Globuli von A bis A

Aurum chloratum Natronatum Globuli

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Die deutschen Bezeichnungen von Aurum chloratum natronatum, je nach Quelle auch Aurum Muriaticum Natronatum genannt, sind Natriumaurichlorid, Natriumgoldchlorid oder Goldsalz. Es bestehen zwei Varianten des Goldsalzes (nach Gozzi und Figuier), die sich nur gering in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, aber gleich angewandt werden. Das Mittel wirkt in unverdünnter Form stark ätzend, daher rühren wohl auch die Versuche, es im 19. Jahrhundert therapeutisch gegen Krebsgeschwüre einzusetzen. Es wurde als schwächere, aber weniger giftige Alternative zu Quecksilber bei syphilitischen Erkrankungen, insbesondere der Zunge und des Zahnfleisches, als Einreibung eingesetzt. Innerlich schrieb man ihm eine Beeinflussung des Sexualtriebes und der weiblichen Unterleibes zu, weiterhin sollte es hilfreich sein zur Entwässerung (Diurese) und z.B. bei rheumatischen Erkrankungen. Außerhalb der Heilkunde fand es Verwendung zum Tönen von Bildern in den frühen Jahren der Fotografie wie auch bei der chemischen Vergoldung von Oberflächen. [1][2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Aurum chloratum natronatum Globuli werden überwiegend bei Beschwerden der weiblichen Harn- und Geschlechtsorgane eingesetzt, bei Tumoren der Gebärmutter (Myome) wird es teilweise als ein sehr hilfreiches Mittel beschrieben. Weiterhin ist es ein Lebermittel, das besonders bei schmerzlosen, chronischen Verhärtungen im Rahmen einer Leberzirrhose zum Einsatz kommen könnte. Es könnte helfen bei Schwellungen der Knochenhaut an Kiefer und Kopf, außerdem bei Hodenschwellungen mit Bindegewebsverhärtung. Auch der Einsatz bei einem Hautausschlag, der einer Schuppenflechte ähnlich ist, wird beschrieben. Möglich ist auch eine therapeutische Anwendung bei Bluthochdruck und Arteriosklerose. Ansonsten erstreckt sich der Anwendungsbereich des Mittels ebenfalls auf – vorwiegend ältere – Fälle von Rheuma, Gicht und auch Nierenentzündungen.

Wo wirkt es?: Die Hauptwirkung entfaltet Aurum chloratum natronatum im Bereich der Harnorgane und Geschlechtsorgane der Frauen. Es wird jedoch auch eine starke Wirkung auf die Leber erwähnt. [3][4]

In welchem Alter?: Aus der vorhandenen Literatur lassen sich keine eindeutigen Zuschreibungen erkennen, so dass davon auszugehen ist, dass Aurum chloratum natronatum Globuli in jedem Lebensalter eingesetzt werden können, sofern die zugrunde liegende Symptomatik vorhanden ist.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Zustand eines Aurum chloratum natronatum Kranken ist gekennzeichnet von großer Rastlosigkeit, so dass es ihnen schwerfällt, lange in einer Position sitzen zu bleiben. Häufig sind die Personen sehr lebhaft bis reizbar. Gleichzeitig fällt oft eine starke Abgeschlagenheit auf, die sich in Abneigung gegen Arbeit oder Schwierigkeiten beim Aufstehen (auch nach langer Ruhephase) ausdrücken kann. Möglicherweise werden Schmerzen wahrgenommen, die im ganzen Körper verteilt sein können. [5][6]

Verbesserung: gegen Abend.

