Globuli von B bis B

Badiaga Globuli

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Das homöopathische Arzneimittel Badiaga Globuli wird aus dem Süßwasserschwamm Spongilla fluviatilis hergestellt. Das Heilmittel stammt ursprünglich aus der russischen Volksmedizin. Es wirkt insbesondere auf die Atemwege, die Haut, die Muskeln und die Drüsen.

Anwendungsmöglichkeiten für Badiaga Globuli

Zusammenfassung

Bei wem?: Badiaga Globuli sind angezeigt bei Kranken, die in ihrer Krankheit an einer Empfindlichkeit gegen Berührung neigen. Sie können auf freudige Gemütsbewegungen mit Herz-Beschwerden reagieren. Sie können an einem ruhelosen Schlaf leiden, der durch schreckliche Träume gestört sein kann. Menschen, deren Krankheit Badiaga erfordert, haben zudem eventuell eine Verschlechterung durch Bewegung und durch Kälte. Auch können sie über eine Beserung im warmen Zimmer berichten.

Wo wirkt es?: Badiaga hat eine charakteristische Wirkung bei Erkrankungen und Infekten der Atemwege mit lockerem Auswurf. Bei Erkrankungen der Haut und Muskeln mit Wundheits- und Zerschlagenheitsschmerz und großer Empfindlichkeit gegen Berührung kann es hilfreich sein. Es wirkt ausgeprägt auf die Drüsen.

In welchem Alter?: Badiaga Globuli können in jedem Lebensalter angewendet werden.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Wundschmerz der Haut und der Muskeln. Wie wundgeschlagen. Empfindlichkeit gegen Berührung und Druck. Hilfreich bei Prellungen, Quetschungen, Muskelkater.
  • Herzklopfen nach angenehmen Gemütsbewegungen.
  • Reichliche Kopfschuppen.
  • Risse, Einreißungen der Haut (Rhagaden)
  • Der Auswurf fliegt bei Husten aus dem Mund.
  • Husten löst Niesen aus. Der Schleim fliegt aus den Nasenlöchern.
  • Drüsenschwellungen (Gesicht, Halsdrüsen, Brustdrüse, Leistenlymphknoten)
  • Kopfschmerzen erstrecken sich zu den Augen oder Schmerz in den Augäpfeln erstreckt sich zum Kopf.
  • Bei Muskelkater oder bei braunen und blauen Flecken nach Prellungen folgt Badiaga Globuli oft gut auf Arnica. [5]
  • Erkältungen und grippale Infekte, die mit extremer Wundschmerzhaftigkeit der Haut und der Muskeln, sowie schwallartigen Absonderungen aus der Nase verbunden sind. [5]

[2][3]

Verbesserung: Besserung des Hustens im warmen Zimmer.

Verschlechterung: Verschlimmerung durch freudige Gemütsbewegungen, nachmittags, nachts im Bett, durch Bewegung und Berührung, beim Bewegen der Augen. Verschlechterung des Hustens und der Muskelschmerzen durch Kälte und kalte Luft.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nach den geringsten angenehmen Emotionen oder nach freudigen Gedanken kommt es zu starkem Herzklopfen. Bei Kopfschmerzen kann der Verstand sehr klar sein und die geistige Aktivität verstärkt. Es kann zu einer Verwechselung der Wochentage kommen.[2][4]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kopf fühlt sich vergrößert und wie zu voll an. Auch kann ein dumpfes und schwindeliges Gefühl im Kopf bestehen. Die Kopfschmerzen in Stirn und Schläfe erstrecken sich zu den Augäpfeln. Das Kopfweh kann von entzündeten Augen begleitet sein. Verschlimmerung der Kopfschmerzen durch Bewegen der Augen. Besserung nach Schlaf. Bläuliche Verfärbung unter den Augen.Reichliche Kopfschuppen mit empfindlicher Kopfhaut, leichtem Jucken und trockenem Haar.[1][2][3][4]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gesicht kann bei einem Menschen, der in seiner Krankheit Badiaga Globuli benötigt, blass, aschfarben oder bleifarben sein. Die linke Wange schmerzt bei der Berührung wie wund. Drüsenschwellung an der linken Seite des Gesichtes. Auch der innere und äußere Hals ist von der Schwellung betroffen. Schwellung von der Größe eines Hühnereies, hart oder eiternd. Es kann eine Steifheit in den Kiefergelenken vorkommen.

