Globuli von D bis F

Dulcamara Globuli

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Dulcamara, zu deutsch Bittersüß oder bittersüßer Nachtschatten, ist eines der bekanntesten Bestandteile für Globuli. So findet der Wirkstoff Solanin nicht nur seit langer Zeit in der Homöopathie, sondern auch in der Schulmedizin Verwendung. Dulcamara findet vor allem bei Frauen in der Behandlung von Erkrankungen der Harnwege Verwendung. Zusätzlich besitzt Dulcamara auch gegen viele andere Beschwerden, die im folgenden erläutert werden, lindernde Wirkung. In den üblichen Potenzen ist Dulcamara gut zur Selbstbehandlung geeignet.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Passende Charaktere für Dulcamara sind üblicherweise von nordischem Haut- und Konstitutionstyp. Ihre Haarfarbe ist dabei blond bis rötlich, die Haut ist blass und wird selbst im Sommer kaum braun. Sonnenbrände und Sommersprossensind in der heißen Jahreszeit häufig. Sie sind oft übergewichtet, dabei aber doch überdurchschnittlich groß. Charakterlich stehen Reizbarkeit, Ungeduld und Eifersucht im Vordergrund. Beste Wirksamkeit ist bei Patienten beschrieben die besonders empfindliche auf Nässe und Kälte reagieren.

Wo wirkt es?: Dulcamara kann in C-Potenzen vor allem bei seelischen Beschwerden hilfreich sein. Dabei wird eine positive Wirkung auf Geist und Gemüt beschrieben. Außerdem wird das Krankheitsgefühl des Patienten verbessert. Übrige Wirkorte sind vom Beschwerdebild abhängig, wobei hier meist D-Potenzen verwendet werden. Zusätzlich wird Dulcamara eine antientzündliche und schmerzlinderndeWirkung zugeschrieben.

In welchem Alter?: Dulcamara-Globuli können aufgrund dem Fehlen von Nebenwirkungen bei allen Altersklassen eingesetzt werden. Insbesondere im Kleinkindalter sind gute Wirkungen gegen Ohrenschmerzen beschrieben, während rheumatische Beschwerden im hohen Alter ebenfalls gut auf Dulcamara ansprechen sollen.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Anwendungsspektrum für Dulcamara-Globuli konzentriert sich dabei auf Beschwerden, die durch Wetterumschwünge bedingt sind. Typische Beispiele dafür sind Erkältungen in Spätsommer und Herbst, Herbstdiarrhoen, Blasenentzündungen und allergisches Asthma im Frühjahr. Besonders gute Wirksamkeit wird Dulcamara-Globuli auch gegen Hautprobleme zugeschrieben.[1]

Verbesserung: Eine Verbesserung wird meist durch trockenes und sonniges Wetter erreicht.

Verschlechterung: Die Beschwerden können sich durch Feuchtigkeit und Kälte verschlechtern.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Mittelohrentzündung: Betroffen sind fast ausschließlich Kinder und Jugendliche. Es kommt zu stechenden Schmerzen und einem Ohrgeräusch. Die Schmerzen können bis in der Hinterkopf ausstrahlen und so primär als Kopfschmerz beschrieben werden. Die Kinder sind unruhig und können nachts nicht schlafen.
Schlechter werden die Beschwerden nachts und durch Feuchtigkeit, besser durch warme Ohrwickel und Bettruhe.[2]

Bindehautentzündungen: Die Augen jucken und tränen stark. Es besteht eine sichtbare Rötung, die Pupillen sind geweitet und der Betroffene sieht vor allem morgens stark verschwommen. Das abgesonderte Sekret ist zähflüssiger als normale Tränenflüssigkeit und gelblich verfärbt. Eine Verschlechterung erfährt der Patient in den frühen Morgenstunden und nach dem Aufstehen, während eine Verbesserung durch trockene Luft und Wärme erreicht wird. Auch ein Schließen der Augen verringert den Juckreiz.

