Globuli von T bis Z

Valeriana Globuli

© panthermedia.net / Petra Barz

Valeriana ist der botanische Name für die Gattung der Baldriangewächse. Die Unterfamilie der Baldrian-Gewächse umfasst mehrere Arten, in der Homöopathie wird zumeist die Unterart Valeriana officinalis verwendet. Valeriana ist vor allem in Europa und Nordasien zu finden. Zur Herstellung von Arzneimitteln werden die Wurzelstöcke verwendet. In ihrer ursprünglichen, natürlichen Form sind die Wurzelstöcke giftig. Im Verarbeitungsprozess werden die Giftstoffe sukzessive entfernt und die arzneiliche Wirkung bleibt dabei erhalten. Baldrian ist eine der bekanntesten Heilpflanzen. In breiten Bevölkerungsschichten wird er allgemein gegen Unruhe und Schlaflosigkeit eingesetzt. Außerdem kann er gegen verschiedene Arten von Schmerzen und gegen Krampfleiden, also zum Beispiel gegen Magenkrämpfe oder allgemein gegen Muskelkrämpfe (beispielsweise nächtliche Wadenkrämpfe) helfen. [1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Da dem Baldrian eine beruhigende Wirkung zugesprochen wird, kann das Mittel bei Schlafstörungen eingesetzt werden, seien es solche, die auf den nervösen Charakter des Patienten zurückzuführen sind oder solche, die von einem chronischen Schmerzleiden herrühren.
Des Weiteren ist Valeriana officinalis auch bei der Behandlung von vor allem krampfhaften Schmerzen angebracht (indiziert), von Magenkrämpfen bis hin zu wiederkehrenden Muskelzuckungen (Myoklonien), unter anderem auch, wenn diese durch eine psychische Vorerkrankung bedingt sind [2][3].
Durch die Wirkung des Baldrians auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) kann das Mittel auch angewendet werden, um nervöse Angstzustände und Anspannung, so zum Beispiel Prüfungsangst, zu behandeln [4].

Wo wirkt es?: Valeriana officinalis wirkt vor allem im zentralen Nervensystem, also am Gehirn und Rückenmark. Seine Inhaltsstoffe haben eine beruhigende (sedierende) Wirkung. Valeriana officinalis wird so vor allem bei hoher Nervosität und starker innerer Unruhe eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Schlaflosigkeit (Ein- und Durchschlafprobleme) sowie körperliche Beschwerden. Dazu gehören Magenprobleme, Sodbrennen, Durchfall (Diarrhoe) sowie Nervenschmerzen (Neuralgien) und Muskelkrämpfe. Baldrian hat somit auch Wirkungen auf das vegetative, von uns nicht willkürlich steuerbare Nervensystem, das vor allem für die Steuerung lebensnotwendiger Vorgänge wie beispielsweise der Aufrechterhaltung des Kreislaufs zuständig ist.

In welchem Alter?: Die Behandlung von Schlafstörungen und Krampfleiden erfolgt in erster Linie bei Erwachsenen. Auch Angstzustände können bei Erwachsenen mit Baldrian behandelt werden, aber auch bei Jugendlichen, die unter Prüfungsangst oder ähnlichen psychischen Stresssituationen leiden, kann eine Behandlung mit Baldrian indiziert sein.
Bei Kindern sollte vor dem Verabreichen von Valeriana ein Homöopath zurate gezogen werden [5][6][7].

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Hauptanwendungsgebiet von Valeriana officinalis-Globuli sind nervöse Unruhezustände, die bis zur Hysterie reichen können.

  • Schmerzen kommen und gehen schnell, wechseln den Ort und springen von einer zur anderen stelle.
  • Sowohl übertriebene Heiterkeit als auch tiefe Depressionen können auftreten. Ein schneller Wechsel von extremen Stimmungen ist charakteristisch für die Kranken.
  • Mit der grundsätzlichen Nervosität und Alarmbereitschaft ist eine Vielzahl körperlicher Beschwerden verbunden.Dazu gehören Beschwerden der Verdauungsorgane mit wiederkehrenden Magenkrämpfen, Sodbrennen und Durchfall sowie heftige Kopfschmerzen (Cephalgie).
  • Muskelkrämpfe treten vor allem nachts und häufig in den Waden auf. Sie sind so stark, dass die Patienten davon aufwachen und große Probleme haben, wieder in den Schlaf zu finden.
  • Einschlaf- als auch Durchschlafprobleme liegen häufig vor. [8][9][10].

Verbesserung: Eine Verbesserung der Beschwerden zeigt sich bei leichter Bewegung und bei allgemeiner Beschäftigung. Reger Lagewechsel im Schlaf kann helfen, genauso wie Massagen bzw. Reiben und Aufenthalt in wärmerem Wetter.

Verschlechterung: Eine Verschlechterung der Beschwerden zeigt sich insbesondere abends und in Ruhe. Auch bei längerem Stehen oder im sitzen kann sich der allgemeine Zustand verschlechtern. Ist der Patient von vornherein in einem nervösen oder gereizten Zustand, führt dies ebenfalls zu einer Verschlimmerung der Symptome [11][12].

