Globuli von D bis F

Eupatorium perfoliatum Globuli

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Zur Herstellung des homöopathischen Arzneimittels Eupatorium perfoliatum dienen die frischen und zu Beginn der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile des Durchwachsenblättrigen Wasserdost, welcher auch unter dem Namen Durchwachsener Wasserhanf bekannt ist. Das homöopathische Mittel entfaltet seine Wirkung vor allem in den Knochen, aber auch im Magen-Darm-Trakt, in der Leber sowie in den Atemwegen und in der Muskulatur. Es hat sich zur unterstützenden Behandlung bei Fieber sowie grippalen Infekten bewährt und eignet sich sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen für eine Selbstmedikation.[1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Patienten, bei denen die Gabe von Eupatorium perfoliatum-Globuli angebracht ist, fühlen sich ausgesprochen krank und erschöpft. Sie empfinden ein Gefühl der Zerschlagenheit und leiden unter Knochen- und Gliederschmerzen am gesamten Körper. Oft leiden sie unter immer wiederkehrendem (periodischem) Fieber, Schüttelfrost sowie einer Überempfindlichkeit gegenüber Berührung.
Einsatzgebiet dieser Arznei können fieberhafte Erkrankungen jeglicher Genese sein, die mit morgendlichem Temperaturanstieg, immer wiederkehrenden (periodischen) Fieberschüben und Schüttelfrost einhergehen. Darüber hinaus ist es ein bewährtes homöopathisches Mittel bei einem grippalen Infekt, einer Bronchitis oder auch bei einer Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), welche mit einer ständig laufenden Nase einhergeht.

Wo wirkt es?: Eupatorium perfoliatum wirkt insbesondere auf die oberen und unteren Atemwege, wobei sich die oberen Atemwege von Nasenhöhle und Mundraum bis hin zum Rachen (Pharynx) erstrecken und die unteren Atemwege vom Kehlkopf (Larynx) bis in die Lungenbläschen (Lungenalveolen; kleinste Einheit des Lungengewebes). Daneben hat es aber auch eine Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt sowie den Stütz- und Bewegungsapparat.

In welchem Alter?: Eupatorium perfoliatum-Globuli können prinzipiell in jeder Altersklasse verabreicht werden. Bei Kindern kommt es vor allem dann zum Einsatz, wenn sie von einem grippalen Infekt, der von Fieber, Knochen- und Gliederschmerzen begleitet wird, sehr stark geschwächt sind. Bei Erwachsenen und älteren Patienten wird es daneben gern auch bei einer Entzündung der Bronchien (Bronchitis) oder der Nasenschleimhaut (Rhinitis) eingesetzt.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Patienten, bei denen die Gabe von Eupatorium perfoliatum angebracht (indiziert) ist, leiden unter heftigen Knochenschmerzen am ganzen Körper sowie unter einem Gefühl der Zerschlagenheit. Außerdem sind sie durch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit starker Erschöpfung, Gliederschmerzen sowie durch ein starkes Durstgefühl gekennzeichnet. Bisweilen sind sie auch von Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich der Augen, galligem Erbrechen und einer Überempfindlichkeit der Haut gegenüber jeglicher Art von Berührung geplagt.

  • Der Patient leidet unter immer wiederkehrenden (periodischen) Fieberschüben, die meist morgens beginnen und auch von Schüttelfrost begleitet sein können. Dieser scheint schlimmer zu werden, sobald er etwas trinkt.
  • Der Patient leidet unter starkem und unaufhörlichem Fließschnupfen.
  • Der Husten ist trocken und der vergebliche Versuch abzuhusten wird von starken Schmerzen begleitet. Dabei muss sich der Patient die Brust halten.
  • Der Patient verspürt ein starkes Durstgefühl. Wenn er dann trinkt, muss er sogleich gallig erbrechen.
  • Ein Kind mit grippalem Infekt empfindet Schmerzen in den Beinen und den Knochen. Es klagt über ständigen Kopfschmerz und fühlt sich sehr schwach.

Verbesserung: Der Zustand des Eupatorium perfoliatum-Patienten bessert sich typischerweise deutlich durch Ablenkung vom Krankheitsgeschehen, beispielsweise durch
eine Unterhaltung sowie durch eine Knie-Hand-Lage beim Husten. Dabei steht der Patient
auf allen Vieren und nur Hände und Knie berühren den Boden.

