Globuli von R bis S

Sabal serrulatum Globuli

© panthermedia.net / Willy Brüchle

Das homöopathische Mittel Sabal serrulatum ist heute auch unter der Bezeichnung Sabal Serrulata bekannt. [1] Der lateinische Begriff kommt von dem deutschen Begriff „Sägepalme“, aus welcher der Wirkstoff gewonnen wird. Die Sägepalme wächst überwiegend an den Küsten Floridas. Im Herbst trägt die Sägepalme dunkelrote Früchte (Beeren), welche zur Herstellung medizinscher Wirkstoffe genutzt werden.

Die Arznei wird hauptsächlich bei männlichen Patienten zur Behandlung von Beschwerden der Prostata und der ableitenden Harnwege, sowie bei Beschwerden der Geschlechtsorgane eingesetzt. Seltener wird es bei Frauen im Zusammenhang mit Eierstock-, Gebärmutter- und Brustdrüsen-Beschwerden empfohlen. Eine Therapie mit Sabal serrulatum sollte immer von einem Homöopathen oder einem Arzt mit homöopathischer Zusatzausbildung begleitet werden.[2][3]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Hilfreich könnte die Arznei bei ängstlichen, leicht reizbarenMännern mit Schlafstörungen sein, welche an Beschwerden der ableitenden Harnwege (z. B. Blasenentzündung) leiden und/oder an einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) mit resultierenden Störungen beim Harn ablassen (Miktionsstörungen) und/oder an einer Prostataentzündung. Bei entzündeten Eierstöcken, Eileiterentzündungen, Gebärmutterverlagerungen und geschwollenen Brustdrüsen kann es sich hilfreich zeigen.[2][4]

Wo wirkt es?: Sabal serrulatum zeigt seine Heilwirkung hauptsächlich an den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen und den ableitenden Harnwegen. [2]

In welchem Alter?: Das Medikament scheint vor allem für Männer in jungen und fortgeschrittenen Jahren geeignet zu sein. Für die Einnahme bei Frauen wurde kein Alter festgelegt. [6]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Bei männlichen Patienten mit einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) und/oder Beschwerden der ableitenden Harnwege geeignet. Bei der gutartigen Prostatavergrößerung kommt es meist zu Störungen in der Harnblasenentleerung und in der Harnblasenspeicherung (Harn in der Blase behalten).[2][7]
  • Bei Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane wie juckende und schmerzende Hoden, zähflüssiges, warmes Sperma und Schmerzen ausgehend von Penis und Hoden hinauf in den Bauchraum kann die Arznei hilfreich sein.
  • Bei Frauen wird Sabal serrulatum für Blasen- und Eierstockentzündungen empfohlen, aber auch für Gebärmutterverlagerungen und zur Behandlung von empfindlichen, angeschwollenen Brustdrüsen. [2]
  • Starke, stechende Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten und auch schnell wieder verschwinden. Sie sind häufig mit Schwindel einhergehen.
  • Stechende Magenschmerzen, die auch den ganzen Bauchraum durchziehen können
  • Schmerzen im Bewegungsappartat. Besonders hilfreich ist es hier bei Rückenschmerzen und Schmerzen, die von den Schenkeln aus in die Waden ziehen.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten sind oft verwirrt vor allem, wenn sie nachdenken müssen. Gelesenes aufzunehmen und zu verstehen fällt schwer. Sie sind leicht reizbar und ungeduldig. Sie beschäftigen sich mit ihrer Erkrankung und wollen allein gelassen werden. Zeigt Jemand Mitgefühl, so macht es die Kranken ärgerlich und reizbar. Vor dem Einsetzen der Menstruation sind Frauen sehr ängstlich.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten berichten von starken Kopfschmerzen, die plötzlich kommen oder auch wieder vergehen. Oftmals begleitet schwindel die Kopfscherzen. Der Kopfschmerz kann in allen Bereichen des Kopfes auftreten. die von Schwindel begleitet sind.[20]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Besonders auffällig ist das Gefühl, als wäre die Kehle innen von Öl überzogen, begleitend von brennenden und stechenden Schmerzen im Hals.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Kranken haben meist einen guten Appetit. Die Patienten beschreiben auch einen plötzlich auftretenden, krampfartigen Schmerz, der den ganzen Bauchraum durchzieht. Der Schmerz strahlt in verschiedene Richtungen aus, zu den Beinen und zu den Eierstöcken, in denen er dann auch bleibt. Patienten berichten hauptsächlich von Schmerzen in der linken Seite des Bauchraums, aber die Schmerzen können auch auf die rechte Seite wechseln.[2]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten klagen über schmerzhaftes Harnen, das bei Frauen mit Schmerzen in den Eierstöcken verknüpft ist. Die Patienten haben das Gefühl, dass die Harnblase zu sehr gefüllt ist. Sie berichten von starken Schmerzen zu Beginn des Urinierens und es fühlt sich an, als ob der Urin durch einen sehr engen Gang gepresst wird. Sie haben das Gefühl eines Gefäßverschlusses in der Harnröhre. Begleitend werden stechende Nierenschmerzen beschrieben und auch Kopfschmerzen sind häufig in Verbindung mit den genannten Beschwerden. Bei Männern mit vergrößerter Prostata ist Sabal serrulatum eventuell hilfreich. Sie berichten von stetigem Harndrang mit häufigem Wasser lassen.[2]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Männer können über lästige, ziehende Schmerzen in den Samensträngen klagen, bei gesteigerter Libido. Sie klagen über ein Kältegefühl in den Hoden, diese können sich zurückbilden (Atrophie). Die Ejakulation kann schmerzhaft sein. Der Patient leidet nach dem Geschlechtsverkehr häufig unter starken Rückenschmerzen.Frauen zeigen- genau wie männliche Patienten- eine ausgeprägte sexuelle Lust. Auch stechende Schmerzen ausgehend vom rechten Eierstock hinunter laufend in den rechten Schenkel und in den Uterus werden beschrieben, sowie eine unerklärliche Zunahme an Größe und Gewicht der Brüste.[20]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Patienten beschreiben Schmerzen im unteren Rücken. Bei Frauen treten diese Schmerzen v. a. vor der Menstruation auf und bei Männern mit Prostataleiden v. a. nach dem Geschlechtsverkehr.[2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Cantharis

