Globuli von C bis C

Candida albicans Globuli

Hinter dem Begriff Candida albicans Globuli verbirgt sich der sehr weit verbreitete Hefepilz, der in diesen Globuli als homöopathisches Mittel verwendet wird. Diese Globuli gehören zu den Nosoden: Sie wurden mit hochverdünntem und potenziertem Candida albicans, dem Krankheitserreger, „imprägniert“. Fast jeder Mensch hat eine gewisse Anzahl von Hefepilzen auf den Schleimhäuten – vor allem die Darm- und die Scheidenschleimhaut ist hauptsächlich betroffen. Wird der Befall zu groß und ist der Mensch gerade abwehrschwach, so können Hefepilze einiges Unheil anrichten und unangenehme Symptome erzeugen. [1] [2] Einen solchen Befall nennt der Medizinier „Candida mykose“. Das bekannteste Symptom ist sicher der Hefepilzbefall in der Scheide: Dieser bring Juckreiz, unangenehmen Ausfluss und Wundheitsgefühl. Wie und ob diese Globuli hilfreich sein können, wird in diesem Beitrag erläutert.

Anwendungsmöglichkeiten

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Bei welchen Beschwerden?

Die zahlreichen Symptome des Hefepilzes sind nicht einfach einzuordnen. Aus diesem Grund leiden Betroffene manchmal viele Jahre, bevor eine Diagnose aufgrund einer Stuhluntersuchung oder eines Abstriches von der Mundschleimhaut gemacht wird. Zu den Hauptsymptomen, die sich meist zuerst an der besonders befallenen Stelle zeigen, gehört der Mundsoor. Vor allem bei jungen Säuglingen, die sich meist im Geburtskanal unter der Geburt schon infiziert haben, tritt er häufig auf. Das kann bis zur Trinkverweigerung an der Brust führen, was bedrohlich für einen Säugling werden könnte. Es sind dann weißliche Mund- und Zungenbeläge zu sehen, welche sich leicht abwischen lassen. Meist ist dann auch der Darm befallen und das zeigt sich in einem hartnäckigen Windelausschlag ( Soor), Blähungskoliken und Unwohlsein. Bei Kindern und Erwachsenen können Verdauungsstörungen mit Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung auftreten. Außerdem tritt der bereits erwähnte Scheidenpilz mit säuerlichem Ausfluss, Juckreiz und Wundheit auf den Schleimhäuten auf. Auf der Haut kann sich ein Hautpilz zeigen, der sich ausbreitet, juckt und flächenhaft auftritt. Der After kann Jucken und Brennen. Heißhungerattacken auf Süßigkeiten, Verlangen nach Zucker und Brot oder Kuchen, die Hefe enthalten, kommen oft vor. [1][2][3]

In welchem Alter?

Ein Befall mit Hefepilzen kommt vom jungen Säugling bis zum Greis vor. Einer Behandlung mit hochverdünnten Candida albicans Globuli steht nichts im Wege. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine Labordiagnostik stattgefunden hat und es klar ist, woher die diffuse Symptomatik des Babys oder des Erwachsenen stammt. Erst dann macht es Sinn mit Candida albicans Globuli zu therapieren. Da Diagnose und Therapie in Fachhände gehören, um den Verlauf  mit Stuhlproben und Pilzkultur zu kontrollieren, ist eine Selbstbehandlung sehr wenig sinnvoll – wenn auch nicht schädlich.[1] Candida albicans Globuli werden in der Regel über einen längeren Zeitraum parallel zu anderen naturheilkundlichen Medikamenten verordnet: Dazu gehört zwingend eine Besiedlung des Darms mit sogenannten Probiotika, die dazu dienen, das wichtige Gleichgewicht „schlechter“ und „nützlicher“ Darmbakterien wieder herzustellen. Deswegen ist eine homöopathischen Behandlung bei einem starken Hefepilzbefall oft nur eine begleitende Behandlung und nicht die einzige Therapie. [3]



            

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Verbesserung: Modalitäten der Verbesserung sind bisher nicht bekannt.

Verschlechterung: Die Fachliteratur gibt an, dass sich die Beschwerden durch Feuchtigkeit verschlechtern. Zucker und hefehaltige Nahrungsmittel verschlechtern die Symptomatik im Verdauungstrakt und sind zu meiden, wenn ein hoher Befall festgestellt wurde.[2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.