Zucken der Augenlider, schlimmer im linken oberen Augenlid. Die Augäpfel sind schmerzhaft und empfindlich. Eine wunder Schmerz im Augapfel tritt gelegentlich Nachmittags gegen 15.00 Uhr auf. Der Augenschmerz kann sich zu Schläfe erstrecken. Nervenschmerz (Neuralgie) des Auges.Schnupfen mit wässriger Absonderung, begleitet von asthmatischer Atmung und erstickendem Husten. Husten löst Niesen aus. Die Absonderung fliegt aus den Nasenlöchern.
Leise Geräusche werden sehr deutlich und sehr scharf betont wahrgenommen.[1][3][4]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Geschwollene und entzündete Mandeln. Der Halsschmerz wird schlimmer durch Schlucken fester Speisen. Der Atem ist heiß und fiebrig. Husten, der schlimmer nachmittags ist und sich im warmen Zimmer bessert. Bei jedem Hustenanfall fliegt Schleim kraftvoll aus dem Mund und der Nase. Keuchhusten mit einem dicken und gelben Schleim, der herausfliegt beim Husten. Der Heuschnupfen ist von einer asthmatischen Atmung begleitet. Atemnot und Erstickungsanfälle beim Liegen auf der rechten Seite. Stiche in der rechten Brustseite, schlimmer durch die geringste Bewegung.

Zittriges Herzklopfen. Der Herzschlag wird von der Brust bis in den Hals hinauf gespürt. Das Herzklopfen ist schlimmer beim Liegen auf der rechten Seite. Ein unbeschreibliches unangenehmes Gefühl besteht in der Herzgegend. Dabei bestehen Wundheit und Schmerz, sowie flüchitge Stiche überall.[1][2][4]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Mund und Zunge fühlen sich wie verbannt an. Verlangen nach großen Mengen kalten Wassers. Stechender Schmerz in der Magengrube. Der Schmerz erstreckt sich durch Körper hindurchzu den gegenüberliegenden Rückenwirbeln und zum Schulterblatt.[2][4]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Uterusblutungen (Metrorrhagie), nachts schlimmer, mit der Empfindung der Kopf sei vergrößert.[2][3]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Stiche in Nacken und Schulterblatt. Äußerste Nackensteifigkeit, die verschlimmert wird durch Vor- und Zurückbeugen des Kopfes. Heftige stechende Schmerzen unter den Schulterblättern, die verschlimemrt werden durch Zurückziehen der Schultern und Heraustrecken der Brust. Die Schmerzen sind so schlimm, dass der Kranke aufstöhnt oder Schreie ausstößt. Muskeln und Haut des Rückens fühlen sich an wie wundgeschlagen.

Die Muskeln der Unterschenkel schmerzen wie wund und zerschlagen. Nächtliche, heftige stechende Schmerzen in den Gliedern.[1][4]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Wundschmerz der Haut und der Muskeln. Wie wundgeschlagen. Empfindlichkeit gegen Berührung und Druck. Schlimmer durch Bewegung und schon durch Berührung der Kleider und Reiben der Bekleidung auf der Haut. Dabei besteht eine Empfindlickeit gegen Kälte.

