Globuli von C bis C

Cedron Globuli

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Cedron, auch Simaba Cedron, Simarouba ferroginea oder Klapperschlangenbohne genannt, ist eine Pflanze, die vorwiegend in den Flusstälern und am Meeresufer im nördlichen Südamerika beheimatet ist. Verwendet werden ausschließlich die Samen, die im Herkunftsland gegen Tierbisse gekaut oder in Branntwein aufgelöst in die Wunde gerieben werden, beispielsweise als Gegengift bei Schlangenbissen. Der Inhaltsstoff Cedrin ist eine bitter schmeckende Glykosid-Verbindung. Selbst nach dem Genuss kleiner Mengen dieser Samen, stellt sich bei Tieren und Menschen Erbrechen ein. Für die Homöopathie wird eine Tinktur dieser Samen hergestellt. Das Mittel wird hier überwiegend gegen Nervenschmerzen und Fieberzustände eingesetzt.[3][4]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem: Cedron kommt bei weiblichen Patienten häufiger zum Einsatz als bei Männern. Sie leiden unter verschiedenen Nervenschmerzen und wechselhaften Fieberzuständen. Oft sind die Patienten, geschwächt, unruhig, niedergeschlagen, sexuell erregt und haben großen Durst.

Wo wirkt es:Hauptorganbezug von Cedron ist das periphere Nervensystem, aber auch bei Erkrankungen des Gehirns wie beispielsweise Epilepsie oder Hirnhautentzündung kann das Mittel angezeigt sein. In erster Linie treten diese Neuralgien allerdings im Gesicht als Trigeminusneuralgie auf. Manchmal bestehen reichliche Absonderungen aus der Nase. Weitere Heilanzeigen von Cedron sind Fieberanfälle. Ferner kann Cedron bei Blutarmut, Schlangenbissen, Ohrgeräuschen, Durchfall und Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

In welchem Alter:Cedron kann in jedem Alter hilfreich sein, wenn die Symptome möglichst ähnlich zur Krankheit scheinen.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das charakteristischste Merkmal von Cedron ist eine Periodizität der Fieberzustände und verschiedene neuralgische Beschwerden. Fast alle Beschwerden wiederholen sich exakt zur selben Stunde. Beschwerden treten überwiegend nachts, morgens oder im Freien auf. In den Fieberanfällen wechseln sich Hitze und Frösteln ab. Auffallend bei Cedron ist eine sexuelle Erregung die viele körperliche Beschwerden begleiten kann

Verbesserung: Die Beschwerden verbessern sich generell durch aufrechtes Stehen. Die Erstickungsanfälle werden durch Essen gebessert.

Verschlechterung: Die meisten Symptome verschlechtern sich durch Liegen, nach Beischlaf, während der Periode, generell nach dem Schlaf, nachts, im Freien und vor einem Sturm

