Globuli von A bis A

Aralia racemosa Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Aralia racemosa, die Amerikanische Narde, auch Traubige Aralie genannt, ist eine krautig wachsende Pflanze und gehört botanisch zu der Familie der Efeugewächse (Arialiaceae). Der deutsche Name deutet schon auf die Heimat der Aralia hin, da sie vorwiegend in Nordamerika und Kanada heimisch ist und dort insbesondere in höheren Lagen und im Gebirge gedeiht. In der Homöopathie werden frisch ausgegrabene Aralia-Wurzeln verarbeitet. Insbesondere bei Lungenkrankheiten, Tuberkulose und bei Atemwegserkrankungen, wie bei Kehlkopfentzündungen, Husten oder Asthma können Aralia-Globuli unterstützend eingenommen werden.[1][2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Charakteristisch für Aralia-Patienten ist die Trockenheit. Die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen (obere Atemwege) sind äußerst trocken und brennen. Dadurch entstehen kleinste Risse in der Schleimhaut, Krankheitserreger können somit die Immunbarriere durchbrechen und es kommt leicht zu Entzündungen des Kehlkopfes mit Heiserkeit und Halsschmerzen. Betroffene bekommen häufig eine Erkältung, die meist mit einem trockenen oder rauen Husten einhergeht. Sehr häufig sind die Nasenschleimhäute durch eine Allergie entzündet, deshalb wird Aralia racemosa häufig bei einem allergischen Schnupfen mit heftigen Niesanfällen oder asthmatischen Husten verabreicht. Betroffene leiden zudem an trockenen Reiz- oder Kitzelhusten.[3]

Wo wirkt es?: Aralia racemosa wirkt bei Erkrankungen der Atemwege, insbesondere wenn die Schleimhäute von Nase, Rachen und Kehlkopf schmerzen und entzündet sind. Aber auch in der Lunge im Rahmen einer Bronchitis können Aralia racemosa-Globuli helfen, den trockenen Husten und das Erstickungsgefühl zu lindern. Wird eine Erkältung von einem heftigen Schwitzen während der Nacht begleitet, können Aralia racemosa-Globuli verabreicht werden. Auch im Rahmen von allergisch bedingten Niesattacken und Asthmaanfällen kann Aralia racemosa unterstützend eingenommen werden.[1]

In welchem Alter?: Aralia racemosa-Globuli können prinzipiell in jedem Lebensalter verabreicht werden.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Da Aralia racemosa vorwiegend auf die Atemwege einen wohltuenden Effekt aufweist, können folgende Leitsymptome genannt werden:Der Betroffene leidet unter Immunschwäche und hat häufig Atemwegsinfekte, es treten Kehlkopf- und Rachenentzündungen auf, die mit Halsschmerzen und Heiserkeit einhergehen. Ganz typisch für Aralia-Patienten ist ein Schleimpropfgefühl im Kehlkopf. Im Rahmen eines Infektes können sich manchmal sogar die Bronchien entzünden (Bronchitis), was zu einem trockenen krampfartigen Husten führen kann. Im Allgemeinen haben Aralia-Patienten sehr häufig ein Reiz- oder Kitzelhusten. Dieser trockene Husten wird durch ein Gefühl von Kratzen oder Kitzeln im Hals ausgelöst. Aralia racemosa-Patienten sind sehr häufig von einer Allergiebetroffen, beispielsweise leiden sie an einer Pollenallergie (Heuschnupfen). Durch die Allergie werden sehr häufig Asthmaanfälle ausgelöst, es treten dann Beschwerden wie Erstickungsgefühl, heftige Niesattacken und asthmatischer Husten auf.[2][4][5]

Verbesserung: Der Aufenthalt in der freien Luft kann die Beschwerden lindern.

Verschlechterung: Im Liegen werden die Symptome, insbesondere der Reizhusten verschlimmert. Auch ab 23 Uhr tritt eine Verschlechterung ein.[3][6]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aralia-Patienten haben eine unerklärbare Angst vor einer Lungenentzündung. Wenn Aralia racemosa-Betroffene krank sind, fühlen sie sich ängstlich, schlaflos und gereizt.[7][8]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kopfschmerzen können bei Aralia-Patienten durch Druck auf den Schläfen oder auf die Stirn gelindert werden. Auch im Freien oder durch Anlehnen des Kopfes werden die Schmerzen gebessert, im Sitzen jedoch verschlimmert.[9]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Schleimhaut der Nase ist ständig trocken und dadurch häufig entzündet. Durch das scharfe, salzige Nasensekret werden die Schleimhäute und auch die äußeren Nasenflügel wund und brennen. Zudem haben Betroffene ständig das Gefühl, ein Schleimpfropf befinde sich im Hals, und haben deshalb ständig einen trockenen Husten. Da die Nasenschleimhäute häufig geschwollen sind, entsteht beim Einatmen durch die chronisch verstopfte Nase ein pfeifendes Geräusch.[2][10]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Atem ist trocken und häufig haben Betroffene ein Erstickungsgefühl. Aralia racemosa kann bei Bronchitis mit Hustenanfällen verabreicht werden, die Hustenattacken treten dabei vorwiegend in der Nacht und im Liegen auf. Betroffene leiden zudem an Allergien mit heftigen Niesanfällen. Auch bei anderen Lungenerkrankungen, wie bei einer Tuberkulose, können Aralia racemosa-Globuli zur Unterstützung eingenommen werden.[1][2][10]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aralia racemosa-Patienten leiden häufig an Hämorrhoiden. Insbesondere nach der Behandlung von Hämorrhoiden kann manchmal ein Mastdarmvorfall (Rektumprolaps) auftreten. Der Vorfall betrifft entweder die Mastdarmschleimhaut oder gar die gesamte Mastdarmwand, die sich im Rahmen des Vorfalls in Richtung After vorwölbt.[11]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Aralia racemosa-Patienten leiden manchmal unter Harnverhalt, auch Harnsperre genannt. Sie können dann nur sehr schlecht die Harnblase spontan und vollständig entleeren.[12]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Weibliche Aralia racemosa-Patienten haben eine unterdrückte Menstruation und Wochenfluss (Wundsekret aus der Scheide nach einer Geburt). Auch bemerken die Frauen häufig einen weißlichen Ausfluss aus der Scheide (Weißfluss oder Leukorrhoe).[12]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Durch die bellenden und trockenen Hustenattacken kann der ganze Körper steif werden und sich verkrampfen.[1]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Haut von Aralia racemosa-Patienten ist sehr trocken, auch die Lippen sind trocken und rissig.[12]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Leiden die Betroffenen an einer Erkältungserkrankung, schwitzen sie heftig, insbesondere am Abend und in der Nacht kann die Bekleidung aufgrund des Nachtschweißes durchnässt werden.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Während einer Krankheit werden die Symptome in der Nacht und im Liegen verschlimmert. Die Patienten finden deshalb nur wenig und unerquicklichen Schlaf.[1][2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Allium cepa

