Globuli von A bis A

Alumina Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Das homöopathische Mittel Alumina, wird aus Aluminiumoxid hergestellt. Man bezeichnet es auch als gebrannte Tonerde. Etwa 7% der Erdkruste bestehen aus Aluminium, das besonders in Gesteinen, wie Bauxit zu finden ist. Reichliche Aluminiumvorkommen sind auch in Ton- und Lehmböden. Die größten Bauxitvorkommen findet man derzeit in den Vereinigten Staaten, Südfrankreich, Ungarn, Bosnien, Herzegowina, Russland, Guinea, Australien und Jamaika [4].

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Das Mittel Alumina wird u.a. bei Erkrankungen wie Alzheimer, Depressionen,Verstopfung (Obstipation) bei Erwachsenen und Kindern sowie bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Harnverhalten, Lähmungen, Neurodermitis und Schwindel eingesetzt [5].

Wo wirkt es?: Die Wirksamkeit von Alumina zeigt sich in der Veränderung der Muskeltätigkeit, sowohl der willkürlichen, als auch der unwillkürlichen Muskulatur. Diese Menschen können unter Spastiken genauso leiden, wie unter der Atonie [17]. Dies zeigt sich in Lähmungserscheinungen und in Koordinationsstörungen im Bewegungsablauf. Auf der geistigen Ebene sind Urteilsvermögen und Realitätsbewusstsein gestört. Körperlich wirkt es außerdem auf die Haut und Schleimhäute, es erzeugt eine starke Trockenheit [2]. Alumina wirkt u.a. auch auf das Nervensystem, man findet das Zittern, den unsicheren Gang besonders ausgeprägt in der Dunkelheit. Koordinationsstörungen sind gepaart mit gesteigertem oder reduzierten Muskeltonus, das heißt, es können sowohl Krankheitsbilder mit schlaffen Lähmungen als auch mit krampfhaften (spastischen) Lähmungen auftreten [17].

In welchem Alter?: Alumina ist ein Mittel, das in jedem Alter zur Anwendung kommen könnte.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Leitsymptome: Viele Menschen, die das Mittel Alumina benötigen leiden unter psychischen Problemen, aber auch unter körperlichen Symptomen des zentralen Nervensystems, wie zum Beispiel krampfhaften (spastischen) oder schlaffen (atonischen) Lähmungserscheinungen und Störungen der Bewegungsabläufe. Dies zeigt sich unter anderem in Symptomen wie dem Zittern und dem unsicheren Gang stärker in der Dunkelheit. Sie fühlen sich gehetzt, sind aber in der Ausführung ihrer Tätigkeit oft verlangsamt. Das Mittel Alumina wird u.a. bei Parkinson-Patienten und bei Demenzerkrankten eingesetzt [5]. Das Urteilsvermögen, sowie das Realitätsbewusstsein sind bei diesen Patienten gestört. Der Patient nimmt seine Äußerungen, nicht als die seinen wahr. Weitere Beschwerden zeigen sich im Hautbild, es kommt zu Trockenheit von Haut und Schleimhäuten [2]. Durch die Trockenheit der Schleimhäute und die gestörte Muskeltätigkeit kommt es unter anderem zur Darmträgheit mit Verstopfung (Obstipation) [17].

Verbesserung: Die beste Zeit des Tages liegt für diese Menschen in den Abendstunden. Ihre Beschwerden werden im Freien und in mäßiger Bewegung erträglicher. Auch verbessert sich die Situation durch kalte Abwaschungen und feuchtes Wetter[7].

Verschlechterung: In ihrem Zustand mögen sie weder Zimmer- noch Bettwärme. Es gibt Nahrungsmittel, die ihre Verfassung verschlechtern, wie z.B. Kartoffeln und die geringste Menge Alkohol. Verdauungsbeschwerden sind nach dem Essen schlechter[19]. Alles was sie erschöpft, verschlechtert die Lage [7].

