Globuli von R bis S

Scrophularia nodosa Globuli

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Das homöopathische Arzneimittel Scrophularia nodosa wird aus der Tinktur der Knotigen Braunwurz (Scrophularia nodosa), einer in Mitteleuropa verbreiteten ausdauernden, krautigen Pflanze hergestellt. Die Arznei hat eine ausgeprägte Wirkung auf die Drüsen, den Magen-Darmtrakt und die Haut.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Scrophularia nodosa Globuli können angezeigt sein bei Menschen, die an harten Schwellungen der Drüsen, kolikartigen Schmerzen oder Hämorrhoiden leiden.

Wo wirkt es?: Scrophularia nodosa wirkt auf die Drüsen bei Verhärtungen und Tumoren. Zudem wirkt die Arznei im Bereich von Magen und Darm, wo die Symptome auf Verdauungsschwäche, Schmerzen, Krämpfe und Hämorrhoiden hinweisen. Scrophularia nodosa kann zudem bei Hautjucken, ohne sichtbare Hautveränderungen, angezeigt sein.

In welchem Alter?: Scrophularia nodosa Globuli können in jedem Lebensalter angewendet werden. Aufgrund der typischen Krankheitszustände und klinischen Erfahrungen ist die Arznei allerdings öfter im mittleren und höheren Lebensalter angezeigt.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Neigung zu harten Drüsenschwellungen.
  • Krampfartige Bauchschmerzen (Koliken) in Nabelbereich.
  • Schmerzhafte, blutende und vorfallende Hämorrhoiden.
  • Kribbelndes Hautjucken ohne sichtbare Hautveränderungen.
  • Schmerzen in allen Muskeln der Extremitäten.
  • Vorhandensein einer starken Lichtscheu.
  • Ein Gefühl von Benommenheit und große Schläfrigkeit.
  • Schnelle Erschöpfbarkeit des kranken Menschen durch Gehen. [1][2][3]

Verbesserung: Im warmen Zimmer.