Verschlechterung: Eine Zustandsverschlechterung des Patienten tritt durch Bewegung, Nässe, Kälte und besonders auch durch kalte Luft ein.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Patient ist insgesamt stark erschöpft und fühlt sich schwach. Schon die kleinste Anstrengung kostet ihn ungemein viel Kraft.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein Kind mit grippalem Infekt klagt über einen dauerhaften Kopfschmerz, welcher mit dem Erwachen beginnt und über den gesamten Tag hinweg anhält. Das betroffene Kind empfindet es, als befände sich ein Gewicht im Hinterkopf, sodass es beim Anheben des Kopfes mit der Hand nachhelfen muss. Der Kopfschmerz selbst ist von klopfendem Charakter und erscheint als durchschießender Schmerz von der linken zur rechten Kopfseite.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Leidet ein Patient unter Fieber, so wird dieses häufig von drückenden Schmerzen im Bereich derAugen begleitet. Liegen gallige (biliöse) Störungen vor, so können sowohl die Augen als auch die Gesichtshaut eine charakteristischerweise gelbe Farbe annehmen. Ist die Nasenschleimhaut entzündet (Rhinitis), kommt es zu starkem und unaufhörlichen
Fließschnupfen.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Leidet der Patient unter einer Entzündung der Bronchien (Bronchitis), so kommt es zu trockenem und schmerzhaftem Husten. Beim Versuch des Abhustens hält er sich vor Schmerzen die Brust.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein Patient mit grippalem Infekt leidet unter einem ständigen Durstgefühl. Versucht er dieses jedoch zu stillen, muss er gallig erbrechen.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein grippaler oder fieberhafter Infekt ist von starken Knochen- und Gliederschmerzen begleitet. Kinder verspüren zudem Schmerzen in den Beinen.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Haut ist stark überempfindlich und selbst das Gefühl von Kleidung auf der Haut wird als äußerst unangenehm empfunden.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Leidet der Patient unter Fieber, so kehrt dieses typischerweise in bestimmten Abständenimmer wieder (periodischer Fieberverlauf), wobei die Temperatur typischerweise in den Morgenstunden ansteigt. Der Betroffene wir mest auch von Schüttelfrost geplagt, der in der Regel schlimmer wird, sobald er etwas trinkt. Während eines Fieberschubes schwitz der Patient nur leicht.

[1][2][3]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Bryonia alba

Für die Herstellung von Bryonia alba-Globuli werden die frischen, vor der Blütezeit geernteten Wurzeln der Zaunrübe verwendet. Diese gehört zur Familie der Cucurbitaceaeund entfaltet seine Wirkung, wie auch Eupatorium perfoliatum, in den Atemwegen, dem Magen-Darm-Trakt sowie dem Stütz- und Bewegungsapparat. Neben fieberhaften grippalen Infekten, einer Bronchitis sowie einer Entzündung der Nasenschleimhaut(Rhinitis) gibt es für Bryonia alba-Globuli noch eine Reihe weiterer Heilanzeigen (Indikationen). Dazu zählen beispielsweise der Meningismus, eine Schmerzhaftigkeit verbunden mit erhöhtem Widerstand bei Bewegungen des Kopfes in der Halswirbelsäule, bei Reizzuständen der Hirnhäute (Meningen), eine Entzündung des Lungenfells (Pleuritis), eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) oder auch eine Entzündung der weiblichen Brust (Mastitis). Im Gegensatz zum Eupatorium perfoliatum-Patienten ist der Bryonia-Patient durch seine ausgeprägte Schweißbildung sowie sein Verlangen nach Ruhe gekennzeichnet.[4]

Ferrum phosphoricum

Ferrum phosphoricum oder auch Eisenphosphat ist ein Mineral, das während der Trocknung phosphathaltiger Böden, wie sie in Mooren oder Grundwasserseen vorkommen, entsteht. Das mittel entfaltet seine Wirkung insbesondere im Herz-Kreislauf- und Lymphsystem, im Magen- Darm-Trakt sowie im Stütz- und Bewegungsapparat. Ferrum phosphoricum-Globuli eignen sich für empfindsame, sensible Patienten, die unter einem grippalen und mit Fieber einhergehenden Infekt oder einer Mittelohrentzündung (Otitis media) leiden. Charakteristisch für den Ferrum phosphoricum-Patienten ist die Rechtsseitigkeit der Symptome, eine Verschlechterung des Beschwerdebildes durch Bewegung und während der Nacht sowie eine Zustandsverbesserung durch kalte Anwendungen.[5]

Gelsemium

Gelsemium-Präparate werden aus den frischen, unterirdischen Teilen des Gelben Jasmins gewonnen. Neben den Atemwegen, dem Magen-Darm-Trakt sowie dem Stütz- und Bewegungsapparat wirkt es auch auf das Nervensystem und die weiblichen Geschlechtsorgane. Der Gelsemium sempervirens-Patient ist gekennzeichnet durch seine allgemeine Schwäche, Schmerzen an gesamten Körper, ein Gefühl, wie gelähmt zu sein sowie seine Schläfrigkeit und Benommenheit. Wie auch Eupatorium perfoliatum-Globuli werden Gelsemium sempervirens-Globuli unterstützend bei grippalen und fieberhaften Infekten eingesetzt. Darüber hinaus kann dieses Mittel aber beispielsweise auch bei Migräne, Regelschmerzen (Dysmenorrhö) oder Muskelschwäche eingenommen werden [6]

Hintergrundinformationen

Der Durchwachsenblättrige Wasserdost ist eine sehr ausdauernde Pflanze, die bis zu einer Höhe von 1,5 Metern heranwächst. Sie entstammt der Familie der Korbblütler (Asteraceae/ Compositae) und ist gekennzeichnet durch seine vierkantigen und zum Boden hin rot gefärbten Stängel. Sie ist in Nordamerika beheimatet und wurde schon von nordamerikanischen Ureinwohnern gegen Fieber und Erkältungskrankheiten eingesetzt. Heutzutage wird Eupatorium perfoliatum sowohl in der Homöopathie als auch in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) verwendet. In diesem Sinne wird es neben den genannten Heilanzeigen auch als abführendes, immunstimulierendes und fiebersenkendes pflanzliches Heilmittel verwendet.[7][8]