Globuli von D bis F

Fragaria vesca Globuli

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Für die Arznei Fragaria vesca liegt im Gegensatz zu vielen anderen homöopathischen Arzneien keine homöopathische Arzneimittelprüfung (AMP) vor. Für eine homöopathische Verordnung ist es eine unverzichtbare Voraussetzung, dass die Symptome einer Arznei an mehreren gesunden Menschen beiderlei Geschlechts geprüft wurden. Dies nennt man Arzneimittelprüfung. Für die Informationen zur Heilwirkung dieser homöopathischen Arznei wurde die Heilwirkung der getrockneten Droge als Tee, Tinktur, Tropfen, Salbe, Umschläge oder Aromaöl übernommen, sowie weitere Symptome aus der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Es ist allerdings fraglich, ob die rein gedankliche Ableitung der Heilkraft von Fragaria vesca von der Pflanzenheilkunde auf ein homöopathisch potenziertes Mittel zuverlässig eingeschätzt werden kann. Es gibt keine oder nur wenig Informationen zur homöopathischen Wirksamkeit und Symptomatik der Arznei Fragaria vesca. Dieser Artikel beschränkt sich auf Informationen zu den Heilanwendungen als Substanz, die mehrfach in der Literatur zu finden sind.

Das homöopathische Arzneimittel Fragaria vesca wird aus der Tinktur der Früchte der Walderdbeere hergestellt. Reife Erdbeeren gehören zu den Vitamin C – reichsten Früchten. Sie enthalten zudem weitere Vitamine, Fruchtsäuren, wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Kobalt und Phosphor. In der Pflanzenheilkunde werden die Wurzeln und Blätter der Erdbeere als Tee und den Früchten vielerlei Heilwirkungen zugesprochen.

Bei bestimmten empfänglichen Menschen können Erdbeeren Vergiftungssymptome erzeugen, wie z.B. nesselsuchtartige Ausschläge, die sogenannte „Erdbeeranaphylaxie“. Für die Informationen zur Heilwirkung dieser homöopathischen Arznei wurden diese Symptome, die nach dem Genuss der Erdbeere auftraten, übernommen. Desweiteren gibt es einige verlässliche Hinweise aus der Praxis erfahrener Homöopathen, die auf bestimmte Anwendungsgebiete schließen lassen.[3] Eine sogenannte „meditative Prüfung“ lieferte weitere Aussagen zu dieser Arznei, die aber nicht den Kriterien entsprechen, welche Homöopathie fordert. [1][2][4]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Fragaria vesca Globuli können bei Menschen angezeigt sein, die empfindlich auf den Genuss von Erdbeeren reagieren [Erdbeerallergie]. Hier wird die Anwendung hoher Potenzen (C30 – C200) empfohlen.

Wo wirkt es?: Fragaria vesca wirkt auf die Haut, den Verdauungstrakt und die Milchdrüsen.

In welchem Alter?: Fragaria vesca Globuli können in jedem Lebensalter angewendet werden.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Bei Beschwerden, die nach dem Genuss von Erdbeeren auftreten oder „Erdbeerallergie“.
  • Bei Nesselausschlag (Urtikaria) und auch bei Hautausschlägen mit punktförmigen Blutungen (Petechien) unter der Haut und Entzündung (Erysipel).
  • Bei mangelnder Milchbildung in der Stillzeit.
  • Bei Schwellung der Zunge mit Rötung und Hervortreten zahlreicher kleiner Knötchen (Erdbeerzunge).

Verbesserung:

