Globuli von A bis A

Aranea diadema Globuli

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Aranea diadema, die Kreuzspinne, gehört zu den bekanntesten Spinnenmitteln in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird aus der ganzen Spinne gewonnen. Somit ist Aranea diadema eine Arznei, die aus tierischer Substanz angefertigt wird. Die Kreuzspinne zeigt ein weißes Kreuz auf ihrem Rücken. Aus Kieferdrüsen spritzt sie ihr Gift in das Opfer. Für Menschen ist der Biss nicht tödlich aber das Gift wirkt lähmend (neurotoxisch). Aranea diadema ist als homöopathisches Mittel mit Vorsicht einzusetzen, da es starken Blutfluss und Bluthusten (Hämoptoe)[1] verursachen kann. Es gehört deswegen nicht in den Händen von Laien sondern bedarf einer professionellen homöopathischen Behandlung.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Wie alle Spinnenmittel hat auch Aranea diadema einen starken Bezug zum Nervensystem. Es zeigen sich Nervenschmerzen mit Taubheits- oder Kribbelgefühlen (Paraesthesien). Die Nervenschmerzen können anfallsartig und plötzlich auftreten, sie sind sehr heftig, von reißender, schneidender oder ziehender Qualität.[2]

Aranea diadema ist angezeigt bei Malaria oder bei Symptomen, die nach einer überstandenen Malaria-Erkrankung auftreten. So kann zum Beispiel ein typisch wiederkehrendes Wechselfieber beobachtet werden.[3]
Es kann eine allgemeine Blutungsneigung (Hämorrhagie) bestehen.[1]

Wo wirkt es?: Hauptangriffssystem von Aranea diadema ist das Nervensystem.

In welchem Alter?: Aranea diadema hat ausgesprochene Heilanzeigen (Indikationen), die oftmals im Nervensystem liegen. Es kann daher in jedem Alter eingesetzt werden, wenn die Heilanzeige passt. Bei unruhigen, nervösen Kindern kann an Aranea diadema gedacht werden.[1]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Alle Beschwerden des Aranea-Patienten treten auf bzw. verschlimmern sich deutlich an kalten und feuchten Orten. Die Veranlagung zur abnormen Empfindlichkeit gegen Kälte und Feuchtigkeit wird hydrogenoide Konstitution genannt.[3] Diese Menschen fühlen sich wohl an warmen und trockenen Orten, dementsprechend sind die Beschwerden im Sommer besser. Sie können unmöglich an Flüssen, in der Nähe eines Sees oder am Meer wohnen. Zu Beginn der kalten und feuchten Jahreszeit kehren die Beschwerden wieder.[2] In den Beschwerden zeigt sich eine genaue Periodizität. Sie kehren jährlich wieder oder setzen täglich zur genau der gleichen Zeit ein.[2] Aranea-Patienten berichten von einem tiefsitzenden Kältegefühl, das bis in die Knochen spürbar ist, als ob Eis in den Knochen wäre. Diese Eiseskälte kann durch nichts gelindert werden, eben weil sie so tiefsitzend ist. Die Betroffenen können das Gefühl haben, als seien bestimmte Körperteile (Arme, Beine, usw.) stark vergrößert. Sie fühlen sich schwer und taub an.[3]

Verbesserung: Alle Beschwerden werden besser im Sommer, durch festen Druck auf die betroffenen Stellen (Kopf, Bauch), an der frischen Luft und durch Rauchen. Tabakrauchen kann die Beschwerden allerdings auch verschlimmern.[2]