Allium cepa, die gemeine Küchenzwiebel, wird in der Homöopathie vorwiegend bei Beschwerden, die mit Heuschnupfen einhergehen, eingesetzt. Die Augen tränen stark und die Nase läuft ununterbrochen. Das Nasensekret ist sehr scharf und reizt die Schleimhaut und die Haut um die Nase herum. Wie bei Aralia racemosa-Patienten sind die Schleimhäute stark gereizt und es wird ein starkes Brennen verspürt. Die Symptome können in der frischen Luft gebessert werden. Auch haben die Allium-Patienten ein Fremdkörpergefühl im Rachen, als würde ein Kloß im Hals feststecken. Bei Atemwegserkrankungen ist der Husten, ähnlich  wie bei Aralia-Patienten, sehr heftig, mit einem Kratzen im Hals und Heiserkeit. Der Husten, der häufig durch kalte Luft ausgelöst wird, ist in der Brust sehr schmerzhaft. Zudem neigen Allium-Patienten zu Bronchitis, da die Erkältungsinfektionen häufig nach unten wandern.[13]

Drosera

Drosera rotundifolia, der rundblättrige Sonnentau, spielt in erster Linie eine große Rolle bei Erkrankungen der Atemwege. In der Familiengeschichte treten beispielsweise häufig Tuberkulose-Fälle auf. Insbesondere bei Erkältungserkrankungen kommt Drosera häufig zum Einsatz, da es dabei zu krampfhaften Hustenanfällen kommt. Der Husten kann so heftig sein, dass den Patienten übel wird und sie würgen müssen. Auch bei Keuchhusten kann Drosera unterstützend verabreicht werden, dabei kommt es zu trockenem Husten, die Bronchien verkrampfen und die Patienten haben das Gefühl zu ersticken. Wie bei Allium-Patienten sind die Schleimhäute stark gereizt, es kommt zu Kehlkopfentzündungen und ein Kratzen oder Kitzeln im Hals löst einen bellenden Husten aus. Die Beschwerden verschlimmern sich am Abend und in der Nacht. Drosera-Patienten leiden häufig unter chronischem Asthma, haben aber auch Gelenkbeschwerden mit Schmerzen in Schulter-, Hüft- und Fußgelenken.[14]

Sabadilla officinalis

Sabadilla officinalis, das Läusekraut, wird sehr häufig rastlosen und nervösen Patienten verabreicht, die eine übertriebene Angst um ihre Gesundheit haben. Auch bei Sabadilla-Patienten besteht eine starke Allergieneigung, dabei kommt es zu einem heftigen Kribbeln und Jucken am ganzen Körper. Auch die Schleimhäute jucken und kribbeln, weshalb die Betroffenen sehr häufig einen starken Niesreiz verspüren. Bei Schnupfen beginnt die Nase zu laufen, die Schleimhäute werden dadurch stark beansprucht und durch das häufige Niesen kann es sogar zu Nasenbluten kommen. Die Rachenschleimhaut ist trocken und es entstehen starke Halsschmerzen, die ständig von der einen Seite auf die andere wandern. Durch frische Luft werden die Beschwerden jedoch verschlechtert.[15]

Hintergrundinformationen

Aralia racemosa heißt übersetzt die Amerikanische Narde und gehört botanisch zur Familie der Efeugewächse (Arialiaceae). Die krautig wachsende Pflanze ist in Nordamerika und Kanada beheimatet und bevorzugt höhere Lagen und waldiges Gebirge. Die gerillten und verholzten Stängel der Aralia racemosa können ein bis zwei Meter hoch werden, die Blätter sind eiförmig, drei- bis fünffach gefiedert und werden etwa zwanzig Zentimeter lang. Von Juli bis August kann man kleine, grünlich weiße Blüten in langen, rispenartigen Trauben erkennen. Der Wurzelstock ist wohlriechend, wächst verästelt und knollenartig. In seinem schwammigen Gewebe fließt gelblicher Milchsaft. In der Homöopathie werden die im Oktober frisch ausgegrabenen Aralia-Wurzeln verarbeitet. Die Amerikanische Narde enthält ätherische Öle und Araliasaponin und gilt als Husten- und Wundheilmittel, Antirheumatikum und schweißtreibendes Mittel. Aralia racemosa-Globuli sind in der Regel gut verträglich.[16]