Anwendungsgebiete - Haut & Haare

Globuli gegen Dellwarzen

© PantherMedia / Judith Dzierzawa

Dellwarzen (Molluscum contagiosum) zählen zur Gruppe der Viruserkrankungen, da sie durch ein Virus der Pockengruppe ausgelöst werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch und gelangt über kleinste Wunden in die Haut. Nach erfolgter Infektion bilden sich innerhalb von 2 bis 8 Wochen meist vereinzelt stehende, glatte, weiche oder derbe Knötchen mit einer Eindellung in der Mitte. Sie können weiß, gelblich oder auch rötlich sein und entlassen auf Druck eine gräulich-breiige Masse. Betroffen ist nur die oberste Hautschicht; werden die Warzen aufgekratzt, befallen sie verursachenden Viren auch die umliegenden Areale. Bevorzugt werden Regionen wie das Gesicht, Augenlider, der Hals, die Achseln (Axillen), der Stamm oder die Genitalregion befallen. Meist bilden sich Dellwarzen innerhalb einiger Monate von selbst zurück.[1]

Am häufigsten betroffen sind Kinder, Personen mit Neurodermitis oder einer Immunschwäche. Warzen stellen ein weit verbreitetes, wenn auch harmloses Problem dar. Die Nachfrage nach alternativen Heilmethoden ist hoch. Die Anwendung von Globuli gegen Warzen erfordert jedoch viel Geduld und Konsequenz. Sinnvoll ist hier auch eine Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie.[2]

Angewendete Globuli gegen Dellwarzen

Je nach Beschreibung und Lokalisation können der nachfolgenden Tabelle zusätzliche einflussnehmende Faktoren, weitere Begleiterscheinungen und Hinweise sowie die empfohlenen Heilmittel inkl. Potenz und Dosierung entnommen werden. Es sollte stets das Mittel gewählt werden, dessen Arzneimittelbild am ehesten mit den persönlichen Umständen übereinstimmt.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Die Dellwarzen sind klein, flach, hautfarben, gruppiert

Die Dellwarzen treten vor allem an den Hände, im Gesicht und an den Füßen auf und haben keine Verhornungstendenz.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Durch Anstrengung.

Angewendete(s) Mittel:

Ferrum picrinicum

Potenz: D6

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Ferrum picrinicum ist besonders bewährt bei Schwimmbadwarzen und bei Warzen bei jungen Mädchen in der Pubertät.

Fettige Haut mit Warzen und Kondylomen (knötchenartige Hautverdickung in der Genitalregion)

Die Warzen treten an Fußsohlen, Fingern, Zehen, Geschlechtsorgan und Gesäß auf. Die betroffene Person hat häufig morgendlichen Durchfall und gehört zu den Menschen, die schnell frösteln und die bei feuchtkaltem Wetter oft eine Erkältung, Husten und Gelenkbeschwerden bekommen.

Verbesserung:

Durch Wärme.

Verschlechterung:

Durch Kälte und Nässe.

Angewendete(s) Mittel:

Thuja occidentalis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Dellwarzen bei einer Infektion mit dem Molluscum contagiosum Virus

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Vaccinotoxinum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Vaccinotoxinum kann auch vorbeugend gegen einen erneuten Ausbruch eingenommen werden. Bewährt ist auch die Einnahme in Kombination mit Cinnabaris und Dulcamara.

Rötungen um die Warzen herum, häufig mit Juckreiz im betroffenen Areal

Verbesserung:

Durch Ruhe und im Liegen.

Verschlechterung:

Im Liegen auf der rechten Seite.

Angewendete(s) Mittel:

Cinnabaris

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Durchscheinende und flache Warzen

Verbesserung:

Durch Wärme.

Verschlechterung:

Durch Nässe, Kälte und Wetterwechsel.

Angewendete(s) Mittel:

Dulcamara

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

[3][4][5]

Zu beachten:

Da es sich bei Dellwarzen um eine sexuell übertragbare Krankheit handelt und sie zudem gehäuft mit anderen Geschlechtskrankheiten oder HIV auftritt, sollte stets eine weiterführende Untersuchung beim Facharzt stattfinden, um begleitende Infektionen auszuschließen. In manchen Fällen bilden sich die Warzen nicht von selbst zurück und bilden Herde (Eczema molluscatum) oder entzünden sich zusätzlich durch Bakterien (bakterielle Superinfektion). Betroffene bemerken dies an auftretendem starken Juckreiz. Auch in diesem Fall sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.[6]

Nicht jede Veränderung der Haut ist gutartig und auch Hautkrebs kann zuweilen warzenähnliche Wucherungen auslösen. Treten die Veränderungen der Haut neu auf, sollten sie sicherheitshalber ärztlich abgeklärt werden. Eine Hautprobe kann klären, ob es sich um eine harmlose Warze oder um Hautkrebs handelt.[7]

Komplexmittel werden zur Behandlung in der Regel nicht empfohlen, da die homöopathische Behandlung sehr individuell ist und das jeweils passende Mittel sorgsam ausgewählt wird. Im Rahmen der indikationsbezogenen Homöopathie besteht aber die Möglichkeit, bei häufig vorkommenden Erkrankungen bereits bewährte Mittel anzuwenden. Darunter zählen sowohl Einzel- als auch Komplexmittel.[8][9]

Es wird darüber hinaus angeraten, Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufzusuchen, da diese, im Gegensatz zu Heilpraktikern, approbierte Ärzte sind und in Notfallsituationen entsprechend reagieren können.