Globuli von A bis A

Arsenum jodatum Globuli

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Das homöopathische Mittel Arsenum jodatum oder auch Arsenicum iodatum, wird aus Arsentrijodid hergestellt, einer anorganischen chemischen Verbindung des Arsens. Es handelt sich dabei um einen orangefarbenen Feststoff mit stechendem Geruch. Dieses Mittel stellt eine Besonderheit dar: Zwar gibt es eine Arzneimittelprüfung mit D-Potenzen, allerdings ist diese ungenügend und entspricht nicht dem Prüfstandard, der für eine zuverlässige Prüfung gegeben sein sollte. Für die Wirkung des Mittels wurden die Wirkungen des Arsenicum album und die Heilwirkung von Jodum (Jod) theoretisch zusammengefügt. So besteht diese Arznei aus Arsenik und Jod. Die Symptome wurden auf dieses zusammengesetzte Mittel übertragen und zeigten sich in der klinischen Beobachtung als zutreffend.

Arsenum jodatum kann zum Beispiel bei Erkrankungen der Atemwege und der Haut, bei Krebserkrankungen und großer Schwäche in Erwägung gezogen werden.[1][2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Menschen, die unter wund machenden Absonderungen leiden, können möglicherweise von diesem Mittel profitieren. In diesen Bereich gehören Erkrankungen wie Grippe und Heuschnupfen, Tuberkulose und Husten. Arsenum jodatum kann unter Umständen auch nach langen chronischen Erkrankungen eingenommen werden, wenn die Patienten abgemagert und geschwächt sind. Die Symptome treten eher auf der rechten als auf der linken Seite auf und sind nachts und morgens am Stärksten. Auffällig ist, dass die Arsenum jodatum-Patienten eine große Hitze in sich spüren. Sie reagieren deshalb auch sehr empfindlich auf Wärme und sind gerne draußen im Freien, so lange es nicht zu kalt ist. Bei kaltem, nassen Wetter erkälten sie sich sehr schnell.[3]

Wo wirkt es?: Das Mittel wirkt vor allem im Bereich der Atemwege und der Haut.

In welchem Alter?: Es gibt keine Altersbeschränkung für dieses homöopathische Mittel.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Heuschnupfen mit tränenden Augen und laufender Nase
  • Hautausschläge mit trockenen Schuppen, Pusteln, Bläschen
  • Verhärtungen von Drüsen und Lymphknoten
  • Haut- und Brustkrebs
  • Atemwegserkrankungen wie Tuberkulose, Lungenentzündung, chronische Bronchitis

Verbesserung: Den Betroffenen geht es an der frischen Luft deutlich besser.

