Globuli von J bis L

Ledum Globuli

PantherMedia / Taina Sohlman
© PantherMedia / Taina Sohlman

Die homöopathische Arznei Ledum palustre wird aus einer Pflanze (Ledum palustre), dem Sumpfporst, hergestellt. Sie ist ein Heidekrautgewächs, das in den Sümpfen Norddeutschlands, Skandinaviens, Russlands sowie im nördlichen Asien und Nordamerika vorkommt.[1]

Ledum wird im Rahmen einer homöopathischen Behandlung sowohl akut als auch chronischeingesetzt. Im akuten Fall hat sich das Mittel besonders bei Folgen von Insektenstichen, Stich-und Bisswunden sowie Verletzungen mit scharfen Gegenständen oder Splittern bewährt.
Im chronischen Krankheitsfall kommt Ledum vor allem bei gichtigen und rheumatischen Erscheinungen zum Einsatz sowie bei durch Alkohol geschädigter Gesundheit.[4] 

Grundsätzlich aber wird die chronische Verordnung durch eine individuelle Anamneseerhebung eines Homöopathen vollzogen und es können für derartige Erscheinungen auch andere Mittel infrage kommen.
Der Wirkungsbereich von Ledum ist oft ähnlich dem von Arnica.
Die Arznei wird sowohl bei Kindern, bei Erwachsenen als auch beim älteren Menschen eingesetzt.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Im akuten Krankheitsfall kann Ledum indiziert sein bei:

  • hellroten Blutungen
  • kalten Schwellungen
  • Verletzungen, die äußerlich heilen, aber innen möglicherweise eitern
  • punktförmigen Bissen von Mäusen, Ratten, Stechmücken und Insekten aller Art und deren Folgen in Form von Infektionen
  • Entzündungen durch eingetretene Nägel
  • Abszessen durch Spritzen
  • Folgen von Lumbalpunktionen
  • Nadelstichen, die zu Panaritium (Nagelbettvereiterung) geführt haben[3]
  • wenn Ledum sofort nach einer Stichverletzung gegeben wird, kann es Wundstarrkrampf (Tetanus) verhüten[2]wenn sich doch Tetanus entwickelt, ist die Arznei Hypericum angezeigt[2]

Im chronischen Krankheitsfall kann Ledum indiziert sein:

  • wenn Stichwunden bereits lange zurückliegen und sie Schmerzen verursachen, könnte Ledum helfen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Ein Patient sagt: „Vor zehn Jahren bin ich auf einen Nagel getreten, und seitdem habe ich einen Schmerz, der zum Oberschenkel hinaufläuft.“[3]
  • bei rheumatischen Beschwerden und Gicht.
  • bei Erkrankungen durch Alkoholkonsum verursacht wie z. B. Bronchitis und Bronchialasthma.

Wo wirkt es?: Ledum wirkt in erster Linie auf die Haut, auf die fibrösen (bandhaften) Gewebe der Gelenke,
auf Sehnen und Fersen. Darüber hinaus beeinflusst es Knochen, Muskeln und Bindegewebsstrukturen positiv, weswegen es in der Literatur auch als „rheumatisches Mittel“ bezeichnet wird.
Das Mittel hat ebenfalls einen Bezug zur Lunge – es konnten bereits Fälle von Bronchitis und Keuchhusten erfolgreich behandelt werden[3].
  

In welchem Alter?: Ledum kann grundsätzlich in jedem Alter zum Einsatz kommen, im Kinder-und Jugendalter sowie bei Erwachsenen und beim älteren Menschen. 

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Als Leitsymptome von Ledum gelten ein Mangel an Eigenwärme und allgemeine Frostigkeit, wobei Bettwärme und Hitze ein Brennen (innerliches Hitzegefühl) in den Gliedern hervorrufen kann und Wärme allgemein verschlechtert.[1] Wenngleich diese Symptomenkombination in gewisser Weise paradox erscheint, so ist sie ein Charakteristikum für Ledum. An solch einer außergewöhnlichen Symptomenverbindung beim Patienten könnte die Indikation des Mittels erkennbar sein. Ein weiteres charakteristisches Zeichen des Mittels ist, dass der Rheumatismus in den Füßen beginnt und aufwärts wandert. Die Schmerzen schießen gewissermaßen nach oben.
Auf der Haut zeigen sich bei Ledum charakteristische bläuliche oder violette Vorbuchtungen, besonders auf Stirn und Nase.

Verbesserung: Das Gefühl der Hitze und des Brennens der Glieder durch Bettwärme bessert sich durch Aufdecken, durch Eintauchen in kaltes Wasser und durch kalte Umschläge. Mitunter kann ein Patient seine rheumatischen Beschwerden nur dadurch lindern, wenn er Füße und Unterschenkel in kaltes Wasser taucht.[3] Allgemein bessern kalte Luft und Ruhe.

