Anwendungsgebiete - Haut & Haare

Globuli gegen Schwitzen

© PantherMedia / Franck Camhi

Der menschliche Körper produziert täglich etwa einen halben Liter Schweiß. Bei sportlichen Aktivitäten, starker Hitze, psychischer Stress oder Fieber kann sich die Menge auf mehrere Liter erhöhen. Schwitzen ist völlig normal und sogar notwendig. Der Körper reguliert so seine Temperatur und schwemmt Giftstoffe aus.

Etwa 1 bis 2% der Deutschen leiden jedoch an Hyperhidrosis – einer krankhaft übersteigerten Schweißproduktion, die für die Betroffenen äußerst belastend sein kann. Hyperhidrosis macht sich besonders an den Handflächen, Fußsohlen, in den Achselhöhlen und am Kopf bemerkbar.[1]

Der folgende Text informiert darüber, welche Globuli häufig bei vermehrtem Schwitzen eingesetzt werden.

Angewendete Globuli bei übermäßigem Schwitzen

Gewichtsreduktion, Salbeipräparate und das Tragen von weiter, leichter Kleidung aus Leinen oder Baumwolle sind erste Maßnahmen, die bei starkem Schwitzen Abhilfe schaffen können. Auch der Verzicht auf Kaffee, Tee, scharfe Speisen und Alkohol ist anzuraten.[1]

Ergänzend werden oft folgende homöopathische Mittel bei verstärkter Schweißproduktion verwendet:

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Hitzewallungen, Nachtschweiß, vermehrtes Schwitzen

Begleiterscheinungen können blaue Flecken, saures Aufstoßen, Aphten, Müdigkeit, und Gelenkentzündungen sein. Außerdem ist die betroffene Person oft hektisch. Auslöser ist Stress.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Acidum sulfuricum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schwitzen, Schüttelfrost, Grippe, Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Ohrenschmerzen

Begleiterscheinungen sind Krämpfe, Zahnschmerzen und Darmkoliken. Außerdem ist die betroffene Person bockig, empfindlich, energiegeladen, hat oft ein rotes Gesicht, einen verschwitzten Kopf und ist unruhig. Auslöser sind Infekte.

Verbesserung:

Durch Ruhe und Sitzen.

Verschlechterung:

Durch Berührungen, Erschütterung, Kälte, Liegen, Lärm, Zugluft und abends.

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schweißausbrüche, grippale Infekte, rheumatische Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Blutarmut

Begleitbeschwerden sind Müdigkeit, Schwäche, Schlafstörungen, Schwindel, Ohrensausen, Nesselsucht, Nasenbluten, Kopfschmerzen, Heißhunger und Hämorrhoiden. Außerdem sind die betroffenen Personen oft idealistisch, künstlerisch, überempfindlich, erschöpft, niedergeschlagen, überreizt, haben eine gelbliche Blässe und Ringe um die Augen. Auslöser können diverse sein.

Verbesserung:

Durch Wärme, Druck, frische Luft und Zusammenkrümmen.

Verschlechterung:

Durch Berührung, Essen, Kälte, Zugluft, Nässe und nachts.

Angewendete(s) Mittel:

China officinalis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schwitzen, Abwehrschwäche, Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Eine Begleiterscheinung kann Gelenkschmerzen sein. Auslöser sind Infekte und Schilddrüsenfehlfunktion.

Verbesserung:

Durch Kälte und Bewegung.

Verschlechterung:

Durch Wärme und Ruhe.

Angewendete(s) Mittel:

Kalium Jodatum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schweißausbrüche, Stockschnupfen, Fieber, Husten

Begleiterscheinungen können Asthma, Atemnot und Gelenkentzündungen sein. Außerdem ist die betroffene Person oft verschleimt und verschwitzt. Auslöser sind Infekte.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Sambucus nigra

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schweißausbrüche, Nebenhöhlenentzündung, Hautausschlag

Begleiterscheinungen können Hautunreinheiten, Polypen, weiche Nägel und Warzen sein. Außerdem ist die betroffene Person blass, hübsch und gepflegt. Auslöser kann eine hormonell bedingte Erkältung oder Impfschäden sein.

Verbesserung:

Durch Bewegung und Wärme.

Verschlechterung:

Durch Kälte, Nebel und Nässe.

Angewendete(s) Mittel:

Thuja occidentalis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

[2]

Zu beachten:

Eine deutlich übersteigerte Schweißproduktion sollte zunächst durch einen Arzt untersucht werden, um behandlungsbedürftige Ursachen wie Schilddrüsenüberfunktionen auszuschließen. Auch während der Wechseljahre kann es durch die Hormonumstellung zu starkem Schwitzen in Verbindung mit Hitzewallungen kommen.

Hyperhidrosis kann auch als Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel (Hormonpräparate, Herzmedikamente, Psychopharmaka u.a.) auftreten. Hier wird der Arzt individuell entscheiden, ob ein Präparatewechsel sinnvoll und geeignet ist.[1]

Für eine intensive Beratung zur ergänzenden Anwendung von Homöopathika kann ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie aufgesucht werden.