Verschlechterung: Durch Wärme, sowie heißes und schwüles Wetter. [5]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Fragaria vesca kann angezeigt sein beim Auftreten einer geschwollenen, geröteten Zunge, mit kleinen erhabenen Knötchen (aufgerichtete Papillen der Zunge), der sogenannten Erdbeerzunge. Die Arznei kann bei übermäßiger Zahnsteinbildung hilfreich sein und soll die Eigenschaft besitzen, diesen „zu entfernen“.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Fragaria vesca soll die Eigenschaft besitzen, die Milchbildung zu fördern und bei Mangel an Muttermilch die Sekretion zu steigern. Auch bei Schwellungen und Verhärtungen in den Brüsten wird der Arznei eine Wirkung zugesprochen.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Symptome die nach Genuss von Erdbeeren bei empfindlichen Personen auftreten können, wie ein aufgeblähter Bauch und kolikartiker Bauchschmerz, ähneln den Beschwerden von Zöliakie (Sprue). Bei dieser angeborenen Empfindlichkeit auf Weizeneiweiß (Glutenunverträglichkeit) kommt es ebenfalls zu den Symptomen eines Blähbauches, zu Schmerzen und Durchfällen. Auch bei Bandwurm-Befall soll Fragaria vesca von Nutzen sein.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Arznei kann Anwendung finden bei flächiger Rötung und Entzündung der Haut (Erysipel). Zudem bei Nesselausschlag (Urtikaria), sowie bei Hautausschlägen mit punktförmigen Rötungen und Blutungen unter der Haut (Petechien). Auch eine Schwellung des ganzen Körpers, mit Mattigkeit, und einer blau-rötliche Verfärbung der Haut ist beschrieben. Insbesondere ist dann an Fragaria vesca zu denken, wenn die Beschwerden nach dem Genuss von Erdbeeren auftreten (Allergie) oder als Reaktion nach dem Pflücken von Erdbeeren. Bei juckenden oder schmerzhaften Schwellungen unter der Haut nach anhaltender starker Kälteeinwirkung, sogenannten Frostbeulen, wird die Arznei als hilfreich erwähnt.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Calcium carbonicum hahnemanni

Der Austernschalenkalk ist eine der weiteren wichtigen Arzneien bei allergischen Hauterscheinungen. Hierzu gehören akute und chronische Nesselausschläge (Urtikaria). Diese Nesselausschläge bessern sich und vergehen häufig an der kühlen frischen Luft. Es besteht zudem eine allgemeine Empfindlichkeit der Haut. Diese kann sich unter anderem in Wundheilungsstörungen äußern. Jede kleine Verletzungen geht in Eiterung über und will nicht heilen. Die Haut kalt sein. Der Kranke empfindet darin eine eisige Kälte. Akute Hautausschläge (Exantheme) sind trocken, sie treten in Flecken auf, sind schorfig oder mit dem Aufspringen der Haut verbunden. Auch nach dem Waschen kommt es zum Aufspringen der Haut. Calcium carbonicum wird benötigt bei Hautrissen, die im Winter auftreten. Ebenso wie Fragaria vesca kann die Arznei angezeigt sein bei juckenden oder schmerzhaften Schwellungen unter der Haut (Frostbeulen), die nach anhaltender starker Kälteeinwirkung auftreten. Das Jucken der Haut ist brennend oder beißend. Es wird gebessert wird durch Kratzen. Calcium carbonicum hat eine ausgeprägte Verschlechterung durch die Folgen von Nasswerden, z.B. Durchnässung oder von kaltem Baden. Auch nasskaltes, regnerisches Wetter und das Nasswerden von Händen, Füßen und Kopf werden nicht vertragen. Der Mensch leidet in seiner Krankheit unter großer Ängstlichkeit, verbunden mit mit Unruhe oder Herzklopfen. Der Kranke ist niedergeschlagen und melancholisch. Er wirkt zögerlich und zweiflerisch und hat eine Neigung zum Grübeln über Sorgen. Er will nicht allein sein, besonders Abends und Nachts und hat eine ausgeprägte Furcht in der Dunkelheit. Die Kinder haben Angst vor allem, was sie sehen und weinen wegen Kleinigkeiten. [7]

Rhus toxicodendron

Der Kontakt mit dem Giftsumach löst bei empfindlichen Personen starke Hautreaktionen aus. Die Folge ist Röte, Schwellung und heftiges Jucken, bis hin zu einer ausgeprägten Entzündung des Bindegewebes der Haut. Rhus toxicodendron wird angewendet bei Nesselausschlägen oder starker Bläschenbildung, besonders auch bei eiternden Bläschen. Ähnlich wie bei Fragaria vesca bestehen starke kolikartige Bauchschmerzen, ausgeprägte Auftreibung und heftige, sogar schleimig-blutige Durchfälle. Bei Rhus toxicodendron ist eine ebenfalls eine Verschlechterung durchnasskaltes, regnerisches Wetter und Durchnässung anzutreffen. Gebessert werden die Beschwerden im Gegensatz zu Fragaria vesca bei warmem, trockenen Wetter und durch warme Anwendungen. Die Arznei kann angezeigt sein, wenn der Mensch in seiner Krankheit unter großer Ruhelosigkeit leidet und das Verlangen hat, ständig seine Position zu wechseln. Ähnlich wie bei Calcium carbonicum besteht eine nächtliche Angst, die den unruhigen Kranken nicht im Bett bleiben lässt. [8]

