Globuli von A bis A

Allium cepa Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Allium Cepa Globuli werden aus den Wirkstoffen der Zwiebel (Allii cepae bulbus) gewonnen. Die Pflanze gehört zu den Knollengewächsen (Amarylliidaceae) und wird weltweit seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel, Gemüse und Gewürz verwendet. Darüber hinaus, stellt die Zwiebel eine einheimische Heilpflanze dar, welche sich als Hausmittel in Form von Zwiebelsirup oder Zwiebelsaft bei Erkältungsbeschwerden oder zur Therapie bei Wespen und Bienenstichen bewährt hat. Grund hierfür, ist sowohl die schmerzlindernde und entzündungshemmende, als auch antiallergische Wirkung der Zwiebel, welche durch einen hohen Gehalt an Flavonoiden, einem sekundären Pflanzenstoff, hervorgerufen wird.[1][2] In der Homöopathie gilt die Zwiebel geradezu als Paradebeispiel, um das Prinzip der homöopathischen Therapie „Similia similibus curentur – Gleiches mit Gleichem heilen“ zu verdeutlichen. Wir alle wissen, dass das Schneiden einer Zwiebel zu tränenden Augen und einer laufenden Nase führt. Ursächlich hierfür ist ein ausgesprochen hoher Gehalt an schwefelhaltigen Verbindungen, welche durch das Anschneiden einer Knolle freigesetzt werden. Jene Inhaltsstoffe lösen eine vermehrte Flüssigkeitsabgabe der Schleimhäute (Hypersekretion) aus, was sich beispielsweise als Schnupfen äußert. Gemäß des homöopathischen Prinzips wird folglich Allium Cepa hauptsächlich zurTherapie des wässrigen Schnupfen eingesetzt.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Allium Cepa ist ein homöopathisches Mittel, welches klassischerweise bei Menschen mit ausgeprägtem, langanhaltendem Schnupfen eingesetzt wird. Sehr typisch hierbei ist das kontinuierliche Austreten vonreichlich, wundmachendem Nasensekret.

Wo wirkt es?: Allium cepa wirkt besonders stark auf die Schleimhäute, welche die Atemwege auskleiden. Hierzu zählen beispielsweise die Nasen-, Rachen- oder Bronchialschleimhaut. Sehr charakteristisch für Allium cepa ist in diesem Zusammenhang die kontinuierliche Absonderung von beißend, scharfem Sekret, welches die Schleimhäute schmerzhaft reizt.

In welchem Alter?: Allium Cepa Globuli können bedenkenlos in jedem Alter angewandt werden. Während Säuglinge besonders bei beginnenden Erkältungsbeschwerden, sowie schmerzhaften Blähungen von Allium Cepa profitieren, ist das Beschwerdebild beim Erwachsenen weitläufiger.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der wässrige, scharfe Schnupfen mit reichlicher Absonderung eines brennenden, wundmachenden Nasensekrets gilt als Leitsymptom für die Einnahme der Arznei.Allium Cepa ist auch bei Begleitsymptomen des Schnupfens angezeigt, welche sich im Rahmen katarrhalischer Entzündungen der Atemwege manifestieren können. Hierzu zählen brennende und stechende Schmerzen in Augen, Nase, Mund und Hals. Besonders Schleimhautreizungen im Rachen können zusätzlich quälenden Husten verursachen.[3]

Verbesserung: Der Kranke verspürt Symptomlinderung, sobald er sich im Freien aufhält. Besonders kühle, frische Luft sorgt schnell für eine Verbesserung der Beschwerden. Baden, Waschen oder körperliche Bewegung führen ebenso zu einer Abnahme der Symptome.

Verschlechterung: Die Symptome nehmen klassischerweise bei Aufenthalt in warmen Räumen zu. Nasse Füße, feuchtes und gleichzeitig kaltes Wetter können krank machen.

