Globuli von A bis A

Asa foetida Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Asa foetida, zu deutsch Stinkasant oder Teufelsdreck wird im mittleren Osten (vor allem in Persien) seit dem Altertum als Gewürz und Heilmittel eingesetzt. In der Küche wird das knoblauchartige Aroma der Pflanze zur Würze genutzt: Die Wurzel wird angeschnitten, der austretende Saft getrocknet. Während der Trocknung verändert sich die Konsistenz in eine Art Gummi. Dies wird entweder direkt in die Speise gerieben oder unter den Topfdeckel geklebt, um während des Kochens so das stark würzige Aroma an das Kochgut abzugeben.

In Europa ist es seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Homöopathikum bekannt. Heutzutage wird Asa foetida als wichtiger Bestandteil von Globuli verwendet und ist vor allem als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden weit verbreitet. Das aus der Pflanze gewonnene Asant-Harz kann dabei vielfältig verwendet werden, unter anderem wird es auch als sexuell anregende (Aphrodisiakum) und bewusstseinsverändernde (halluzinogene) Droge missbraucht.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Für eine Therapie mit Asa foetida geeignete Patienten sind üblicherweise sehr nervös und empfindlich (Neurasthenie). Bereits geringste psychische Belastungen, aber auch Berührungen durch unliebsame Mitmenschen können zu Hysterie und Panik führen. [1] Stimmungsschwankungen treten häufig und ohne für Außenstehende erkennbare Ursache auf und führen so oft zu einer sozialen Isolation. Übel riechende Körpersekrete sind ebenfalls typisch und verstärken das soziale Problem noch weiter. [2] Subjektive Beschwerden werden stark übersteigert, sodass eine Neigung zu Hypochondrie bestehen kann. So sind der Gesundheitszustand und eventuelle Krankheitssymptome des Betroffenen oft vorherrschendes Gesprächsthema, sobald die Person anwesend ist. [3]

Wo wirkt es?: Asa foetida soll im gesamten Magen-Darm-Bereich lindernde Wirkung haben. Hier wirkt es vor allem krampflösend und beruhigend auf gereizte Bereiche. In C-Potenzen besitzt Asa foetida einen dämpfenden und entspannenden Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Asa foetida hat einen starken Bezug zur linken Körperhälfte.

Die übrigen möglichen Wirkorte sind vom individuellen Beschwerdebild abhängig und werden dort beschrieben.

