Globuli von D bis F

Eucalyptus Globuli

© PantherMedia / Amornthep Chotchuang

Bei Eucalyptus globulus (blauer Eukalyptus) handelt es sich um einen stattlichen Baum, der seine Ursprünge in Australien und Tasmanien hat. Vielen ist er nicht nur als Hauptnahrungsmittel der Koalabären bekannt, sondern auch als wirksames, pflanzliches Mittel (Phytotherapie) bei Schnupfen, Erkältung, Grippe (Influenza) und anderen Erkrankungen der Atemwege.

In der Homöopathie nimmt er allerdings eine schwierige Position ein, da seine Wirksamkeit bislang nicht ausführlich geprüft wurde und er wenig Einzug in die Praxis findet. Sein Hauptangriffspunkt sind die Atemwege, doch auch Erkrankungen der Schleimhäute des Verdauungs- und des Urogenitaltraktes können durch die Behandlung mit Eucalyptus Verbesserung erfahren. [2]

Da diese Beschwerden in allen Altersgruppen vorkommen, findet Eucalyptus hier breite Anwendung. Die Globuli können, mit wenigen Einschränkungen, gut zur Selbstbehandlung bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt werden. Im Allgemeinen ist der Eucalyptus aber ein vergleichsweise selten eingesetztes Mittel, da es ebenfalls gute Alternativen zu dieser Arznei gibt und die Datenlage zu Eucalyptus selbst vergleichsweise spärlich ist.[2][5]

Deutlich populärer ist seine Verwendung jedoch in der Pflanzenheilkunde, die als Selbstbehandlung bei Erkältungen ebenfalls hohe Beliebtheit genießt. Die Wirkungsweise der Heilpflanze wird in der Phytotherapie hauptsächlich durch seine ätherischen Öle vermittelt. Vor allem die Blätter sind reich an Cineol, Terpenen und Terpenolen, denen eine sekretmobiliesierende, krampflösende und antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird.[2][3][4]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Erkrankungen der Atemwege bilden das Haupteinsatzgebiet. Dazu zählen vor allem Erkältungskrankheiten und grippale Infekte, die mit einer starken Sekretbildung einher gehen. Eucalyptus wird besonders beilokalen, organischen Erkrankungen eingesetzt. Dementsprechend können sich folgende Anwendungsmöglichkeiten ergeben:
  

  • Eucalyptus kann helfen die Dauer und die Stärke von Erkältungen oder Schnupfen (Rhinosinusitis) abzumildern.[2][3] 
  • Ebenfalls positiv kann es sich auf grippale Infekte auswirken. Diesen liegt meist eine leichte virale Infektion zugrunde. Die „richtige“ Grippe ist allerdings ein schwerwiegenderer Infekt und wird von Influenza -Viren ausgelöst. Sie sollte unbedingt von einem Arzt gesehen werden.
  • Generell kann Eucalyptus bei starker Sekretbildung, die teilweise auch zur Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) führt, einen Beitrag zur Genesung leisten.[2][3]
  • Des Weiteren wird im Zusammenhang mit Eucalyptus auch berichtet, Betroffenen mit Entzündungen des Halses (Laryngitis) oder der Mandeln (Tonsillitis, Angina) zu helfen.[2] 
  • Seine Wirkung kann zudem auch bei Reizung der Bronchien, mit Husten und Auswurf einher gehend, behilflich sein. Er kann somit einen Bestandteil bei der Therapie einer Bronchitis darstellen, wird aber durch weitere homöopathische Mittel ergänzt.
  • Zum Teil wird auch eine lindernde Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen beschrieben.[2] 
  • Seltener kann Eucalyptus auch bei Entzündungen der Niere und der Harnwege, wie sie im Zusammenhang mit grippalen Infekten und Influenza stehen, eingesetzt werden.[1][2] Allerdings ist seine Wirkung auch hier noch längst homöopathisch nicht eingehend geprüft.

Wo wirkt es?: Im Körper wirkt er hauptsächlich auf die Schleimhäute der Atemwege, des Verdauungstraktes und der Harnwege. Zudem wird eine aufbauende Wirkung auf das Immunsystem der Schleimhäute beschrieben. 

