Globuli von C bis C

Calcium carbonicum Hahnemanni Globuli

© PantherMedia / Hartmut Vollrath

Das Arzneimittel Calcium Carbonicum Hahnemanni Globuli wird aus der mittleren Schicht der Austerschale gewonnen. Calcium carbonicum zählt zu den wichtigsten homöopathischen Arzneien in der Anwendung bei unterschiedlichen Krankheiten. Es ist eine häufig eingesetzte homöopathische Arznei in der Behandlung genau beschriebener Beschwerden und Krankheiten bei Kindern.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Bei Menschen, die an verschiedenen Erkrankungen der Haut, der Atemwege, des Bewegungsapparates oder der Verdauungsorgane leiden. Kinder, die Beschwerden in den Phasen des Wachstums haben. Bei einer starken Neigung zu Infekten. Bei chronischen körperlichen Erkrankungen, sowie bei Ängsten und Schlafstörungen.

Wo wirkt es?: Calcium carbonicum wirkt auf die Drüsen, bei Schmerz, Schwellung, Entzündung und Eiterung. Hautausschläge in nahezu jeder Körperregion. Erkrankungen der Knochen(Knochenverkrümmung, gestörtes Wachstum, mangelnde Ernährung, schlechte Heilung von Brüchen) und der Zähne(Karies, Zahnschmerzen, Zahnungsbeschwerden). Die Ernährung ist gestört (Abneigung gegen Muttermilch, Verdauungsstörungen, Abmagerung, Fettleibigkeit). Brust und Brustorgane. Bronchien- und Lungenentzündungen, Husten, Asthma oder Atemnot. Herzangst, Herzschmerzen oder Herzklopfen. [3][6]

In welchem Alter?: Grundsätzlich in jedem Lebensalter. Häufig wird die Arznei bei älteren Menschen, insbesondere aber bei Beschwerden von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern angewendet.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Kälteempfindlichkeit. Erkältungsneigung. Häufig und leicht erkältet bei Kälte, Nässe und Wetterwechsel.
  • Atemnot bei jeder Anstrengung.
  • Rückenbeschwerden durch Verheben.
  • Schwellung und Verhärtung von Drüsen.
  • Entwicklungsstörungen bei Kindern (körperliche, seelische und allgemeine Entwicklung).
  • Kinder lernen spät laufen und sprechen.
  • Verzögerte, erschwerte Zahnung.
  • Kopfschweiße. Nächtlicher Kopfschweiß.
  • Folgen von Muskelzerrungen, Verrenkungen, Knochenbrüchen und Verletzungen der Wirbelsäule.
  • Erschöpfung nach körperlicher Anstrengung.
  • Schwäche. Milchunverträglichkeit. Befürchtungen und Ängstlichkeit. Bei Kleinigkeiten.

Verbesserung: Trockenes Wetter. Liegen auf der schmerzhaften Seite [10]. Reiben, Kratzen (bei Hautausschlägen) [3][4]. Essen, besonders das Frühstück (Schwäche und Zittrigkeit, Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit) bessert. Verstopfung(Obstipation) verbessert das Allgemeinbefinden [11].

Verschlechterung: Überanstrengung, Heben schwerer Lasten, durch Verheben allgemein. Gehen (Bauchschmerzen, Durchfall, Atemnot, Gliederschmerzen und Schwäche). Treppensteigen(Kopf- oder Herzschmerzen). Kälte und Nasswerden, z.B. Durchnässung, kaltes Baden [5], nasskaltes, regnerisches Wetter. Nasswerden von Händen, Füßen und Kopf (Kopf-, Ohren-,Gliederschmerzen oder Durchfälle) [3]. Während der Zahnung. Geistige Arbeiten. Lesen und Schreiben [5]. In der Schwangerschaft [3]. Angst und Furcht schlimmer Nachts, in der Dämmerung und Dunkelheit. Kummer und Kränkungen. Schlechte Nachrichten, Getadelt werden, selbst Kleinigkeiten verschlimmern. Geräusche, Lärm und Musik. Milchprodukte.
[4][5]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Calcium carbonicum kann angezeigt sein, wenn in der Krankheit große Ängstlichkeit, Angst mit Unruhe oder Herzklopfen besteht. Ängstlichkeit ohne erkennbare Ursache [1]. Angst vor Krankheit, Elend oder den Verstand zu verlieren. Vergesslichkeit. Hat Schwierigkeiten zu Lernen. Unfähigkeit zur Arbeit. Der Kranke zieht sich zurück und beschäftigt sich mit Unwesentlichem. In der Krankheit niedergeschlagen, melancholisch oder zögerlich und zweiflerisch. Permanentes Grübeln über Sorgen. Es kann Traurigkeit, Übervorsichtigkeit und Menschenscheu bestehen. Zugleich ein Verlangen nach Gesellschaft. Will nicht allein sein, besonders Abends und Nachts. Furcht in der Dunkelheit. Eigensinnige Kinder. Kinder haben Angst vor allem, was sie sehen. Empfindlichkeit. Schreckhaftigkeit. Kann keine grausamen Geschichten hören oder ansehen. Weinen wegen Kleinigkeiten.

