Globuli von C bis C

Cinnamomum Globuli

© panthermedia.net / Thomas Francois

Für das Gewürz Zimt wird die Rinde des Echten Zimtbaums (Cinnamomum zeylanicum) verwendet, der zur Familie der Lorbeergewächse gehört. Ursprünglich stammt der Echte Zimtbaum aus Sri Lanka, das früher Ceylon hieß. Als Grundlage des homöopathischen Arzneimittels wird aus der Rinde des Echten Zimtbaums eine Tinktur hergestellt. In der homöopathischen Literatur findet man die Schilderung einer unfreiwilligen Arzneimittel-prüfung von Cinnamomum. Dr. E. Darwin Jones berichtet, eine Dame habe einen Zimt-Tee zubereitet, um ihre übermäßige Regelblutung zu therapieren. Sie erlaubte ihrem dreijährigen Sohn, ab und zu einen Schluck zu trinken. Nach zwei oder drei Tagen entwickelte der Junge eine Darmblutung mit hellrotem Blut. Die Blutung wurde durch die geringste körperliche Anstrengung ausgelöst. Außerdem kam es zu häufigem Nasenbluten. Sonst schien der Junge bei guter Gesundheit zu sein.[3]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Cinnamomum kann insbesondere bei psychisch labilen Personen mit hellroten Blutungen helfen, die durch die geringste Bewegung, Erschütterung oder Anstrengung schlechter werden. Es kann die Beschwerden bei Hämophilie und Krebs mit blutenden Geschwüren bessern.

Wo wirkt es?: Bekannt sind die Wirkungen auf die Blutgerinnung, das Gemüt, die Genitalien, die Gebärmutter sowie das Verdauungssystem.

In welchem Alter?: Bisher liegen keine Erfahrungen vor, in welchem Alter Cinnamomum besonders häufig angezeigt ist. Grundsätzlich können homöopathische Arzneimittel in jedem Alter helfen.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Charakteristisch für Cinnamomum sind hellrote Blutungen, dieaus allen Körperöffnungen auftreten können.

Verbesserung: Bei Cinnamomum treten Verschlechterungen morgens zwischen 5 und 9 Uhr und abends zwischen 18 und 21 Uhr auf. Des Weiteren verschlechtern die geringste Bewegung, Erschütterung,Anstrengung, Stürze, Berührung, Kälte und Gewitter die Beschwerden.

Verschlechterung: Eine Besserung tritt in der Regel durch Ruhe ein.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Beschwerden des Gemütsbereichs sind abends schlechter. Die Themenbereiche umfassen Vergesslichkeit, Unzufriedenheit,Scham, Depressionen, verminderte Selbstschätzung, ein besonders hohes Verantwortungsgefühl sowie Angst, die in der Brust wahrgenommen wird. Die emotionale Instabilität kann sich durch weinerliche Stimmung, Zittern, Schreien und Kreischen sowie hysterische Anfälle bis zum Bewusstseinsverlust äußern. Manchmal haben die Kranken das Gefühl, ihr Körper oder Körperteile seien verkleinert.
Auslöser können beispielsweise Beleidigungen sein. Die Beschwerden der Gemütsebene können sich durch Aufstoßen bessern. Durch Erschöpfung, Ausbleiben der Regelblutung undVerlust von Körperflüssigkeiten können sie schlechter werden.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Bereich des Kopfes können als Beschwerden Schwindel,Kopfschmerzen in den Augen, Epilepsie und Schlaganfälle auftreten.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Mund kann es zu übermäßigem Speichelfluss kommen.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Cinnamomum ist der Schnupfen zäh, klebrig undfadenziehend. Die Patienten niesen. Die Nasenschmerzenwerden im Inneren der Nase wahrgenommen und haben einestechende Qualität. Auch aus der Nase treten Blutungen auf. Bei einer Bronchitis kann es zu Husten mit teilweise blutigem Auswurf kommen. Patienten können ein Gefühl von Schwäche in der Brust haben. Das Herz kann schwach, der Puls langsam sein oder Herzklopfen auftreten.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Bereich der Verdauung können

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Reiseübelkeit
  • Erbrechen (auch Schwangerschaftserbrechen)
  • Schluckauf (unter anderem während des Stuhlgangs) sowie
  • Durchfall auftreten.
  • Die Bauchschmerzen können eine krampfartige und kneifendende Qualität haben und sich durch Kälte verschlimmern.

