Globuli von A bis A

Acidum sulfuricum Globuli

© panthermedia.net / Antje Große

Acidum sulfuricum ist die lateinische Bezeichnung für die Schwefelsäure. Dabei handelt es sich um eine flüssige, farblose und ölige Säure, die sehr stark ätzend wirken kann. Die Schwefelsäure spielt eine große Rolle in der Luftverschmutzung, da sie in Industrieabgasen und in Abgasen von Verbrennungsmotoren, beispielsweise von Autos oder Flugzeugen, enthalten ist. Sie ist eine der stärksten Säuren überhaupt und kann in unverdünntem Zustand Gewebe von Haut und Schleimhäuten schädigen. Gelangt die Verbindung ins Wasser, kann sie dort auf Fische und Pflanzen toxisch wirken. In der Homöopathie findet Acidum sulfuricum beispielsweise Anwendung bei Atemwegs-, Magen-Darm- und Wechseljahrbeschwerden [1][2][3].

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Acidum sulfuricum-Patienten zeichnen sich durch einegesteigerte Eile und Ruhelosigkeit aus. Sie sind sehr ungeduldig und kommen nicht zur Ruhe. Die innere Unruhe und das ständige Hetzen belasten den Körper zunehmend, was ein großes Schwächegefühl auslösen kann. Die Säure spielt ein großes Thema und deshalb klagen die Betroffenen häufig über saures Aufstoßen und Sodbrennen. Manchmal tritt eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder schmerzhafte Schleimhautveränderungen im Mund (Aphten) auf. Auch bei chronischen Atemwegsentzündungen oder asthmatischen Symptomen, wie krampfartige Hustenanfälle, Atemnot oder keuchende Atmung kann Acidum sulfuricum verabreicht werden. Allgemein haben Acidum sulfuricum-Patienten eine starke Blutungsneigung, es treten häufig großflächige Blutergüsse (Hämatome) oder kleine Einblutungen in die Haut auf (Petechien). Zudem kann Acidum sulfuricum Wechseljahrbeschwerden, wie starke Hitzewallungen, lindern [1][4].

Wo wirkt es?: Aufgrund der Wirkungsweise kann Acidum sulfuricum Magen-Darm-Beschwerden, wie Sodbrennen, Magenschmerzen oder Durchfall lindern. Diese treten insbesondere bei starkem Alkoholkonsum oder zu schnellem Essen auf. Auch in der Frauenheilkunde kann Acidum sulfuricum verabreicht werden, da Wechseljahrbeschwerden, insbesondere Hitzewallungen, starkes Schwitzen und Erröten, gelindert werden können. Zudem kann Acidum sulfuricum bei einer erhöhten Blutungsneigung und Bläschenbildung im Mund (Aphten) eingenommen werden. Acidum sulfuricum kann positiv auf das Gemüt wirken und somit bei innerer Unruhe, Eile und Müdigkeit hilfreich sein [5][6].

In welchem Alter?: Acidum sulfuricum kann prinzipiell in jedem Lebensalterverabreicht werden. Insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren, die an starken Hitzewallungen mit saurem Schweiß und Erschöpfung leiden, kommt das homöopathische Mittel zum Einsatz [1].

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Acidum sulfuricum kann bei vielen unterschiedlichen Beschwerden eingenommen werden, die folgenden Leitsymptome können aber genannt werden:

  • Betroffene können sich kaum entspannen, klagen über eine innere Unruhe und sind in ständig in großer Eile. Dadurch sind sie sehr häufig total erschöpft, zittrig und schwach.
  • Acidum sulfuricum-Patienten berichten häufig über Magen-Darm-Beschwerden. Insbesondere durch hastiges Essen oder Alkoholkonsum kann es zu saurem Aufstoßen, Sodbrennen und Magenschleimhautentzündungen kommen. Die Betroffenen haben häufig Durchfall, der häufige Stuhlgang kann die Analgegend reizen.
  • Weibliche Acidum sulfuricum-Patienten neigen zu sehrstarken und langen Monatsblutungen, häufig treten auch Zwischenblutungen auf. Nach der Menopause leiden die Betroffenen an starken Hitzewallungen. Sie erröten stark und der Schweiß riecht sauer.
  • Die Betroffenen haben eine große Blutungsneigung. Deshalb entstehen häufig Blutergüsse oder kleine Einblutungen in der Haut. Die Wundheilung kann dabei etwas verzögert sein.
  • Das Zahnfleisch ist empfindlich und beginnt leicht zu bluten. Zudem bilden sich häufig kleine schmerzhafte Bläschen in der Mundschleimhaut [1][4].