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Valeriana officinalis kommt vor allem bei Unruhe, einem unsteten Gemüt und bei starker Nervosität zum Einsatz. Einhergehend mit dieser Unruhe treten zahlreiche weitere Beschwerden auf. Häufig kommt es zu Schwächeanfällen, einem allgemeinen Schwächegefühl oder sogar zu schwächebedingten Ohnmachtsanfällen.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Häufig treten stoßweise starke allgemeine Kopfschmerzen auf, die mit einem Gefühl des Schwebens oder dem plötzlichen Empfinden von Kälte im Kopfinneren einhergehen. Sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität dieser Kopfschmerzen kann mit Valeriana gelindert werden.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Unruhe und Nervosität können sich im Gesicht zeigen. Das Gesicht kann schmerzen, wobei meist ein stechender oder ziehender Schmerz vorliegt. Außerdem kommt es zu Zuckungen in den Augen- und den Mundwinkeln. Diese werden auch als Tics bezeichnet.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein hoher Nervositätslevel kann auch zu nervösen Beschwerden am Herzen und der Atemorgane führen. Häufig tritt ein beklemmendes Gefühl in der Brust auf. Viele Patienten klagen über Atemnot oder über Herzrasen. Herzrasen tritt vor allem abends und nachts vor dem Einschlafen auf.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Valeriana officinalis wird häufig auch bei nervösen Magenbeschwerden eingesetzt. Weitere Beschwerden können anfallartiger Heißhunger, Sodbrennen, Blähungen und Durchfall (Diarrhoe) sein.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Viele Valeriana officinalis-Patienten leiden unter rheumatischen Beschwerden. Häufig schmerzen vor allem die Fersen und die Handgelenke. Auch bei Problemen im Rücken wie Steifigkeit oder Reißen wird Valeriana eingesetzt.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Auch auf der Haut zeigen sich bei Nervosität häufig Veränderungen. Hier treten eine Rötung und ein weißliches Erblassen der Haut im Wechsel auf.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Plötzliche Temperaturwechsel können die Beschwerden verschlimmern. Häufig treten Kopfschmerzen vor allem bei Hitze auf, wobei den Betroffenen aber subjektiv kalt ist.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Typische Beschwerden, die mit Valeriana officinalis behandelt werden können, sind Schlafstörungen. Patienten mit Schlafstörungen leiden meist primär unter großer innerer Unruhe, unbekannter Ursache (Genese). Trotz Müdigkeit fällt das Einschlafen schwer. Durchschlafprobleme können ebenfalls bestehen. Häufige Ursache für nächtliches Aufwachen sind Wadenkrämpfe [13][14][15][16][17].

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Passiflora incarnata

Passiflora incarnata ist ein alternatives Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen. Gewonnen wird es aus der sogenannten Passionsblume, die vor allem in den USA und in Mexiko beheimatet ist. Die Inhaltsstoffe der Passionsblume wirken beruhigend und krampflösend auf das zentrale Nervensystem. Passiflora incarnata wird bei Schafstörungen, Unruhezuständen und depressiven Verstimmungen eingesetzt. Verantwortlich für ihre Wirkung sind verschiedene Flavonoide (Pflanzenstoffe, zu denen unter anderem einige Blütenfarbstoffe zählen) und Alkaloide, also chemische Verbindungen mit Stickstoffatomen, die aber natürlich in Pflanzen vorkommen, so zum Beispiel Morphin im Schlafmohn [18][19].

Aconitum napellus

Aconitum napellus-Globuli werden aus dem Blauen Eisenhut gewonnen. Dieser wächst vor allem in den Alpen und im Mittelgebirge. In seiner reinen Form ist Fingerhut extrem giftig. Globuli werden vielfach verdünnt. Eingesetzt wird Aconitum napellus gegen verschiedene Arten von Schmerzen und bei hohem Fieber. Als Alternative zu Valeriana officinalis kommt er nur bei sehr starken Schmerzen zum Einsatz. Außerdem ist er das Mittel der Wahl bei Schlafstörungen, die durch Angstzustände und ungeklärte Rastlosigkeit verursacht werden.

Gelsemium

Gelsemium sempervirens ist ebenfalls ein pflanzliches homöopathisches Mittel, das aus dem vorwiegend in Mexiko beheimateten Carolina-Jasmin gewonnen wird. Eingesetzt wird Gelsemium sempervirens ebenfalls bei Schlaflosigkeit, bei Kopfschmerzen und Migräne. Aber auch bei unspezifischen Angstzuständen kann Gelsemium sempervirens helfen. Außerdem wirkt es gegen Durchfall, verschiedene Erkältungskrankheiten und Grippe [20][21][22].

Hintergrundinformationen

Die Pflanze Valeriana officinalis ist sehr einfach an ihren staudenartigen Blütenständen zu erkennen. Die Gattung Baldrian (Valeriana officinalis) gehört zur Unterfamilie der Baldrian-Gewächse (Valerianaceae), die wiederum der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) zuzuordnen ist. In Europa wachsen Baldriane oft an Wegesrändern. Sie erreichen Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Die Blütenstauden befinden sich an der Spitze langer Stängel und sind weiß bis rosa. Für die Herstellung von homöopathisch verabreichbarem Baldrian wird die Wurzel der Pflanze verwendet

Der lateinische Name Valeriana leitet sich von dem lateinischen Wort „valere“ ab, was so viel bedeutet wie kräftig und gesund sein [23].
Für die Dauer der Einnahme von Baldrian-Globuli sollte auf die Einnahme von stimulierenden Erzeugnissen verzichtet werden. Zu stimulierenden Erzeugnissen gehören Kaffee, schwarzer Tee, und Tabak. Auch Minze ist bei der Einnahme von Baldrian kontraindiziert. Diese können der Wirkung von Valeriana officinalis entgegenwirken (Antagonisten).

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten konnten nicht festgestellt werden [24][25][26].