Globuli von A bis A

Aethusa Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Aethusa cynapium, die Hundspetersilie, ist eine in ganz Europa vorkommende krautartige Pflanze. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Umbelliferae), welche mehrere hundert Gattungen und mehrere tausend Arten umfasst. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm und wächst bevorzugt auf ungenutzten und unbestellten Flächen. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Aethusa und der uns bekannten Küchenpetersilie. Die Blätter der Hundspetersilie verströmen einen Geruch, der an Knoblauch erinnert, wenn man die Blätter zwischen den Händen verreibt. Aethusa enthält den Wirkstoff Coniin, welcher Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. [1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Aethusa kann hilfreich sein für Patienten, die unter verschiedenen Beschwerden des Gehirns und der Nerven in Verbindung mit Störungen des Verdauungsapparates leiden. Typisch sind blitzartig einschießende Schmerzen und eine große Erschöpfung der Patienten. Die Beschwerden treten mit außerordentlich großer Heftigkeit auf. Die Patienten werden ängstlich und weinen häufig, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten. Sie verweigern zunehmend soziale Kontakte und ziehen sich in sich selbst zurück.[2]

Wo wirkt es?: Hauptangriffspunkte von Aethusa sind das Gehirn, die Nerven und die Verdauung. Das Arzneibild umfasst Verdauungsstörungen, Brechdurchfälle, Zustände großer Aufruhr, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Störungen des Geistes und des Gemütes. Die Beschwerden entwickeln sich bei großer Hitze schnell und heftig.[3]

In welchem Alter?: Aethusa kann in der Behandlung von Erwachsenen hilfreich sein, hauptsächlich ist es aber ein Mittel für Kinder. Es kann angezeigt sein, wenn Kinder bei großer Hitze mit einer auffallend großen Heftigkeit Beschwerden entwickeln. Typisch ist eine überaus große Erschöpfung der Kinder. Bei Zahnungsbeschwerden in Verbindung mit Sommerdurchfall kann Aethusa Linderung bringen. Kinder, die von Aethusa profitieren erbrechen häufig sofort nach dem Stillen die Milch und zeigen Anzeichen von einer Überempfindlichkeit gegenüber Milch.[4][5]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Erbrechen der Milch direkt nach dem Stillen oder nach längerer Zeit – das Erbrochene ist dann geronnen und kommt in großen Brocken heraus.
  • Epileptische Anfälle, bei denen sich die Augäpfel nach unten drehen.
  • Durchfälle von grünlicher Farbe, die wässrig und schleimig sind und mit Bauchschmerzen und Muskelkrämpfen einhergehen.
  • Eingefallenes Gesicht mit ausgeprägter Falte von der Nase zu den Mundwinkeln. Die Oberlippe ist weiß verfärbt.
  • Fieber ohne Durst aber mit starker Erschöpfung und großer Angst.[6]
  • Kopfschmerzen, die sich entlang der Wirbelsäule hinunter erstrecken. Die Schmerzen bessern sich im Liegen und durch Druck gegen den Kopf.
  • Schwindel mit Müdigkeit und Herzklopfen und anschließender Hitze des Kopfes.
  • Die Haut ist kalt und kaltschweißig.[7]

Verbesserung: Die Beschwerden bessern sich beim Gehen und beim Gehen an der frischen Luft. Auch Gespräche mit anderen lindern die Beschwerden.

Verschlechterung: Die Beschwerden verschlechtern sich abends und nachts zwischen 3 und 4 Uhr. Der Genuss von Milch und zu häufige Mahlzeiten sorgen für eine Verschlimmerung. Während der Zahnungsperiode und nach geistiger Anstrengung kann ebenfalls eine Verschlechterung beobachtet werden.[8]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Patienten, die Aethusa benötigen, haben infolge übermäßiger geistiger Anstrengung Schwierigkeiten mit der Konzentration und das Gefühl nicht mehr denken zu können. Zum Arzneibild gehören auch Ängste vor Prüfungen, bei denen der Prüfling das Gefühl hat, überhaupt nichts zu können. Es treten Zustände geistiger Verwirrung auf, bei denen die Patienten glauben, Ratten, Katzen oder Hunde zu sehen. Diese Verwirrtheitszustände können abwechselnd mit Wutanfällen auftreten. Die Patienten möchten aus dem Bett oder dem Fenster springen.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Typisch sind Kopfschmerzen, die vor allem den Hinterkopf und den Nacken betreffen. Der Kopf fühlt sich an wie zusammengedrückt und die Schmerzen ziehen die Wirbelsäule hinunter. Beim Gehen und beim Schauen nach oben verschlimmern sich die Kopfschmerzen. Sobald sich die Patienten hinlegen, bessern sich die Beschwerden. Auch durch Druck, nach dem Abgang von Blähungen und nach dem Stuhlgang verspüren die Patienten Linderung. Aethusa kann hilfreich sein, wenn Patienten das Gefühl haben, als würde ihnen ständig an den Haaren gezogen. Sie leiden unter Schwindel in Verbindung mit Herzklopfen, starker Erschöpfung, Müdigkeit und der Unfähigkeit den Kopf anzuheben. Nach dem Schwindel wird im Kopf eine starke Hitze gefühlt.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gesicht ist eingefallen und weist ausgeprägte Falten von der Nase bis zu den Mundwinkeln auf. Die Lippen sind bläulich-weiß verfärbt. An der Nasenspitze findet sich ein bläschenartiger Hautausschlag. Die Augen sind gegenüber Licht sehr empfindlich, glänzen und treten etwas hervor. An den Ohren empfinden die Patienten ein Gefühl der Verstopfung oder ein Gefühl, als würde etwas Heißes herauslaufen. Diese Gefühle verschwinden, wenn mit den Fingern in den Ohren gebohrt wird. Nach dem Genuss von Zwiebeln oder Käse kommt es zu einem bitteren Geschmack im Mund. Morgens dagegen ist der Geschmack im Mund süß. An der Mundschleimhaut entwickeln sich kleine, sehr schmerzhafte Geschwüre (Aphten).