Cantharis ist ein veralteter Begriff für „spanische Fliege“. Im Gegensatz wirkt Cantharis auch auf das gesamte Gefäß- und Nervensystem, die Magen- und Darmschleimhaut, die Schleimhaut der Atmungsorgane und die Haut. Cantharis wird auch Patienten empfohlen, die brennende Schmerzen in den inneren Körperteilen verspüren. Ein ständiges Gefühl der Erektion beim Mann, Menstruationsschmerzen bei der Frau und eine zurück gebliebene Plazenta (nach Entbindung) sind ebenfalls ein Anzeichen für Cantharis. Zu den Cantharis Symptomen zählen auch: Harnverhalt mit starken Schmerzen in der Blase, Harndrang, nur in Tropfen ablassbarer Harn, geteilter Harnstrahl, brennender Schmerz beim Harn ablassen, dunkler- oder blutiger Urin und Entzündung der Harnblase und der Harnröhre (auch Eiter möglich). An Cantharis kann bei einer Entzündung der Eierstöcke gedacht werden.

Verschlechterung: Nach Kaffee Konsum, beim Trinken, bei Bewegung und Berührung.[8]

Conium

„Gefleckter Schierling“ ist die deutsche Übersetzung für Conium. Die Patienten sind hypochondrisch und hysterisch veranlagt. Vor allem für ältere Männer mit Prostataleiden, welche ständig erregt sind und eine hart-knotige Prostata haben, wird Conium empfohlen. Aber auch für Schwangere, die ein Verlangen nach Kaffee, salzigen und sauren Speisen haben, könnte diese Arznei geeignet sein. Conium wirkt auf das Nervensystem, auf Abmagerung bedingt durch Krebs oder Tuberkulose; auf die Augen; auf Lähmungserscheinungen; nach einem Schlaganfall; Schwindel: Conium wirkt wie Sabal serrulatum auch auf die Harnorgane.Conium könnte helfen, wenn Blut und Eiter im Harn nachweisbar sind, Harnzwang und Schwierigkeiten beim Harnen, bedingt durch die benigne Prostatahyperplasie.

Verschlimmerung: Bei körperlicher und geistiger Anstrengung während des Essens, durch Kälte und nachts.

Verbesserung: Im Dunkeln.[12]

Selenium

Selenium wird aus dem körpereigenen Spurenelement Selen hergestellt. Die Patienten sind oft schwach und müde (schlafen daher viel), weshalb sie nach geistiger und körperlicher Arbeit sehr schnell erschöpft sind. Selenium Patienten sind meist abgemagert, v.a. im Gesicht, an den Händen und Schenkeln.Anders als Sabal serrulatum Patienten leiden Selenium Patienten neben völliger nervlicher Erschöpfung an Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit mit Erbrechen, Vergrößerung der Leber, Hautausschlag in Nähe der Leber, Verstopfung, Appetitverlust, belegte Zunge, unkontrollierbarer Samenverlust im nicht erregten Zustand und Impotenz.
Selenium wirkt ebenfalls auf die Harnorgane. Bei jungen Männern mit Prostataleiden, die sehr oft erregt und dadurch erschöpft sind, wird Selenium häuiger empfohlen. Selenium ist gut geeignet bei unwillkürlichem Harnverlust nach dem Toilettengang, v. a. beim Gehen und starken Schmerzen beim Harn ablassen
Verschlimmerung: Personen sind nach dem Schlaf noch erschöpfter, im Liegen, nach Tee- und Weinkonsum, bei heißem Wetter, in der Sonne und durch Zugluft. [15][16][6]

Hintergrundinformationen

Schon die Ureinwohner Floridas (Seminolen) haben die Wirksamkeit der Sägepalme entdeckt. Sie verwendeten die Beeren nicht nur als Nahrungsmittel, sondern nutzten sie auch als pflanzliche Medizin. In Europa wurde die Heilkraft der Pflanze erst im 20. Jahrhundert entdeckt. In den Beeren sind pflanzliche Hormone (Sterole), langkettige Zuckermoleküle, sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) und pflanzliches Öl enthalten.[3][5][19]

Die Wirkstoffe der Sägepalme sind in einigen Mitteln enthalten. Entweder bestehen die Mittel nur aus den Wirkstoffen der Sägepalmenfrüchte oder sie beinhalten verschiedene Kombinationen aus Sägepalme mit Brennnessel oder Sägepalme mit Kürbis.

Jedes dieser Mittel wird für Männer mit Prostata Beschwerden oder auch bei Frauen mit Harnentleerungsstörungen empfohlen. Die Anwendung, Dosierung und Wirkstoff-Kombination sollte immer mit einem Arzt mit homöopathischer Zusatzausbildung oder einem Homöopathen abgesprochen werden. Zum Ausschluss anderer Ursachen für die Prostata- oder Harnentleerungsstörungen sollte zunächst immer ein Urologe (Facharzt für harnbildende- und harnableitende Organe und männliche Geschlechtsorgane) aufgesucht werden.[3]