Globuli von T bis Z

Viola tricolor Globuli

© PantherMedia / Ines Weiland-Weiser

Viola Tricolor Globuli sind ein homöopathisches Mittel, das aus einer Pflanze, dem Stiefmütterchen (Viola tricolor), gewonnen wird. Zwei Stoffe, die im Stiefmütterchen enthalten sind, machen die Wirksamkeit dieses homöopathischen Mittels aus: Einerseits das Salicin und andererseits das Rutin. Salicin gehört in die Gruppe der Glucoside und stellt somit ein natürliches Schmerzmittel dar. Seine Wirkung auf den menschlichen Körper ist mit der des Aspirins vergleichbar. Rutin ist ein Farbstoff. Er schützt sowohl Pflanzen als auch die menschliche Haut vor negativen Auswirkungen der UV-Strahlung. Außerdem wirkt Rutin als Antioxidans und als Stabilisator für Vitamine.[1]

Viola Tricolor Globuli können in der Apotheke erworben und selbstständig zur Behandlung eingesetzt werden. Sie werden vor allem bei verschiedenen Hauterkrankungen, Entzündungen und Ekzemen eingesetzt. Besonders empfohlen werden Viola Tricolor Globuli für Kinder, da sie sehr schonend wirken. Aber auch Erwachsenen und älteren Menschen wird in bestimmten Fällen die Einnahme von Viola Tricolor Globuli empfohlen. Viola Tricolor kann sowohl in Form von Globuli als auch als Tropfen oder in Form von Tabletten auf Milchzuckerbasis eingenommen werden.[2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Da Viola Tricolor ein sehr mildes homöopathisches Mittel ist, wird es vor allem zur Behandlung von Kindern und Säuglingen eingesetzt. Grundsätzlich können aber auch Erwachsene und ältere Menschen Viola Tricolor einnehmen. 

Wo wirkt es?: Viola Tricolor hat vor allem eine Wirkung auf die Haut. Sie wird bei Ekzemen der Haut, insbesondere im Gesicht, empfohlen. Ebenso kann sie zum Einsatz kommen bei Milchschorf, Schuppenflechte, allgemeinem Juckreiz und dem sogenannten Säuglingsekzem (Eccema infantum), sowie bei Neurodermitis. Neurodermitis ist eine bekannte Hauterkrankung, bei der es zur Rötung, Schuppung und Jucken der Haut kommt.
Viola Tricolor Globuli können einerseits zum Beruhigen der gereizten Haut eingesetzt werden. Schmerzen und Juckreiz werden gelindert. Auf der anderen Seite stellt Viola Tricolor auch einen präventiven Schutz dar. Der Stoff Rutin ist ein Flavonoid, das bedeutet, dass es die Pflanze vor UV-Strahlung und so einer Schädigung durch die Sonne schützt. Dieselbe Wirkung kann das Mittel auch beim Menschen entfalten: Die Haut wird weniger schnell durch Sonne geschädigt. Vor allem bei Kindern mit sehr empfindlicher Haut kann Viola Tricolor so auch vorbeugend verabreicht werden.[3] 

In welchem Alter?: Hautprobleme können prinzipiell in jedem Alter auftreten. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder haben eine sehr empfindliche Haut.  Bei Kindern treten so Ekzeme und Hautirritationen deutlich häufiger auf als bei Erwachsenen.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Betroffenen, bei denen die Gabe von Viola Tricolor angebracht (indiziert) ist, zeigen meist typische Hauterscheinungen. Es wird in erster Linie gegen Ekzeme verabreicht. Ekzeme sind entzündliche, schmerzhafte, rote, juckende und manchmal nässende Hauterscheinungen, die durch verschiedene Reizstoffe hervorgerufen werden können. Auch bei Schuppenflechte und Milchschorf wird Viola Tricolor empfohlen. [4]

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche Hauterkrankung (Dermatose), bei der es zu punktförmigen schuppenden Hautveränderungen kommt. Mit der Erkrankung gehen häufig Juckreiz und Veränderungen der Finger- und Fußnägel, meist weißliche Ablagerungen, einher. 