Verschlechterung: Die Beschwerden verschlechtern sich durch Feuchtigkeit, durch Kälte, während Regen, an feuchten Orten und durch Baden. Verschlimmerungszeiten sind der Nachmittag und um Mitternacht.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aranea-Patienten sind unruhig und nervös. Dabei sind sie sehr beweglich, sie können schlecht stillsitzen. Bei Kindern mit Verhaltensstörungen im Sinne einer Hyperaktivität, kann an Aranea gedacht werden. Sie sind ängstlich, mürrisch und niedergeschlagen und können dabei sogar Todessehnsucht empfinden. Sie mögen keine Menschen, nicht einmal die eigene Familie. Es kann eine nervöse Erschöpfung mit Zittern auftreten. Dabei haben die Betroffenen den Wunsch sich hinzulegen. Die Erschöpfung kann mit einer großen Benommenheit, Verwirrung und Konzentrationsproblemen einhergehen. Geistige Anstrengung ermüdet sehr.[2]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es können Kopfschmerzen mit Benommenheit und Verwirrung auftreten, die sich durch Tabakrauchen entweder stark verschlimmern oder verbessern. Die Kopfschmerzen gehen mit Brennen der Augen und Hitzegefühl im Gesicht einher. Ein Flimmern vor den Augen kann den Kopfschmerzen vorangehen. Die Kopfschmerzen treten periodisch auf und verschlimmern sich bei feuchtem Wetter.[2]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Gesicht treten Nervenschmerzen (Trigeminusneuralgien) mit brennenden, blitzartig einschießenden Schmerzen auf. Die Schmerzen ziehen von außen zur Mitte hin. Unmittelbar nach dem Hinlegen nachts könnenplötzliche, heftige Zahnschmerzen auftreten, besonders beim Einatmen von kalter Luft. Auch die Zahnschmerzen kehren periodisch wieder, jeden Tag zur selben Stunde. Unter den Augen zeichnen sich dunkle Ringe ab. Es finden sich Blutandrang und Brennen im Gesicht.[2]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es treten Nervenschmerzen zwischen den Rippen (Interkostalneuralgie) auf, die bis zur Wirbelsäule ausstrahlen. Es können größere Mengen Blut abgehustet werden (Hämoptoe), zum Beispiel im Rahmen eines Tumors. Auch kleinere Blutmengen können im abgehusteten Lungensekret vorhanden sein (Hämoptyse), vor allem bei Menschen die zu Blutarmut (Anämie) neigen und eine große Schwäche haben.[3] Diese Form des Bluthustens kann im Rahmen einer Tuberkulose, Bronchitis oder Lungenentzündung auftreten.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Gleich nach dem Essen treten heftigste Bauchkrämpfe auf, auch schon nach wenigen Bissen. Die Krämpfe können sich auf den ganzen Körper ausdehnen und mit Übelkeit und Brustbeklemmung sowie wiederholtem Gähnen einhergehen. Ein Gefühl von Schwere und Völle im Unterbauch, wie von einem Stein, ist vorhanden. Die Krämpfe treten immer zur gleichen Stunde auf. Es findet sich eine Schwellung der Milz. Auch Durchfälle sind möglich, sie werden durch Reiben des Bauches verbessert.[2]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es sind viele Störungen der Monatsblutung möglich: Die Blutungen können unregelmäßig sein, sie können zu lang dauern oder in zu kurzem Abstand wiederkehren und dabei zu heftig sein. Bei Männern können Schmerzen im Penis und Eichel mit Harndrang auftreten.[1]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es treten Knochenschmerzen in Armen und Beinen auf. Typisch ist ein Gefühl von Vergrößerung und Schwellung einzelner Teile der Arme oder Beine sowie ein taubes Gefühl, als ob Arme oder Beine einschliefen. Im kleinen Finger und im Ringfinger beider Hände tritt ein Kribbeln (Paraesthesien) auf. Es kann auch zu einem Taubheitsgefühl der Finger kommen. Dumpfe, bohrende Schmerzen im Fersenbein (Kalkaneus) sind möglich, sie bessern sich durch Bewegung.[2]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Malaria ist eine tropische Erkrankung, die auch Wechselfieber genannt wird. Kennzeichnend für die Erkrankung ist ein periodisch wiederkehrendes Fieber, zum Beispiel jeden zweiten Tag (Malaria tertiana).[4] Deswegen findet sich im homöopathischen Arzneimittelbild von Aranea diadema das periodisch wiederkehrende Fieber. Es tritt außerdem ein Kältegefühl auf, verbunden mit Schmerzen in allen Knochen. Das frostige Gefühl tritt täglich zur selben Stunde oder jeden zweiten Tag auf und ist nicht durch Wärme zu lindern. Das Fieber geht ohne Schweiß und mit viel Durst einher.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Schlaf ist unruhig und wird durch häufiges Aufwachen unterbrochen. Beim Aufwachen besteht ein Gefühl von Vergrößerung, Schwere und Schwellung der Arme und Hände.[2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Arsenicum album

Arsenicum album-Patienten sind ähnlich wie Aranea-Patienten unruhig und sehr kälteempfindlich. Sie frieren immer. Ihre Beschwerden verschlimmern sich typischerweise nachts, etwa gegen 1 Uhr. Wie bei Aranea-Patienten zeigen die Beschwerden oft eine starke Periodizität. Arsen-Kranke sind perfektionistisch veranlagt und können ein zwanghaftes Verhalten an den Tag legen. Sie sind von einer Schwermut betroffen, die sie bis zum Selbstmord treiben kann. Die Hauptbeschwerden von Arsenicum-Patienten liegen im Magen-Darm-Bereich sowie in der Haut.[4]

