Anwendungsgebiete - Haut & Haare

Globuli gegen Fußpilz

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Der Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Füße, die oft nur vereinzelt auftritt, aber auch chronisch werden kann. Sie wird durch Fadenpilze (Dermatophyten) ausgelöst. Die Homöopathie unterscheidet generell zwischen zwei Formen, nämlich den Sommer- und Winterpilz [1], während die Schulmedizin den Fußpilz in drei andere Formen einteilt. Bei ca. 80 Prozent der betroffenen Personen tritt der Fußpilz in den Zehenzwischenräumen auf, beginnend zwischen dem vierten und fünften Zeh. Falls diese Form des Fußpilzes (interdigitale Form) nicht früh erkannt bzw. behandelt wird, kann sich der Pilz von den Zehen über den ganzen Fuß ausdehnen. Bei der quamös-hyperkeratorischen Form befällt der Pilz erst die Fußsohlen und dehnt sich dann bis hin zu den Fußkanten und dem Fußrücken aus. Der Name „keratorisch“ kommt von den Symptomen, nämlich einer schuppigen, trockenen und verhornten Haut. Die dritte Form wird vesikulös-dyshidrotisch genannt. „Hydro“, ein anderes Wort für „wässrig“, ergibt sich ebenfalls aus dem Symptom der mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen an dem Fußgewölbe und den Fußkanten. Diese Form des Fußpilzes führt zu einer juckenden und einer stark spannenden Haut, da die Bläschen nicht platzen, sondern eintrocknen.

Obwohl es drei unterschiedliche Formen von Fußpilz gibt, ähneln sie sich in den Symptomen wie geröteter, nässender Haut, welche auch Schuppen und Bläschen bilden kann. Außerdem ist der Fußpilz begleitet von Juckreiz, unangenehmen Geruch und einem Brennen. [2]

Normalerweise wird ein Fußpilz mittels antimykotischen (anti-Pilz) Cremes behandelt. Aber da Fußpilz oft chronisch werden kann, werden auch gerne Globuli empfohlen, welche bedenkenlos über einen längeren Zeitraum eingenommen werden können.

Angewendete Globuli bei Fußpilz

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Bläschenförmiger Ausschlag

Auslöser ist ein „Sommerpilz, der mit dem ersten warmen Sonnenstrahl erscheint“.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Acidum fluoricum

Potenz: D6

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Bläschenförmiger Ausschlag

Auslöser ist ein „Winterpilz, der mit dem ersten Kälteeinbruch erscheint“.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Silicea

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Nach Gabe von entweder Acidum fluoricum oder Silicea trocknen die juckenden Bläschen aus und bilden eine dunkelbraune Kruste, die sich nach einiger Zeit abschält. Darunter sollte die neue, pilzfreie Haut zum Vorschein kommen [1]

Zu beachten:

Fußpilz ist keine gefährliche Erkrankung, dennoch kann Fußpilz chronisch werden, was mit ständigem, nervigen Jucken verbunden ist. Daher sollten einige präventive (vorbeugende) Maßnahmen ergriffen werden, um den lästigen Fußpilz zu umgehen.So z. B. sollten im Schwimmbad, in der Sauna, in der Therme und in öffentlichen Duschen immer Badeschuhe getragen werden, denn Fußpilz wird per Körperkontakt – direkter Kontakt mit einem infizierten Fuß – oder über Schmierinfektionen übertragen. Bei Schmierinfektionen reicht es aus, wenn eine Person mit Fußpilz z. B. im Schwimmbad ohne Schuhe geht, die Pilze dabei auf den Boden gelangen und der nächste, noch Gesunde anschließend mit den Pilzen am Boden infiziert wird. Außerdem sollten nach dem Duschen die Füße inklusive den Zehenzwischenräumen gut abgetrocknet werden, denn in einer feuchten Umgebung vermehren sich die Pilze besonders gut. [3]
Die Hauptrisikogruppe für Fußpilz sind Sportler. Daher ist ein Synonym für den Fußpilz „athlete´s foot“, auf Deutsch – der „Sportler-Fuß“. Pilze lieben feucht-warme Umgebungen, wie sie auch in verschwitzten Sportschuhen zu finden ist. Daher sind vor allem Berufssportler von Fußpilz betroffen, da sie viel Zeit in selten atmungsaktiven, verschwitzten Sportschuhen verbringen. Auch der Weg von der Umkleidekabine in die Gemeinschaftsdusche nach dem Training stellt ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Fußpilz dar, sofern die Sportler barfuß gehen. Ein weiterer, wichtiger Punkt sind die Saunen, welche Sportler gerne nutzen, um die beanspruchten Muskeln zu entspannen. Dort herrscht ebenfalls ein pilzförderndes warm-feuchtes Milieu. [2]
Andere Risikogruppen sind Personen mit einem geschwächten Immunsystem, so z.B. ältere Menschen, Diabetiker, Personen mit Durchblutungsstörungen, Personen mit einer Fußfehlstellung oder gar Familien-Fußpilz-Geschichte. [3]