Globuli von C bis C

Corallium rubrum Globuli

© panthermedia.net / Dieter Möbus

Das homöopathische Arzneimittel Coralium rubrum Globuli wird aus der roten Edelkoralle, oder Blutkoralle, hergestellt. Es wirkt hauptsächlich auf die Atemwege, bei entzündlichen Erkrankungen der Nase und der Bronchien mit krampfhaftem Husten.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Coralium rubrum Globuli können angezeigt sein bei Menschen, die an an Erkrankungen der Atemwege mit zähen Absonderungen und einer Empfindlichkeit gegen kalte Luft leiden. Der Kranke kann eher nervös sein. Große Schläfrigkeit am Tag oder unruhiger Nachtschlaf können die Krankheiten begleiten.

Wo wirkt es?: Coralium rubrum wirkt auf die Schleimhäute, besonders der Atemwege (Nase, Bronchien), hier ist das Mittel angezeigt bei Entzündungen mit fadenziehenden Absonderungen und Geschwürbildung.

In welchem Alter?: Coralium rubrum Globuli können in jedem Lebensalter angewendet werden.[4]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Erkrankungen der Atemwege mit zähen Absonderungen
  • Krampfartiger Husten und Keuchhusten
  • Empfindlichkeit gegen kalte Luft und gegen Luftveränderung von warm zu kalt
  • Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns
  • Schläfrigkeit oder unruhiger Nachtschlaf

Verbesserung: Besserung durch Gehen im Freien (Kopfschmerzen), äußere Wärme und Einhüllen des Kopfes.[2][4]

Verschlechterung: Verschlimmerung durch Wechsel von einem warmen in ein kaltes Zimmer. Im Freien. Einatmen kalter Luft.[2][4]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein Mensch, der in seiner Krankheit Coralium rubrum benötigt, kann ärgerlich sein, eine wehleidige Übellaunigkeit haben. Schmerzempfindlichkeit. Er kann vor Schmerzen schimpfen und fluchen.[2][5]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein eingenommenes Gefühl, wie berauscht. Merkwürdiges Gefühl, wie leer und hohl oder als sei der Kopf vergrößert (um das dreifache) oder plattgedrückt. Ein Gefühl, als wenn kalte Luft durch den Schädel blase, das verschlechtert wird durch Bewegen oder Schütteln des Kopfes. Dabei heftige Schmerzen, als würden die Schläfenknochen auseinander gedrückt. Drückende Stirnkopfschmerzen, tiefsitzend und von einem schmerzhaften Schweregefühl in den Augäpfeln begleitet. Die Kopfschmerzen können sich verschlimmern durch Bücken oder Einatmen kalter Luft durch die Nase. Heftige Kopfschmerzen mit Überkeit, durch Aufsetzen verschlimmert. Besserung beim Gehen im Freien.[1][5]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Blutandrang zum Gesicht beim Essen. Der Kranke kann beim Husten puterrot, blaurot oder schwarz im Gesicht werden. Drücken in den Augen, wie durch Sand darin. Die Augen sind heiß und schmerzen. Bei Schließen der Augen ein Gefühl, als ob das Auge in Tränen schwimme. Brennen der Augen bei Kunst- und Kerzenlicht.[1][2][5]

Schmerzhaft aufgesprungene Lippen. Schmerz wie verrenkt, im Kiefergelenk. Veränderungen des Geschmackssinns. Die Speisen schmecken süßlich, z.B. Bier, oder fade, wie Sägemehl. Mehlspeisen und Brot schmecken wie Stroh. Heftiges Verlangen nach Salz. Wein hat den natürlichen Geschmack, aber eine kleine Menge wirkt sehr stark und betäubt sofort. Nach dem Essen taumelig, wie berauscht.[1][4][5]