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei all seinen Beschwerden leidet der Patient, der von Aethusa profitieren kann, unter Sprachlosigkeit. Die Atmung wird durch Schluckauf gestört. Die Patienten verspüren Stiche in der linken Brust und ein Gefühl „als sei die Brust zusammengeschnürt“. Husten löst starke Kopfschmerzen aus.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Arzneibild von Aethusa beinhaltet Beschwerden, die durch eine Unverträglichkeit von Milch erzeugt werden. Nach dem Genuss von Milch kommt es bei Kindern zum Erbrechen, bei dem entweder die gerade getrunkene Milch oder große Brocken geronnener Milch ausgespuckt werden. Nach dem Erbrechen leiden die Kinder unter einer großen Erschöpfung und Schläfrigkeit. Nach dem Schlaf überfällt sie erneut das Verlangen nach Milch, welche ebenfalls sofort wieder erbrochen wird.Große Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und Erschöpfung werden durch übermäßige geistige Anstrengung ausgelöst. Bauch und Beine fühlen sich kalt an. Eine Besserung der Schmerzen und der Kälte wird durch warme Anwendungen erreicht.
Zum Arzneibild gehören grünlich-gelbe und schleimige Durchfälle. Der Stuhl kann unverdaute Nahrungsbestandteile enthalten.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aethusa kann hilfreich sein bei Schmerzen in der Blase, welche von schneidendem Charakter sind und mit einem vermehrten Harndrang einhergehen.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Frauen ist die Monatsblutung dünnflüssig wie Wasser. Die Brustdrüsen schwellen während der Menstruation an und sind sehr schmerzhaft. An der Scheide treten Hautausschläge auf, welche zu jucken beginnen, sobald sie warm werden.

Bei Männern treten Schmerzen in der Nierenregion auf und der rechte Hoden ist hochgezogen.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten verspüren Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen. In den Armen und Beinen wird ein Schweregefühl verspürt. An den Fingern sind Muskelverkürzungen zu beobachten und die Patienten haben das Gefühl, als seien die Arme kürzer geworden. Die Schmerzen im Rücken, die vom Kopf an der Wirbelsäule herab ziehen, werden durch Strecken und Beugen nach Hinten gelindert.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Haut fühlt sich eiskalt an und ist von kaltem Schweiß bedeckt. Besonders an den Gelenken finden sich juckende Hautausschläge, welche sich durch Wärme und warme Anwendungen verschlimmern.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Während des Fiebers haben die Patienten überhaupt keinen Durst. Trotz Schwitzens, möchten die Patienten zugedeckt bleiben.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nach dem Erbrechen befällt die Patienten eine große Schläfrigkeit. Während des Einschlafens kann es zu Krampfanfällen oder Rollen der Augen kommen. Der Schlaf wird durch heftiges Erschrecken unterbrochen. Die Patienten erwachen, weil sie frieren. Gleichzeitig sind sie verschwitzt.[9]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Arsenicum

Beide Mittel sind sich im Arzneibild bezüglich des Milcherbrechens von Säuglingen sehr ähnlich. Eine Differenzierung zwischen den beiden Mitteln kann anhand der Zunge getroffen werden, welche bei Antimonium crudum weiß belegt ist.

Calcium carbonicum

Sowohl bei Aethusa wie auch bei Calcium carbonicum erbrechen Säuglinge geronnene Milch. Bei Calcium carbonicum kommt sauer riechender Durchfall hinzu und die Kinder schwitzen sehr stark am Kopf.

Arsenicum

Bei Fieber sind bei beiden Mitteln die große Angst und das extreme Schwächegefühl vertreten. Zur Unterscheidung dient der Durst, der bei Aethusa komplett fehlt.[10][11]

Hintergrundinformationen

Aethusa zählt gemeinsam mit dem gefleckten Schierling (Conium), dem Wasserschierling (Cicuta) und dem Wasserfenchel (Oenanthe) zu den Doldenblütlern mit der höchsten Giftigkeit. Da Aethusa der Küchenpetersilie sehr ähnlich sieht, kann es zu Verwechslungen mit Todesfolgekommen. Unterscheiden kann man die beiden Kräuter an der Unterseite ihrer Blätter und der Blütenfarbe. Die Blattunterseite von Aethusa ist hellgrün und glänzt, während die Blätter der Petersilie auf der Unterseite matt sind. Die Blüten von Aethusa sind weiß, die Blüten der Petersilie sind gelbgrün.

Bei einer Vergiftung mit Aethusa kommt es zunächst zu brennenden Schmerzen im gesamten Verdauungstrakt. Im weiteren Verlauf treten schmerzhafte Bauchkrämpfe, Durchfälle, Muskelkrämpfe und Zittern auf. Schließlich kommt es zu Lähmungen der Muskulatur in deren Folge die Herz- und die Atemtätigkeit zum Erliegen kommt.
[12]