Globuli von B bis B

Borax Globuli

© PantherMedia / Ignacio Gonzalez Prado

Borax ist der Name eines Salzes, das als Sediment bei der Austrocknung von Seen entsteht. So wurde es aus Seen in Ostindien und Tibet sowie der Toskana gewonnen. Heute findet man Borax in Kalifornien und in der Türkei. In der Homöopathie wird Borax mit Bor. oder Borx. abgekürzt.

 

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Borax kann hilfreich sein bei Menschen, die unter Haut- und Schleimhautbeschwerden leiden. Dabei kommen Rötungen, Bläschen und Entzündungen vor. Die Schleimhäute des Verdauungstraktes vom Mund bis zum After können befallen sein. Auf der Haut von Gesicht und Armen haben die Betroffenen häufig das Gefühl von Spinnweben. Die Wirkung von Borax wurde besonders bei Menschen beobachtet, die eine ausgeprägte Angst vor Bewegungen, die nach unten gerichtet sind,verspüren.

Wo wirkt es?: Borax wirkt auf mehrere Organsysteme, und zwar vornehmlich auf das zentrale Nervensystem und die Haut. Das zentrale Nervensystem umfasst das Gehirn und das Rückenmark. Borax hilft hier häufig bei Gereiztheit und Ängstlichkeit, bei Zittern von Armen und Beinen sowie bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, die unerwartet sind und damit als erschreckend empfunden werden. Der zweite Bereich, auf den Borax besonders anspricht, sind Haut und Schleimhaut. Die Haut der Menschen, die Borax benötigen, regeneriert sich nur langsam und neigt zu Eiterungen.[1]

In welchem Alter?: Das Mittel Borax Globuli kann in jedem Alter eingenommen werden. Dabei ist die Furcht vor Abwärtsbewegungen hauptsächlich bei Kindern beobachtet worden.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen, denen Borax gut tut, leiden häufig unter Störungen des Zentralnervensystems. Die Betroffenen sind zum Beispiel überreizt oder ängstlich. Die Ängstlichkeit vor jeglicher nach unten gerichteter Bewegung ist eines der Hauptanzeichen für Borax. Gerade bei Kindern, die Borax benötigen, tritt es häufig auf. Dieses Symptom ist meist mit anderen Krankheitszeichen vergesellschaftet. Es kann zum Beispiel eine allgemeine Schwäche dazu kommen mit Zittern der Arme und Beine. Gleichzeitig kann auch Übelkeit auftreten. Die Betroffenen werden durch unerwartete Geräusche wie das Knallen einer Tür oder auch durch Husten oder Niesen erschreckt. Diese Schreckhaftigkeit verdeutlicht die Überreizung des Nervensystems.

Die Haut der Patienten ist meistens mitbetroffen. Sie ist gerötet, zeigt Bläschen, Pusteln oder andere Veränderungen und kann durch vermehrte Talgproduktion glänzen. Ebenso kann die Haut zu übermäßiger Trockenheit neigen.

Parallel zum Bezug von Borax auf die Haut lässt sich auch die Wirkung auf die Schleimhäute feststellen. Die Bindehäute der Augen können entzündet sein und jucken, so dass der Patient reiben möchte. Dabei drehen sich die Wimpern zum Teil nach innen und reizen die Augen zusätzlich.

Auch die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes können vom Mund bis zum After befallen sein. Im Mund, an den Zungenrändern oder an der Wangenschleimhaut, entstehen typischerweise weiße Bläschen mit entzündlich gerötetem Rand. After und Genitalbereich können mitbetroffen sein. Nach dem Essen können sich Magenbeschwerden einstellen, sowie Völlegefühl und Blähungen. Die Stuhlbeschaffenheit kann zwischen schleimigen Durchfällen und Verstopfung wechseln.[1]

Verbesserung: Die Beschwerden bessern sich abends, außerdem durch Druck und durch kaltes Wasser.[2]

Verschlechterung: Die Beschwerden verschlechtern sich durch Kälte, bei Bewegungen, die abwärts gerichtet sind, durch unerwartete Geräusche, aber auch durch Rauchen oder warmes Wetter und bei Frauen nach der Regelblutung.[2]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Vordergrund stehen die Gereiztheit und die Ängstlichkeit der Patienten. Dabei fällt die bereits besprochene Angst vor nach unten gerichteter Bewegung besonders auf. Andere Ängste kommen hinzu, wie die Besorgnis, sich bei Erkrankten anzustecken. Diese Ängste können mit weiteren Gemütszuständen einhergehen, wie Missmutigkeit, Verdrießlichkeit oder Ärgerlichkeit. Kinder, die auf Borax ansprechen, sind häufig weinerlich; bei Erwachsenen kann sich eine Arbeitsunlust entwickeln.[3]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten leiden mitunter an Kopfschmerzen, die mit Übelkeit einhergehen. Häufig werden diese Kopfschmerzen von einem Zittern am ganzen Körper begleitet. Zusätzlich kann Schwindel auftreten.Die Haare sind an den Spitzen verklebt und verfilzt, sodass das Kämmen schwierig ist.[2]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Haut im Gesicht ist blass und fahl und sie fühlt sich für den Patienten so an, als ob sie mit Spinnweben überspannt wäre. Der Ausdruck des Patienten ist leidend. Sein Gesicht ist geschwollen mit Pickeln auf Nase und an den Lippen.[2]

Die Bindehäute der Augen entzünden sich. Dabei jucken die Augen und der Patient möchte reiben. Die Wimpern drehen sich ins Auge hinein und reizen die Bindehäute zusätzlich.[1]

Die Betroffenen sind überempfindlich gegen Geräusche (siehe oben). Auch bei vergleichsweise leisen Geräuschen schrecken sie auf, wenn sie von diesen Geräuschen überrascht werden.[1][5]

