Anwendungsgebiete - Haut & Haare

Globuli gegen Cellulite

© PantherMedia / Arne Trautmann

Die „Orangenhaut“ (Cellulite) ist bei Frauen ein weit verbreitetes Phänomen. Durch Veränderungen der Bindegewebsstrukturzeichnet sich das Fettgewebe der Unterhaut (Subkutis) vermehrt ab: Es entstehen Dellen in der Haut, vor allem im Oberschenkel- und Hüftbereich, die für viele Betroffene ein kosmetisches Problem darstellen. Die Entstehung (Genese) der Cellulite wird durch verschiedene Faktoren, z.B. ungesunde Ernährung undÜbergewicht, Bewegungsmangel, Übersäuerung undgenetische Einflüsse, begünstigt. Dementsprechend wichtig für die Bekämpfung der Cellulite sind gesunde Ernährung und sportliche Aktivität. Einige homöopathische Mittel können hierbei unterstützend wirken.

Angewendete Globuli bei Cellulite

Die Mittel die in der Homöopathie zum Einsatz kommen wirken vor allem auf die Ursachen der Cellulite (z.B. Übersäuerung). Im Folgenden werden vier Mittel, die in Form von Globuli eingenommen werden können, vorgestellt.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Stetige Gewichtszunahme, Einlagerung von Flüssigkeit

Zu den Begleiterscheinungen gehören ein blasses, aufgedunsenes Erscheinungsbild und eine mollige Statur, depressive Verstimmungen sowie Kälte- und Lichtempfindlichkeit.[1][2]

Verbesserung:

Warmes, trockenes Klima, nach dem Stuhlgang, aufrechtes Sitzen, großflächiger Druck.

Verschlechterung:

Feuchtes, kaltes Klima und Nebel, Wassernähe, Seeluft.

Angewendete(s) Mittel:

Natrium sulfuricum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Probleme mit Haut und Bindegewebe, Elastizitätsverlust

Zu den Begleiterscheinungen gehören eine schwache Muskulatur und eine blasse Haut. Ein nach außen sehr kontrollierter und rationaler Charakter bei einer sehr zart fühlenden und unsicheren Persönlichkeit.[3][4]

Verbesserung:

Einhüllen (z.B. Decken, Mützen), Sommer, viel Wasserlassen, Wärme.

Verschlechterung:

Alkohol, Berührung und Druck, feuchtes, kaltes Wetter, Temperaturschwankungen, Vollmond oder Neumond, während der Menstruation, Zugluft.

Angewendete(s) Mittel:

Silicea

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Übersäuerung, Verdauungsprobleme, Hautprobleme

Zu den Begleiterscheinungen gehören Angst vor Krankheit und Tod sowie Furcht in der Dunkelheit und vor Unwetter. Ein verantwortungsbewusster, freundlicher und mitfühlender Charakter ist typisch. Großporige Haut, ein Fettglanz im Gesicht, hängende Wangen und Doppelkinn sind äußere Erscheinungsmerkmale.[5][6]

Verbesserung:

Druck auf schmerzende Stellen, frische Luft, kaltes Wetter.

Verschlechterung:

Morgens und nachts, während und nach dem Essen, heißes Wasser, Gewitter.

Angewendete(s) Mittel:

Natrium phosphoricum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Übergewicht, Einlagerung von Flüssigkeit

Zu den Begleiterscheinungen gehören schnelle Erschöpfbarkeit, ein verschlossenes, vorsichtiges, gewissenhaftes Wesen, verschiedene Ängste, Verstopfung während sich die Person ausgesprochen wohl fühlt und eine gesteigerte Lust auf Essen, was sich auch im Gewicht wiederspiegeln kann.[7][8]

Verbesserung:

Trockenes Wetter, Vormittags, Wärme.

Verschlechterung:

Anstrengung, Kälte, Feuchtigkeit, Vor der Periode.

Angewendete(s) Mittel:

Calcium carbonicum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Obwohl es sich bei der Cellulite im engeren Sinne nicht um eine behandlungsbedürftige Krankheit handelt, kann sie doch im Bezug zu klinisch relevanten Themen (z.B. Fettleibigkeit (Adipositas)) stehen, die medizinisch abgeklärt werden sollten.

In der Regel interessiert jedoch vor allem der kosmetische Aspekt die meisten Betroffenen. Zum allgemeinen weibliche Unmut kann es bereits in der Pubertät zu ersten Anzeichen einer Cellulite kommen. Es ist nicht verwunderlich, dass das Angebot vermeintlich Cellulite bekämpfender Mittel, z.B. in Form von Cremes und Gels, immer größer wird. Der Fokus sollte allerdings auf dem Nutzen der eigenen Ressourcen, einer gesunden Lebensgestaltung mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung, liegen. Wird eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln versucht, ist generell eine Begleitung durch einen Arzt oder Heilpraktiker mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ zu empfehlen.