Dulcamara

Der Bittersüße Nachtschatten ist eine weitere Arznei bei Symptomen allergischer Hauterscheinungen. Nachdem die Haut Kälte ausgesetzt war, tritt ein Nesselausschlag auf. Dieser akute oder chronische Nesselausschlag kann zudem nach körperlicher Anstrengung zum Ausbruch kommen. Die Hautbeschwerden werden sowohl durch Kälte als auch durch Wärme, sowie durch Waschen und Kratzen verschlimmert. Ein Juckreiz der Haut verstärkt sich häufig beim Einsetzen einer nasskalten Witterung. Der Mensch, der in seiner Krankheit Dulcamara benötigt, ist eigensinnig und ungeduldig oder leidet an Konzentrations- und Wortfindungsstörungen. [6][9]

Natrium chloratum

Das Kochsalz wird eingesetzt bei juckenden und brennenden Nesselausschlägen. Das Jucken verschlimmert sich nach körperlicher Anstrengung . Die Arznei wird benötigt bei Hautausschlägen (Ekzemen), die nach übermäßigen Salzgenuss oder am Meer auftreten. Diese Hautausschläge sind oft rot, wund und entzündet. Charakteristisch für Natrium muriaticum ist auch eine allgemeine Verschlechterung des Befindens am Meer. Zudem kann eine auffällige Unverträglichkeit von Hitze, Sonnenwärme, sowie Wärme in einem geschlossenen Raum vorliegen. Die Beschwerden bessern sich hingegen an der frischen kalten Luft und durch kaltes Baden. [6][10]

Urtica

Die Brennessel ist allgemein bekannt für ihre Wirkung auf die Haut. Durch den Kontakt mit der Pflanze werden Nesselausschläge (Urtikaria) mit brennender Hitze, sowie einem kriebelnden Gefühl (Ameisenlaufen) und heftigem Jucken ausgelöst. Es entstehen blassrote oder hellrote Quaddeln. Auch bei Nesselausschlägen mit Knötchenbildung hat sich die Brennessel als hilfreiche Arznei bewährt. Zu den durch die Brennessel verursachten Beschwerden gehören desweiteren Entzündungen der Haut mit Brennen und Stechen, Röte und Schwellung. Diese typischen Symptome der Brennessel führen zur Anwendung bei Verbrennungen leichteren Grades, zum Beispiel beim Sonnenbrand, sowie bei Sonnenallergie. Urtica urens ist eine Arznei, die in der Pflanzenheilkunde als Tee und in der Homöopathie als Tinktur zur Milchbildung bei stillenden Frauen eingesetzt wird. [11]

Hintergrundinformationen

Das homöopathische Arzneimittel Fragaria vesca wird aus den frischen Früchten der Walderdbeere (Fragaria vesca L.) hergestellt. Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Staude wird 5-20 cm hoch und bildet lange Ausläufer, die am Boden kriechen und neue Wurzeln ausbilden. Die Früchte sind als Erdbeeren bekannt. In der Pflanzenheilkunde werden die Wurzeln und Blätter der Erdbeere als Tee bei Schleimhautentzündungen des Mundes, Halses und Rachens und bei Magen-Darm-Störungen, insbesondere bei Durchfällen, angewendet. Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl den Tee als Stärkungsmittel bei schwächlichen Kindern. In der Volksheilkunde werden der Erdbeere noch viele weitere Wirkungen zugesprochen, zum Beispiel bei Herzbeschwerden, Leber- und Galleleiden, Blutarmut und Energiemangel, Asthma oder chronischer Bronchitis. Eine lindernde Wirkung bei Gicht und Rheuma könnte auf den Inhaltsstoff Salicylsäure zurückzuführen sein. Ein Aufguss der Wurzeln wird Frauen, die ihr Kind entwöhnen wollen, zum Abstillen empfohlen. [4][5][12]