Halsschmerzen: Bedingt sind die Beschwerden klassischerweise durch eine vorrangegangene Unterkühlung, beispielsweise nach einem Schwimmbadbesuch. Bei den Halsschmerzen steht ein kratzendes Jucken des Rachenraums im Vordergrund, welches auch durch Husten nicht gelindert werden kann. Die Mandeln können stark geschwollen sein und das Atmen einschränken. Hilfreich sind dagegen heiße Getränke und Tees und das Warmhalten des Halses durch einen Schal. Verschlechtert werden die Beschwerden durch kalte Getränke, klares Wasser und Zugluft.[4]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Lippenherpes: Klassische Ursache ist ein Schwimmbadbesuch mit anschliessender Unterkühlung. Der Lippenherpes tritt relativ plötzlich und schnell auf. Er ist dabei stark juckend bei vergleichsweise geringer Schwellung. Wichtig ist es, Dulcamara-Globuli bereits bei den ersten Symptomen so früh wie möglich einzunehmen. Zusätzlich bestehen oft Gelenkbeschwerden.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Typische Symptome sind hier eine verstopfte Nase, tränende Augen und Atemnot. Eventuell abgehendes Nasensekret ist wie bei einer Erkältung gelblich verfärbt und dünnflüssig. Die Atemnot führt zu einem trockenen und bellenden Husten und zu einem geröteten Rachenraum. Zusätzlich kann auch Schüttelfrost und starkes Schwitzen bestehen. Besser werden die Beschwerden im Haus, während sie sich im Freien und im Liegen stark verschlimmern.[3]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Durchfälle: Die Durchfälle sind dabei oft von krampfartigen Beschwerden im Unterbauch begleitet. Der Stuhl kann eine grünliche Verfärbung aufweisen. Der Erkrankte hat eine starke Abneigung gegen alle Lebensmittel und kann sie weder sehen noch riechen, es besteht jedoch ein starker Durst. Zusätzlich können noch Übelkeit und Erbrechen bestehen. Meist erkranken die Patienten im Hochsommer.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Patient leidet häufig unter Blasenbeschwerden, da bereits geringste Verkühlungen zu Schmerzen und Entzündungen führen können. Ursächlich können aber auch Verletzungen, wie sie beispielsweise beim Legen eines Blasenkatether auftreten, sein. Das Urinieren bereitet den deutlich häufiger betroffenen Frauen meist starke krampfartige Schmerzen, die bis einige Minuten danach anhalten. Im Urin selbst können Blutbeimengungen vorhanden sein. Dulcamara-Globuli sollten erst nach ärztlicher Abklärung der Beschwerden eingenommen werden. Besser werden die Beschwerden durch Liegen unter dicken Decken, eine Wärmeflasche auf dem Bauch und trockenes Wetter, während eine Verschlechterung durch Wetterwechsel begünstigt wird.[7]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Betroffene Patienten leiden unter heftigsten Gelenk- und Ischiasschmerzen, die Gliedmaßen fühlen sich an als wären sie „eingeschlafen“. Zusätzlich können Kopf- und Muskelschmerzen bestehen. Auslöser sind meist eine Übernächtigung, starker Alkoholkonsum oder eine Unterkühlung, oft auch gleichzeitig. Auch nasse Kleider nach einem Sommerregen sind typische Ursache. Besser werden die Beschwerden in der Nacht, nach dem Essen und durch Wärme, schlechter sind sie bei Bewegung, im Freien und bei Nässe.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vornehmlich sind Arme und Beine betroffen, es kann jedoch sekundär zu einer Ausbreitung auf den ganzen Körper kommen. Typisch sind winzige, aber stark juckende Bläschen. Auch gegen Neurodermitis werden gute Ergebnisse beschrieben. Die Patienten kratzen sich stark, sodass einzelne Bereiche verkrustet oder blutig erscheinen können. Im Gegensatz zu vielen anderen Hautbeschwerden, verschlimmert sich der Juckreiz hier durch Kühlung der betroffenen Bereiche. Auslöser sind oft psychischer Ursache. Dabei sind die Patienten oft ruhelos, können ihre Freizeit nicht genießen und werden schnell eifersüchtig, was dann zu solchen Beschwerden führen kann.[6]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Als Folgen der Schlafstörungen steht hier weniger die Müdigkeit, sondern eine spürbar verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt. Auch eine „Schlafsucht“, also eine regelmäßige Schlafdauer von länger als 12 Stunden täglich kann gut mit Dulcamara-Globuli behandelt werden. Ursachen können vielfältig sein und sind meist psychischer Natur. Insbesondere bei Gewitter und Wetterumschwüngen nehmen die Schlafstörungen zu.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Passende Alternativen zu Dulcamara sind am jeweiligen Beschwerdebild individuell festzulegen. Dennoch gibt es einige Mittel, die ein ähnliches Wirkspektrum aufweisen.