Verschlechterung: Wärme (in geschlossenen Räumen, im Bett, warmer Wind), baden, Ruhe, liegen auf der schmerzenden Seite, körperliche Anstrengung (trotzdem besteht das Bedürfnis nach Bewegung).[3]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Arsenum jodatum-Kranke sind oft müde und geschwächt. Sie fühlen sich dann abgeschlagen und schon leichte Bewegung oder Treppensteigen strengt sie sehr an. Nicht selten sind sie unruhig und ängstlich. Ihre Stimmung kann häufig wechseln, sie sind zum Beispiel zornig und unzufrieden und möchten keinen Kontakt zu anderen Menschen, dann gibt es auch wieder gesellige Phasen. Es fällt vielen dieser Patienten schwer, sich für eine eigene Meinung zu entscheiden, auffällig ist auch, dass sie fast immer in Eile sind.[3]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Arsenum jodatum-Patienten können unter vielen verschiedenen Arten von Kopfschmerzen leiden. Häufig fühlt der Kopf sich groß und schwer an. Hinzukommen können Pochen, Drücken oder Stechen. Alle Bereiche des Kopfes können betroffen sein. Die Kopfhaut selbst kann jucken, dort können auch Ausschläge mit Krusten oder Schorf auftreten.[3]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Häufig zeigen sich chronische Entzündungen der Augenbindehäute mit Rötung, Jucken und Tränen. Die Augen tränen auch bei Schnupfen sehr schnell. Die Lider können geschwollen sein oder gelegentlich zucken.Ohrentzündungen können ebenfalls vorkommen. Meistens treten sie in Verbindung mit stinkendenAbsonderungen und Eiter auf. Hinzukommen können stechende Ohrenschmerzen und vorübergehende Schwerhörigkeit. Auch Ohrgeräusche wie Summen oder Brummen sind möglich.[3]
Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Stirnhöhlen gehören mit zum Krankheitsbild von Arsenum jodatum. Meist fließt aus der Nase eine dünne, wässrige, wund machende Flüssigkeit. Die Nase kann auch verstopft sein oder bluten.[3] Bei Heuschnupfen kann das Mittel bei manchen Patienten sehr hilfreich sein, vor allem wenn das Nasensekret brennt und der Heuschnupfen von häufigem Niesen oder Fieber begleitet wird.[5]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Hals der Patienten ist häufig trocken und sie empfinden ein kratzendes oder brennendes Gefühl. Hustenist ein sehr häufiges Symptom, er wird meistens von schleimigem, teils auch blutigem Auswurf begleitet. Arsenum jodatum kann unter Umständen bei Lungenentzündung und chronischer Bronchitis eingenommen werden, diese Erkrankungen sollten aber nicht ohne ärztliche Begleitung behandelt werden. Die Betroffenen fühlen gelegentlich eine Enge in der Brust, bei der schwer zu unterscheiden ist, ob die Ursache in der Lunge oder im Herzen zu finden ist. Dieses Mittel kann möglicherweise auch Beschwerden des Herzens, wie Herzrasen, starkes Herzklopfen, Herzschwäche- oder Entzündungen lindern. Bei entsprechenden Problemen sollte aber ebenfalls ein Arzt hinzugezogen werden.[3]Möglicherweise ist das Mittel zu Beginn einer Tuberkulose wirkungsvoll. Diese Lungenerkrankung tritt in Verbindung mit quälendem Husten, Atemnot, Schwäche, Abmagerung und wiederkehrenden Fieberschüben auf. Bei diesen Symptomen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.[2]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Dieses Mittel kann unter bestimmten Voraussetzungen begleitend in der Brustkrebstherapie eingesetzt werden und auch dann, wenn die Lymphknoten in den Achselhöhlen geschwollen oder verhärtet sind.[3]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viele der Arsenum jodatum-Patienten klagen über kalte Hände, Füße und Unterschenkel. Schmerzen undKrämpfe treten bei ihnen häufig in den Extremitäten auf. Auch Gelenkschmerzen und Taubheit sind keine Seltenheit. Zittern und Zucken in Händen und Beinen können ebenso vorkommen wie Wasseransammlungen in den Händen, Unterschenkeln und Füßen.[3]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Arsenum jodatum kann bei vielen Hauterscheinungen in Betracht gezogen werden. Die Patienten, für die es das passende Mittel ist, leiden zum Beispiel häufig unter trockenen Hautausschlägen mit Schuppen.[4] Bläschen oder Rötungen aber ebenso möglich. Erkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) oder Nesselsucht (Urtikaria) sprechen unter Umständen auf dieses Mittel an. Jucken, Brennen und Stechen sind typische Begleiterscheinungen vieler dieser Hauterkrankungen.[3] Es kann vorkommen, dass die Haut sich großflächig abschält.[2] Manchmal fühlt sich die Haut auch taub an oder die Betroffenen haben das Gefühl, Ameisen laufen über ihre Haut.[3] In manchen Fällen kann auch Hautkrebs begleitend mit diesem Mittel behandelt werden. Häufig kommen zu den bösartigen Hautveränderungen dann noch Verhärtungen der Drüsen hinzu. Solche Verhärtungen oder auch Schwellungen der Lymphdrüsen können unter bestimmten Voraussetzungen aber auch unabhängig von einer Hauterkrankung durch dieses Mittel verringert werden.[4] Dies trifft vor allem auf die Lymphdrüsen am Hals und in der Leiste zu.[2]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten fühlen oft eine große Hitze in sich, trotzdem frieren sie leicht, vor allem nachts im Bett und wenn sie sich bewegen. Wenn diese Patienten Fieber haben, dann produzieren sie oft sehr große Mengen Schweiß. Das Fieber tritt vor allem nachmittags und nachts auf und wechselt sich mit Frostphasen ab.[3] Nachts schwitzen diese Patienten bei Fieberschüben oft so stark, dass sie ihre Kleidung und ihr Bettzeug wechseln müssen.[3]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Arsenum jodatum-Kranke schläft meistens sehr unruhig. Er träumt viel und heftig, vor allem erotische Träume und Albträume. Diese Menschen sind abends schläfrig, können aber nach Mitternacht nur schwer einschlafen und wachen morgens schon sehr früh auf.[3]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Sulfur

Dieses homöopathische Mittel wird aus chemisch gereinigtem Schwefel hergestellt. Genau wie Arsenum jodatum hat es eine enge Verbindung zu Erkrankungen der Haut und der Atemwege.