Schwindel beim Gehen im Freien, verstärkt beim oder ausgelöst durch schnelles Drehen des Kopfes. Schwindel nach Gemütserregung, Ärgernis [1]. Beim Treppensteigen [3][4] und Ersteigen hoch gelegener Orte. Neigung nach hinten oder seitwärts zu fallen [7].

Verlangen nach Eiern, Süßgkeiten und Wein. Nachunverdaulichen und seltsamen Dingen. Nach Käse, Alkohol, Kaffee, salzigen Dingen, Süßigkeiten. Warme Speisen, sehr kalte Speisen, Milchprodukte, Fett, Fleisch, Süßigkeiten verschlechtern. Fleischabneigung. Unverträglichkeit von Fertigprodukten, Zucker, Alkohol [3].

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Dumpfes Gefühl im Kopf. Schwere in der Stirn, durch Lesen und Schreiben. Drückender oder stechender Schläfenkopfschmerz, schlimmer abends. Eisige Kälte auf dem Kopf oder wird im Kopf empfunden [1]. Kopfschmerz tief im Gehirn, klopfend, hämmernd, ausgelöst durch Wind, gebessert im Dunklen. Heißer Kopf bei geringster Anstrengung. Kopfschweiß, durchnässt das Kissen. Milchschorf mit dicken, faulig riechenden Krusten. Großer Kopf bei Kindern [4].

Akute und chronische, wiederkehrende Mandelentzündung [3]. Schwellung der Mandeln. Stechender Schmerz beim Schlucken. Zäpfchen geschwollen [4]. Schmerzhafte Rachenverengung [1].

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gesicht ist blass mit blauen Ringen um die Augen. Gelbliche Gesichtsfarbe [1]. Das Gesicht sieht bei Brechdurchfällen der Kinder alt und faltig aus. Gesicht der Kinder aufgedunsen [7],blass und teigig [6]. Schweißbedecktes Gesicht. Schweiß bei der geringsten Anstrengung. Stirne mit kaltem Schweiß bedeckt [5]. Schmerzhafte Schwellungen der Unterkieferdrüsen [7] und Ohrspeicheldrüse [5]. Harte, hühnereigroße Schwellung der Unterkieferdrüsen [1][15] mit stechendem Schmerz beim Befühlen [1]. Reißende Schmerzen in den Gesichtsknochen [5][7].

Schmerzhafte Empfindung, wie ein Fremdkörper im Auge [1]. Augenverletzungen durch Fremdkörper [3]. Abendliches Drücken in den Augen. Zucken in den oberen Augenlidern [1]. Blinzelkrämpfe [7]. Der Gebrauch der Augen verursacht einen schrecklichen Schmerz darin [7]. Erweiterte Pupillen (Mydriasis) [1]. Große Lichtscheu. Morgendliches Verkleben der Augenlider. Augenentzündungen. Augenentzündungen bei Neugeborenen. Flecke [4] und Pusteln auf der Hornhaut. Starker Tränenfluss. Verstopfungen des Tränenkanals. Plötzliche Blindheit und Sehen eines hellen, glänzenden Lichtes vor den Augen [7]. Der Kranke berichtet, Dinge beim Schließen der Augen außerhalb seines Gesichtfeldes wahrzunehmen [6]. Schreckliche Bilder bei geschlossenen Augen [7]. Getrübtes Sehen, durch längeres Lesen, Schreiben usw. Nebelsehen. Leichtes Ermüden der Augen [4]. Sieht dunkle Flecke oder feurige Dinge und Lichtblitze [3].

