Globuli von T bis Z

Vincetoxicum Globuli

© panthermedia.net / Gurcharan Singh

Vincetoxicum ist die botanische Bezeichnung für eine bei uns als Schwalbenkraut bekannte Pflanzenart. Die eigentliche Bezeichnung ist Vincetoxicum hirundinaria oder Vincetoxicum officinale. Alternativ wird sie auch als Sankt-Lorenz-Kraut oder als Weiße Schwalbenwurz bezeichnet.

Vincetoxicum ist in Europa überall verbreitet. Außerdem kommt sie in Afrika und in Asien vor. Arzneimittel werden vorwiegend aus der in Asien beheimateten Pflanze gewonnen. Hierzulande ist Vincetoxicum vor allem als Zierpflanze bekannt.

Vincetoxicum hat in der Homöopathie mehrere Anwendungsgebiete. Primär wird es gegen Entzündungen und Virusinfektionen empfohlen. Außerdem kann es aber auch gegen Menstruationsbeschwerden helfen. In der volkstümlichen Heilkunde gilt Vincetoxicum außerdem als Brechmittel, welches vor allem bei dem Verdacht auf eine Vergiftung angewendet wird.
Vincetoxicum kann in der Apotheke erworben werden. Dazu ist kein ärztliches Rezept notwendig.[1][2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Vincetoxicum ist ein pflanzliches Mittel und hat damit eine recht milde Wirkung. Pflanzliche Arzneimittel können in der Regel bei einem großen Personenkreis ohne Bedenken angewendet werden.
Vincetoxicum wird vor allem Personen empfohlen, die unter Erkältungsbeschwerden unbekannter Herkunft leiden, sowie bei langwierigen entzündlichen Prozessen. Als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden kommt es nur noch selten zum Einsatz.

Wo wirkt es?: Vincetoxicum besitzt mehrere wirksame Inhaltsstoffe. Als Hauptwirkstoffe werden die Glykoside angesehen, zu denen unter anderem Hirundigenin und Anhydrohirundigenin gehören. Zudem sind Alkaloide, Triterpene und Sterole enthalten.
Vincetoxicum wirkt vor allem im vegetativen Nervensystem und direkt an verschiedenen Organen des Magen-Darm-Traktes.[3]

In welchem Alter?: Homöopathische Mittel kommen prinzipiell in jedem Lebensalter angewendet werden. Dennoch gibt es bei einigen homöopathischen Heilmitteln Einschränkungen. Vincetoxicum beispielsweise sollte bei Kindern und älteren Personen nur in sehr geringen Dosen angewendet werden. Eine Eigentherapie ohne ärztliche Überwachung sollte bei Kindern und älteren Personen nicht länger als drei bis fünf Tage stattfinden. Bei einer zu hohen Dosis besteht die Gefahr von unkontrolliertem Brechreiz und Magen-Darmbeschwerden. In der Regel wird daher empfohlen, vor der Anwendung immer einen Heilpraktiker oder Homöopathen zu befragen.
Bei Erwachsenen ist die Anwendung in aller Regel problemlos auch in einer Eigentherapie möglich.[4]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vincetoxicum wird vor allem bei Personen empfohlen, die unter Beschwerden leiden, wie sie eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) hervorruft. Ob es sich dabei um eine tatsächliche Erkältung durch Viren handelt, oder ob die Beschwerden auf eine andere Ursache zurückgehen, hat auf die Behandlung wenig Einfluss. Vincetoxicum wirkt entzündungshemmend und reizlindernd auf Schleimhäute und Atemwege.Außerdem kann Vincetoxicum bei Nierenleiden eingesetzt werden. Die Anwendung als Brechmittel hat heute eigentlich keine Bedeutung mehr.

Verbesserung: Eine Verbesserung des Zustands wird vor allem erreicht, indem Stress abgebaut wird. Außerdem tritt eine Besserung ein beiWärme. Leichte Bewegung und der regelmäßige Gang an die frische Luft helfen zusätzlich.

Verschlechterung: Eine Verschlechterung der Symptome kann beobachtet werden bei starker psychischer Belastung der Betroffenen. Auch bei einer sehr fetthaltigen Ernährung können sich die Symptome verschlimmern.[5]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vincetoxicum wird bei Personen empfohlen, die unter Stress stehen und hoch nervös sind. Vor allem bei einem hohen Blutdruck (Hypertonie) soll Vincetoxicum helfen. Dieser tritt häufig bei Personen auf, die unter Stress sehr gereizt reagieren. Auch bei Menschen, die schnell hysterisch werden oder überreagieren, soll Vincetoxicum mildernd wirken.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein hoher Blutdruck wirkt sich häufig auf den Kopf aus. Bei stark erhöhtem Blutdruck kann es zum Beispiel zu starken Kopfschmerzen(Cephalgie) kommen. Diese treten in der Regel intervallartig und in schwankender Intensität auf.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein hochrotes Gesicht tritt ebenso bei Menschen mit hohem Blutdruck (Hypertonie) auf. Durch die Behandlung der Hypertonie mit Vincetoxicum können auch diese Nebeneffekte im Gesicht gemindert werden. Gegen Beschwerden, die direkt von der Gesichtshaut ausgehen hat Vincetoxicum jedoch keinen Effekt.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Auch Beschwerden der Atmungsorgane können mit Vincetoxicum behandelt werden. Vincetoxicum wird zum Beispiel bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) unterstützend eingesetzt. Außerdem kann es bei Erkältungskrankheiten und Virusinfektionen Atembeschwerden, Halsschmerzen und Hustenreiz mindern.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vincetoxicum wirkt harntreibend (diuretisch). Damit hat es ein großes Anwendungsgebiet bei allen Arten von Nierenleiden. So wird Vincetoxicum zum Beispiel empfohlen bei Nierensteinen, Harnsteinenund bei Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie).

