen Krämpfen und Lähmungen.[1] In früheren Zeiten berührten Bettler die Pflanze mit Absicht um mit den dadurch entstandenen Hautreizungen Mitleid zu erregen. Die getrocknete Pflanze verliert ihre Giftigkeit größtenteils.