Seltsame eingebildete Geruchswahrnehmungen, wie von Rauch oder Zwiebeln. Schmerzhaftes Geschwür an der Innenseite des Nasenflügels. Entzündung mit Absonderung im hinteren Teil der Nase und des Rachens (retronasaler Katarrh). Eine reichliche Schleimabsonderung tropft durch die hinteren Nasenöffnungen(Choanen) in den Rachen. Die eingeatmete Luft wird dabei als kalt empfunden. Trochenheit der Schleimhäute. Trockener Schnupfen, bei dem die Nasenschleimhäute geschwürig werden und die Nase verstopft ist. Ungeheure Absonderung geruchlosen, talgartigen Schleimes, der Fettflecke in der Kleidung hinterlässt. Nasenbluten.[1][4][5]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Krächzendes Einatmen. Heraufräuspern von reichlichem Schleim. Der Hals ist sehr empfindlich, besonders gegen Luft. Husten bei der geringsten atmosphärischen Veränderung (Wetterwechsel, Übergang von kalt zu warm). Husten, sobald man etwas isst. Schlimmer morgens. Reichliche Absonderung bei Entzündung der Nasenschleimhäute (Nasenkatarrh) durch die hinteren Nasenöffnungen, nötigt zum ständigen Räuspern. Die eingeatmete Luft wird als kalt empfunden. Sehr schneller, kurzer, bellender Husten. Bei Husten besteht eine große Empfindlichkeit der Atemwege, es kommt beim Tiefeinatmen zu einem eisigen Kälteempfinden darin. Fortwährender, nervöser Husten. Trockener, krampfartiger, erstickender Husten. Krampfartiger Husten und Keuchhusten mit einer schnellen Folge von Hustenstößen, so schnell hintereinander, dass die Anfälle fast ineinander übergehen. Den ganzen Tag über in Intervallen einzelne Hustenstöße (nervöser Husten). Anfälle so heftig, dass es auch zum Auswurf von Blut kommen kann. Erstickungsgefühl und Schnappen nach Luft vor und Erbrechen fadenziehenden Schleimes sowie eine große Erschöpfung nach krampfhaftem Husten. Auswurf gelb und eiterartig oder kalt.[1][2][5]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nackensteifigkeit. Zerschlagenheitsgefühl im Kreuz oder Drücken, wie von einem Pflock. Schmerzen, wie zerbrochen. Allgemeines Zerschlagenheitsgefühl, nach kurzem Gehen im Freien.[5]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Rote, flache Geschwüre. Erst korallenrote, dann dunkler und schließlich kupferfarben werdende Flecke. Schuppenflechte (Psorias) von Handflächen und Fußsohlen.[1]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Dem Kranken ist es zu kalt, wenn er unbedeckt ist und zu warm, wenn er zugedeckt ist. Frieren der heißen Körperteile beim Entblößen. Im Fieber ist der Kranke in der Hitze durstlos und hat Durst im Froststadium. Allgemein wird äußere Wärme als angenehm empfunden.[1][5]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ungeheures oft und schnell aufeinanderfolgendes Gähnen, das Schmerzen im Kiefergelenk verursacht. Große, unüberwindliche Schläfrigkeit, schläft im Stehen ein. Aufschrecken beim Einschlafen und ängstliche Träume. Bis Mitternacht schlaflos, begleitet von großer Unruhe und Umherwerfen im Bett. Der Schlaf ist unruhig und voller Träume, dabei Umherwerfen und Aufdecken. Der Kranke schläft mit dem Kopf unter der Bettdecke.[2][5]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Mephites putorius

Diese Arznei kann bei Formen heftiger krampfartiger Husten, wie Keuchhusten mit Erstickungsanfällen hilfreich sein. Wenige Anfälle tagsüber, aber viele in der Nacht. Der Husten ist derart heftig, dass jeder Anfall das Leben zu beenden scheint. Das Kind muss hochgenommen werden, es wird blau im Gesicht und kann nicht mehr ausatmen (Asthma). Beim Trinken oder Reden entsteht Husten oder plötzliches Zusammenziehen der Stimmritze. Die Nahrung gerät in die Luftröhre satt in die Speiseröhre, besonders beim Sprechen. Anfälle von Halsenge (Pseudokrupp). Der Kranke kann nicht ausatmen. Der Kranke kann ein Verlangen haben in eiskaltem Wasser zu baden.[3][6]