Es kann auch zu Wasseransammlungen im Bauchraum (Aszites) kommen.
Wie bereits erwähnt können auch hellrote Blutungen aus demEnddarm auftreten, die durch die geringste Anstrengung,Erschütterung oder Bewegung ausgelöst werden.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Harnwegsinfekte mit wundem Gefühl in der Harnröhre und Blut im Urin gehören zum Wirkspektrum von Cinnamomum.Blutungen aus der Harnröhre kommen auch unabhängig von Infekten vor.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Männern können Erektionsstörungen auftreten.Die Beschwerden im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane sind vielfältig:

  • Schmerzen der Genitalien
  • Scheidenausfluss
  • Abortneigung durch Anstrengung
  • Erschütterungen oder Sturz, Gewitter, Verletzungen
  • Abneigung gegen Koitus oder auch
  • vermehrter Sexualtrieb
  • Gebärmutterkrebs
  • Regelblutung zu früh, zu reichlich mit hellrotem Blut, zu lang anhaltend, zu spät oder ausbleibend
  • Unregelmäßige Menses
  • Zwischenblutungen (Metrorrhagien). Diese können schwallartig sein, ausgelöst durch die geringste Erschütterung oder Anstrengung.
  • Während der Entbindung können die Wehen ineffektiv und schmerzhaft sein. Frauen können zu Ohnmacht während Entbindung neigen.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Rückenschmerzen treten vor allem im unteren Bereich (Lumbalregion) auf. Gliederschmerzen, Nervenschmerzen (Neuralgien) oder rheumatische Beschwerden können sich im Bereich der Arme und Beine finden. Arme und Beine können sich kalt, zu kurz oderverkleinert anfühlen. Außerdem finden sich dort Schwellungen mit Spannungsgefühl sowie Zuckungen. Insbesondere auch die Finger können anschwellen.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Generell ist die Haut eher blass. Cinnamomum kann bei Biss- und Stichwunden, auch von giftigen Tieren, helfen.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Zum Arzneimittelbild von Cinnamomum gehören gleichbleibendes Fieber und Typhus.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Kranken können dazu neigen sich schläfrig zu fühlen. DerSchlaf ist tief.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Lachesis

Ein weiteres homöopathisches Mittel, das bei Blutungen infrage kommt, ist Lachesis. Das Blut ist dünn mit dunklen Partikeln wie verkohltes Stroh. Kleine Wunden können stark bluten. Blutungen aus Nase und Darm können vorkommen. Die kranken Körperteile können blau (livide) verfärbt sein.Charakteristisch für Lachesis ist ein Beengungsgefühl in verschiedenen Bereichen des Körpers. Darum fühlen sich Menschen, denen Lachesis hilft, häufig von Rollkragenpullovern oder Gürteln eingeengt.
Epilepsie gehörte zu Hahnemanns Zeiten ebenfalls zum Wirkspektrum von Lachesis.
Auf der Gemütsebene finden wir bei Patienten, denen Lachesis hilft, häufig die Neigung zu Geschwätzigkeit, Eifersucht, Nervosität und Wutausbrüchen.
Der Schwindel kann beim Drehen nach rechts sowie beimSchließen der Augen schlechter werden. Manche Menschen haben berstende Kopfschmerzen und Migräne, die sich bis zu den Schultern erstreckt.
Patienten, denen Lachesis helfen könnte, haben häufig nagenden Hunger, den sie nicht aushalten können. Wenige Stunden nach dem Essen kommt der Hunger wieder. Andere dagegen haben gar kein Hungergefühl. Krämpfe können im Bereich des Magensauftreten.
Während der Regelblutung kann es zu Übelkeit, Erbrechen undKopfschmerzen kommen. Das Blut ist dunkel, spärlich, ätzendund klumpig.[1][2]