Verschlechterung: bei nassem und kaltem Wetter, in Ruhe oder bei Entspannung.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Geist herrscht ein Gefühl von Unruhe und Ungeduld vor.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Starke, bohrende Kopfschmerzen treten vor allem an den Seiten des Kopfes auf, am häufigsten werden sie über den Augen wahrgenommen. Morgens nehmen die Kranken oft einen Druck über den Augen wahr, außerdem beschreiben viele Betroffene Schmerzen im Stirnbereich und ein dumpfes Gefühl im Kopf. Diese Symptome halten meistens bis in den Nachmittag an und bessern sich erst gegen Abend. Es kann zu eitrigem, blutigem und stinkendem Ausfluss aus der Nase kommen. Weiterhin wurde vermehrter Haarausfall beobachtet. [5]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Bereich der Augen kann es zu Augenentzündungen bis hin zu Blindheit kommen. Es können Entzündungsherde auftreten, die krebsartige Gestalt annehmen können. Gleichzeitig ist ein Befall der Nase mit Geschwüren möglich, die die Nasenknochen angreifen. Die Nase zeigt sich oft geschwollen, hart und glänzend. Bei aufkommenden Erkältungen kommt es häufig zu Hautausschlägen. Bei der Betrachtung des Mundraumes ist die Zunge regelmäßig weißlich belegt, mit einem bitterem Geschmack und stinkendem Mundgeruch. Sie fühlt sich stechend und brennend an und ist unter Umständen verhärtet. Es können Warzen auf der Zunge zu sehen sein. Sind Geschwüre in den Kieferhöhlen oder Mundwinkeln zu finden, so fällt es den Betroffenen schwer, den Mund zu öffnen. Die Zähne sehen möglicherweise schmutzig aus und lockern sich, während das Zahnfleisch zurückgeht. [7]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kreislauf und Herzschlag können so angeregt sein, dass ein Pulsieren der Schlagadern an den Schläfen und den Seiten des Halses deutlich von außen zu sehen ist. Teilweise kann dieses Pulsieren so deutlich und störend, dass eine Beruhigung nicht möglich zu sein scheint, so dass manche Kranke so davon verängstigt werden, dass sie beinahe in Ohnmacht fallen.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Gelbsucht kommt es öfters zu einen Druckgefühl im rechten Unterbauch. Es kann bei den Betroffenen eine Bauchwassersucht (Aszites) vorkommen, die ohne Fieber verläuft, aber mit Erstickungsgefahr einhergehen kann. DerStuhl ist fester und hat häufig die Farbe von weißem Ton (bei Gelbsucht).

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Männern kann es an der Innenseite der Vorhaut zu Schanker (Geschlechtskrankheit) kommen. Diese Fälle sind oft begleitet von Lymphknotenschwellungen in den Leisten. Auch Warzen und tief fressende Geschwüre an der Vorhaut und der Eichel sind beobachtet worden. [7]Bei Frauen kann es zu Verhärtungen kommen, die v.a. am Gebärmutterhals oder den Eierstöcken zu finden sind. Die Gebärmuttermuskulatur ist oft entzündet (Metritis) und es kommt zu Gebärmuttervorfällen (Prolapse). Manchmal breitet sich die Gebärmutter im gesamten Becken aus und stört dadurch die Funktion der Blase und des Darmes. Geschwüre können sich bilden am Gebärmutterhals und Vagina, die unter Umständen von einem weißlichen Ausfluss und krampfartigem Zusammenziehen (Kontraktionen) der Vagina begleitet sind. Es kann zu Wassereinlagerungen in den Eierstöcken kommen. Möglicherweise bildet sich die Gebärmutter nach der Geburt nicht schnell genug zurück. Außerdem sind Kalkeinlagerungen in die Gebärmutterfestgestellt worden. [3]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es werden unter Umständen tief fressende Geschwüre der Haut beobachtet. Möglicherweise tritt ein intensiver Juckreiz am ganzen Körper auf, der von einem Ausschlag mit kleinen Schwellungen gefolgt sein kann, von denen einige mit dunklen Borken bedeckt sind. Diese Schwellungen können hart wie Horn werden. [7]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Insgesamt kann sich bei Fieber aufgrund der inneren Wärme die Haut heiß anfühlen, während der Rücken oft kalt bleibt. Wenn ein Seitenbezug auftritt, dann tritt der im Übermaß vorhandene Schweiß eher rechts auf, während die linke Seite trocken bleibt. [6] [7]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Mercurius solubilis