Cedron

Das homöopathische Mittel Cedron wird aus den Samen des Cedronbaumes Simaba cedron,  ein Baum aus Zentral-Amerika, hergestellt. Er wächst dort an Flussufern und in Sumpfgebieten und wird von den Eingeborenen als Gegengift (Antidot) bei Schlangen- und Insektenbissen, sowohl innerlich als äußerlich verwendet.[3] Die Cedron-Beschwerden zeigen wie die Aranea-Beschwerden eine starke Periodizität: Die Symptome kehren täglich zur selben Zeit wieder, oftmals um 9 Uhr vormittags. Es können periodisches Fieber, Malaria und Rückfallfieber (ein durch mehrmalige Fieberschübe gekennzeichnetes Fieber, verursacht durch Läuse oder Zecken) auftreten. Es zeigen sich viele Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems: periodisch wiederkehrende Nervenschmerzen, im Gesicht (Trigeminusneuralgie) oder um die Augen herum (Orbitalneuralgie). Die Augen können brennen wie Feuer. Die Beschwerden sind schlimmer nach dem Schlafen.[5]

Aranea ixobola

Aranea ixobola ist wie Aranea diadema eine netzwebende Spinne. Sie stammt aus Zentral-Amerika und ist bedeutend größer als die europäische Kreuzspinne. Wie alle Spinnenmittel sind Aranea-ixobola-Patienten von einer starken inneren Unruhe und Hast geprägt. Sie sind aber viel selbstsicherer als Aranea diadema-Patienten und  können sehr aggressiv sein. Auch Depressionen sind vorhanden. Es können Konzentrationsstörungen und Zerstreutheit auftreten. Die Arme sind schwer und kalt. Es finden sich Pelzigkeit, Taubheit und Kribbelgefühle (Paraesthesien). Der Bauch ist aufgetrieben, es kann ein explosiver Durchfall auftreten.[6]

Hintergrundinformationen

Die Kreuzspinnen sind mit mehreren hunderten Arten die häufigste Gattung der Familie der echten Radnetzspinnen (Araneoidea). In Mitteleuropa finden sich zehn verschiedene Arten. Die Gartenkreuzspinne (Aranea diadema) ist die bekannteste und in Europa am häufigsten auftretende Art.[7] Das Kreuz der Kreuzgartenspinne besteht aus fünf Flecken auf dem vorderen Hinterleib, vier länglichen und einem kreisförmigen in der Mitte. Dieser typischen Kreuzzeichnung auf ihrem Rücken verdankt sie ihren Namen.Aranea diadema  gehört zu den größten Spinnen in Europa, die Weibchen können bis zu 18 mm groß werden, die Männchen bleiben kleiner (etwa 10 mm). Die Farbe der Gartenkreuzspinne variiert von hellbraun über rot zu schwarz und sie kann sich ihrer Umgebung anpassen.[8] Das Netz der Kreuzspinne ist kreisrund und hat oft einen Durchmesser von 30 oder mehr Zentimetern. Nachdem die Kreuzspinne ihr Netz fertig gebaut hat, sitzt sie mitten in ihrem Netz und wartet dort auf Beute. Wenn sich ein Insekt ihrem  Netz nähert und darin hängen bleibt, stürzt sie sich auf das gefangene Opfer und lähmt es durch einen Biss mit ihrem Gift. Das Gift zersetzt das Innere des gefangenen Insektes. [7] Für den Menschen ist der Biss einer Kreuzspinne im Normalfall nicht gefährlich, wohl aber schmerzhaft und kann mit unangenehmen Hautempfindungen einhergehen.Die Spinnen sind wechselwarme Tiere und so für ihr Überleben von der Außentemperatur abhängig. Die Kreuzspinnen können ihren Stoffwechsel herunterfahren und in Winterstarre verfallen, nachdem sie sich unter Blättern oder in hohlen Ästen verkrochen haben.Spinnen sind bei den Menschen im Allgemeinen nicht sehr beliebt und manch einer hat eine ausgeprägte Angst vor Spinnen (Arachnophobie). Trotzdem sind Spinnen sehr nützliche Tiere, denn sie fangen und verzehren Unmengen von Schädlingen.[8]