Globuli von A bis A

Angelica archangelica Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Für Angelica archangelica liegt im Gegensatz zu vielen anderen homöopathischen Arzneien keine homöopathische Arzneimittelprüfung (AMP) vor. Für eine homöopathische Verordnung ist es aber eine zwingende Voraussetzung, dass die Symptome einer Arznei an mehreren gesunden Menschen geprüft wurden. Für die Informationen zur Heilwirkung dieser homöopathischen Arznei wurde die Heilwirkung der getrockneten Droge als Tee, Tinktur, Tropfen oder Aromaöl übernommen, sowie weitere Symptome aus der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Es ist allerdings fraglich, ob die rein gedankliche Ableitung der Heilkraft von der Pflanzenheilkunde auf ein hoch verdünntes Mittel (homöopathisch) zuverlässig eingeschätzt werden kann. Es gibt nur wenige Informationen zur homöopathischen Wirksamkeit und Symptomatik der Arznei Angelica archangelica. Dieser Artikel beschränkt sich auf Informationen zur homöopathischen Anwendung, die mehrfach in der Literatur zu finden sind.

Der Name Engelswurz stammt aus einer alten Legende, nach der den Menschen die Pflanze von einem Engel gebracht wurde. [1] Sie gehört zu den größten Doldenblütlern. Verwechslungsgefahr besteht mit dem sehr giftigen Wasserschierling, auch Kümmel und Anis sehen Angelica ähnlich. Die Pflanze riecht angenehm und schmeckt süßlich. In der chinesischen Medizin werden noch andere Angelica-Arten verwendet, wie zum Beispiel chinesische Angelica (Angelica dahurica) oder Taiwan Angelica (Angelica taiwaniana). Früher wurde die Pflanze nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Nahrungsmittel genutzt.Die Pflanzewird bis zu drei Meter hoch und wächst vor allem an der Nord- und Ostseeküste. Hilfreich können Pflanzenteile vor allem bei Erschöpfungszuständen und Magen-Darm-Beschwerden sein. Das homöopathische Mittel wird aus der Wurzel hergestellt.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Es gibt zur Zeit noch kein eindeutiges Erscheinungsbild des typischen Angelica archangelica-Patienten. Man geht aber davon aus, dass die Menschen, die dieses Heilmittel benötigen, mit Ängsten und Albträumen zu kämpfen haben. Das Mittel ist möglicherweise hilfreich, wenn jemand nach langer Krankheit sehr erschöpft ist oder schon länger unter Magen-Darm-Beschwerden leidet. Auch bei einer Erkältung mit Husten und Brustschmerzen könnte Angelica archangelica das passende Mittel sein.

Wo wirkt es?: Das Mittel wirkt vermutlich auf den gesamten Organismus, wenn es darum geht, chronische Erschöpfungszustände zu beheben. Es wirkt aber auch lokal, zum Beispiel auf die Verdauungsorgane, den Atemtrakt oder die weiblichen Geschlechtsorgane.

In welchem Alter?: Angelica archangelica sollte als pflanzliche Substanz nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, da eine menstruationsfördernde Wirkung besteht. [1] Sonst gibt es keine Altersbeschränkungen.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Erschöpfungszustände nach langer Krankheit
  • Unruhiger Schlaf mit Albträumen und Ängsten
  • Husten mit Atemnot, Brustschmerzen und rasselnden Atemgeräuschen
  • Krampfartige Magenschmerzen, Blähungen und Völlegefühl
  • verspätete oder ausbleibende Regelblutung

Verbesserung:

Verschlechterung:

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Angelica archangelica hilft möglicherweise erschöpften Menschen dabei, wieder zu Kräften zu kommen. Gerade wenn die Erschöpfung mit Nervosität und Unruhe einhergeht, ist es eventuell das passende Mittel. Die Erschöpfung kann aber auch durch lange, kräftezehrende Erkrankungen, wie etwas das Pfeiffersche Drüsenfieber, verursacht sein. [1] Begleitend kommen oft noch Ängste und Albträume hinzu.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Zu den Beschwerden, die auf Angelica archangelica ansprechen könnten, gehören Brustschmerzen und Husten mit Atemnot und rasselnden Atemgeräuschen. Diese werden möglicherweise durch eine Rippenfellentzündung verursacht. [1]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Dieses homöopathische Mittel kommt bei krampfartigen Magenschmerzen, anhaltenden Blähungen und Völlegefühl infrage. [1]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

In ausreichender Menge eingenommen, kann Angelica archangelica für das Einsetzen der Menstruation sorgen. Extrem hohe Dosierungen wurden früher bei Abtreibungen eingesetzt.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Angelica-Patienten schlafen aufgrund von Albträumen häufig schlecht. Ihre Beschwerden verschlechtern sich nachts und im Dunkeln.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

MedikamentName

Das homöopathische Mittel Arsenicum album wird aus dem Mineral Arsenopyrit hergestellt. Durch Röstung entsteht das weiße hochgiftige Pulver, mit dem seit dem Mittelalter viele heimtückische Gift-Morde begangen wurden. [4]

Arsenicum-Patienten sind schon nach der kleinsten Anstrengung erschöpft, schwach und reizbar. Genau wie Angelica-Patienten, klagen auch Menschen, für die Arsenicum album das passende Mittel ist, über Probleme im Verdauungstrakt. Bei ihnen stehen aber keine Magenkrämpfe, sondern brennende Magenschmerzen im Vordergrund. Der Magen scheint wund zu sein und die Schmerzen treten bereits beim Verzehr kleinster Nahrungsmengen auf. Aufstoßen, Sodbrennen und großer Durst sind genau wie Übelkeit und Erbrechen typische Begleiterscheinungen. [5]

Erkranken diese Menschen an den Atemwegen, haben sie Angst, zu ersticken (Asthmaneigung) und trauen sich nicht, sich hinzulegen. Sie husten vor allem nach Mitternacht und wenn sie auf dem Rücken liegen. Der Husten-Auswurf kann blutig oder schaumig sein. Das obere Drittel der rechten Lunge sticht und schmerzt und beim Atmen treten Nebengeräusche (Giemen) auf.