Mercurius solubilis ist eine Form des Quecksilbers, das schon seit der Antike als Heilmittel eingesetzt wurde und vor allem bei der Syphilis und Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane eine große Rolle spielte. Da es in unverdünnter Form je nach Dosierung schnell giftig wirkt, wurde es von Hahnemann sehr früh als Mittel für die Homöopathie getestet. Mercurius Kranke sind ebenfalls wie Aurum chloratum natronatum Patienten von einer großen inneren Unruhe und Rastlosigkeit geprägt. Bei beiden geht es besonders um Zersetzungserscheinungen von Gewebe und Organen, z.B. Geschwüre und Entzündungen, die auf Haut und Schleimhäuten auftreten, sowie dementsprechend um scharfe, brennende, übelriechende oder eitrige Ausscheidungen wie Schnupfen, Schweiß oder weißlichem Ausfluss aus der Scheide. Mercurius Kranke erfahren jedoch im Gegensatz zu Aurum Patienten eine Linderung, wenn sie sich in Ruhe befinden, außerdem spielen Verhärtungen bei ihnen keine besondere Rolle. [9] [10]

Badiaga

Badiaga Globuli werden aus dem Süßwasserschwamm, lateinisch Spongilla fluviatilis, hergestellt. In der russischen Volksheilkunde wird Badiaga überwiegend bei Beschwerden im Hals-Nasen- und Ohrenbereich eingesetzt. Badiaga Patienten haben oft durch die kleinste emotionale Regung intensives Herzrasen, außerdem leiden sie meist an starken Kopfschmerzen, sind dabei aber bei klarem Verstand. Neben Bewegungsstörungen der Augen und Ohrenbeschwerden kommen vor allem allergisch bedingte oder schlecht ausgeheilte Schnupfen mit wunder Nase und stark tränenden Augen sowie krampfartiger Husten vor. Außerdem ähneln sich die Beschwerden mit Aurum chloratum natronatum durch starke Halsschmerzen und angeschwollene Drüsen, v.a. Lymphknoten, sowie Reizungen der Kopfhaut und Kopfschmerzen, die sich bis zu den Augen hinziehen. Syphilitische Schwellungen, die sehr schmerzhaft sind, können ebenfalls vorkommen, meist sind jedoch im Bereich der Geschlechtsorgane im Gegensatz zu Aurum Männer mehr von den Beschwerden betroffen als Frauen. [11] [12]

Conium maculatum

Conium maculatum Globuli werden aus dem geflecktem Schierling hergestellt, einer sehr stark giftigen einheimischen Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Typisch ist hierbei die aufsteigende Lähmung und die Schwäche auf geistiger und körperlicher Ebene, weshalb Conium Globuli häufig bei alten Menschen Anwendung findet. Ähnlich wie bei Aurum chloratum natronatum Patienten können Conium Kranke unterkrebsartigen Wucherungen und Entzündungen verschiedener Organe oder auch der Haut leiden, auch die Vergrößerung und insbesondere die Verhärtung der Drüsen ähneln sich von der Art her. Außerdem kann auch der Conium Kranke unter Beschwerden der Geschlechtsorgane leiden, die neben verschiedenen Verhärtungserscheinungen bei Frauen auch schmerzhaft geschwollene Brüste und reichlich, scharfen und übelriechenden weißen Ausfluss beinhaltet. Eine charakteristische Verschlechterung erfährt der Conium Patient durch Hinlegen sowie Drehen des Körpers oder der Augen, außerdem durch sexuelle Enthaltsamkeit, Alkoholgenuss und körperliche oder geistige Anstrengung.

Hintergrundinformationen

Aurum chloratum natronatum ist als Zusammensetzung von Gold, Chlor und Natrium. Gold wurde seit langem als Schmuck und Heilmittel verwendet. Bei den Alchimisten galt das Gold als König der Metalle und wurde mit dem Planeten Sonne verbunden. Mittelalterlichen Quellen wie etwa Paracelsus zufolge soll Gold das Herz stärken sowie Geist und Gemüt erheben. Ebenso in der klassischen Homöopathie nach Hahnemann ist Gold ein starkes stimmungsaufhellendes Mittel bei Depression. [2] Obwohl es eigene Arzneimittelprüfungen zu Aurum chloratum natronatum gibt, wird dieses Mittel in der Homöopathie häufig anhand der allgemeinen Charakteristika von reinem Gold (Aurum) z.B. bei Depressionen angewandt. [5]