Milchschorf ist ein typischer Ausschlag, der häufig nach dem dritten Lebensmonat auftritt. Er zeichnet sich durch eine meist symmetrisch aussehende Kruste an der Kopfhaut und teilweise im Gesicht aus. Der Name Milchschorf ist rein umgangssprachlich und soll durch die Ähnlichkeit der Kruste mit angebrannter Milch zustande gekommen sein. Der Name bedeutet aber nicht, dass die Kinder eine Unverträglichkeit gegen Milch haben. Milchschorf wird teilweise als erste Ausprägung eines atopischen Ekzems (Neurodermitis) angesehen. Wird er nicht behandelt, kann er sich in eine chronische Form dieses Ekzems umwandeln. Die Entwicklung (Genese) des Milchschorfs ist multifaktoriell bedingt, die genauen Ursachen sind aber noch nicht genau bekannt. Wahrscheinlich spielen genetische Faktoren sowie immunologische Eigenschaften und Umwelteinflüsse eine Rolle.
Typisch für Milchschorf sind ein starker Juckreiz und ein allgemein schlechtes Befinden des Betroffenen Kindes. 

Neurodermitis (oder das atopische Ekzem) ist eine chronische Hautveränderung, bei der es zu Rötung, Juckreiz und Schuppung der Haut kommt. Etwas seltener nässen die betroffenen Stellen. Ein atopisches Ekzem ist zumeist nicht dauerhaft heilbar, die Beschwerden lassen sich durch eine kontinuierliche Behandlung aber deutlich vermindern. Bei der Behandlung muss vor allem der allgemeinen Hauttrockenheit sowie der Entzündungsreaktion entgegengewirkt werden.[5] 

Sowohl die Schuppenflechte als auch Ekzeme oder Neurodermitis sind nicht ansteckend.
Bei schweren Ekzemen oder lange anhaltenden Beschwerden sollte auf eine eigenständige Behandlung verzichtet und ein Facharzt konsultiert werden. Dieser kann beispielsweise eine äußerliche Behandlung mit Glucocorticoiden verordnen oder in sehr schweren Fällen zu einer systemischen Therapie beraten. 

Zusätzlich werden Viola Tricolor aber auch krampflösende Eigenschaften zugeschrieben. Schon in sehr frühen Überlieferungen wird Viola tricolor Kindern ins Badewasser gegeben, um so gegen Erkrankungen im Brustraum zu wirken. Zu den klassischen Beschwerden gegen die Viola tricolor helfen soll, gehören Keuchhusten, Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale oder Darmkrämpfe.[6][7]

Verbesserung: Eine Verbesserung des Zustands wird vor allem erreicht, indem sich Betroffene drinnen und in vor Sonne und Wind geschützten Räumen aufhalten. Bei Kindern und Säuglingen sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst viel Ruhe einhalten und ausreichend trinken.[8]

Verschlechterung: Eine Verschlechterung der Symptome kann beobachtet werden im Freien und bei Kälte sowie bei direkter Sonneneinstrahlung. Durch Schweiß, häufiges Waschen und einen harten Wasserstrahl beim Waschen oder Duschen können die Symptome ebenfalls verschlimmert werden. Zusätzlich spielen psychischer Stress sowie Textilien und eventuell vorliegende Allergien eine Rolle bei der Ausprägung von Hautirritationen und Ekzemen.[8]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viola Tricolor kann bei Menschen mit depressiven Verstimmungen eingesetzt werden. Auch bei einem verdrießlichen oder gleichgültigen Gemütszustand soll Viola Tricolor helfen. Bei Betroffenen, die unter Schmerzen leiden, kann Viola Tricolor den allgemeinen Zustand deutlich verbessern.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Milchschorf tritt häufig zuerst auf der Kopfhaut, insbesondere im Bereich des Scheitels auf. Andere Irritationen der Kopfhaut, auch bei unklarer Genese, können zunächst versuchsweise mit Viola Tricolor behandelt werden.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ekzeme oder Schuppenflechte treten üblicherweise zuerst im Gesicht auf. Sobald sich erste Anzeichen einer Hautirritation zeigen kann Viola Tricolor Abhilfe schaffen.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viola Tricolor kann gegen Krämpfe in der Brust und bei Lungenbeschwerden eingesetzt werden.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viola Tricolor kann bei Darmkrämpfen lindernd wirken. Auch bei unspezifischen Bauchschmerzen wird Viola Tricolor verwendet.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viola Tricolor kann bei häufigem Harndrang (Polyurie) und bei übelriechendem Harn eingesetzt werden.

Bewegunsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Schmerzen in den Armen und Beinen kann Viola Tricolor versuchsweise angewendet werden. Diese Anwendung ist jedoch unüblich.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei etwas älteren Kindern kann es auch zu Hauterscheinungen an den Ellbogen oder an den Händen kommen. Schuppenflechte zeigt sich auch durch Symptome am Bauch oder an den Oberschenkeln.
Atopische Ekzeme treten zudem häufig dort auf, wo eine zusätzliche Reizung der Haut durch Kleidungsstücke auftritt. Dazu gehören vor allem die Zehen und die Fußgelenke durch Socken und Schuhe. Verschlimmert werden die Symptome bei schweißigen Füßen. Auch im Bereich des Gürtels oder unter dem Rand von Mützen tritt eine Hautreizung schnell auf.[9][10]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei unruhigem Schlaf kann Viola Tricolor beruhigend wirken. In der Regel tritt diese Wirkung vor allem dann ein, wenn der unruhige Schlaf durch weitere Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen bedingt ist.[11][12]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Rhus toxicodendron

Rhus toxicodendron ist ein Strauch, der besser unter dem Namen Giftefeu bekannt ist. Er wächst vor allem in Nordamerika. Rhus toxicodendron hat in der Homöopathie ein breites Anwendungsspektrum. Seine Inhaltsstoffe können bei Beschwerden des Bewegungsapparates (Arme, Beine, Wirbelsäule, Muskulatur), bei Rheuma, fieberhaften Infektionskrankheiten, bei innerer Unruhe und bei verschiedenen Hauterscheinungen eingesetzt werden. Besonders häufig wird Rhus toxicodendron gegen Herpes, Gürtelrose und juckende Hautirritationen empfohlen.

Staphisagria

Staphisagria ist der botanische Name des Stephanskrautes, besser bekannt als Mittelmeer-Rittersporn. Die getrockneten Samen werden seit Beginn des 19. Jahrhunderts in der Homöopathie angewandt. Staphisagria soll gegen Verletzungen der Haut und insbesondere bei trockener, rissiger Haut helfen. Außerdem soll es eine schmerzstillende, betäubende Wirkung haben.

Sarsaparilla

Sarsaparilla, besser bekannt als Stechwinde, ist mit über 300 Arten fast weltweit verbreitet. Sie findet Anwendung bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Allerdings ist ihre Anwendung stark zurückgegangen, da häufig Nebenwirkungen wie Magen- und Nierenbeschwerden während der Einnahme berichtet wurden.[13]

Hintergrundinformationen

Das gewöhnliche Stiefmütterchen wird auch als Wildes oder als Echtes Stiefmütterchen bezeichnet. Es gehört in die Familie der Veilchengewächse und wächst in ganz Europa.

Viola Tricolor ist einjährig, wird etwa 20 Zentimeter hoch und hat kleine, eiförmige Blätter. Es wächst auf Wiesen, Weiden, in Gärten, auf Feldern und auf Dünen.
Seinen Namen hat Viola Tricolor durch seine Blüte bekommen: Die Kronblätter der Blüte sind violett, weiß und gelb, also dreifarbig (lat. Tri = drei, color = Farbe).
Zur Herstellung des Arzneimittels werden zur Zeit der Blüte (Frühjahr bis Herbst) die oberen Teile der Pflanze geerntet und sowohl Blätter als auch Blüten werden danach verwendet.
Umgangssprachlich ist das Wilde Stiefmütterchen unter vielen weiteren Namen bekannt, dazu gehören: Jelängerjelieber, Muttergottesschuh und Dreifaltigkeitskraut.[14]