Besonders im Frühling und Sommer leidet der Kranke an verstärkten Symptomen (saisonale allergische Rhinosinusitis, auch als Heuschnupfen bekannt).[4]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kranke fürchtet sich sehr davor, dass seine Beschweren zunehmen könnten und er vermehrt leiden muss. Der Allium Cepa Kranke wirkt ausgesprochen melancholisch, sein Gemütszustand ist meist niedergedrückt und er wirkt auf andere Menschen wehmütig und trostlos.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ihn quälen drückende Kopfschmerzen, welche besonders stark in der Stirngegend ausgeprägt sind. Die Schmerzen ziehen abwärts zu den Augen und breiten sich über das gesamte Gesicht aus. Jene Beschwerden werden in der Regel durch verstopfte Nasennebenhöhlen hervorgerufen. Folglich tritt eine Symptomlinderung auf, sobald das Nasensekret ungehindert abfließen kann und die Nasennebenhöhlen wieder frei sind. Gelegentlich verspürt der Kranke einen elektrischen Schlag durch den Kopf ziehen, als würde etwas in seinen Schädelknochen einschlagen.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein typisches Symptom des Allium Cepa Kranken kann ferner eine gelähmte Gesichtshälfte sein (Fazialisparese). Meist ist hiervon die linke Hälfte betroffen, so dass der Leidende seinen linken Mundwinkel nicht mehr heben kann. Sein Mund verläuft dadurch schief und hängt links herab. Beim Essen und Trinken verliert er unter Umständen Nahrung, da diese aus dem linken Mundwinkel wieder herausfällt. Auch das linke Auge schließt nicht mehr vollständig. Es ist meist halbgeöffnet.

Überaus typisch ist zudem ein anhaltender milder Tränenfluss, welcher von einem beißenden, brennenden Schmerz begleitet wird. Der Kranke hat das Bedürfnis durch Reiben in den Augen die Schmerzen zu lindern, jedoch wird es hierdurch meist nur schlimmer. Beim Husten nehmen jene Beschwerden zu.

Dem Kranken tropft konstant ein wässriges Sekret aus seiner Nase. Jener Schnupfen brennt wie Feuer. Dadurch werden Reizungen an Nasenflügeln und Oberlippe verursacht, so dass jene Hautareale rot und wund erscheinen. Während der Schnupfen fließt, tränen die Augen. Typischerweise bemerkt der Allium Cepa Kranke eine Diskrepanz zwischen dem Nasensekret und der Tränenflüssigkeit. Während seine Tränen mild sind, ist der Schnupfen schmerzhaft reizend. Dies gilt als Charakteristikum für die Anwendung von Allium Cepa. Das Nasensekret füllt die gesamte Nasenhöhle aus und verschließt dessen Ausgang, so dass das Atmen schwer fällt. Der Kranke muss sehr häufig niesen, besonders oft jedoch, sobald er den Geruch von blühenden Pflanzen wahrnimmt. Diese lösen ein Kitzeln und Jucken in seiner Nase aus, woraufhin heftige Niesanfälle folgen (Heuschnupfen).

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten können eine typische Indikation für Allium Cepa sein. Meist sind die Halsschmerzen linksseitig ausgeprägt und von einem rauen Kratzgefühl begleitet. Jene Schmerzen können unter Umständen bis in das Ohr ausstrahlen. Das Schlucken ist schmerzhaft. Das Kitzeln und Kratzen im Rachen provoziert einen unangenehmen, bellenden Husten. Der Husten ist von einem schmerzhaften Gefühl in der Kehlkopfregion begleitet. Es scheint, als würde beim Husten der Kehlkopf zersprengt oder auseinandergerissen werden. Der Kranke greift deshalb an seinen Kehlkopf, sobald ihn ein Hustenanfall überkommt. Jene Anfälle sind sehr heftig ausgeprägt und schwächen den Leidenden stark. Zurück bleibt ein schmerzhafter Kehlkopf, welcher das Sprechen erschwert.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Übelriechende Blähung können ebenfalls ein Kennzeichen für Allium Cepa sein. Hiervon sind meist Säuglinge betroffen. Diese krümmen sich dann, winden sich hin und her und schreien vor Schmerzen. Ihr Bauch ist aufgebläht und gespannt.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Allium Cepa Patient ist zittrig und schwach, wenn er an sehr starken Schmerzen in der Nieren- und Blasengegend leidet. Er verspürt häufig einen schmerzhaften und stark ausgeprägten Harndrang, welcher typischerweise mit einem reichlichen Harnabgang einhergeht. Besonders im Rahmen von Schnupfen verliert der Kranke viel Harn. Hierbei kann es auch zu unwillkürlichen Harnverlusten kommen. Diese können beispielsweise durch nasse, kalte Füße ausgelöst werden.Bei älteren Menschen wird hingegen eher ein tröpfelnder Abgang von Urin beobachtet. Obwohl sie ebenso an starkem Harndrang leiden, können sie nur schwer Wasserlassen.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