In welchem Alter?: Die oben aufgeführten Beschwerden treten in allen Altersgruppen auf. Eucalyptus kann hier sehr breite Anwendung finden und Menschen jeden Alters helfen. Bei kleinen Kindern und Säuglingen sollte allerdings beachtet werden, dass homöopathische Dosierungen zwar vollkommen ungefährlich sind, die ätherischen Öle der Pflanze unverdünnt, wie sie in der Pflanzentherapie eingesetzt werden, aber selten auch zu Luftnot führen können.[3]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die zentralen Beschwerden von Eucalyptus-Patienten liegen im Bereich der Atemwege. Der Betroffene leidet unter einer starken Sekretbelastung mit häufig schlecht riechenden Absonderungen.[1][2][5] Er atmet schnell und hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Zudem können Erkrankte meist nicht gut schlafen, obwohl sie eine starke Müdigkeit verspüren.

Verbesserung: –

Verschlechterung: Viele Allgemeinsymptome weisen die Patienten nicht auf, aber meist verschlechtern sich diese in der Nacht.[1]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Menschen, bei den Eucalyptus seine Wirkung zeigen kann, sind im gesunden Zustand oft sehr fröhliche Menschen, mit einem starken Bewegungs- und Tatendrang. Erkrankt wirken sie jedoch stark erschöpft.[3] Dies macht sie meist niedergeschlagen und verdrängt die Lust auf Bewegung und jeglicher Art von Anstrengung. Dauert die Krankheit länger an, wird die seelische Verfassung zunehmend angegriffen.[1]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viele Eucalyptus-Patienten verspüren während ihrer Erkrankung einen dumpfen Kopfschmerz. Dieser geht einher mit den typischen Symptomen eines Schnupfens, brennenden Augen und Halsschmerzen.[1][5]Hals und Mandeln (Tonsillen) können in Folge der Erkrankung, beispielsweise durch eine bakterielle oder virale Infektion, entzündlich verändert sein und Ulzerationen, also Defekte in der Schleimhaut, aufweisen.[5]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Körpersekrete Speichel und Nasensekret werden in erhöhtem Maße produziert. Dadurch kommt es zur typischen „laufenden“ Nase und die Betroffenen wirken verschleimt. Das Sekret ist jedoch meist dünnflüssig und klar. Dennoch können auch eitrige, übel riechende Absonderungen auftreten. Die Sekrete belasten im Verlauf häufig auch die Nasennebenhöhlen, sodass sich diese entzünden können und zum klassischen Bild der Rhinosinusitis führen, also einer Entzündung von Nasenschleimhaut und -nebenhöhlen.[5]Neben der starken Sekretbildung in den Atemwegen erhöht sich die Atemfrequenz der Patienten merklich.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Verdauung der Patienten ist meist stark verlangsamt und von starken Blähungen nach dem Essen begleitet. Zusätzlich wird auch von einem pulsierenden, pochenden Schmerz im oberen Bauchbereich berichtet. Sind die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes zu stark gereizt, kann teilweise auch Blut im Stuhl enthalten sein. Seltener kommt es auch zu akuter Diarrhö, die meist sehr stark riecht und mit ständigem Stuhldrang, sowie Schmerzen beim Toilettengang, einher geht.[1]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Auch die Schleimhäute der Harnwege können von der Reizung betroffen sein.[1]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Von Zeit zu Zeit kommen auch rheumatische Beschwerden vor und führen zu einer allgemeinen Steifheit der Glieder. Dies verschlimmert sich häufig während der Nacht.[1] Allerdings wirken die Betroffenen vorerst oft zappelig und unruhig und haben ein hohes Bedürfnis nach Bewegung.[3]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nach der Einnahme von Eucalyptus kommt es zeitweise zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Körpertemperatur und die Patienten schwitzen stark.[1]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Da sich die Beschwerden vor allem während der Nacht verschlimmern, leiden die Betroffenen oft unter einem eher unruhigen Schlaf bis hin zur Schlaflosigkeit.[1]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Echinacea

Es wird zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Besonders hilft es bei Schnupfen, Atemwegserkrankungen, bakteriellen Infektionen, Fieber, sowie eitrigen Hauterkrankungen und Entzündung der Lymphknoten.[6]

