Globuli von C bis C

Capsicum Globuli

© panthermedia.net / Arne Kroeger

Das homöopathische Einzelmittel Capsicum wird aus den reifen, getrockneten Früchten der Paprikapflanze hergestellt. Die Pflanze Capsicum annuum gehört zu den Nachtschattengewächsen und wird auch als Spanischer Pfeffer oder Cayennepfeffer bezeichnet. Da man bei Cayennepfeffer sofort an Schärfe und hitzige Wirkung nach Verzehr denkt, zeigt das homöopathisch potenzierte Einzelmittel besondere Wirkung gerade im Bereich der Schleimhäute und könnte hier z.B. bei brennenden, einschnürenden Halsschmerzen eingesetzt werden. Ein charakteristisch brennendes Gefühl findet sich aber auch in den Ohren, im Magen-Darm-Trakt oder in den Harnwegen. Alle brennenden Symptome werden paradoxerweise nicht durch Kühlung, sondern vor allem durch Hitze gelindert. Es besteht zusätzlich eine ausgeprägte Empfindlichkeit auf Kälte.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Passt die Symptomatik, so könnte im akuten Krankheitsfall das Einzelmittel Capsicum unabhängig von Geschlecht oder Alter eingesetzt werden. Es ist gerade in chronischen Fällen besonders geeignet für Menschen von schlaffer Muskulatur und Haltung mit kräftigem, eher übergewichtigem Körperbau. Hierbei scheint es öfter bei Männern als bei Frauen angezeigt zu sein. Menschen, die Capsicum als Arznei benötigen, haben häufig ein rotes Gesicht, das erweiterte Adern (Kapillare) auf der Nase zum Vorschein bringt, wie man es oftmals bei Alkoholikern beobachtet. Capsicum wird in der homöopathischen Literatur auch als ein Mittel für Folgen von Alkoholentzug (Alkoholdelirium) erwähnt.[1] [3]

Wo wirkt es?: Capsicum hat einen starken Bezug zu den Schleimhäuten allgemein, im Bereich des Halses und der Nieren und Harnwege. Es wirkt auch im Bereich des Warzenfortsatzes (Mastoid), einer knöchernen Ausbuchtung des Schläfenbeins am menschlichen Schädel hinter dem Ohr, der sich infolge einer eitrigen Mittelohrentzündung (Otitis media) entzünden kann. Es zeigt allgemein eine starke Eiterungsneigung bei Entzündungsprozessen.[1] [2]

In welchem Alter?: Das homöopathische Einzelmittel Capsicum kann grundsätzlich in jedem Lebensalter angewendet werden. Hervorzuheben ist besonders die Anwendung bei älteren Menschen, die geistig wie körperlich erschöpft sind, da die Symptome der Arznei selten auf jüngere Patienten hinweisen.[1]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Leitsymptome von Capsicum kennzeichnen Schmerzen in vielen Organbereichen, die wie Pfeffer brennen, besonders in den Schleimhäuten. Außerdem findet sich häufig ein umschriebenes Gefühl von Einschnürung oderZusammenschnürung. Eine brennende Zungenspitze als begleitendes Symptom bei anderen Beschwerden ist ein Leitsymptom. Zusätzlich findet sich eine sehr große Erkältungsneigung beim geringsten Luftzug, der Kranke bewegt sich nicht gerne an der frischen Luft.[1] [3]

Verbesserung: Die Symptomatik des Capsicum-Patienten verbessert sich allgemein durch Wärme und Hitze und durchfortgesetzte Bewegung.[1][2]

Verschlechterung: Aufgrund der großen Kälteempfindlichkeit verschlechtert vor allem Kälte, aber auch die geringste Zugluftund Unbedecktsein von Körperteilen.[1][2]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen, die Capsicum benötigen, können wechselhaft und melancholisch launisch sein und sie bekommen schnell großesHeimweh, wenn sie sich außerhalb ihrer gewohnten Umgebung und Routine aufhalten.[1][2]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die berstenden Kopfschmerzen des Capsicum-Krankenverstärken sich durch Husten und werden durch Hitze gelindert. Capsicum kann auch bei brennenden und stechenden Schmerzen in den Ohren angezeigt sein. Ebenso kann bei akuter Mittelohrentzündung (Otitis media) mit drohender Entzündung des Warzenfortsatzes (Mastoiditis) das Einzelmittel Capsicum in Betracht gezogen werden. Dieses Beschwerdebild zeigt sich oft durch Schwellung und Schmerz hinter den Ohren.[1][2]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Patient, der Capsicum benötigt, zeigt vielfach ein ungewöhnlich gerötetes Gesicht mit ebenfalls geröteter Nase, das aber ohne Hitzegefühl als kalt empfunden wird.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein heißes Gefühl im Rachenbereich gehört zu den möglichen Heilanzeigen von Capsicum. Dabei schmerzt der Hals mit brennendem Einschnürungsgefühl und Trockenheit mit Verschlechterung durch Trinken oder Schlucken. Das Zäpfchen(Uvula) ist dabei geschwollen. Diese Art der Halsentzündung findet sich oftmals bei Rauchern. Hierbei kann auch eine Einschnürung der Brust mit Heiserkeit einhergehen. Sofern es zuHusten kommt, verursacht dieser Schmerzen an weiter entfernt liegenden Körperteilen (z.B. Ohren, Blase, Beine).[1][2]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Allgemeine Verdauungsstörungen (Dyspepsie) gehören zur Heilanzeige (Indikation) von Capsicum. Diese zeigen sich oft durch Magensymptome wie Sodbrennen oder Blähungen. Im Darmbereich findet sich auch ein schmerzhafter Stuhldrang (Tenesmus ani) und blutende und wie von Pfeffer brennnende Hämorrhoiden. Dabei besteht vielfach ein gesteigertes Verlangen nach anregenden Mitteln (Stimulanzien) wie z.B. Alkohol, Kaffee, sowie stark gewürzte oder scharfe Speisen. Auch findet sich ein ausgeprägter Durst, der allerdings ein Kältegefühl mit Frösteln erzeugt und somit die Beschwerden verschlechtert.[1][2][4]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Harnwegsbeschwerden, die nach Capsicum verlangen, können sich auch in Form von Brennen in der Harnröhrenöffnung zeigen. Hierbei kann sich der Blasenhals zusammenziehen und führt dann zu einem schmerzhaftem Harndrang (Tenesmus vesicae).[1][2][4]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Weibliche Genitalien: Hier kommt es gelegentlich zu stechenden Empfindungen im linken Eierstock (Ovar). Außerdem klimakterische Störungen verbunden mit Brennen der Zungenspitze.