Ohrgeräusche beim Schlucken [1]. Pulsierender, nach außen drückender Ohrenschmerz. Ohrenschmerzen beim Husten und Naseputzen. Eitrige, übelriechende Absonderung. [4]. Taubheit nach Arbeiten in kaltem Wasser [4]. Eingebildete Geräusche, beim Einschlafen [1][4]. Überempfindlichkeit gegen Geräusche [3].

Starkes Nasenbluten [1] ohne ersichtlichen Grund oder durch Nasenpolypen [3]. Morgendliches Nasenbluten. Starker Blutverlust, bis zur Ohnmacht [1],[5]. Verlust des Geruchsempfindens (bei Polypen) [7]. Überempfindlichkeit gegen Gerüche [3]. Nasenlöcher wund [7], geschwürig [1]. Schwellung der Nase [6] und Röte [3]. Verstopfung der Nase, kann kaum atmen. Häufiges Niesen. Ständige Entzündung, dicke, schleimige Absonderung (z.B. bei Asthma). Absonderungen verändern Farbe und Beschaffenheit, laufen den Rachen herab. Krustenbildung in der Nase. Widerwärtiger Gestank aus der Nase (Ozaena) [7], Geruch wie faule Eier [3].

Die Oberlippe schwillt an, springt auf und blutet [4]. Geschwürige, rissige Lippen. Ausschläge und Schorfe. [5]. Geschwürige Mundwinkel und nässende Schorfe [1]. Kau- und Schluckbewegungen im Schlaf, besonders bei Kindern [4]. Die Zunge so trocken, dass der Kranke nicht sprechen möchte. Sprache erschwert, unbeholfen [7].

Die Zähne können keine Luft und keine Kälte vertragen [1].Zahnfleischbluten [1]. Schwieriges Zahnen. Karies, die Zähne zerbröckeln [7], der Verfall beginnt früh und schreitet schnell fort [3]. Zahnschmerzen reißend, nagend, bohrend oder stechend [1]. Verschlimmert durch kalte Getränke, Einatmen von kalter Luft mit. Schmerzen durch Geräusche [3] und Lärm [1]. Zahnschmerzen in der Schwangerschaft oder während [3] bzw. nach [5] der Monatsblutung.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Rauheit im Hals [1]. Schmerzlose Heiserkeit, morgens. Bedürfnis zum öfteren tiefen Atmen. Atemnot beim geringsten Steigen [1]. Praktisch alles macht kurzatmig [4]. Brustbeengung. Nächtlicher, trockener Husten [1]. Kitzelnder Husten. Husten beim Einatmen. Ständiger, gewohnheitsmäßiger Husten bei Kindern. Leichter eitriger Auswurf, süßlich schmeckend [4]. Ängstliches Gefühl in der Brust. Stiche in der Brust, bei jedem Atemzug, gebessert durch Reiben mit der Hand. [1]. Scharfe Schmerzen. Brust sehr empfindlich gegen Berührung, Druck und Abklopfen. So schwach auf der Brust sein, kann nicht einmal sprechen [4]. Starkes Herzklopfen mit Kältegefühl, Unruhe und Brustbeklemmung [1].

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Übler und saurer Mundgeschmack. Öfteres Aufstossen [1]. Nachdem Essen sehr schläfrig, Verlangen sich hinzulegen. Vollständige Appetitlosigkeit oder Heißhunger. Abneigung gegen Gekochtes. Durst auf Wasser, wird aber nicht vertragen [4]. Milch führt zu Übelkeit, Brechneigung [1], Bauchbeschwerden und Durchfall[3]. Saures Erbrechen geronnerer Milch [4]. Abneigung gegen und Unverträglichkeit von Muttermilch [3]. Magengegend vorgewölbt. Darmkrämpfe, abends und nachts, begleitet von Kälte. Ziehen im Unterleib am Morgen. Verstopfung und harter Stuhlgang. Stuhl erst hart, dann breiig, schließlich dünn. Unverdaute, dünne Stühle [1]. Bauch ist dick und hart. Eingeklemmte Blähungen. Stühle wässrig, kreideweiß, grau oder grünlich. Durchfall bei Kindern, mit Heißhunger, schlechter durch Essen, Trinken. Chronische Durchfälle [4]. Wunder Nabel und Nabelwucherungen bei Säuglingen [4]. Hämorrhoiden, beim Gehen stark schmerzend, besser im Sitzen. Starkes Afterjucken. Abgang von Madenwürmern (Oxyuren) [1],Spulwürmern (Askariden) [4].