Bei Frauen setzt die Periode zu früh ein und ist zu stark. Die Eierstöcke können brennen und ein weißer Scheidenausfluss, der ebenfalls brennt und stinkt, kann bei diesen Patientinnen hinzukommen.

Arsenicum Patienten schlafen schlecht, weil sie ängstlich und ruhelos bei jeder Erkrankung werden. Sie müssen den Kopf hoch legen, weil während des Schlafes Erstickungsanfälle auftreten können.

Die Beschwerden verschlimmern sich bei nassem Wetter, Kälte und kalten Getränken. Eine Besserung wird durch Hitze, Hochlagern des Kopfes und warme Getränke erreicht. [6]

MedikamentName

Dieses Mittel wird aus dem grauen Amber, einem Ausscheidungsprodukt des Pottwals hergestellt. Es verhindert, dass unverdauliche Nahrungsbestandteile die Darmwand verletzen. [7] Als homöopathisches Mittel wird Ambra nicht wie Angelica bei körperlicher, sondern bei geistiger Erschöpfung gegeben, die sich in Gereiztheit, Vergesslichkeit und Unruhe zeigt. Magenprobleme äußern sich bei diesen Patienten durch saures Aufstoßen, Sodbrennen und Gasansammlungen im Bauchraum, die zur Auftreibung des Bauches führen. Magenkrämpfe treten bei ihnen, im Gegensatz zu Angelica-Patienten, nicht auf.

Bei Frauen setzt die Regelblutung zu früh ein. Es ist charakteristisch, dass auch zwischen den Perioden Blutungen auftreten, zum Beispiel nach Anstrengungen oder langen Spaziergängen.

Symptome der Atemwege zeigen sich bei den Ambra-Patienten vor allem dann, wenn sie nervös sind. Ihre Unsicherheit kompensieren sie durch Hüsteln (psychogener Husten). Es kann aber auch soweit kommen, dass krampfhafter, bellender Husten auftritt. Menschen, für die Ambra das passende Mittel sein könnte, haben Probleme einzuschlafen. Sie machen sich Sorgen, grübeln viel und stehen dann wieder auf. Im Schlaf zucken sie wild und erinnern sich nach dem Aufwachen an ängstliche Träume. [8]

MedikamentName

Das homöopathische Mittel Phosphorus wird aus dem gelben Phosphor hergestellt, einem Mineralstoff, der in der Natur nur gebunden an andere Mineralien vorkommt. Man findet ihn zum Beispiel in vulkanischen Regionen. Im menschlichen Körper unterstützt er unter anderem den Energiefluss in den Muskeln. [9]

Phosphorus-Patienten müssen nach den Mahlzeiten laut aufstoßen, teilweise auch erbrechen. Sie haben Durst auf kaltes Wasser, das oft Erbrochen wird, sobald es im magen warm geworden ist. Von kaltem Essen aber bekommen sie Magenschmerzen. Auch das Gehen und das Berühren des Bauches verursacht brennende Schmerzen vom Hals bis zum Darm. [10] Bei den Frauen tritt die Regelblutung zu früh ein und ist eher spärlich, dauert aber sehr lange. Auch zwischen den Menstruationen kommt es zu leichten Blutungen.

Heiserkeit ist für die Phosphorus-Kranken ein großes Thema. Der Kehlkopf schmerzt heftig und ein Kitzeln im Hals kann einen starken, trockenen und quälenden Hustenreiz auslösen. Zu Atemnot, wie bei Angelica-Kranken, kommt es bei ihnen aber eher selten. Die Patienten fühlen eine Enge in der Brust, als ob ein großes Gewicht auf ihnen lastet. Der Husten-Auswurf schmeckt süßlich und kann eitrig oder blutig sein.

Der Schlaf dieser Menschen ist sehr unruhig. Sie träumen lebhaft und wachen immer wieder auf. Da sie spät ins Bett gehen und wenig schlafen, sind sie morgens erschöpft und müde. [11]

Hintergrundinformationen

Die Samen der Angelica Pflanze wurden zum Beispiel mit Milch in Därmen zu einer Käsewurst verarbeitet, die lange haltbar war. Im Mittelalter gaben die Bauern ihren Tieren die Angelica-Wurzeln zu fressen, um Koliken und andere Verdauungsbeschwerden zu behandeln. [2] Neben den Wurzeln werden auch die Früchte und Blätter als Heilmittel verwendet. [3] Verabreicht werden sie in Form von alkoholischen Auszügen oder Tees, als ätherische Öle oder Kräuterschnaps. Kandierte Stängel werden als Süßigkeiten und Tortenverzierung verkauft, Engelwurz ist in manchen Schnupftabaken enthalten und die Früchte geben Wermut und Gin ihr typisches Aroma. [3] Die Einnahme von Pflanzenextrakten kann die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöhen und bei ohnehin schon empfindlichen Menschen eine Entzündung der Haut herbeiführen. Bei der Therapie von Beschwerden des Verdauungstrakts mit dem pflanzlichen Mittel sollte auf Koffein, fettiges Essen, Zucker und Alkohol verzichtet werden. [2]