In welchem Alter?: Asa foetida kann prinzipiell in allen Altersgruppen eingesetzt werden. Besonders geeignet ist es bei Kleinkindern, die unter Verdauungsbeschwerden mit starker Auftreibung des Bauches (Meteorismus) leiden. Typisch ist ständiger Blähungsabgang (Flatulenz), ohne dass der geblähte Bauch zurückgeht. Im höheren Erwachsenenalter soll es gegen Sodbrennen und lautes, explosives Aufstoßen helfen, das den Zustand des Patienten nicht bessert. Zur Behandlung seelischer Beschwerden ist es auch in anderen Altersgruppen gut geeignet.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Asa foetida ist vor allem als Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden geeignet. Insbesondere Blähungen sind das wichtigste Anwendungsgebiet. Bei allen passenden Magen-Darm-Beschwerden ist der aufgeblähte Unterleib (Meteorismus) ein wichtiges Leitsymptom. Typisch ist außerdem ein lästiges Kugel- oder Ballgefühl (Globus hystericus), welches sich vom Magen bis in den Hals erstreckt. Auch bei Beschwerden des vegetativen Nervensystems wie Hypochondrie, Nervosität und Angstzuständen werden Asa foetida gute Wirkungen zugeschrieben.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nervosität: Die Nervosität, die sich bis zur Hysterie steigern kann und sich in plötzlichen Anfällen von Lachen und Weinen zeigen kann, setzt dabei plötzlich und ohne für Außenstehende erkennbaren Auslöser ein. Der Patient ist ruhelos und will vor der Situation weglaufen, ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben. Körperliche Aktivität führt zu einer vorrübergehenden Besserung der Beschwerden, während Sitzen oder Liegen zu einer weiteren Verschlechterung führen können.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kopfschmerzen, die gut auf Asa foetida ansprechen treten meist im Rahmen einer Migräne auf. Sie sind dabei überwiegend im Bereich der Stirn lokalisiert und werden vom Schmerzcharakter als drückend von innen nach außen beschrieben. Zusätzlich können Sehstörungen, Zähneknirschen und Schlaflosigkeit bestehen, welche bei ihrem Auftreten die Kopfschmerzen noch weiter verstärken können. Ein geröteter Kopf, insbesondere nach dem Essen ist ebenfalls typisch (Kongestion durch Stase). Besser werden die Beschwerden durch Sport.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sodbrennen und Aufstoßen: Der für Sodbrennen typische Schmerz im hinteren Brustkorb tritt hier nur sehr schwach in Erscheinung. Charakteristisch ist dagegen ein häufiges, explosives und übel riechendes Aufstoßen, welches auch dazu führen kann, dass der Patient würgen oder husten muss. Der Betroffene hat das Gefühl, dass sich sein Magen in den Brustkorb drückt. Besser werden die Beschwerden durch sportliche Aktivität, Trinken von stillem Wasser und Stuhlgang, während sie sich vor allem im Liegen verschlechtern.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Blähungen: Charakteristisch für Blähungen die gut auf Asa foetida ansprechen ist der übel riechende und starke Geruch nach faulen Eiern beziehungsweise schwefelhaltigen Ölen, sowie der aufgeblähte Unterleib. [4] Verbessert werden die Beschwerden durch Stuhlgang, Druck und Bewegung, während sie sich durch Sitzen, Berührungen und nachts verschlechtern.

Bei Magen-Darm-Beschwerden kann Asa foetida gut mit Argentum nitricum kombiniert werden.

Bauchschmerzen: Vor allem krampfartige Bauchschmerzen können gut auf Asa foetidaansprechen. Der Schmerz ist dabei abwechselnd sehr stark oder recht milde. Die Krämpfe können sich entlang der Speiseröhre bis in den Brustkorb ziehen.

Asa foetida wirkt muskelentspannend und kann so Krämpfe in ihrer Entstehung verhindern. Ursächlich sind oft seelische Beschwerden wie Hypochondrie.

Durchfall: Der Stuhl ist dabei gelblich-braun verfärbt und verbreitet einen unerträglichen Gestank. Zusätzlich bestehen starke Blähungen und eventuell auch Bauchschmerzen. Besser werden die Beschwerden durch frische Luft. [5] Eine deutliche Verschlechterung erfährt der Patient dagegen nach dem Genuss deftiger und fettiger Speisen und in der Nacht.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Knochenschmerzen: Knochenschmerzen, die gut auf Asa foetida ansprechen sind stark drückend und spannend. Die Patienten haben das Gefühl das etwas aus ihrem Knochen herausplatzen wird. Ursächlich sind meist degenerative Veränderungen wie eine Osteoporose, weshalb vor allem Frauen betroffen sind. Eine Verschlechterung der einschießenden oder klopfenden Knochenschmerzen tritt häufig nachts und vor allem bei der leichtesten, unerträglichen Berührung in der Nähe der schmerzhaften Stelle und auch tagsüber im Liegen auf, während eine Verbesserung durch Wärme erreicht wird. Die Beschwerden sind oft links stärker.

Unterschenkelgeschwür: Insbesondere Patienten die unter Diabetes mellitus leiden, sollen bei Unterschenkelgeschwüren (Ulcera) gut auf Asa foetida ansprechen. Oftmals bestehen die Beschwerden bereits seit sehr langer Zeit. Schmerzen sind, wenn überhaupt, nur sehr schwach ausgeprägt.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Robinia pseudacacia

Insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und saurem Aufstoßen kann Robinia pseudacacia eine gute Alternative zu
Asa foetidasein. Die Ursachen sind hier meist psychischer Natur, weshalb vor allem C-Potenzen zum Einsatz kommen. Charakteristische Begleiterscheinungen sind Kopfschmerzen und das Gefühl stumpfe Zähne zu besitzen, welches durch häufiges Erbrechen entsteht.