Männliche Genitalien: Der Hodensack erscheint kalt mit Erschlaffung und möglicher Unfähigkeit einer Erektion(Impotenz). An der Vorsteherdrüse (Prostata) zeigt sich ebenfalls ein brennender Schmerz.[1][2][4]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Stechende und reißende Schmerzen können vom Hüftgelenk bis in die Füße ausstrahlen (Ischialgie), besonders beim Husten. Diese Beschwerden verschlechtern sich außerdem beim Zurückbiegen des Oberkörpers.[1][2][4]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Fieber zeigt sich ein ausgeprägtes Kältegefühl, das sich als Frösteln vom Rücken her entwickeln kann. Dieses Frösteln verstärkt sich, sobald der durstige Patient etwas trinkt. Besser wird sein Zustand durch Hitze, in Form von warmen Getränken oder durch eine Wärmeflasche im Rücken.[1][2][4]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Apis mellifica

Die Honigbiene ist der Ausgangsstoff des Einzelmittels Apis melifica, das ähnlich dem Hauptsymptom eines Bienenstichs, immer mit einer starken Schwellung verbunden ist. Dadurch kommt es auch oft für einschnürende Halsentzündungen in Betracht, was dem Bild von Capsicum ähnelt. Auch findet sich hier ein geschwollenes Zäpfchen (Uvula). Alle Symptome von Apis bessern sich jedoch im Gegensatz zu Capsicum durch kalte Anwendungen.[1][2]

Cantharis

Das homöopathische Mittel Cantharis, das aus dem Käfer ‚Spanische Fliege‘ gewonnen wird, verbindet mit Capsicum den Bezug zu brennenden Schmerzen. Hierbei sei vor allem der Einsatz von Cantharis bei Harnwegsinfekten (Zystitis), aber auch allgemein bei bläschenbildenden Entzündungen der Schleimhaut, wie Halsentzündungen und Aphten, erwähnt. Außerdem kommt es als bewährtes Mittel bei Verbrennungen oder Verbrühungender Haut zur Wirkung. Patienten, die Cantharis benötigen, haben ebenfalls eine Verschlechterung der Symptome durch Trinken, aber kein so ausgeprägtes Kältegefühl wie Capsicum-Kranke. Cantharis-Beschwerden bessern sich durch Wärme und vor allem durch Ruhe.[1][2]

Phytolacca

Im Symptomenbild des aus der Kermesbeere hergestellten homöopathischen Arzneimittels Phytolacca findet sich ebenfalls eine brennend-schmerzhafte Halsentzündung (Tonsillitis) mit besonderem Ausstrahlungsschmerz in die Ohren. Die Beschwerden verschlechtern sich auch durch Schlucken, aber vor allem durch heiße Getränke. Da Phytolacca allgemein eineWirkung auf alle Drüsen hat, wirkt es hier besonders auf die Ohrspeicheldrüse, aber ist ebenso bewährt z.B. bei Entzündungen der Brustdrüsen (Mastitis). Es kommt auch häufig zur Regulierung der Milchproduktion bei stillenden Frauen zum Einsatz.[1][2]

Hintergrundinformationen

Der Spanische Pfeffer (Capsicum annuum) aus der Gattung Paprika (Capsicum) ist ein Nachtschattengewächs (Solanaceae), wie Kartoffel oder Tomate. Er stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wahrscheinlich dem heutigen Mexiko. Die Pflanze kann bis zu 150 cm hoch als buschiger Strauch wachsen. Es gibt viele hundert Sorten, die unter dem Namen Capiscum annuum aufgeführt werden. So zählen sowohl milde Gemüsepaprika, wie mittelscharfe Peperoni, als auch scharfe Chilis dazu. „Annuum“ bedeutet in der Botanik einjährig und beschreibt, wie lange die Nutzpflanzen kultivierbar sind. So vielfältig die Formen (klein, rund, spitz) und Farben der Früchte sein können, so unterschiedlich sind auch die Blüten der einzelnen Sorten. Für die Schärfe ist der Inhaltsstoff Capsaicin verantwortlich. Je nach Gehalt des Capsaicin wird der Schärfegrad von Früchten der Paprikapflanze auf der sogenannten Scoville-Skala bestimmt. Capsaicin wird in der Medizin zur äußeren Anwendungen als Creme, Salbe und Pflaster verwendet, z.B. bei Muskelschmerzen oder Muskelverspannungen, da es die Durchblutung anregt.[5]