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten sind ängstlich, nervös erregt, danach niedergeschlagen. Eventuell besteht Angst davor ins Bett zu gehen. Alle Gemütssymptome verschlechtern sich nachts. Der Körper fühlt sich schwer an und es besteht eine allgemeine Schwäche. Trotzdem treibt es ihn von einer Stelle zur anderen. Die geistigen Funktionen sind möglicherweise abgestumpft.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kann Schwindel und Kopfschmerz beim Aufstehen aus dem Bett, nachts und vormittags bestehen. Der Kopfschmerz verschlechtert sich im Freien und tritt täglich oder alle zwei Tage exakt zur selben Stunde und sehr gerne linksseitig auf. Oftmals erstreckt er sich auch von Schläfe zu Schläfe. Häufig fühlen sich die Schmerzen scharf und drückend an.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nicht selten treten Hitzewallungen mit Rötung des Gesichts auf, abwechselnd mit Frösteln. Die Nervenschmerzen (Gesichtsneuralgien) betreffen die Augen, vorzugsweise das Linke, sie können aber auch in andern Teilen des Gesichtes spürbar werden, beispielsweise als Trigeminusneuralgie. Über dem linken Auge ein stechender Schmerz.. Kariöse Zähne lösen Nervenschmerzen im Gesicht aus. Die Nervenschmerzen kehren exakt zu bestimmten Uhrzeiten zurück und sind manchmal mit krampfartigem Zusammenziehen der entsprechenden Muskeln verbunden. Zahnschmerzen quälen häufig nachts weibliche Patienten während der Periode.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kehlkopf ist wie zusammengeschnürt, das Sprechen, Schlucken und Atmen wird erschwert. Es kommt zu Erstickungsanfällen, die regelmäßig zur gleichen Stunde wiederkehren und die nach dem Schlaf oder nach Beischlaf schlechter werden. Essen verbessert die Erstickungsanfälle. Aufgrund von Brustbeklemmung besteht eine häufige Neigung zum Seufzen und tiefen Einatmen. Die Atmung ist wie der Herzschlag beschleunigt und häufig kombiniert mit unregelmäßigem Herzklopfen.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Zunge kann jucken oder unerträglich kribbeln, so dass man sie gegen den Gaumen reiben möchte. Vor allem während der Periode kommt es zu Lähmungsgefühlen der Zunge. Trotz verstärktem Durst ist das Schlucken häufig erschwert. Zusammenschnürungsgefühl des Halses, der das Schlucken erschwert. Manchmal besteht Brennschmerz vom Rachen bis zum Magen. Falls Übelkeit auftritt, ist diese häufig mit einer Schwellung des Bauchbereiches verbunden. Auch können Blähungen und krampfartige Koliken in Erscheinung treten.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

In den Nieren kann starker Schmerz auftreten. Entlang der Harnröhre und des Harnleiters ist ein Brennschmerz typisch.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Während der Periode und nach Beischlaf treten viele Symptome auf wie Epilepsie, Ausfluss, Speichelfluss und gesteigerte sexuelle Erregung. Absonderungen aus der Harnröhre und gesteigertes sexuelles Verlangen treten auch bei Männern auf, überwiegend nachts und morgens.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Steifer Hals und Schmerzen entlang der gesamten Wirbelsäule wie bei Hirnhautentzündung. Die Schmerzen im Rückenbereich sind morgens beim Aufstehen schlechter.

Es kann ein taubes, totes Gefühl bestehen in Armen und Beinen. Die Glieder können sich eiskalt anfühlen. Grundsätzlich können Schmerzen in allen Gliedern und Gelenken auftreten. Diese fühlen sich scharf, krampfartig oder zerschlagen an, verschwinden wieder und kehren exakt zur gleichen Stunde zurück. Muskelzuckungen sind ebenfalls nicht selten für Patienten, die Cedron benötigen.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es bestehen täglich oder alle zwei Tage Fieberanfälle, die immer zur gleichen Zeit, zumeist aber abends beginnen. Es fängt an mit Frösteln und Schaudern, gefolgt von trockener Hitze und reichlich Schweiß am Ende des Anfalls. Beim Schwitzen besteht häufig Kälte und Hitze zusammen. Im Hitzestadium ist die Haut trocken, der Kopf fühlt sich schwer an, das Gesicht ist gerötet, die Hände brennen und es besteht ein voller und kräftiger Puls. Häufig kommt es zu Beginn der Anfälle kurzfristig zu geistiger Erregtheit und zu aufblühender Lebenskraft.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Beschwerden verschlechtern sich nach Schlaf. Oft liegt der Patient die ganze Nacht ruhelos im Bett oder erwacht häufig. In den Träumen erscheinen manchmal angenehme Unterhaltungen mit Frauen oder aber Alpträume von Toten, die den Patienten mit einem Steingefühl im Magen erwachen lassen.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Arsenicum album