In der Nase bilden sich trockene Krusten. Wenn sie entfernt werden, kann es zu Blutungen kommen. Von außen sieht die Nase rot und glänzend aus. Die Haut über der Nase spannt.[1][5]

Im Mund können sich weißliche Stellen bilden, die von einem roten, entzündlichen Hofumgeben sind. Diese Stellen sind unangenehm schmerzhaft, wenn sie berührt werden. Den Betroffenen kann dadurch das Essen schwerfallen. Säuglinge wollen nicht trinken, weil ihnen durch die Entzündungen die Saugbewegung unangenehm ist. Im Mundraum bildet sich ein schimmeliger Geschmack.[2]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten husten, wobei der Auswurfschimmelig riecht und schmeckt. Stechende Schmerzen in der Brust, die sich beim Einatmen verschlimmern, begleiten den Husten. Die Atemluft hat einen schimmeligen Geruch. Beim Treppensteigen gerät der Patient leicht aus der Puste.[2]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nach dem Essen fühlt der Patient sich gebläht und dabei gereizt und missmutig. Nach dem Stuhlgang fühlt er sich körperlich besser, während seine Stimmung sich aufhellt.[1]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Patienten, die Borax benötigen, treten im Bereich der Harnorgane zwei charakteristische Phänomene auf. Manche können keinen oder nur kaum Urin abgeben, obwohl sie ständig das Gefühl haben, auf die Toilette zu müssen. Andere müssen sich sehr beeilen, um die Toilette rechtzeitig zu erreichen, weil sie denUrin nicht einhalten können. Vor der Abgabe des Urins kann es zu Schmerzen kommen, sodass manche Kinder weinen, wenn sie auf die Toilette gehen.[1][2]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Frauen wird das Austreten von Weißflussbeobachtet, der wie Kleister oder Eiweiß aussieht. Die betroffenen Frauen haben häufig das Gefühl als fließe warmes Wasser an den Oberschenkeln herunter.[1][2]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gefühl von Spinnweben über der Haut, das im Gesicht auftritt, wird auch an den Händen empfunden. Die Fingergelenke und Handrücken jucken, während die Daumenspitze klopfend schmerzt. In den Fußsohlen wird ein Stechen gespürt; die Zehenballen können entzündet sein. Die Finger- und Fußnägel können sich ablösen.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Auf der eher trockenen Haut können scharf umrissene Rötungen mit silberweißen Schüppchen bestehen, die zeitweise jucken. Die Fingergelenke jucken besonders auf der Handaußenseite. Die Haut kann spannen und es können juckende Bläschen und Krusten, besonders um den Mund, entstehen. Wenn die Haut juckt, fühlen die Patienten sich gezwungen, zu kratzen. Generell heilen die Hauterscheinungen schlecht ab.[1][2]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kalte Getränke und Kälteeinwirkungen von außen verschlimmern die Magen-Darm-Symptome. Hitze tut im Allgemeinen eher nicht gut.[2]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Traum können aufwühlende Themen vorkommen, so dass die Patienten im Schlaf aufschreien. Die Patienten fühlen sich heiß und können nicht einschlafen.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Lycopodium clavatum

Lycopodium, der Kolbenbärlapp, ist wie Borax passend für Menschen, deren Stimmung sich schon durch kleine Unannehmlichkeiten verschlechtert. Das Gesicht ist grau bis gelb. Die wichtigste Vergleichsstelle von Lycopodium und Borax ist die Haut, denn auch bei Lycopodium kommen Jucken und Hautausschläge vor. Die Haut ist bei beiden Mitteln eher trocken, wobei bei Lycopodium stinkiger und klebriger Schweiß dazu kommt, besonders unter den Achseln und an den Füßen. Einen weiteren wichtigen Vergleich bieten die Harnwege: Während der Lycopodium-Kranke vor dem Wasserlassen Schmerzen im Rücken verspürt, hört der Schmerz nach dem Wasserlassen auf. Wie bei Borax schreien Kinder vor dem Wasserlassen.[2]

Sepia succus

Diese Arznei, die aus dem Tintenfisch gewonnen wird, hat wie Borax einen starken Hautbezug. Sepia ist charakteristisch bei Hauterscheinungen, die jucken. Vom Kratzen wird das Jucken nicht besser. Auch hier erscheinen Bläschen um Lippen und Nase. Die Gesichtshaut kann gelbe Flecken aufweisen, ist bleich oder fahl und um den Mund herum gelb. Auch bei Sepia gibt es den Schmerz in der Ferse.[2]

Sulfur

Sulfur, der Schwefel, lässt sich mit Borax besonders über die Hautsymptome vergleichen. Sulfur ist ein großes Hautmittel. Die Haut ist wie bei Boraxtrocken, schuppig und insgesamt ungesund. Wie bei Borax juckt die Haut und das Jucken wird durch Kratzen verschlechtert. Allerdings sind hier auch brennende Empfindungen, zum Beispiel an den Fußsohlen wahrnehmbar. Waschen und auch Wärme, zum Beispiel Bettwärme, verschlechtern den Juckreiz. Auch über die Harnwege bietet sich ein Vergleich an. Betroffene müssen häufig Wasser lassen, besonders nachts. Kinder nässen zum Teil ein. Beim Wasserlassen brennt die Harnröhre und dieses Brennen hält danach noch lange an. Der Harndrang kann wie bei Borax plötzlich sein, sodass die Patienten sich beeilen müssen, um die Toilette zu erreichen. Bei Sulfur werden große Mengen farblosen Urins abgegeben. Was das Gemüt betrifft, können Sulfur-Patientenreizbar sein.[2]

Hintergrundinformationen