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Furcht ist der ständige Begleiter von Alumina-Patienten, ein Gefühl, als hätten sie ein Verbrechen begangen oder es könnte etwas Schlimmes geschehen dominiert sie fortwährend [21]. Angst vor dem Kontrollverlust, auch vor dem, der eigenen körperlichen Kontrolle. Sie haben Störungen in der Körperwahrnehmung; einige Körperteile kommen ihnen größer vor, als sie sind [7]. Die Menschen, die das Mittel Alumina benötigen, leiden unter Identitätsverlust oder dem Gefühl des Identitätsverlustes.Sie haben Furcht vor den eigenen Impulsen, der Selbsttötung. Wenn Sie Blut oder ein Messer sehen, müssen sie unwillkürlich an Mord oder Selbstmord denken[7]. Beim Schreiben und Sprechen werden Wörter verwechselt und falsche benutzt. Es kann zu Krampfanfällen kommen. Zwischen den Anfällen reden und lachen sie auffällig viel [8].

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten klagen über Schwindel (zum Teil sehen sie weiße Sternchen vor den Augen) mit Übelkeit besonders morgens vor dem Frühstück und beim Sprechen. Nach dem Essen lassen die Symptome nach.Empfindungen: Stiche, Drücken und pulsierende Schmerzen. Ihre Kopfschmerzen werden bei Ruhe und Liegen im Bett besser. Die Augenlider sind geschwollen, morgens häufig verklebt von nächtlichen Absonderungen[8]. Haarausfall und juckende Kopfhaut sind weitere Symptome, die auf das Mittel Alumina hinweisen können.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Halsschmerzen und trockenen Husten bis hin zum Stimmverlust. Das Sprechen forciert den Husten und die Halsschmerzen. Schleimhaut reizende Gewürze und Speisen sowie Erkältungen können auch Auslöser für einen plötzlichen Stimmverlust sein. Es treten Schmerzen, wie zusammengeschnürt in der Brust auf, besonders stark beim Bücken und Reden[9].

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kann zu geschwollenem und blutigem Zahnfleisch kommen. Manchen Patienten klagen über eine wunde Mundschleimhaut. Die Patienten haben ein Gefühl, als seien die Zähne zu lang. Sie spüren eine starke Trockenheit von Mund und Hals, es gibt aber auch Äußerungen von starkem Speichelfluss und Schwierigkeiten zu schlucken, dass durch das Zusammenschnüren der Speiseröhre verursacht wird. Ständiger Räusperzwang durch Trockenheit. Die Patienten können gierig nach Essen sein, aber auch unter Appetitlosigkeit leiden. Bei Übelkeit empfinden sie eine enorme Schwäche mit anfallsartigem Schwindel [20]. Bauchbeschwerden treten bei den Patienten meist linksseitig auf. Die Kinder haben auffallend dicke Bäuche.Sie haben Gelüste nach Schwer- und Unverdaulichem, Kartoffeln werden nicht vertragen. Darmträgheit: Es kommt vor dem Stuhlgang schon zu Bauchbeschwerden und der Darm entleert sich nur unter großer Anstrengung. Der Stuhl sieht wie kleine Kugeln oder Kaffeebohnen aus [17].

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sie leiden unter Lähmung der Blasenmuskulatur und können nur mithilfe der Bauchpresse Wasser lassen. Beim Stuhlgang kommt es zum unwillkürlichen Harnverlust. Sie klagen über Nierenschmerzen, die durch Tanzen schlimmer werden. Eine Heilanzeige ist auch die Harnverhaltung (Unvermögen Harn auszuscheiden), mit Harntröpfeln und beißendem Schmerz beim Urinieren [9].

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Weibliche Geschlechtsorgane: Die Frauen werden von der Regelblutung (Menstruation) sehr geschwächt, sie brauchen den Zeitraum bis zur nächsten Regelblutung um sich zu erholen. Die Periode setzt zu früh ein, ist blass rot und nur schwach. Besonders vor der Menstruation können sie reichlich, starken und scharfen Ausfluss (Leukorrhoe) bekommen. Das sexuelle Verlangen ist verstärkt. In der Schwangerschaft kommt es bei den Frauen zu entzündeten Brustwarzen, die brennen, und jucken [9].Männliche Geschlechtsorgane: Männer können ein vermehrtes sexuelles Verlangen haben. Beim Stuhlgang kann es zum unwillkürlichen Abgang von Sperma oder Prostatasekret kommen. Sie leiden unter schmerzhaften Erektionen in der Nacht [9].