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane hat Vincetoxicum noch keinen nachgewiesenen Effekt. Bei Frauen kann Vincetoxicum Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden lindern.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei allgemeinen, unspezifischen Schmerzen der Arme und Beine sowie bei einem allgemeinen Schwächegefühl in den Extremitäten kann Vincetoxicum helfen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Vincetoxicum nur in geringen Dosen eingenommen wird. In höheren Dosen kommt vor allem die brechreizfördernde Wirkung zutage, wodurch die Beschwerden wie ein allgemeines Schwächegefühl noch verstärkt werden können.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Direkt auf die Haut hat Vincetoxicum keine Auswirkungen. Beschwerden wie Hypertonie, Stress oder Infektionskrankheiten können jedoch Auswirkungen auf das Hautbild haben (Rötung, Schuppung, Akne). Diese Wirkungen werden durch die Behandlung der ursächlichen Beschwerden ebenfalls gemindert.[5][6]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vincetoxicum wirkt stark schweißtreibend. Diese Wirkung wird vor allem bei fieberhaften Infekten als positiv bewertet. Die Krankheit soll sozusagen „ausgeschwitzt“ werden. Gleichzeitig wird der Körper durch den Schweiß auf der Haut bei hohem Fieber gekühlt und so vor Hitzeschäden geschützt. Das Schwitzen bei Fieber stellt also eine sehr sinnvolle Reaktion des Körpers dar und kann durch die Anwendung Vincetoxicum verstärkt werden.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Eine direkte Wirkung auf Schlafschwierigkeiten ist nicht bekannt. Allerdings kann Vincetoxicum durch Linderung von Beschwerden wie Hypertonie und Unruhe auch dadurch bedingte Schlafschwierigkeiten lindern.[6][7]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Belladonna

Belladonna ist die botanische Bezeichnung für die Tollkirsche. Die Tollkirsche ist in ihrer reinen Form sehr giftig, sie hat aber als Arzneimittel ein breites Anwendungsgebiet. Belladonna kann als Alternative zu Vincetoxicum bei sehr starkem Husten und bei Atemnot (Dyspnoe) eingesetzt werden. Häufiger wird sie bei Erwachsenen als bei Kindern eingesetzt.

Arnica

Arnica ist ebenfalls eine schon lange Zeit bekannte Heilpflanze. Sie wird als geeignete Alternative bei Nierenbeschwerden empfohlen. Vor allem bei den sogenannten Flankenschmerzen, Schmerzen zwischen Rücken und Taille beidseits der Wirbelsäule, wird Arnica genutzt. Auch bei Blasenentleerungsstörungen oder bei einhergehenden Bauchschmerzen wird eher Arnica anstelle von Vincetoxicum empfohlen.

Pulsatilla

Pulsatilla wird als Alternativheilmittel zu Vincetoxicum bei Menstruationsbeschwerden verwendet. Auch bei Magenschmerzen, Durchfallerkrankungen (Diarrhoe), Übelkeit (Nausea) und häufigem Aufstoßen soll Pulsatilla helfen.[8]

Hintergrundinformationen

Als Pflanze erreicht Vincetoxicum eine Wuchshöhe von etwa einem Meter. An mehreren Stängeln hat sie längliche, dunkelgrüne Blätter. In der Homöopathie werden ausschließlich die Bestandteile der Wurzel verwendet. Gesammelt wird diese nach der Blütezeit, im Gegensatz zu den meisten anderen pflanzlichen Heilmitteln, die während der Blütezeit gesammelt werden.

Die Bezeichnung Vincetoxicum stammt aus dem Lateinischen. Sie setzt sich aus den zwei Wörtern vincere (Besiegen) und toxicum (Gift) ab. Die Bezeichnung deutet so schon auf die Verwendung des Krautes als Antidot hin. Interessant ist, dass die Pflanze an sich als giftig gilt. Sowohl Tiere als auch Menschen bekommen durch den Verzehr der Blätter oder Blüten starke Magen- und Darmbeschwerden. Die Anwendung der Pflanze als Antidot gegen Gift geht auf den Leitspruch “Similia similibus curentur” zurück: Ähnliches soll mit ähnlichem geheilt werden. Das bedeutet, dass eine Substanz, die ähnliche Wirkungen wie ein Gift hervorruft, in geringeren Dosen der Wirkung des Giftes entgegenwirken kann.
Bereits in der Antike wurde Vincetoxicum als Diuretikum und gegen die Bisse giftiger Tiere verwendet. Im Mittelalter erlebte Vincetoxicum eine Hochzeit und wurde gegen alle möglichen Arten von Beschwerden eingesetzt. Heutzutage ist die Anwendung von Vincetoxicum in der alternativen Medizin zurückgegangen. Die Anwendung von Vincetoxicum wird immer mehr durch andere pflanzliche Heilmittel überlagert.
Vincetoxicum kann auch im eigenen Garten gezogen werden. Die Pflanze mag kalkhaltige Böden, ansonsten benötigt sie kaum Pflege und ist sehr genügsam.[9][10][11]