Globuli von R bis S

Senega Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Senega, oder Polygala senega, ist auch unter dem Namen „Klapperschlangenwurzel“ bekannt. Zu finden ist diese Pflanze in Nordamerika. Polygala senega gehört zur botanischen Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalacea). Den Namen „Klapperschlangenwurzel“ bekam die Pflanze von der indianischen Bevölkerung. Dort wurde die Wurzel als Heilmittel gegen Schlangenbisse eingesetzt.

Die Pflanze selbst ist krautartig und circa 20-40 cm hoch. Aus einem Wurzelkopf entspringen mehrere dünne aufrechte Stängel. Die wechselständigen Blätter sind bis 8 cm lang und 3 cm breit. Sie besitzen eine eiförmige Grundform mit randständigen mit feinen Zacken. Auf der Oberseite zeigt sich eine sattgrüne Farbe, die auf der Unterseite eher blass erscheint.Die schmetterlingsförmigen, blass-rötlichen Blüten werden von den Deckblättern schopfig überragt und bilden eine bis zu 8 cm lange Traube. Die Wurzel ist circa 8 mm dick, spindel-förmig und im Allgemeinen ohne Seitenwurzeln.

Das Wirkprinzip dieses indianischen Mittels beruht auf der Zuckerverbindung Saponin. Wird es mit Wasser gemischt, schäumt es sehr stark und verursacht an Schleimhäuten Entzündungen. Ganz nach dem homöopathischen Prinzip „Gleiches mit Gleichem vergelten“ wird Senegawurzel in hochverdünnter Form als Mittel gegen Schleimhautentzündungen in den Atemwegen eingesetzt. Die Zielgruppen sind hier vor allem Kinder und ältere Patienten.[1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Grundsätzlich wird Senega bei Entzündungen der oberen Luftwege (Katarrhe) empfohlen. Weiterhin kann bei einer Lungenentzündung die Haut über der erkrankten Lungenpartie überempfindlich sein. Dafür können Hochpotenzen verwendet werden.[2]
Sind Fieber und starke Mattheit vorherrschend muss beim Arzt eine Lungenentzündung ausgeschlossen werden. Eine Lungenentzündung ist eine schwere Erkrankung der Lunge und kann bei keiner oder falscher Behandlung schwerwiegende Folgen haben.

Wo wirkt es?: Senega wirkt auf die Atemwege und die Lunge (Respirationstrakt) schleimverflüssigend (sekretolytisch), schleimlösend und auswurffördernd (expektorierend). Des Weiteren soll es einen Einfluss auf den Wasserstoffwechsel haben. Aus diesem Grund wird es bei schwachen Menschen mit Wassereinlagerungen in der Haut (gedunsen) angewendet, um ableitend (drainierend) zu wirken.[2]

In welchem Alter?: Es wird eher für ältere Patienten und für Kinder empfohlen, die nur unter Mühe abhusten können. Gerade hier kommt die schleimverflüssigende (sekretolytische), schleimlösende und auswurffördernde Wirkung zum Tragen. Speziell bei Kindern kann es zusätzlich bei Halsdrüsengeschwülsten (Skrofulose oder Lymphatismus) angewendet werden.[1]


Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten zeigen schlaffe, und hängende Haut. Das Unterhautfettgewebe ist verdickt durch Wassereinlagerungen und sieht dadurch aufgedunsen aus. Die Schleimhäute der Atemwege sind trocken, brennen und fühlen sich wund an. Husten ist schmerzhaft und ended häufig mit Niesen. Der Schleim ist zäh und schwer löslich. Der Urin enthält Schleimflocken, brennt und ist reichlich.[1]

Verbesserung: Rückwärtsbeugen des Kopfes, Wärme, Bewegung und heftiges Schwitzen bessern die Beschwerden.[2][3]

Verschlechterung: Frische Luft und Ruhe verschlechtern die Beschwerden häufig. Außerdem können Berührung und Klopfen auf den Brustkorb als negativ empfunden werden.[2][3]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Stimmung ist reizbar und ärgerlich.[1] Der Patient erinnert sich plötzlich an unwichtige Orte, die er vor langer Zeit gesehen hat. Weiterhin erscheint der Patient streitsüchtig.[4]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es bestehen Schmerzen im Bereich der Schläfen und ein berstender Schmerz in der Stirn. Die linke Gesichtshälfte ist gelähmt und fühlt sich heiß an. Brennende Blasen befinden sich an den Mundwinkeln und Lippen. Die Augen fühlen sich schwach an. Es scheint, als seien die Augäpfel zu groß für die Augenhöhlen und ständen unter Druck. Die Bindehäute sind trocken und juckend, wie von Sand oder Tränen. Die Lider zeigen sich ebenfalls trocken und verkrustet. Durch die Trockenheit kommt es zum Reiben und darauffolgendem Tränen der Augen mit zähem Schleim. Die Nase weist ebenfalls trockene Schleimhäute auf, welche zur Krustenbildung neigen.[1][2][4]

Brust- und Atmungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Trockener Husten oder mühsames Auswerfen zähen Schleims sind vorherrschend. Es kommt zu Rasselgeräuschen beim Atmen aufgrund von Schleimansammlungen. Die Patienten leiden unter Rauheit und Kratzen in der Kehle. Im Bereich des Kehlkopfes wie auch in der Luftröhre, findet sich zäher Schleim. Hustenanfälle endigen mit Niesen. Das Reden ist durch die trockenen Schleimhäute schmerzhaft.
Im Brustbereich besteht Druck- und Engegefühl. Die Brustwände unter den Rippen sind durch Wundheitsgefühl und lebhafte Schmerzen gekennzeichnet. In Ruhe sind die Schmerzen heftiger, treten jedoch auch in Bewegung auf.[1][2][4]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kennzeichnend sind Ekel, Übelkeit, Magendruck und starker Durst. Weiterhin kommt es zu Durchfällen mit Koliken (krampfartige starke Bauchschmerzen) und Blähungen.[1]