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Körperwahrnehmung ist gestört, die Arme kommen ihnen kürzer vor, als sie in der Realität sind. Die Arme fühlen sich sehr schwer an, wie gelähmt und sie schlafen häufig ein. Menschen, die das Mittel Alumina brauchen, können einen unsicheren Ganghaben, besonders wenn es dunkel ist, sie gehen im Trippelgang (Parkinson Symptom). Des Öfteren beklagen sich Alumina-Patienten über starke Wadenkrämpfe. Sie berichten über Schmerzen in den Gliedern, als wären die Knochen eingeengt oder Rückenschmerzen, als würde ein heißes Eisen durch die Wirbel gestoßen [18][10].

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sie leiden unter Bläschen und Pusteln mit starkem Juckreiz, der sich in der Bettwärme verschlimmert [18].Der Juckreiz ist so stark, dass die Patienten sich blutig kratzen. Kleine Verletzungen entzünden sich schnell. Bei ihnen können die Nägel verdickt oder spröde und brüchig sein.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Frösteln, auch im Zimmer, im Freien besser. Fieber und Bettwärme verursachen Hautjucken [10].

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten haben einen unruhigen Schlaf mit wirren und beängstigenden Träumen [10].

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Bryonia alba

Die Gemeinsamkeiten liegen u.a bei den Verdauungssymptomen, beide Mittel können bei Verstopfung eingesetzt werden. Bei den Bryonia-Patienten ist der Stuhl auch trocken und hart, sie können ihn aber ohne Anstrengung absetzen. Diese Patienten haben großen Durst auf kaltes Wasser [11]. Alumina-Patienten trinken wenig, sie mögen die Trockenheit. (Trockenfrüchte, Müsli ohne Milch oder andere Flüssigkeiten) [2]. Auch die Menschen, die das Mittel Bryonia brauchen, leiden unter Schwindel, er wird jedoch im Hinterkopf empfunden. Kopfschmerzen sind auseinander pressend und zersprengend, auch hier Verschlechterung durch Augenbewegungen. Sie mögen keine Bewegung. Sie neigen zu empfindlicher Kopfhaut, das Bürsten der Haare ist schmerzhaft [12]. Die Hautsymptome sind hier im Unterschied zu dem Mittel Alumina nicht in der Trockenheit, sondern durch das Behandeln mit z.B cortisonhaltigen Salben in der Unterdrückung von Hautausschlägen zu sehen. Das Hautbild ist gelb, blass und geschwollen. Man setzt Bryonia eher bei Hautausschlägen ein, die sich nicht richtig entwickeln wollen, beispielsweise bei Masern, wohin gegen Alumina seine Anwendung u.a in der Neurodermitisbehandlung findet [13].

Plumbum metallicum

Patienten, die das Mittel Plumbum benötigen, sind ähnlich, wie Alumina-Patienten sehr verlangsamt. Sie fürchten sich nicht, dass sie sich oder jemand anderem etwas antun könnten, sie haben Angst, ermordet zu werden [14]. Es kann auch hier zu Lähmungserscheinungen kommen [14]. Es besteht eine Ähnlichkeit bei den Symptomen der Harnwege wie das Harnverhalten durch Lähmung der Blasenmuskulatur, Nierenentzündung [15]. Besserung der Symptome: Durch harten Druck, das ist vergleichbar mit dem Mittel Alumina, Reiben und Strecken der Glieder. Alumina-Patienten fühlen sich im Gegensatz zu Plumbum-Patienten im Freien wohl und sie mögen mäßige Bewegung [6][7].

Lathyrus sativus

Patienten sind wie Alumina-Patienten niedergeschlagen. Sie leiden auch häufig an Lähmungserscheinungen. Kinderlähmung ist u.a. eine Indikation für das Mittel Lathyrus. Im Gegensatz zu dem Mittel Alumina kommt es bei Lathyrus zu vermehrter Harnausscheidung mit eiligem Harndrang. Sie sind ständig schläfrig und müde [16].

Hintergrundinformationen

Pflanzen benötigen das Element Aluminium zum Wachsen, ohne Aluminium können beispielsweise Samen nicht keimen. Zudem reguliert es die Durchlässigkeit für Wasser und Ionen und sorgt so für einen ausgeglichenen Wasser- und Mineralstoffhaushalt der Pflanze.

Das Metall Aluminium ist so weich und leicht, das sich die Industrie diese Eigenschaften mannigfaltig zunutze macht. Angefangen von der Aluminiumfolie über Fahrräder, Anhänger bis hin zum Einsatz beispielsweise in der Elektroindustrie. Aluminium ist ein guter Leiter für Strom und Wärme [5].