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Öfteres nächtliches Wasserlassen. Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen [1]. Unaufhaltsamer Harndrang bei Kindern [5]. Bettnässen der Kinder. Unwillkürlicher Harnabgang beim Gehen. Blasenentzündungen. Krämpfe der Harnblase. Reizblase. Nachtröpfeln. Beschwerden durch Stehen auf kaltem Boden oder Nasswerden der Füße. Nierenkoliken, bei denen sich der Schmerz nach unten in die Genitalien erstreckt. Während der Kolik unruhig, läuft umher, wälzt sich auf dem Boden [5]. Uringeruch streng, faulig [6].

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Unwillkürliche, nächtliche Samenergüssen [1]. Nach dem Verkehr große allgemeine, geistig-seelische Schwäche [4]. Schwäche der Beine [3], Reizbarkeit, Kopfweh, Schweißausbrüche. Schwache oder fehlende Versteifung (Erektionen) trotz verstärktem Sexualtrieb [4]

Regelblutung zu früh, zu stark, zu lang. Milchartiger oder dicker und gelber Ausfluss, oft schwallartig oder mit dem Urin abgehend. Vor der Monatsblutung sind die Brüste schmerzhaft und geschwollen [4]. Schmerzhafte Regel (Dysmenorrhoe) nach starken Aufregungen. Ausbleiben der Monatsblutung nach Schreck. Erschöpfung und Schweiße nach dem Verkehr. Jucken und Brennen.

In der Schwangerschaft Zahnschmerzen, Heißhunger, Erbrechen, Verstopfung, Hämorrhoiden, Husten und Schwäche oder Krämpfe, insbesondere der Beine, Füße, Fußsohlen und Zehen.Viel Muttermilch, die der Säugling aber nicht verträgt. Brustwarzen sehr empfindlich, rissig und geschwürig.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Folgen von Verletzungen. Knochenbrüche.

Gelenkschwellungen, besonders der Knie. Zittern und Gliederschwäche [4]. Schmerz, wie von Verrenkung oder Verstauchung, im Handgelenk [1]. Schwäche der Fußgelenke [4]. Knacken der Gelenke [3]. Schwerfälligkeit, Unbeholfenheit. Leichtes Hinfallen [4]. Nächtliche Krämpfe in den Händen, bis morgens beim Aufstehen [1]. Taubheit, wie Absterben [1] der Finger, schlechter beim Greifen [4]. Furunkel an den Fingern [1]. Haut an den Händen ist aufgesprungen. Schmerzhafte Müdigkeit der Beine. Heftige nächtliche Wadenkrämpfe. Beim Austrecken des Beines schlimmer, besser durch Krümmen des Beines. Fußsohlenkrämpfe. Brennende Fußsohlen [1]. Kalte, feuchte Füße. Kalte, klebrige Hände. Übermäßiger Fußschweiß. Leichtes Verheben. Wirbelsäulenverkrümmungen [5]. Schmerz und Steifigkeit im Nacken, durch Verheben [4] oder bei Erkältungen [5]. Rückenschmerzen, wie verrenkt, lassen kaum vom Sitzen aufstehen. Schmerz zwischen den Schulterblättern nimmt den Atem. Rücken so schwach, dass der Kranke nicht aufrecht sitzen kann. Unerträgliche Kreuzschmerzen, weder Sitzen noch liegen ist möglich [5].Druckschmerzhaftigkeit der Rückenwirbel [4].

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Wundheilungsstörungen (ungesunde Haut). Kleine Verletzungen eitern, wollen nicht heilen. Warzen. Viele kleine Warzen (unterschiedliche Körperstellen) [1]. Haut kalt [6], empfindet eisige Kälte darin [3]. Schuppenflechte (Psoriasis) [4], an den Händen, auf dem ganzen Körper ausgebreitet [3]. Nesselausschlag (Urtikaria), vergeht an der kühlen [1] frischen Luft [4]. Chronische Nesselausschläge [3]. Akute Hautausschläge (Exantheme), trocken, in Flecken auftretend, schorfig, mit Aufspringen der Haut. Haut springt nach dem Waschen auf. Allgemeine Empfindlichkeit der Haut. Milchschorf. Langwierige, sich ausbreitende Hautausschläge (Flechten [18]), kleieartig und schorfig. Tiefe Geschwüre, zur Fistelbildung neigend [8]. Nässende, schorfige Hautausschläge [5] und Hautrisse [3] im Winter. Furunkel [4], um die Ohren, hinter den Ohren [3]. Weiße Flecke (Depigmentierungen) [4], auf den Handrücken [3], umgeben von einem dunklen Rand. Frostbeulen. [4]. Jucken der Haut, brennend oder beißend, gebessert durch Kratzen.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Frost und Hitze wechseln ab. Schwitzen bei der geringsten Bewegung. Nachtschweiße [1], auf der Brust [3][5]. Schweiße, morgens beim Erwachen [1]. Schweiße an einzelnen Körperstellen. Schweiß kalt [4], kalt-klebrig, an Kopf, Gesicht und Extremitäten [3]. Große innere Frostigkeit mit kalten Händen [1].Eiseskälte in verschiedenen Körperteilen, in den erkrankten Körperbereichen. Durst während des Frostes [4] Durstlosigkeit während des Hitzestadiums [3].