Verschlechterung: Liegen auf der rechten Seite, durch Druck, nach dem Essen und in kalter Luft.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen, die in ihrer Krankheit Scrophularia nodosa benötigen, können sich stark benommen fühlen. Dieser Zustand tritt morgens sowie vor und nach den Mahlzeiten verstärkt auf. Es kann ein elendes und träges Gefühl des Verstandes beim Herumgehen bestehen. Schwermut und depressive Gefühle, die sich beim Gehen verstärken. Verzweiflung und große Besorgnis wegen der Zukunft. Die Kranken können auch ärgerlich, zornig, sogar jähzornig sein. Ihr Zustand kann sich durch diese Emotionen verschlimmern.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Schwindel, der im Scheitel empfunden wird, mit drückender Empfindung und sich im Stehen verschlimmert. Schläfrigkeit mit Schmerz von der Stirne zum Hinterkopf. Die Kopfschmerzen können sich im Liegen, an der frischen Luft, beim Vorwärtsbeugen und intensiver geistiger Beschäftigung (Studieren) verschlimmern. Ekzem hinter den Ohren. Milchschorf.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Wärme der Wangen. Quälende Lichtscheu (Photophobie). Heftige, schneidende Schmerzen in den Augäpfeln, die stundenlang anhalten und sehr erschöpfen; hat kaum noch die Kraft die Augen zu bewegen. Krampfhaftes Zusammenziehen der Lider (Blepharospasmus). Flecken, schwarze Punkte beim Sehen. Sehen von Gegenständen vor geschlossenen Augen. Pulsierende Stiche in der Gegend der (rechten) Augenbraue. Entzündung und Hautausschlag um das Ohr herum. In der Ohrmuschel tiefe Geschwüre. Taubheit vor und nach der Monatsblutung. Die Taubheit bessert sich, während die Regel fließt.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Starke Atemnot, die durch Liegen auf der rechten Seite verschlimmert wird. Dabei bestehen Brustbeklemmung und Zittern. Ist zu schwach zum Sprechen. Stiche in der Luftröhre und in der Brust. Zusammenschnürungsgefühl. Unbeschreibliche Angst in der Herzgegend, dabei Herzklopfen, das man noch aus einigen Metern Entfernung hört. Asthma. Harte, aber wenig schmerzhafte Knoten in der Brustdrüse.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bitterer Geschmack im Mund. Bläschen an die Innenseite der Lippen. Reichliches Bluten des Zahnfleisches und Lockerung der Zähne. Zäher, dicker und übelschmeckender Schleim im Hals, schlimmer morgens und vormittags. Sinkendes Gefühl in der Magengrube. Gefühl, als hätte man gefastet oder eine gewohnte Mahlzeit ausgelassen. Schmerzen im rechten Oberbauch und in der Leber, bei Druck auf die Leberregion. Der Schmerz kann schneidend sein. Um den Nabel herum starke krampfartige Schmerzen (Kolik). Ekzem um den Nabel. Schmerzen im Enddarm (Rektum). Schmerzhafte, blutende und vorfallende (prolabierende) Hämorrhoiden. Die Stühle gehen unter krampfhaftem und schmerzhaftem Zusammenziehen (Tenesmus) des Afters ab. Chronische, eitrige Absonderung aus dem After.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Unwillkürliches Wasserlassen tagsüber, bei Kindern, die älter als 4 Jahre alt sind (Enuresis diurna). Starker Juckreiz der weiblichen Geschlechtsteile, in der Scheide (Pruritus vagina). Wiederkehrende Entzündungen der Gebärmutter (Metritis), begleitet von schmerzhaften Hämorrhoiden. Knotige Verhärtungen in den Hoden.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nackensteifheit mit Verhärtung und Verkürzung des großen Nackenmuskels (Trapezius). Ziehende Schmerzen in den Beugemuskeln der Arme und Beine. Prickeln in den Extremitäten, als wäre auf einen Nerven geschlagen oder dieser gequetscht worden. Schneidende Schmerzen in allen Muskeln der Arme. Es kann eine große körperliche Schwäche auftreten, die es fast unmöglich macht, eine kurze Strecke zu gehen.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Haut ist fahl und blass. Vergrößerte und harte Drüsen am Hals, in den Achseln und in der Leiste. Geschwürbildung der Haut. Prickelndes, kribbelndes Jucken am ganzen Körper, wie von Flohbissen, ohne sichtbare Veränderung der Haut. Besonders stark ist das Jucken auf den Handrücken, an der Innenseite des Handgelenkes und zwischen den Fingern.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Große Schläfrigkeit mit Mattigkeit. Schläfrig vor allem morgens und nach den Mahlzeiten. Schreckliche Träume.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Conium maculatum

Conium ist neben Scrophularia nodosa eine der Arzneien, die bei harten Drüsenschwellungen angezeigt sein können. Das Arzneimittel kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn die Verhärtungen in Folge von Quetschungen von Drüsengewebes, z.B. der Brustdrüsen oder Hoden, entstanden sind. Zudem wird die Arznei eingesetzt bei Schwellung, Verhärtung und Tumoren der Halslymphknoten. Die Arznei Conium gehört zudem zu den Mitteln, die bei bestimmten Fällen von ausgeprägter Lichtscheu (Photophobie) angezeigt sein können Es kann Lichtscheu mit starkem Tränenfluss bestehen. In der Dunkelheit bessern die Gemütsverfassung, die Augenbeschwerden und selbst eine eventuell vorhandene Übelkeit oder Erbrechen. Ein Kranker, der Conium benötigt, kann an scharfem Sodbrennen und starkemAufstoßen leiden, welches schlimmer wird beim zu Bett gehen. Der Bauch ist empfindlich und fühlt sich wie zerschlagen an. Nach jedem Stuhlgang kann eine zittrige Schwäche bestehen. [3][4]

