Anwendungsgebiete - Haut & Haare

Globuli gegen Haarausfall

© PantherMedia / Birgit Reitz-Hofmann

Haarausfall (Alopezie) ist weit verbreitet und für die Betroffenen oft sehr belastend. Besonders häufig tritt Haarausfall bei Männern und Frauen nach der Menopause auf.

Der folgende Text informiert über die Wahl des richtigen Präpartas, Anwendung und Dosierung von Globuli und liefert einen Überblick über die häufig eingesetzten homöopathischen Mittel.

Angewendete Globuli

Der anlagebedingte Haarausfall (Alopecia androgenetica) ist die mit Abstand am häufigsten anzutreffende Ursache für den Haarverlust (etwa 95% der Fälle). Er ist genetisch vorbestimmt und geht mit einer erhöhten Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Dihydrotestosteron, einer Variante des männlichen Sexualhormons Testosteron, einher. Die Veränderungen beginnen meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, bei Männern vor allem im Bereich der Stirnhöcker. Es kommt zu den berühmten Geheimratsecken, die sich im Laufe der Zeit ausbreiten und zu einer Glatze verbinden können.

Bei Frauen spielt zusätzlich eine verminderte Aktivität des Enzyms Aromatase eine Rolle. Die Aromatase wandelt Dihydrotestosteron in das protektiv wirkende weibliche Sexualhormon Estrogen um. Häufig fängt der Haarverlust rund um den Scheitel an. Das Haar dünnt mehr oder weniger deutlich aus, es entwickelt sich allerdings nur selten eine echte Glatze. [4][5]

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) tritt in der Regel plötzlich und meist im Zusammenhang mit einem entzündlichen Prozess auf. Die konkrete Ursache ist aber nicht bekannt. Es werden immunologische und genetische Faktoren diskutiert. Nicht selten setzt nach Monaten spontan der Haarwuchs wieder ein. [6]

Die dritte Variante der Alopezie ist der diffuse Haarausfall. Er kann z.B. durch Schadstoffe, Diäten, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Medikamente, Stoffwechselstörungen oder Mangelerscheinungen hervor gerufen werden. [7][2]

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Kreisrunder Haarausfall

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Barium Carbonicum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Haarausfall in den Wechseljahren

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Sepia

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Haarausfall bei Neigung zu Akne

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Selenium

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Haarausfall bei Gicht, Parodontose, brüchigen Nägeln und Venenleiden

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Calcium Fluoratum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Haarausfall bei Blasenschwäche, Prostatavergrößerung und Nierensteinen

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Delphinium Staphisagria

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Bei der Anwendung von Globuli ist insbesondere darauf zu achten, eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme auf Tee, Kaffee und Zähneputzen zu verzichten. Auch zum Essen sollte mindestens ein 30-minütiger Abstand eingehalten werden, damit das Arzneimittel seine Wirkung optimal entfalten kann. [2]