Verbesserung: Die Beschwerden können in der Wärme bei gemäßigten Temperaturen oder durch heiße Getränke gebessert werden.

Verschlechterung: Im Freien, In der Kälte und durch Trinken von kaltem Wasser können die Symptome verschlechtert werden. Eine Verschlechterung kann sich aber auch während der Wechseljahre (Klimakterium), durch Dämpfe, Abgase, Kaffeegeruch oder Alkoholkonsum zeigen. Berürung, Druck auf leidende Körperteile. [3].

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Acidum sulfuricum-Patienten verspüren eine große innere Unruhe und sind ständig in Eile. Sie sind enorm ungeduldig und können auf andere Menschen gereizt wirken. Durch den gehetzten Lebensstil kommen die Betroffenen kaum zur Ruhe und können sich nicht entspannen. Der Körper kann die ständige Eile und Belastung nicht mehr kompensieren und eine große Schwäche und Müdigkeit und viel frösteln überfällt die Patienten [1][4].

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Kopfschmerzen sind drückend oder stoßend, können vorwiegend auf der rechten Seite auftreten und können insbesondere nach Alkoholkonsum verschlimmert werden [4].

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Zähne und das Zahnfleisch können schmerzen und empfindlich sein, das Zahnfleisch beginnt leicht zu bluten. Die Patienten leiden häufig unter unangenehmen Mundgeruch. Zudem bilden sich in der Mundschleimhaut öfters schmerzende kleine Bläschen (Aphten) [1][4].

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

In der Erkrankung kann die Atmung, insbesondere das Einatmen, erschwert sein und es können krampfhafte Hustenanfälle auftreten, die bis zum würgen und erbrechen führen können. Manchmal treten auch asthmatische Beschwerden wie Keuchen und Atemnot auf [1].

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Betroffene klagen häufig über Sodbrennen, saures Aufstoßen oder eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Kalte Getränke können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Häufig treten Durchfälle auf, der Stuhl riecht säuerlich und hat eine dünnflüssige bis breiige Konsistenz [1][4].

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Urinmenge ist eher gering und kann bräunlich gefärbt sein[7].

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Monatsblutung von Acidum sulfuricum-Patientinnen kann zu stark (Hypermenorrhoe) oder zu lange (Menorrhagie) sein. Zwischen den Monatsblutungen können Zwischenblutungen auftreten. Während der Wechseljahre (Klimakterium) leiden die Patientinnen an starken Hitzewallungen, dabei kann der saure Schweiß den ganzen Körper durchnässen [1][4].

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aufgrund der inneren Unruhe müssen die Betroffenen ständig in Bewegung sein und können nicht still sitzen bleiben. Die Gliedmaßen (Extremitäten) zittern, insbesondere bei Anstrengung, fühlen sich aber auch äußerst schwach an. Häufig zeigen sich Entzündungen in kleineren Gelenken [4][5].

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Acidum sulfuricum-Patienten haben eine ausgeprägte Blutungsneigung. Schon bei einer kleinen Verletzung, tritt Blut in das Gewebe und es bilden sich große blaue Flecken in der Haut. Neben den Blutergüssen bilden sich häufig kleine Einblutungen (Petechien). Die Wundheilung kann zudem verlangsamt sein [4].

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten schwitzen an Körper, Arme und Beine sehr, vertragen dennoch keine Kälte. Der Schweiß ist dabei klebrig und riecht sauer [1][4].