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Am Morgen Müdigkeit [5], betäubtes Gefühl [3], es fällt schwer aufzustehen. Das betäubte Gefühl dauert nach dem Aufstehen an [1]. Tagsüber Schläfrigkeit mit dem Bedürfnis sich hinzulegen. Schwindel verhindert Einschlafen [14],[5]. Leicht zu störender Schlaf. Empfindlichkeit gegen Geräusche hindert am Einschlafen. Schlaflosigkeit und Erwachen durch geringste Geräusche [3][5]. Schlaflosigkeit durch viele Gedanken [7]. Reichlicher saurer Schweiß am Kopf im Schlaf. Viele lebhafte, schreckliche und ängstliche Träume. Träume vom Tod. Erotische Träume [3].

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Calcium fluoratum

Calcium fluoratum ist eine Arznei, die angewendet werden kann bei frühzeitiger und massiver Karies der Kinder und Erkrankungen der Drüsen [16]. Die Zähne sind locker [4]. Verfärbungen der Zähne, Zahnverfall, Fisteln. Frühzeitige und schnell fortschreitende Karies bei Kindern, meist beginnend an der Zahnkrone, der Kaufläche. Zahnschmerzen in der Schwangerschaft oder in toten Zähnen [3], schlimmer durch Berührung mit jeglicher Speise [5]. Erschwerte und verlangsamte Zahnung. Mangel an Zahnschmelz bei rauher, unebener, fleckiger Zahnoberfläche. Die Zähne sind bröckelig wie Kreide [5]. Verletzungsbedingte Drüsenentzündungen. Steinharte Drüsen, welche geschwollen sind und zu eitern drohen [3]. Harte Schwellung der Kieferdrüsen und harte Schwellung der Kieferknochen(Knochenhautentzündung). Taubeneigroße, harte und gezackte Schwellung unter dem Kiefer. Kleine harte Herpesbläschen an der Lippe, im Mundwinkel oder unter dem Mund. Steinharte Halsdrüsen. Steinharte Schwellung der Schilddrüse [5]. Obwohl Calcium fluoratum auch bei warzenartigen Auswüchsen angezeigt sein könnte, steht es eher bei anderen Hautprobleme als eine Arznei zur Wahl: Die Haut kann rissig, aufgesprungen, rauh und trocken und hart sein. Blasse, weiße Haut, wie Kreide. In den verhärteten Hautregionen können Risse auftreten, besonders in den Handflächen. Erweiterungen der Blutgefäße und Krampfadern.Muttermale, insbesondere rote Muttermale (Naevi). Die Haut juckt, auch ohne sichtbare Veränderungen. Dieses Jucken wird schlimmer im warmen Bett und bessert sich durch Aufdecken [4],[5]. Ein Patient, der Calcium fluoratum benötigt, kann entgegen seiner normalen Gemütsverfassung niedergeschlagen und unentschlossen wirken. In seiner Krankheit kann er zudem in Bezug auf alltägliche Dinge auffallend ängstlich sein [5].