Verschlechterung: Allgemein verschlechtert sich der Zustand durch Wärme und Bewegung. Auch sind die Symptome nachts schlechter. Weintrinken wird nicht gut vertragen.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Betreffende kann ärgerlich aufbrausend erscheinen und traurig. Er sucht die Einsamkeit. Der Zustand wird beschrieben als mürrisch und unzufrieden, verbunden mit Unruhe und Unbeständigkeit.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Kopf wird ein Gefühl wie betrunken oder betäubt empfunden sowie Wüstheit und Schwere.[1]Es können heftige Schwindelanfälle auftreten, sodass der Betreffende Schwierigkeiten beim Gehen im Freien hat. Ein drückender, betäubender Kopfschmerz, wie von einer Last über das ganze Gehirn wird beschrieben.[3]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Behandlung des ‚blauen Auges’ wird in der Literatur besonders hervorgehoben und konnte sich offenbar gut unter der Gabe von Ledum zurückbilden. Bindehautentzündungen, Jucken in den inneren Augenwinkeln, Tränen der Augen mit scharfem, beißendem Sekret und Erweiterung der Pupillen werden als Symptome genannt. In den Ohren wird ein Getöse wie Glockenläuten empfunden. Nasenbluten mit anschließendem heftig brennenden Schmerz tritt auf.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Kennzeichen des Mittels sind ein Kitzeln in der Luftröhre, Druck und Beengung auf der Brust mit erschwerter Atmung. Es kann zu Bronchialasthma, besonders bei Trinkern kommen. Das Mittel beschreibt chronischen Husten, der durch Kälte und Mangel an Lebenswärme gekennzeichnet ist und hauptsächlich morgens auftritt.[3]
Es kann zu Hämoptyse (Bluthusten) kommen von hellrotem Blut, das im Wechsel mit rheumatischen Glieder-oder Hüftschmerzen auftreten kann.[2]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Magenbeschwerden von Trinkern kann das Mittel angezeigt sein. Es können breiartiger Stuhl bis Durchfall auftreten, wobei der Stuhl mit Blut gemischt sein kann.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es kommt bei Ledum zu vermehrtem Harndrang, wobei durch eine Schwellung der Harnröhre die Harnausscheidung vermindert ist. Der Harnstrahl ist dünn, der Betreffende muss sehr drücken.[3]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei der Frau ist die Monatsblutung (Menses) zu früh und zu stark, das Blut ist hellrot. Beim Mann kann blutiges oder wässriges Sperma erscheinen.[2]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Rheumatoide und gichtige Beschwerden der Gelenke im Allgemeinen, besonders der Ellenbogen-, Knie-, Hüft-und Zehengelenke erscheinen verbunden mit Muskelsteifigkeit im Nacken und zwischen den Schulterblättern, in den Lenden und im Kreuz. In den Zehen wird Kälte empfunden. Das Mittel wirkt besonders auf die linke Schulter und das rechte Hüftgelenk. Wie oben erwähnt, ziehen die Schmerzen von unten nach oben: von den Füßen bis zum Knie, vom Kreuz bis in den Hinterkopf etc. An den Gelenken können sich Schwellungen mit dunkelbläulicher Verfärbung zeigen.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ein ausgeprägtes Hautjucken, wie von Läusen sowie Frieselausschläge konnten beobachtet werden.Punktförmige Blutungen treten auf, auch rote Pickel oder Knötchen an Stirn und Wangen, wie sie manchmal bei Schnapstrinkern zu beobachten sind.
Starkes Jucken auf dem Fußrücken, Kratzen und Bettwärme verschlimmern.[4]
Verfärbungen bei Prellungen bleiben lange bestehen.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Fieber begleitet intensive Kälte. Es wird ein starker Frost und Schauder mit kalten Gliedmaßen empfunden, als ob einzelne Teile des Körpers mit kaltem Wasser übergossen würden.
Es kann zu starken Nachtschweißen mit fauligem oder saurem Geruch kommen.[3]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Betreffende zeigt große Schläfrigkeit am Tage, wie schlaftrunken mit großen Drang zum Liegen, während er nachts schlaflos ist, sich unruhig umherwirft in ängstlichen Träumen. „Beim Aufwachen aus dem Schlaf gelinder Schweiß über den ganzen Körper, mit Jucken am ganzen Körper, was zum Kratzen nötigte.“[3]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

StaphisagriaPantherMedia / Ines Weiland-Weiser

Staphisagria kann bei Stichverletzungen auch infrage kommen.

ArnicaPantherMedia / bluelight

Arnica kann bei Stichverletzungen auch infrage kommen.

Sulfurpanthermedia.net /
Antje Große

Sulfur kann bei Verschlimmerung durch Bettwärme nach genauer Differentialdiagnose zur Anwendung kommen.

Calcium fluoratumPantherMedia / Thomas Francois

Calcium fluoricum kann bei Verschlimmerung durch Bettwärme nach genauer Differentialdiagnose zur Anwendung kommen.

Rhus toxicodendronPantherMedia / Robert Byron

Rhus toxicodendron zeigt ebenfalls eine deutliche Wirkung auf die Haut, beeinflusst rheumatische Schmerzen, Bindegewebe, Gelenke, Sehnen, Sehnenscheiden und Muskeln.

Hintergrundinformationen

Ledum palustre, gehört zur Familie der Ericaceae. Nach dem Beginn der Blüte werden kleine Zweige und Blätter gesammelt, getrocknet und eine
Tinktur hergestellt. Auch aus der ganzen frischen Pflanze bereitet man eine Tinktur. Beide Vorgehensweisen sind offenbar üblich.
Kein Tier frisst angeblich die Blätter dieser Pflanze bis auf die Ziege aufgrund des starken harzigen Geruchs, den die Pflanze verströmt.[3]
In Schweden wird ein Aufguss der Blätter verwendet, um Schweine und Rinder vom Läusebefall zu befreien (antiparasitäre Wirkung). Diese äußerliche Anwendung bei Insektenbefall veranlasste den homöopathischen Gebrauch bei Insektenstichen oder punktförmigen Stichwunden.