Globuli von A bis A

Acidum phosphoricum Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Acidum phosphoricum ist ein homöopathisches Arzneimittel, dessen potenzierter Wirkstoff die Phosphorsäure (Summenformel H3PO4) ist. Die Phosphorsäure ist die wichtigste Sauerstoffsäure des Phosphors. Im menschlichen Stoffwechsel spielt sie eine wesentliche Rolle als Energieträger. So zeigt sich das Leitbild dieses Einzelmittels – für die Homöopathie oft typischerweise gegenteilig – beim Patienten gerade durch eine fehlende Energie, die sich mit großer Schwäche und ausgeprägter Entkräftung ausdrückt. Zunächst zeigt sich diese Schwäche eventuell erst auf geistiger, in der Folge dann auf körperlicher Ebene. In der homöopathischen Literatur wird das Einzelmittel Acidum phosphoricum auch häufiger gleichbedeutend als Phosphoricum acidum (Ph-ac.) erwähnt.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Acidum phosphoricum eignet sich prinzipiell für alle Menschen, die als Auslöser ihrer Beschwerden Folgen von Kummer oder psychischem Schock oder auch den Verlust von Körperflüssigkeiten (z.B. durch schwere Erkrankungen, Operationen, Stillzeit) benennen können. So kann Acidum phosphoricum besonders in der Genesungsphase(Rekonvaleszenz) nach schwerwiegenden Krankheitsbildern oder nach der Entbindung einen guten Einsatzbereich finden.

Wo wirkt es?: Acidum phosphoricum wirkt vor allem bei Erschöpfung und Ermüdung auf das Gemüt und das Nervensystem. Hierbei können Phasen der Lustlosigkeit und Gleichgültigkeit, bis hin zur Apathie, erscheinen. Außerdem hat es einen großen Bezug zum Magen-/Darmtrakt und zum Knochensystem.

In welchem Alter?: Acidum phosphoricum-Symptome können bei allen Altersgruppen auftreten. Auch Erschöpfungszustände durch stetiges Lernen und intensive geistige Arbeit können grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten. Da sich die Anwendung dieses Einzelmittels aber auch besonders bei jungen Menschen eignet, die schnell wachsen und geistig wie körperlich überfordert sind [1], kann hierbei beispielhaft an junge Studenten und Schüler gedacht werden, die vielleicht infolge einer anstrengenden Prüfungsphase in einen starken Schwächezustand geraten sind.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Da das Leitsymptom des Einzelmittels Acidum phosphoricum vor allem eine ausgeprägte Schwäche ist, findet man Erschöpfungszustände an vielen Organsystemen. Meist beginnt diese Schwäche auf emotionaler Ebene und erweitert sich auf die geistige und körperliche Ebene. [3]

Verbesserung: Die Befindlichkeit eines Menschen, der Acidum phosphoricum benötigt, verbessert sich durch Warmhalten und durch kurzen Schlaf.