Tuberculinum bovinum

Der aus Tuberkulose-Bakterien gewonnene Wirkstoff wird vor allem bei chronischen Beschwerden gegeben. Es ist ein sogenanntes Konstitutionsmittel und kann bei länger andauernden Entzündungen der Atemwege und Mandelentzündung Verwendung finden.[7]

Natrium chloratum

Kochsalz hat ein sehr weites Anwendungsspektrum, kann aber auch bei grippalen Infekten und Fließschnupfen, begleitet von häufigen Niesanfällen, wirksam sein.[7]

Euphrasia

Der Auszug aus der Heilpflanze, die hierzulande Augentrost genannt wird, kann besonders Patienten mit trockenen, brennenden und juckenden Augen und starkem Druckgefühl helfen. Sie leiden unter Hustenreiz und Sekret Absonderungen aus Augen und Nase. Hierbei ist der Tränenfluss aber deutlich ausgeprägter als die Absonderungen der Nase.[7]Im Allgemeinen ist die Vielfalt der homöopathischen Mittel gegen Schnupfen überwältigend. Dabei spielt Eucalyptus in der Praxis tatsächlich nur eine unbedeutende Rolle, sodass auch Alternativen in Betracht gezogen werden müssen. Hier sollte versucht werden die Symptome genau zu beobachten und das verwendete Mittel spezifisch ausgewählt werden. Oft ist fachkundiger Expertenrat dabei eine große Hilfestellung.

Hintergrundinformationen

Der Eukalyptusbaum wuchs ursprünglich ausschließlich in Australien und Tasmanien. Mittlerweile hat er sich über die subtropischen Gebiete der ganzen Welt ausgebreitet und ist beispielsweise auch im Mittelmeerraum zu finden. In der Homöopathie wird der Eucalyptus globulus labill verwendet, weltweit gibt es aber über 700 unterschiedliche Arten.[4] Generell handelt es sich um einen etwa 70 Meter hohen Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der aufgrund seiner tiefen Wurzeln auch in trockenen Gebieten vorkommt.[4] Dies ist vielleicht der Grund warum die Pflanze früher auch den Namen „Fieberbaum“ trug. Durch seinen hohen Flüssigkeitsbedarf kann der Baum sogar Sumpfgebiete trocken legen. Dadurch wird Mücken, wie der Anopheles-Mücke, dem Überträger der Malaria, der Lebensraum genommen und die Krankheit konnte somit eingedämmt werden.[4] Der heutige Name „Eukalyptus“ kommt allerdings aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „gut versteckt“, was man in Bezug auf die Samenkapsel, welche, von den Blättern umgeben, gut geschützt liegt, verstehen kann.

Die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, wissen die Pflanze seit Jahrhunderten zu nutzen. Bei ihnen galten Blätter und Rinde als eine Art Allheilmittel. Sie nutzten sie seit Jahrhunderten gegen Fieber, Entzündungen, Verletzungen und sogar zur Vorbeugung gegen Krebs.[4]

In Westeuropa ist die Pflanze nicht heimisch. Einsatz in vielen naturheilkundlichen Hausapotheken findet sie dennoch. Im Besonderen in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).
In Europa ist die Heilpflanze erst seit 1790 bekannt. Auch hier ist das Extrakt der Blätter, das die ätherischen Öle enthält wegen seiner beruhigenden, freimachenden Wirkung auf die Atemwege beliebt. Ihm wird sogar eine antiseptische, das heißt eine Bakterien und Viren abtötende, Wirkung zugeschrieben. Dabei findet Eukalyptusöl in der Regel nur äußerliche Anwendung.

Die freimachende Wirkung auf die Atemwege beruht allerdings nicht, wie oft vermutet, in einem abschwellenden Effekt auf die Nasenschleimhaut, sondern in einer Aktivierung von Kälterezeptoren in der Haut.[3]
Die ätherischen Öle werden durch Wasserdampfdestillation gewonnen und meist mehrfach destilliert um den Gehalt stark reizender Stoffe, wie dem Cineol, zu senken. Diese sind auch der Grund, warum Kinder nicht mit Eukalyptusöl behandelt werden sollten.