Argentum nitricum

Argentum nitricum ist gut geeignet zur Therapie von nervositätsbedingten Verdauungsbeschwerden. Damit hat es gleich zwei Übereinstimmung mit
Asa foetida und eignet sich auch gut für eine Kombinationstherapie, bei der Argentum nitricium als Ergänzung zur Asa foetida Therapie eingenommen wird. Bei Argentum nitricum ist jedoch meist eine Ursache für die Nervosität erkennbar, typischerweise handelt es sich um „Lampenfieber“. Auch der Charakter der Patienten ist deutlich offener und kontaktfreudiger als bei Asa foetida.

Argentum nitricum kann außerdem zur Behandlung von Schwindel, Schlafstörungen und Schwächegefühlen eingesetzt werden. Aufgrund der Toxizität der Reinsubstanz ist Argentum nitricum bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig.

Calcium phosphoricum

Zur Behandlung von Knochen- und Zahnschmerzen ist Calcium und phosphoricum eine gute Alternative zu
Asa foetida. Auch hier können Sodbrennen und häufiges Aufstoßen als Begleitsymptome bestehen. Charakterlich steht eine innere Unzufriedenheit und großer Ehrgeiz im Vordergrund.

Lycopodium

Insbesondere bei Blähungen werden auch Lycopodium gute Wirkungen zugeschrieben. Im Gegensatz zu Blähungen, die gut auf
Asa foetidaansprechen, besteht hier meist kein übelriechender Geruch und keine starken Bauchschmerzen. Lycopodium hat ein sehr weites Einsatzgebiet und kann auch noch bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt werden.

Hintergrundinformationen

Asa foetida (Ferula assa foetida), auch Asant oder Teufelsdreck genannt, wird zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) gezählt. Der Name Teufelsdreck spielt auf die dem Asant nachgesagte Wirkung an, böse Dämonen, beziehungsweise den Teufel selbst zu vertreiben. Es handelt sich um ein buschiges Gewächs, welches eine maximale Höhe von drei Meter erreichen kann. Charakteristisch ist ein verhältnismäßig breiter Stamm der mit dicken Pfahlwurzeln im Boden verankert ist. Große Ähnlichkeit besteht zum europäischen Fenchel (Foeniculum vulgare), mit dem er unter anderem eine gelbliche doppeldoldige Blüte gemeinsam hat.

Der Wirkstoff der Pflanze, Asant, wird vor allem aus dem Wurzelstock gewonnen, ist aber in allen Pflanzenbestandteilen vorhanden. Zur Gewinnung werden die Wurzeln eingeritzt, worauf ein zähflüssiges Harzaustritt. [9] Dieses ist als Gewürz in der traditionellen Küche in Afghanistan und Indien weit verbreiet. Geschmacklich erinnert Asant dabei an Knoblauch. Aufgrund seiner Wirkung gegen Blähung wird Asant dabei häufig als Zusatz zu Bohnengerichten verwendet.

Hochkonzentriert wird das Harz auch als Droge missbraucht. Die Wirkungen werden als aphrodisierend und halluzinogen beschrieben.

Aus dem Saft der Pflanze lässt sich auch ein ätherisches Öl herstellen, dem ähnliche heilende Wirkungen zugeschrieben wird, wie Asa foetida Globuli. Nebem dem Saft werden auch geräucherte Pflanzenteile oder gemahlene Pflanzensamen verwendet.

Früher war es zudem nicht unüblich, dass Asa foetida aufgrund seines starken Geruchs dazu verwendet wurde Wahlveranstaltungen des politischen Gegners zu sabotieren. [10]