Sarsaparilla

Insbesondere bei Beschwerden der ableitenden Harnwege wie Blasenentzündungen kann Sarsaparilla eine gute Alternative zu Dulcamara sein. Auch zur Therapie von Hautbeschwerden hat sich Sarsaparilla bewährt, auch wenn die Haut hier vor allem trocken erscheint. Sarsaparilla kann auch gegenrheumatische Gelenkbeschwerden eingesetzt werden und hat somit ein ähnliches Beschwerdebild wie Dulcamara.Typische Potenzen von Sarsaparilla sind D6 und D12 bei Harnwegsinfekten und D12 und D30 bei Hautbeschwerden.[9]

Cantharis

Vor allem bei Beschwerden der Harnwege wie Blasenentzündungen bei Frauen, kann statt Dulcamara auch Cantharis eingesetzt werden. Außerdem werden gute Wirkungen gegen juckende Hautausschläge (insbesondere Sonnenbrand) beobachtet. Genau wie bei Dulcamara ist auch bei Cantharis eine Verbesserung der Beschwerden durch Wärme häufig. Typische Potenz ist die Potenz D6, meist dreimal täglich zu jeweils fünf Globuli verabreicht.

Rhus toxicodendron

Ähnlich wie bei Dulcamara, sind auch hier die Charaktere äußerstkälteempfindlich. Die Beschwerden werden dagegen durch Wärme und trockenes Wetter verbessert. Rhus toxicodendron kann insbesondere beiLippenherpes, Erkältungssymptomen und Kopfschmerzen eine gute Alternative zu Dulcamara sein. Typische Dosierung erfolgt in den Potenzen D6-D12.

Hintergrundinformationen

Solanum dulcamara, zu deutsch Bittersüß genannt, ist eine Pflanze aus der Gattung der Nachtschatten (Solanum). Die Verbreitung dieser Kletterpflanze erstreckt sich von Europa und Asien bis nach Nordamerika. Die dunkel-violett blühende Pflanze kann bis zu 10 Meter hoch werden und verbreitet ihren Blütenduft insbesondere nachts.

Das Gift der Pflanze Solanin ist dabei in allen Pflanzenteilen enthalten. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung gibt es verschiedene Unterarten die unterschiedlich viel Gift enthalten. Mit zunehmendem Reifegrad der Beeren des bittersüßen Nachtschattens nimmt hier auch der Solaningehalt ab.
Solanin, welches im übrigen auch in den ebenfalls zur Gattung der Nachtschattengewächsen zählenden Kartfoffel und Tomate enthalten ist, ist nur in höheren Konzentrationen tödlich wirksam. Aus den Stängeln der Pflanze gewonnenes Solamin wird in der Schulmedizin gegen chronische Ekzeme wie Neurodermitis und andere Hauterkrankungen eingesetzt. Da hier deutlich höhere Konzentrationen eingesetzt werden, darf Solanin nicht in Schwangerschaft und Stillzeit verabreicht werden.
Neben der Verwendung in Globuli, lässt sich aus Pflanzenbestandteilen auch ein Tee herstellen, dem ähnliche Wirkungen wie den Globuli zugeschrieben werden. Allerdings ist hier aufgrund der unberechenbaren Toxizität der Pflanze Vorsicht angesagt. Eine laienhafte Verwendung ist daher keinesfalls zu empfehlen.
Zweige des bittersüßen Nachtschattens werden auch dazu verwendet Albträume zu vertreiben oder Schlafwandeln zu verhindern. Dazu werden die Zweige über das Bett gehängt.