Phosphorus

Ähnlich wie bei Cinnamomum geht es Kranken schlechter morgens, abends und bei Gewitter, während Ruhe bessert. Eine weitere Ähnlichkeit besteht in den Blutungen, beispielsweise Nasenbluten. Die Absonderungen können blutig sein und auchkleine Wunden bluten stark.Was das Gemüt betrifft, sind Phosphor- Kranke emotional instabil und leicht erregbar, jedoch auf andere Weise als diejenigen, denen Cinnamomum hilft. Menschen, die vielleicht Hilfe von Phosphorus erfahren, können es häufig nicht ertragen, wenn andere leiden. Auf der anderen Seite können sie selbst den eigenen Kindern gegenüber gleichgültig sein. Phosphorus passt für schüchterne, unentschlossene, ruhelose und leicht beeindruckbare Menschen mit vielen Ängsten, beispielsweise derAngst vor Gewitter, im Dunkeln oder in der Dämmerung allein zu sein.
Durch die kleinste Ursache kann Herzklopfen mit Angst ausgelöst werden.
Die Kopfschmerzen werden im Gegensatz zu Cinnamomum eherüber einem Auge als in den Augen wahrgenommen. Schwindelund Epilepsie gehören auch zur Heilwirkung von Phosphorus.Kälte bessert zwar die Kopfschmerzen, aber im Allgemeinenbessern kühle Anwendungen die Beschwerden, während bei Cinnamomum Kälte generell verschlimmert.
Eine weitere Gemeinsamkeit von Cinnamomum und Phosphorus sind Übelkeit und Erbrechen. Patienten, denen Phosphorus hilft, können ein großes Verlangen nach kalten Getränken haben. Diese bessern zunächst die Übelkeit, werden aber erbrochen, nachdem sie sich im Magen erwärmt haben. In der Schwangerschaft kann schon der Anblick von Wasser Übelkeitverursachen. Es kommt zu nächtlichen Heißhungerattacken mit nachfolgender Übelkeit.
Phosphorus kann, genau wie Cinnamomum, gegenErektionsstörungen helfen.
Die Regelblutung kann zu früh oder zu spät kommen, ausbleibenoder zu lange andauern. Dies ist eine weitere Gemeinsamkeit von Cinnamomum und Phosphorus, genau wie die Neigung zu Zwischenblutungen und zu Gebärmutterkrebs.
Zusätzlich zu diesen Symptomen können Krankheiten der weiblichen Brust auf wie Verhärtungen und zur Blutung neigende Tumoren entstehen. Dies ist von Cinnamomum nicht bekannt.[1] [2]

Secale cornutum

Secale ist ein weiteres homöopathisches Arzneimittel, das für seine Wirkung auf die Blutgerinnung bekannt ist. Im Gegensatz zu Cinnamomum sind die Blutungen in der Regel jedoch nicht hellrot, sondern dünne, dunkle, wässrige, stinkende, kontinuierlich fließende Sickerblutungen. Dies gilt auch für Nasenbluten. Die Blutungen können einen Kollaps zur Folge haben.Eine weitere Gemeinsamkeit mit Cinnamomum ist das eisige Kältegefühl, das aber nicht nur in Armen und Beinen, sondernoberflächlich im ganzen Körper empfunden wird, während esinnerlich brennt. Die Finger können vor Kälte blau verfärbt sein. Trotzdem möchte der Kranke, dem Secale hilft, nicht zugedeckt werden. Auch Nervenschmerzen (Neuralgien) können auftreten.
Während bei Cinnamomum die Beschwerden durch Kälte schlechter werden, bessert Kälte die Symptome bei Secale.
Im Gemütsbereich unterscheiden die beiden Mittel sich. Zwar gibt es auch im Arzneimittelbild von Secale Depressionen undÄngste. Doch Secale kann auch bei manischen Zuständen helfen, wenn die Patienten jedes Schamgefühl verlieren oder versuchen,sich selbst zu beißen oder zu ertränken.
Der Bauch ist gebläht und spannt. Der Stuhl kann olivgrün undblutig sein und zum Kollaps führen.
Die Regelblutung kann unregelmäßig, reichlich und dunkel sein. Das wässrige, dunkle, stinkende Blut fließt kontinuierlich. [1][2]

Hintergrundinformationen

Zimt wird auch in der Naturheilkunde verwendet und soll

  • anregend
  • magenstärkend
  • zusammenziehend
  • menstruationsfördernd
  • die Milchbildung hemmend und
  • gegen Blähungen wirken.

Zimt-Tinktur soll eine besondere Wirkung auf die Muskelfasern der Gebärmutter haben. Dort soll sie die Muskelnzusammenziehen und so blutstillend wirken. Daher setzt man sie in der Naturheilkunde gegen verlängerte Regelblutungen, Blutungen nach der Entbindung und Gebärmutter-Blutungen im Allgemeinen ein. Hierfür soll Zimt eines der am schnellsten und effektivsten wirkenden naturheilkundlichen Arzneimittel sein, insbesondere wenn das Gesicht blass sowie Arme und Beine kalt sind.

In begrenztem Maße soll es auch Blutungen aus anderen Körperteilen stillen können.
Auf das Nervensystem soll Zimt zunächst stimulierend, dann jedoch dämpfend wirken.
Zimt soll sich in der Naturheilkunde hilfreich erwiesen haben bei

  • Durchfall
  • kolikartigen Schmerzen(krampfartig, kommt und geht)
  • Magenkrämpfen
  • Blähungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blut im Urin
  • Bluthusten [3]