Harn- und Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es besteht vermehrter oder verminderter Harndrang. Im Besonderen kommt es zu hustenabhängiger Harninkontinenz (nicht steuerbarem Harnabgang).[4] Beim Wasserlassen kann es zu Brennen und Kitzeln in der Harnröhre kommen. Der Harn ist und mit Schleimfäden durchzogen und flockig.[1] Schmerzen können von den Nieren in den Rückenbereich ausstrahlen.[2]

 

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Drosera rotundifolia

Bekannt auch unter dem Namen Rundblättriger Sonnentau aus der Familie der Sonnentaugewächse (Drosaceraceae). Das Mittel wird eher bei Krampf- und Keuchhusten mit Erbrechen und Würgen eingesetzt. Zähschleimiger Husten ist nicht vorhanden. Im Gegensatz zu Senega sollte der Harn unauffällig sein. Vorherrschende Symptome sind Gliederschmerzen und Steifigkeit der Gelenke.[1]

Kalium carbonicum

Gleichbedeutend mit Kaliumcarbonat. Im Unterschied zu Senega stehen Schwäche und Blutarmut (Anämie) im Vordergrund. Es schwächt die Symptome verschiedener Herzleiden ab. Ödeme und Kurzatmigkeit können eine mögliche Folge von Herzschwäche sein und lassen sich sehr gut mit Kalium carbonicum therapieren. Im Hinblick darauf kann das Mittel gegen Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen wie Extrasystolen eingesetzt werden. Verschlimmerungen treten weniger durch Berührungen, sondern durch das Liegen auf der linken Seite und durch Kälte ein. Verbesserungen können durch Wärme erzielt werden.[1]

Rumex crispus

Rumex crispus (Ampfer), ein Kreuzblumengewächs, wird beim charakteristischen trockenen Kitzelhusten bei Grippe und speziellen Infektionserkrankungen der Lunge und des Kehlkopfes (Lungen- und Kehlkopftuberkulose) eingesetzt.

Die Durchfälle sollten bei der Anwendung von Rumex zeitlich abhängig sein. Frühdurchfälle, die den Patienten aus dem Bett treiben, kennzeichnen die Heilanzeige (Indikation). Husten ist ebenso wie bei der Anwendung von Senega vorhanden, jedoch vornehmlich nachts auftretend.[1]

Allium cepa

Allium Cepa ist die Küchenzwiebel, die ein sehr breites Anwendungsgebiet besitzt. Gut einzusetzen bei bellendem und schmerzhaftem Kitzelhusten im Hals. Sowohl bei Husten als auch bei Schnupfen anzuwenden. Die Verwendungen in Bezug auf die Augen sind im Gegensatz zu Senega bei der Küchenzwiebel eher tränenreich und nicht trocken. Auch der Kehlkopf ist nicht von Trockenheit gekennzeichnet, sondern von viel Sekret.[1]

Capsicum annuum

Der Spanische Pfeffer. Genauso wie bei Senega leidet der Patient unter Berührungsempfindlichkeit. Bei Capsicum sollte diese jedoch besonders im Halsbereich und nicht im Brustbereich vorherrschend sein. Atemgestank (Foetor ex ore) ist besonders auffällig und bei Senega nicht als Leitsymptom vorhanden. Ein weiterer Unterschied in der Anwendung von Capsicum ist eine Verschlimmerung nach dem Essen.[1]

Bryonia alba

Die Zaunrübe. Bryonia wird bei langsam fortschreitenden Erkrankungen angewendet. Die Schleimhäute sind trocken und gerötet. Bryonia-Patienten erfahren eine Verschlimmerung nach dem Essen in den Morgenstunden, bei Bewegung und heißem Wetter.

Berührungsempfindlichkeit wie bei Senega ist eher nicht vorhanden. Die Augen sind ebenfalls von Entzündungen, jedoch weniger von Trockenheit gekennzeichnet. Ein besonders deutlicher Unterschied besteht in den Harnorganen. Bei Senega-Patienten ist die Urinproduktion reichlich und bei Bryonia steht der spärliche Urin dazu im Gegensatz.[1]

Hintergrundinformationen

Senega wächst bevorzugt in trockenen, lichten und steinigen Wäldern im östlichen Nordamerika. Das Verbreitungsgebiet geht von Alberta und New Brunswick über Neuengland und den Mittleren Westen der USA bis Arkansas, Tennessee und Georgia.Für die Herstellung von homöopathischen Mitteln werden die getrockneten und meist zerkleinerten Wurzeln einschließlich des Wurzelkopfes verwendet. Der Geruch kann als schwach süßlich oder leicht ranzig beschrieben werden. Der Geschmack ist kratzend und etwas scharf. Beim Einatmen von Pulver der Pflanzenwurzel wird ein Niesreiz ausgelöst.

Die Wirkungsweise wird als sekretverflüssigend (sekretolytisch) und auswurffördernd (expektorierend) angegeben. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es bei Entzündungen der oberen Luftwege (Katarrhe) angewendet. In der Schulmedizin ist Senegawurzel Bestanteil von schleimlösendem Hustensirup und Bronchialpastillen.[5]