Verschlechterung: Der Zustand verschlechtert sich durch Angesprochen werden, durch geistige und körperliche Anstrengungen. Auch weiterer Verlust von Körperflüssigkeiten (Säfteverlust) jeder Art (insbesondere infolge schwerer Krankheiten oder Stillen) und Geschlechtsverkehr (Koitus), kann eine Verschlechterung bewirken.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Acidum phosphoricum-Patienten fühlen sich schwach und entkräftet. [2] Sie können ihre Gedanken schwer sortieren und verwenden oftmals falsche Worte. Ihre Konzentrations- und Gedächtnisschwäche wird gefolgt von einer Art Gleichgültigkeit gegenüber ihrer alltäglichen Umwelt. Sie fühlen sich lustlos, fast apathisch, was sie auch verzweifeln lässt. Sie ziehen sich zurück, sind müde, langsam und haben keinen Antrieb zu reden oder angesprochen zu werden. Auslöser dieses Zustandes können Folgen von schwerem oder stillen Kummer (z.B. Sorgen, unglückliche Liebe, Misserfolg, Heimweh) oder seelischem Schock sein. [1]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Schwindel tritt häufig den ganzen Tag auf, besonders aber gegen Abend, beim Stehen oder Gehen [1].Kopfschmerzen findet man bevorzugt auf dem Scheitel in Form eines erdrückenden Gewichtes [2]. Haare ergrauen oft frühzeitig. Nach heftigem Kummer und während der Phase des körperlichen Zusammenbruchs, kann es zu einem schnellen, plötzlichen Haarausfall (Alopezie) kommen. [3]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Eingefallene Augen mit auffällig bläulichen Rändern kennzeichnen die äußere Erscheinung von Acidum phosporicum-Patienten. Es wird häufig umschrieben, dass die Augen schmerzen als ob die Augäpfel gewaltsam zusammen- und in den Kopf hineingedrückt würden. [1] Die Gesichtsfarbe ist eher blass, wirkt vielleicht kränklich oder auch abgemagert. Es findet sich gelegentlich Nasenbluten oder Zahnfleischbluten bei Trockenheit des Mundes und schleimiger Zunge. [2] Die Lippen sind trocken und rissig. [1]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Zusammenhang mit der geistigen Erschöpfung entwickeln sich einige Brustsymptome, wie schwierige Atmung mit tiefem Seufzen oder einem ausgeprägten Gefühl von Schwäche in der Brust durch Sprechen mit Druckgefühl hinter dem Brustbein. Bei rasch gewachsenen Kindern oder aber nach Kummer kommt es zu verstärktem Herzklopfen. [1]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Häufig finden sich wässrige Durchfälle (Diarrhoe), die zwar mit Blähungen (Flatulenz), aber schmerzlos einhergehen und nicht zusätzlich erschöpfen. Oftmals findet sich saures Aufstoßen oder Sodbrennen (Pyrosis). Hierbei kann sich ein Verlangen nach saftigen, sauren Dingen finden und ein ausgeprägter Durst auf kalte Milch. [1] [2]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kommt zu vermehrter Harnausscheidung (Polyurie) tagsüber, aber auch verstärkt in der Nacht. Die vermehrte Ausscheidung von Phosphaten (Phosphaturie), sowie Albuminurie in der Schwangerschaft (auch Proteinurie = Eiweiß im Urin), zeigt sich durch einen weißlichen, fast milchig-trüben Harn. [1] [2] [4]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Weibliche Genitalien: Hierbei sei vor allem der Einsatz von Acidum phosphoricum bei jungen Müttern erwähnt, die infolge von Geburt und Stillen(Säfteverlust) sehr entkräftet sind. Die Milch fließt eher spärlich und die Gesamtsituation ist kräftezehrend. [4]

Männliche Genitalien: Die Sexualkraft (Potenz) ist stark vermindert und es kommt zu unwillkürlichen Samenabgängen, die zusätzlich schwächen. [4]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Schabende Knochenschmerzen [2] plagen den Acidum phosphoricum-Patienten, die sowohl den Knochen selbst, die Gelenke, aber auch die Knochenhaut (Periost) betreffen. Er empfindet eine große Schwäche, die sich eher wie eine Lähmung anfühlt. Bei Kindern, die zu schnell wachsen, findet man häufig Wachstumsschmerzen bei Kindern [4], vor allem an den Unterschenkeln.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Neben dem erwähnten Ausfall der Kopfbehaarung findet sich auch Haarausfall an verschiedenen Körperteilen am ganzen Körper. Ebenfalls findet sich ein juckendes Kribbeln am ganzen Körper, welches wie Ameisenlaufen beschrieben wird. Nach fieberhaften Erkrankungen entwickeln sich oftmals umkapselte Eiteransammlungen (Abszesse). [1]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen in einem Acidum phosphoricum-Zustand leiden unter reichlicher Schweissbildung(Hyperhidrose) am frühen Morgen, aber vor allem nachts. Fiebrige Zustände beginnen häufig schleichend und sind gepaart mit großer Frostigkeit. [1]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen, die das Einzelmittel Acidum phosphoricum benötigen, sind bedingt durch ihren ausgeprägten Schwächezustand sehr schläfrig den ganzen Tag, begleitet von häufigem Gähnen. Sie sind allgemein verlangsamt und träge. Deshalb finden sich auch Verbesserungszustände durch kurzen Schlaf. Dennoch kann es passieren, dass sie paradoxerweise aufgrund von völliger Erschöpfung Einschlaf- oder Durchschlafstörungen entwickeln. [1]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