Nitricum acidum

Nitricum acidum ist neben Scrophularia nodosa eine der Arzneien, die bei stark schmerzenden Hämorrhoiden, mit Hervortreten und Bluten beim Stuhlgang, Anwendung finden können. Menschen, die in ihrer Krankheit Nitricum acidum benötigen können reizbar, halsstarrig oder boshaft sein. Es kann Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung bestehen. Auch eine ausgeprägte Furcht vor dem Tod kann vorhanden sein. Die Menschen sind empfindlich gegen Berührung, Erschütterung, Schmerz und Geräusche.Die Arznei hat eine ausgeprägte Wirkung auf Magen und Darm. Es können tiefe blutige Risse an den Körperöffnungen oder in der Mitte der Zunge vorliegen. Der Kranke kann ein Verlangen nach fetten oder salzigen Speisen haben. Eine hartnäckige Verstopfung mit Rissen im Enddarm (Rektum) kann bestehen. Der Kranke muss stark pressen, aber es erfolgt wenig Stuhlgang. Die Risse am After schmerzen während des Stuhlgangs, als würde im Rektum etwas zerrissen. Es können heftig schneidende Schmerzen auftreten, die nach dem Stuhlgang stundenlang anhalten.Stechende Schmerzen, wie von Splittern können vorhanden sein. Nitricum acidum kann zudem als ein Arzneimittel bei chronischen, schmerzlosen Drüsenschwellungen angezeigt sein. [3][5]

Ruta graveolens ist neben Scrophularia nodosa eine der Arzneien, die beiDrüsenerkrankungen und bösartigen Erkrankungen des Darmes angezeigt sein können. Ruta graveolens gehört zu den Arzneien, die bei bösartige Tumoren des unteren Darmabschnitts eingesetzt werden. Eine Anwendung bei Lymphdrüsenkrebs(Morbus Hodgkin) ist ebenfalls beschrieben.Treten Magenschmerzen auf, so können diese von anhaltendem, nagendem Charakter sein. Es kann häufiger Stuhldrang bestehen, der aber erfolglos bleibt. Kommt es zum Stuhlgang, sind die Stühle nur schwierig und unter Pressen zu entleeren. Eine Verstopfung kann sich mit schleimigen und schaumigen Stühlen abwechseln. Mit dem Stuhl kommt es zur Absonderung von Blut. Im Sitzen treten reißende Schmerzen im Enddarm (Rektum) auf. Bei jedem Stuhlabgang kann es zum Vorfall (Prolaps) des Afterskommen. Ruta graveolens kann zudem eine hilfreiche Arznei bei einem Vorfall nach der Entbindung oder ausgelöst durch Bücken und Hinkauern sein. [3][6]

Hintergrundinformationen

Das homöopathische Arzneimittel Scrophularia nodosa wird aus der Tinktur der Knotigen Braunwurz (Scrophularia nodosa), einer in Mitteleuropa verbreiteten ausdauernden, krautigen Pflanze hergestellt.

Die moderne Medizin kennt für Scrophularia nodosa keine Anwendungsgebiete. In der Volksheilkunde wird der Tee aus der Knotigen Braunwurz gegen Hauterkrankungen wie Akne und Ekzeme verwendet. Weitere Krankheiten, bei denen der Tee empfohlen wird, sind Drüsenschwellungen, Geschwülste, Hämorrhoiden und Harnverhaltung. [9]

Die Arznei wird in der Homöopathie in Kliniken von erfahrenen Ärzten eingesetzt bei bestimmten Formen von Blutkrebs (lymphatischer Leukämie). Angewendet wird Scrophularia nodosa auch bei Krebserkrankungen der Lymphknoten, Tumoren der Halslymphknoten, Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin). Bei gutartigen Knoten in den Brüsten, bei Brustkrebs und dessen Vorstufen (Präkanzerose) wird der Arznei die Eigenschaft zugeschrieben, die Tumore „zu erweichen“ und die Drüsen wieder auf ihre normale Größe zu bringen. Desweiteren wird die Arznei angewendet bei harten Knoten und Vergrößerungen der Schildrüse (Struma).

Die in diesem Zusammenhang angegebenen Dosierungen sind D3 oder Gaben der homöopathischen Tinktur der Pflanze (Urtinktur), z.B. 4 Tropfen in etwas Wasser, zwei Mal täglich. Auch die äußerliche Anwendung der Arznei, durch das Aufbringen der Tinktur auf die erkrankten Drüsen wird empfohlen.