Silicea

Silicea ist eine weitere Arznei, die wie Calcium carbonicum eine vielfältige Anwendung bei Erkrankungen im Kindesalter findet. Das Arzneimittel wird ebenfalls eingesetzt bei frühzeitiger Karies der Kinder und Erkrankungen der Drüsen sowie bei Hautkrankheiten und Warzen [17]. Bei Silicea kommt es zum Abbau des Zahnschmelzes, die Zähne werden grau und fleckig. Im Gegensatz zu Calcium fluoratum beginnt der Zahnverfall aber nicht an der Krone des Zahnes, sondern bei Silicea typischerweise am Zahnhals, nahe der Zahnwurzel. Der Zahnverfall schreitet bei weitem nicht so schnell voran, wie bei Calcium carbonicum oder Calcium fluoratum [3],[16]. Dagegen ist Silicea oft die wichtigere Arznei für die erschwerte und verlangsamte Zahnung der Kinder. Hier kann die Zahnung von Kopfschmerzen, starkem Speichelfluss, Durchfällen oder seltener Verstopfung, Fieber und gelegentlich sogar von einer Bronchitis begleitet sein [3]. Silicea kann eingesetzt werden bei Kranken, die unter chronischen Schwellungen der Lymphknoten leiden. Diese können hart sein und zur Eiterung neigen. Drüsenschwellungen am Hals und im Nacken begleiten akute Erkältungen, Schnupfen oder Halsentzündungen. Der Kranke kann dabei, ähnlich Calcium carbonicum, eine Verschlechterung durch nasskaltes Wetter und eine Besserung durch trockenes Klima erfahren. Trotz des warmen trockenen Wetters kann der Mensch über ausgeprägtes Frieren klagen. Die Warzen, die die Anwendung von Silicea erfordern können, sind groß, fleischig [17] oder hart und hornig [3] und neigen zu Entzündung und Eiterung [17]. Wie bei Calcium carbonicum können Wunden schlecht heilen und gehen ebenfalls in Eiterung über. Ein kranker Mensch, der Silicea benötigt, kann nachgiebig, zaghaft oder ängstlich, nervös und erregbar sein. Es besteht eine Empfindlichkeit gegen alle Eindrücke. Frieren und innere Kälte.

Hintergrundinformationen

Calcium (Ca) ist ein chemisches Element aus der Gruppe der Erdalkalimetalle. Das elementare Calcium ist ein silberweißes, glänzendes Metall. In der Natur kommt es nur als Bestandteil von Mineralien in gebundener Form vor, z.B. in Kreide, Gips, Kalkstein oder Marmor. Der Mineralstoff Calcium erfüllt wichtige Aufgaben im Aufbau und in der gesunden Funktion des menschlichen Körpers. Calcium ist an der Blutgerinnung und normalen Erregbarkeit der Nerven und Muskulatur beteiligt, sowie am Aufbau von Knochen und Zähnen. 90% des im Körper vorhandenen Calciums befindet sich in den Knochen.

Hier wird es in einer Verbindung aus Calciumcarbonat und Phosphat angereichert. Diese Verbindungen sind für den Aufbau und Stabilität der Knochensubstanz unentbehrlich. Ein Calciummangel im Blut kann zu anfallartigen Krämpfen (Tetanie) und Störungen der normalen Herztätigkeit (Rhythmusstörungen) führen. Knochenerweichung (Osteomalazie) und Rachitis im Kindesalter können Folgen des Mangels sein. Weitere Symptome sind eine unterschwellige Krampfneigung mit Übererregbarkeit, seelischen Störungen, Schwindel, Migräne und Kribbeln (Parästhesien). Ein Übermaß an Calcium kann zu starker Einschränkung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz), Bluthochdruck (Hypertonie), Steinbildungen in den Nieren mit krampfartigen Schmerzen (Koliken) führen. In der Medizin wird Calciumcarbonat als Mittel gegen ein Übermaß an Magensäure (Antazidum) und zur Behandlung der Calcium-Mangelerkrankungen eingesetzt.[9]

Ausgangstoff für die homöopathische Arznei Calcium Carbonicum Hahnemanni Globuli ist organisches Calcium, gewonnen aus der Austerschale. Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, erforschte als erster die Wirkungen des Arzneimittels.

Hahnemann schreibt „Man zerbricht eine reine, etwas dicke Austerschale, nimmt von der, zwischen der äußern und innern, harten Schale derselben befindlichen, mürbern, schneeweißen Kalk-Substanz einen Gran (altes Apothekermaß, entspricht ca. 0,063g) (…).“ [1] Diese Substanz ist im rohen Zustand unlöslich. Sie wird durch dreistündiges, stufenweises Verreiben mit Milchzucker in eine wässerlösliche Form überführt. Diese sogenannte Verreibung bildet die Grundlage für alle weiteren homöopathischen Zubereitungen (Potenzen) von Calcium Carbonicum Hahnemanni.