Hauptunterscheidungsmittel zu Cedron ist Arsenicum album. Arsen hat wie Cedron eine ausgeprägte Periodizität. Auch hier treten Beschwerden häufig zur gleichen Zeit auf. Im Gegensatz zu Cedron, das für Periodizität das Hauptmittel darstellt, können Arsensymptome auch periodisch in längerem Zeitraum auftreten, beispielsweise wöchentlich oder immer im Frühjahr. Auch bei Arsen besteht eine ausgeprägte Mattigkeit, kombiniert mit Unruhe und eine Verschlechterung der Beschwerden nachts. Im Unterschied zu Cedron haben Arsen-Kranke allerdings eine auffallende Todesangst. Außerdem fällt bei Arsen eine große Genauigkeit in Alltagsdingen auf. Auch der große Durst beeindruckt. Der Patient kann allerdings nur in kleinen Schlucken trinken. Während der Arsenpatient fast immer friert und sich gerne im Warmen oder der Nähe einer Heizquelle aufhält, wechseln sich bei Cedron Hitze und Frösteln ab.

Belladonna

Belladonna ist ein großes Fiebermittel, bei dem es zu Frostigkeit und Hitze kommen kann und dies eine Verschlechterung der Symptome nachts eintreten. Auch hier ist der Kopf im Fieberzustand gerötet. Die Hitze wird normalerweise viel intensiver verspürt als bei Cedron. Der Patient dampft vor Schweiß und es besteht, anders als bei Cedron, eine hochgradige Empfindlichkeit durch Sinneseindrücke wie Licht, Geräusche, Berührung, Erschütterung. Auf der Haut können Taubheitsgefühle bestehen wie bei Cedron. Delirante Zustände mit Sinnestäuschungen und Wahnideen, die in einer Überreizung des Gehirns ihren Ursprung finden, sind bei Cedron nicht vorhanden. Belladonna ist tendenziell ein rechtsseitiges Mittel. Cedron greift eher die linke Körperseite an.

China

Bei China findet sich eine ähnliche Periodizität wie bei Cedron. Auch hier kommen die Symptome täglich oder alle zwei Tage zur selben Zeit wieder. Auch bei China treten intermittierende Fieberzustände auf, die mit Frösteln abwechseln. Der Unterschied zu Cedron liegt im Fehlen der innerlichen Unruhe, die den Patienten zum Herumgehen nötigt. Die Patienten sind in höchstem Maße schwach. Taubheitsgefühle bestehen im Vergleich zu Cedron nicht. Bei China besteht, im Gegensatz zu Cedron, wie bei Belladonna eine hochgradige Empfindlichkeit auf Außenreize wie Berührung, Licht, Geräusche und Gerüche.

Hintergrundinformationen

Simaba Cedron wird in der botanischen Literatur häufig als Gegenmittel (Antidot) zu giftigen Schlangenbissen genannt. Tatsächlich gibt es eine wissenschaftliche Versuchsreihe aus dem Jahr 1942, Reichsgesundheitsamt, pharmakologische Abteilung, die an Tieren mit neun verschiedenen Schlangengiften durchgeführt wurde. Zuerst verfolgten die Pharmakologen die Literatur und stellten enttäuscht fest, dass das einzige Exemplar, welches nachweislich mit Cedron nach einem Schlangenbiss behandelt und geheilt wurde, ein Meerschweinchen war.

Für die eigene Forschung des Reichsgesundheitsamtes wurden als Gegengifte drei verschiedene Aristolochia-Arten und Cedron in einem bestimmten Verhältnis zu einer Lösung verarbeitet. Der Name Aristolochia (Osterluzei und Verwandte) meint übersetzt „schlangenwidrig“ und „Die einzelnen Aristolochia-Arten dienten bei allen berühmtem Ärzten des griechischen und römischen Altertums als Mittel gegen Schlangenbiß. Völlig unabhängig wurde die „Aristolochia“ auch von den nordamerikanischen Indianern mit der gleichen Indikation genutzt.“

Das Thema der Versuchsreihen des Amtes hieß damals: „Über die Verwendbarkeit von tropischen Pflanzenauszügen gegen Schlangenbisse“.
Das Ergebnis sah dann, kurz gefasst, so aus: „Es ergab sich keine Schutzwirkung im Tierversuch an Ratten und Mäusen.“ [5]