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Acidum sulfuricum-Patienten gehen relativ spät schlafen, erwachen aber dennoch zu früh [7].

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Acidum aceticum

Für das homöopathische Mittel Acidum aceticum wird 96%ige Essigsäure verarbeitet. Wie Acidum sulfuricum-Patienten sind die Betroffenen gereizt, erschöpft und können sich nicht entspannen. Zusätzlich sind Acidum aceticum-Patienten aber auch ausgezehrt und ausgelaugt. Durch die übermäßige Magensäure leiden die Betroffenen an Sodbrennen, saurem Aufstoßen und Magenschleimhautentzündungen. Zudem ist die Monatsblutung von Acidum aceticum-Patienten verstärkt, sie schwitzen sehr stark und vertragen weder Kälte noch kalte Getränke. Anders als bei Acidum sulfuricum-Patienten treten sehr häufig Wasseransammlungen (Ödeme) als Begleitsymptome auf, vor allem an Füßen und Beinen [8].

Ambra grisea

Ambra wird aus einem Darmsekret des Pottwalsgewonnen. Ambra grisea-Patienten sind total überarbeitet, stehen unter großer innerer Anspannung, können nicht mehr zur Ruhe kommen und sind deshalb, wie Acidum sulfuricum-Patientenstark geschwächt. Ambra grisea-Patienten neigen häufig zu Zahnfleisch- und Nasenbluten. Insbesondere das Trinken von Milch kann zu einerMagenübersäuerung mit brennenden Schmerzen führen. Durch die Magenübersäuerung kann es zu unangenehmen Mundgeruch kommen. Wie bei Acidum sulfuricum-Patienten kann es bei Atemwegserkrankungen zu einem trockenen, bellenden Husten und Krämpfen kommen. DieserHusten ist meist jedoch nervöser Natur und stellt sich oft in Anwesenheit vieler Unbekannter Menschen ein (psychogener Husten) Bei Ambra grisea-Patienten verbessern sich die Beschwerden jedoch durch kalte Speisen und Getränke und verschlimmern sich durch Wärme und heiße Mahlzeiten [9].

Sanguinaria

Bei diesem homöopathischen Mittel wird der getrocknete Wurzelstock der kanadischen Blutwurzel weiterverarbeitet. Sanguinaria-Patienten leiden häufig unter Wechseljahrbeschwerden. Dabei kommt es zu starken Hitzewallungen mit Kopfschmerzen oder gar Migräneanfällen. An Händen und Füßen wird ein heißes, brennendes Gefühl wahrgenommen. Das Gesicht ist stark gerötet und erhitzt. Sanguinaria kann zudem auf Atemwege und Schleimhäute wirken. Deshalb wird es häufig bei Erkältungen, Husten und Schnupfen verabreicht. Die Beschwerden werden dabei im Dunkeln, in Ruhe und durch Schlaf gebessert. In Bewegung und durch Berührung können sich die Symptome jedoch verschlechtern [10][11].

Hintergrundinformationen

Acidum sulfuricum, die Schwefelsäure (chemisch auch: Dihydrogensulfat) ist eine farblose, ölige Flüssigkeit. Die Mineralsäure ist eine der stärksten Säuren überhaupt und ist eine wichtige Substanz der chemischen Industrie. Schwefelsäure ist in Abgasen von Verbrennungsmotoren enthalten und spielt deshalb eine Rolle in der Luftverschmutzung. Unverdünnt ist die Säure toxisch und reizt Haut und Schleimhäute. Die Schwefelsäure ist unter anderem aber auch ein Zusatzstoff in Lebensmitteln und wird als E 513 deklariert. Sie kommt beispielsweise als Konservierungsmittel, in der Aufbereitung von Trinkwasser und in der Herstellung von Käse zum Einsatz. Für den Einsatz als Zusatzstoff in Lebensmitteln bestehen für die Schwefelsäure keine gesundheitlichen Risiken. Unter anderem findet die Schwefelsäure zudem Verwendung in Autobatterien, in der Metallbehandlung und Düngemittel-Herstellung [12][13].