Drosera rotundifolia

Sonnentau ist eine weitere wichtige Arznei bei krampfartigem Husten. Keuchhusten. Die Anfälle folgen schnell aufeinander, der Kranke kann kaum atmen und droht zu ersticken. Sehr tiefer und heiserer Husten, der sich um Mitternacht verstärkt. Dabei können gelber Auswurf, Bluten aus Mund und Nase und Würgen auftreten. Quälender und kitzelnder Husten bei Kindern, der tagsüber überhaupt nicht auftritt aber beginnt, sobald der Kopf abends das Kopfkissen berührt. Heiserkeit bei Menschen, die viel und laut Reden müssen (Lehrer, Priester) und Kehlkopfentzündung.[7]

Causticum Hahnemanni

Nächtlicher, trockener, bellender Husten mit reichlicher Schleimansammlung in der Brust. Der Auswurf kann nicht abgehustet und muss geschluckt werden. Kann sich wegen des Hustens nachts nicht hinlegen. Im Unterschied zu Coralium rubrum bessern sich die Beschwerden durch Trinken kalten Wassers.[3][8]

Kalium bichromicum

Katarrhe des Rachens, des Kehlkopfes, der Bronchien und der Nase mit Absonderung zäher, fadenziehender, klebriger Sekrete. Druck und Schmerzen an der Nasenwurzel. Stinkender Geruch. Grün-gelbe Absonderungen und zähe, elastische Pfropfen aus der Nase. Absonderungen tropfen in den Rachen. Stockschnupfen. Verlust des Geruchssinns. Heftiges Niesen. Der Husten ist hackend oder blechern, metallisch klingend. Besserung beim warmwerden im Bett und durch warme Getränke. Der Auswurf ist gelb, reichlich, sehr klebrig und pappig und hängt in zähen Fäden aus dem Mund.[9]

Coccus cacti

Eine Arznei bei Ansammlung dicken, zähen Schleimes, welcher nur mit großer Mühe ausgeworfen werden kann. Erstickender Husten, der schlimmer beim Erwachen ist. Hustenanfälle enden mit Erbrechen eines klebrigem, weißem, erstickenden Schleimes. Morgendlicher krampfhafter Husten.[10]

Hintergrundinformationen

Das homöopathische Arzneimittel Coralium rubrum Globuli wird aus der Verreibung der roten Edelkoralle oder Blutkoralle (Corallium nobile, Synonym: C. rubrum) hergestellt. Die rote Koralle ist ein Produkt korallenbildender Nesseltiere. Die Koralle enthält als Bestandteile vor allem Kalziumkarbonat und Eisenoxid, das für die rote Färbung verantwortlich ist. Das homöopathische Arzneimittel Coralium rubrum eignet sich für Menschen, die an nervösem Husten leiden und auch von eher „nervösem Temperament“ sind. Das Mittel ist geeignet für Hautausschläge, die der Farbe der Koralle ähneln, z.B. korallenfarbene Flecke in den Händen, die später dunkler und schließlich kupferfarben werden. In den homöopathischen Prüfungen von Coralium rubrum zeigten sich viele Schnupfensymptome, Nasenbluten, bis hin zur Geschwürsbildung innerhalb der Nasenlöcher.

In der nicht-homöopathischen Medizin wurde die Koralle früher als „stärkendes Mittel“ angesehen. Ihm wurden austrocknende, blutstillende und entzündungshemmende Eigenschaften (Adstringens), sowie harn- und schweißtreibende Wirkungen zugesprochen. Auch als Arznei, die andere schädliche Stoffe aufnehmen soll (Absorbens) wurde es angewandt.[1][5]