Risse (Rhagaden). Sommersprossen. Narben sind erhaben und missfarben (bläulich oder rot verfärbt). Nach Prellungen bleiben braune und blaue Flecke zurück.[2][3][4]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Schlaf ist ruhelos. Der Kranke muss oft die Lage wechseln, da sich Haut und Muskeln sehr wund anfühlen. Erwachen gegen 3 bis 4 Uhr Morgens aus schrecklichen Träumen mit heftigen Krämpfen in den Füßen.[4]

Dosierung und Einnahme von Globuli Badiaga

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Badiaga Globuli

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative homöopathische Mittel zu Globuli Badiaga

Arnica

Arnica (Bergwohlverleih) – Eine der hilfreichen Arznei bei bestimmten Formen von Muskelkater und Folgen von Prellungen. Starker Muskelkater. Selbst das Bett ist zu hart. Ein Patient, der Arnica in seiner Krankheit benötigt, will nicht angefasst werden. Will alleine gelassen werden. Leichte Neigung zu blauen Flecken. Blutungsneigung (Hämorrhagien). Einblutungen in die Haut (Ekchymosen). Schwarzes und blaue Flecke (Hämatome). NachPrellungen und Quetschungen. Meist hilfreich bei kräftige, „vollblütigen“ Menschen mit entsprechendem Blutdruck und eher rotem Gesicht. Wenn Arnica nicht hilft, ist oft Badiaga eine gute Folgearznei.

Bellis perennis

Bellis perennis (Gänseblümchen) – Starker Muskelkater. Lahmheit, wie verstaucht. Magere durchtrainierte Menschen; Menschen die zäh sind, die durchtrainiert sind und hart körperlich arbeiten, z.B. Gärtner; Ausdauer- oder Kampfsportler. Die Schmerzen „treiben in den Wahnsinn“ und werden, im Gegensatz zu denen von Badiaga, verschlimmert durch Hitze und gebessert durch Kälte.

Spongia

Spongia (Spongia officinalis) – Der geröste Meerschwamm ist eine weitere wichtige Arznei bei Beschwerden der Atemwege. Es kann ein Erstickungsgefühl, wie von einem Stöpsel im Kehlkopf bestehen, wovon der Kranke aufwacht. Der Husten ist hohl, bellend, krähend oder trocken. Er wird verschlimmert durch Aufregung, durch das Trinken kalter Getränke, besonders Milch, und durch Süßigkeiten. Es besteht eine Besserung durch Essen und Trinken von Warmem. Im Gegensatz zu Badiaga kann der Kranke, der Spongia benötigt, den Schleim nur schwer aus den Atemwegen hochbringen und muss diesen wieder herunter schlucken. Bei Schnupfen ist die Nase verstopft, wie „zugestopft“. Heiserkeit kann viele Beschwerden, wie Husten und Schnupfen, begleiten.[6]

Badiaga Globuli: Hintergrundinformationen

Das homöopathische Arzneimittel Badiaga Globuli wird aus einer Verreibung des im Herbst gesammelten und getrockneten Süßwasserschwammes Spongilla fluviatilis hergestellt. Der Name Badiaga stammt aus dem Russischen. In der dortigen Volksmedizin wurde Badiaga traditionell verwendet und wurde nach 1840 auch bereits von Samuel Hahnemann, der diese Arznei aus Rußland zugesandt bekam, in seiner Praxis eingesetzt.

In der Homöopathie wird Badiaga ausser den oben genannten Beschwerden auch bei bestimmten Formen von Brustkrebs und Folgen von Syphilis eingesetzt. Lymphknotenschwellung (Bubonen) in der linken Leiste, die hart und unregelmäßg sind, mit heftigen brennenden Schmerzen in der Nacht. Verhärtete Bubonen. Bei angeborener Syphilis der Säuglinge mit ganzen Gruppen vergrößerter Lymphknotenschwellungen, insbesondere in der Leiste. Zudem wegen der starken Wirkung von Badiaga auf die Drüsen auch bei Schilddrüsenerkrankungen [Morbus Basedow].[3]