In einigen Fällen können Lähmungserscheinungen (Paresen) der Arme oder Beine beobachtet werden. Der Körper fühlt sich müde, schlapp und träge an. Der Kranke kann seine Extremitäten kaum bewegen. Es fehlt ihm an Kraft.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kranke gähnt im Tiefschlaf, als wäre er müde.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Euphrasia

Der Euphrasie Kranke leidet an einem stark ausgeprägtem Tränenfluss und reichlicher Absonderung von Nasensekret. Während bei Alium Cepa die Tränen mild und der Schnupfen brennend ist, kann bei Euphrasia das Gegenteil beobachtet werden. Die Tränen sind scharf und das Nasensekret äußerst mild. Die Globuli werden aus der Heilpflanze Augentrost (Euphrasia) gewonnen und wie der Name bereits verrät gern zur Therapie von Bindehautentzündungen eingesetzt. Allergisch bedingter Schnupfen oder Erkältungen gehören ebenso zu den Hauptindikationen von Euphrasia.

Chamomilla

Der Chamomilla Kranke leidet an ähnlichen Erkältungsbeschwerden, wie der Allium Cepa Kranke. Jedoch sind die Ohrenschmerzen bei Chamomilla nicht durch ausstrahlende Schmerzen aus verstopften Nasennebenhöhlen bedingt, sondern durch Mittelohrentzündungen verursacht. Diese treten bei Allium Cepa seltener auf.

Ferrum Phosphoricum

Der Ferrum Phosphoricum Kranke leidet gleichermaßen an grippalen Infekten und Kehlkopfentzündungen. Auch er wird klassischerweise durch einen Fließschnupfen mit reichlichem Niesen und Reizhusten geplagt.[5]

Hintergrundinformationen

Die Zwiebel (Allium cepa bulbus) ist eine Knollenpflanze und gehört somit zur Gattung der Knollengewächsen (Amarylliidaceae). Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem asiatischen Raum, wird jedoch heutzutage beinahe weltweit kultiviert. Die Zwiebel, welche wohl zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt zählt, galt bereits im alten Ägypten als besonderes Gemüse, weshalb sie der Göttin Isis geweiht und dem Pharao Tutanchamun mit ins Grab auf seiner Reise ins Jenseits gegeben wurde.

Die Pflanze wird zwischen 60-120 cm groß und bildet unterirdisch eine braune bis braunrote Knolle aus.
Seit vielen Jahren wird die Zwiebel als bewährtes Mittel in der Phytotherapie bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt. Hierbei eignet sich besonders die Zubereitung des Zwiebelsirups oder Zwiebeltee zur Symptomlinderung.[6] Ihr weites Wirkspektrum verdankt das Knollengewächs vor allem ihrem hohen Gehalt an schwefelhaltigen Verbindungen, ätherischen Ölen und Flavonoiden (sekundärer Pflanzenstoff). Letztere weisen eine besonders starke entzündungshemmende Wirkung auf, welche sich durch die Produktionshemmung von Entzündungsbotenstoffen (sog. Zytokine) erklären lässt. Durch eine zusätzliche Produktionshemmung von Schmerzmediatoren (sog. Prostaglandiene A2) wird eine schmerzlindernde Wirkung erzielt. Darüber hinaus, gilt die Zwiebel in der Phytotherapie als geeignetes Mittel bei allergisch bedingten Beschwerden, wie Schnupfen (Rhinorrhoe), Husten (Tussis), Rötung (Rubor) oder Gewebeschwellung (Tumor). Die in der Zwiebel enthaltenen Flavonoide verhindern hierbei das Entleeren (Degranulation) von Mastzellen, wodurch folglich die Freisetzung von Histamin unterdrückt wird. Histamin ist ein zentraler Botenstoff, der für die Entstehung allergischer Reaktion verantwortlich ist.[1][2]