China officinalis

Die in dem homöopathischen Arzneimittel verwendete Rinde des Chinarindenbaums (Cinchona officinalis), die schon vor Hahnemanns Zeiten als Heilpflanze bei kräftezehrendem Wechselfieber (Malaria) zum Einsatz kam, zeichnet sich auch durch Schwäche aufgrund von Säfteverlust aus. Hierbei seien neben Durchfall (Diarrhoe) auch Fieber und Blutungen genannt. Das Symptomenbild von China weist äußerste Berührungsempfindlichkeit auf. Die leichteste Berührung verschlechtert den Allgemeinzustand, harter Druck dagegen bessert. [1]

Helonias dioica

Das Einzelmittel Helonias dioica wird aus der Pflanze mit dem botanischen Namen Chamamaelirium luteum (Falsches Einkorn) gewonnen. Helonias dioica eignet sich für erschöpfte Frauen, da es allgemein eine große Wirkung auf die weiblichen Geschlechtsorgane hat. [2] Ein großes Schwächegefühl mit Mattigkeit und starken Rückenschmerzen im Kreuzbeinbereich zeichnet die Hauptanwendung aus. Ein melancholischer Gemütszustand wechselt ab mit Reizbarkeit. Dem Patient geht es allerdings deutlich besser, wenn er sich geistig ablenkt und beschäftigt wird. [1]

Calcium phosphoricum

Diese Kalzium-Phosphat-Verbindung, aus der das Einzelmittel Calcium phosphoricum hergestellt wird, findet sich im menschlichen Körper vor allem in den Knochen und bildet die harte Struktur des Knochens. Deshalb ist es besonders gut anzuwenden in Zeiten des Knochenwachstums, z.B. bei Kindern in Zahnung und Wachstumsphasen. Neben den umschriebenen Wachstumsschmerzen, gehören auch Kopfschmerzen bei Schülern mit einer Verschlechterung durch geistige Anstrengung und bei Verlust von Körperflüssigkeiten dazu. Es wirkt gut bei akuten Erkrankungen und chronisch auszehrenden Krankheiten. [1] Calcium phosphoricum wird auch in der Schüßler Salze-Therapie  – als Salz Nr. 2  – verwendet.

Hintergrundinformationen

Die Phosphorsäure wird in der Lebensmittelproduktion als Säuerungsmittel eingesetzt und wird mit der E-Nummer 338 gekennzeichnet. Die E-Nummer eines Lebensmittelzusatzstoffes ist eine Kennzahl, anhand derer jeder Stoff innerhalb Europas (E) unabhängig von der jeweiligen Landessprache eindeutig bestimmt werden kann und einem europäischen Zulassungsverfahren unterlag, das seine gesundheitliche Unbedenklichkeit überprüft hat. Die Phosphorsäure ist in zahlreichen Lebensmitteln zugelassen und ist vor allem in Cola-Getränken oder Iso-Drinks enthalten. Ebenso findet man sie auch in Speiseeis, Fischfilets und Säften. Sie kann das Ranzigwerden von Fetten und Ölen oder Verfärbungen von Lebensmitteln verhindern. Außerdem wird sie in phosphathaltigen Düngemitteln verwendet. [5]