Die Patienten fühlen fast immer eine Hitze im Körper. Auch Brennen ist eine typische Begleiterscheinung ihrer Beschwerden. Dieses Brennen tritt zum Beispiel in der Brust auf und wird häufig von Beklemmung begleitet. Die Patienten können nur schwer atmen und möchten unbedingt frische Luft haben. Herzklopfen und das Gefühl, das Herz sei zu groß oder ein Gewicht läge auf der Brust, können zu diesen Beschwerden hinzukommen. Auf dem Rücken liegen und tiefes Einatmen verstärken die Symptome. Husten schleimt und rasselt bei diesen Kranken oft.

Fieber tritt bei den Menschen, für die Sulfur geeignet ist, in heftigen Hitzewallungen auf. Sie haben großen Durst und schwitzen in der Nacht sehr stark, vor allem im Nacken und am Hinterkopf.

Die Haut der Sulfur-Kranken ist trocken und schuppig. Auch kleine Verletzungen eitern schnell. Pickel, Ausschläge, Pusteln und wunde Stellen in den Hautfalten kommen bei ihnen sehr häufig vor. Vor allem bei Wärme und am Abend kann ein starker Juckreiz auftreten.[7]

Lycopodium

Dieses homöopathische Mittel wird aus den Sporen des Keulen-Bärlapps, einer Farnart, hergestellt. In fast allen Fällen, in denen Lycopodium das Mittel der Wahl ist, treten zusätzlich zu den hier beschriebenen Symptomen, Störungen des Harnapparates oder der Verdauung auf. Im Vergleich zu Arsenum jodatum fällt auf, dass diese Patienten ein heftiges Verlangen nach allem Warmen haben. Sie leiden häufig unter kitzelndem Husten und Atemnot. Der Auswurf ist dick und kann blutig oder eitrig sein. Sie haben heftige brennende Schmerzen in der Brust und nachts so kräftiges Herzklopfen, dass sie nicht auf der linken Seite liegen können. Auch wenn die Patienten Wärme bevorzugen, verschlechtert diese ihre Hautprobleme. Rissige Ausschläge, Akne und chronische Entzündungen können vorkommen. Auch Krampfadern (Varizen) oder Leberflecke sind möglich. Die Haut wirkt bei den Lycopodium-Kranken meistens trocken, dick und verhärtet.[8]

Calcium carbonicum

Samuel Hahnemann selbst hat dieses Mittel geprüft, das aus Austernschalenkalk hergestellt wird. Es ist ein vielseitig einsetzbares Mittel, das bei sehr vielen verschiedenen Erkrankungen in Betracht gezogen werden kann. Genau wie Arsenicum iodatum kann es unter Umständen bei einer beginnenden Tuberkulose Linderung verschaffen. Die Patienten leiden vor allem nachts unter einem kitzelnden Husten, auch Atemnot oder eine schmerzlose Heiserkeit sind möglich. Erstickungsanfälle können vorkommen, denn schon bei leichter Anstrengung bekommen die Kranken kaum noch Luft und müssen sich hinsetzen. Sie haben ein großes Verlangen nach frischer Luft. Fieber wird bei ihnen meistens von Schüttelfrost begleitet und beginnt gegen 14 Uhr. Auch sie schwitzen sehr stark, vor allem in der Nacht. Die Haut der Calcium carbonicum-Patienten sieht ungesund aus. Sie ist schlaff und bildet leicht Geschwüre, Ausschläge und Warzen. Kleine Wunden heilen schwer. Auch kleine, punktförmige Einblutungen sind möglich.[9]

Hintergrundinformationen

In den 1920er Jahren wurde das Arsenicum iodatum auch von den Vertretern der Biochemie nach Schüßler näher untersucht. Es zählt seither zu den sogenannten Ergänzungsmitteln und trägt die Nummer 24. Als Schüßlersalz wird Arsenum jodatum zum Beispiel bei Stoffwechselstörungen, Allergien und Hauterkrankungen empfohlen.[6]