Globuli von J bis L

Kreosotum Globuli

© panthermedia.net / Vinod Kumar Pillai

Kreosotum ist das Destillat aus Buchenholzteer. Eine Behandlung mit Kreosotum macht vor allem bei Patienten mit Zahnproblemen Sinn. Daneben kann Kreosotum auch bei Problemen mit der Haut und bei weiblichen Patienten mit Problemen im Bereich der Geschlechtsorgane helfen. Die Beschwerden, die eine Behandlung mit Kreosotum induzieren, werden meist abends, in Ruhe, im Liegen, nach der Menstruation oder bei Kälte schlimmer. Vor allem die Harninkontinenz verschlimmert sich im Liegen. Umgekehrt helfen Wärme, warmes Essen und Bewegung die Beschwerden zu mildern.[1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Personen, die Kreosotum benötigen, leiden unter ätzenden, wundfressenden Absonderungen. Der Geruch ist intensiv faulig. Im Allgemeinen verhält sich Kreosotum extrem destruktiv auf Haut und Schleimhaut. Hinzu kommen juckende und brennende Schmerzen. Gegen Abend wird das Brennen und Jucken der Haut intensiver. Schon kleine Wunden bluten stark (z.B. nach dem Ziehen eines Zahnes). Die Blutungen sind dunkel und sickernd. Es kommt in verschiedenen Körperteilen pulshaften Empfindungen. Auch Verdauungsstörungen gehören zum Spektrum von Kreosotum. Diese gehen weit über die Beschwerden einer klassischen Magenverstimmung (wie z.B. bei einer Seekrankheit) hinaus. Typischer Weise werden die Verdauungsbeschwerden hormonell. Im Rahmen einer Schwangerschaft, hervorgerufen.[1]

Wo wirkt es?: Von Kreosotum betroffene Organsysteme sind insbesondere die Zähne, aber auch die Haut und die weiblichen Geschlechtsorgane.[1]

In welchem Alter?: Kreosotum Globuli können in jedem Alter eingesetzt werden.[1]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Frauen leiden häufiger unter den Beschwerden, die für Kreosotum charakteristisch sind.Zusammengefasst können Kreosotum-Patienten unter folgenden Beschwerden leiden:[1][2]

  • faulig riechende Absonderungen, die ein juckendes, brennendes, scharfes Gefühl erzeugen und wund machen
  • Geschwüre und Blutungen
  • schwarz verfärbte Zähne
  • Gewichtsverlust und allgemeine Appetitlosigkeit
  • Bettnässen (vor allem im tiefen Schlaf); plötzlicher Harndrang, der so schnell einsetzt das es betroffene Personen nicht mehr auf die Toilette schaffen
  • Pulsieren im gesamten Körper
  • Periode ist oft zu lang, zu stark oder zu früh
  • Verdauungsstörungen (vor allem hormonell)
  • Hautprobleme

Verbesserung: Durch Wärme, warme Speisen und Bewegung.

Verschlechterung: Abends, durch Kälte, in Ruhe, im Liegen und nach der Periode.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Kreosotum-Patienten handelt es sich um Personen mit einer konstanten Ruhelosigkeit, die ständig Wünsche haben und leicht reizbar sind, wenn diese Wünsche nicht erfüllt werden. Selbst wenn der Wunsch erfüllt wird, kehrt sofort eine gewisse Unzufriedenheit ein. Kinder setzen sich etwas in den Kopf und behaaren solange darauf bis sie es bekommen. Sobald sie es bekommen werfen sie es wieder weg oder lassen es fallen. Durch Erregung, vor allem durch Musik, fangen diese Patienten zu weinen an und bekommen Herzklopfen.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der empfundene Kopfschmerz ist dumpf, stechend, reißend, drückend oder pulsierend. Die Schmerzen strahlen zu den Zahnwurzeln aus. Vor oder Während der Menstruation treten heftige Kopfschmerzen auf.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Gesicht von Kreosotum-Patienten zeigt einen kranken, leidenden Ausdruck. Die Wangen sind gerötet und heiß.Das Sekret der Nase hat einen widerlichen Geruch.Während der Menstruation treten schwerhörige Phasen auf.Die Augen leiden unter roten, geschwollenen Lidern und salzigem Tränenfluss.

Die Zahngesundheit von Kreosotum-Patienten ist schlecht. Das Zahnfleisch ist schwammig und neigt dazu, leicht zu bluten. Die Zähne selbst sind kariös und schwarz-gefleckt sobald sie zum Vorschein kommen. Es erfolgt ein rascher Zerfall der Zähne. Die Mundwinkel machen einen rauen und wunden Eindruck und der Mundgeruch ist stark faulig. Bei Kindern kommt es zu einer schmerzhaften Zahnung.

Es herrscht konstant ein Gefühl des Heraufwürgens, das nicht verschwinden will. Daneben tritt im Hals ein Brennen auf.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es besteht eine allgemeine Heiserkeit, die mit Schmerzen im Kehlkopf einhergeht. Außerdem kommt es zu Husten oder Lungenabszessen mit intensivem, eitrigem Auswurf. Eine andere Indikation für Kreosotum ist Tuberkulose.Im Bereich der Brust kommt es zu einem wunden Brennen. Es treten Herzstiche oder ein starkes Gefühl der Taubheit/Beklemmung in der Region des Herzens auf. Der bestehende Rückenschmerz strahlt in die Beine und die Geschlechtsteile aus. Durch Bewegung kommt es zu einer Besserung der Rückenschmerzen.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Patient verfügt über beinahe unstillbaren Hunger und Durst. Allerdings können weder große Nahrungsmengen noch große Wassermengen aufgenommen werden, da ansonsten Erbrechen eintritt. Das Erbrochene ist sauer und scharf. Es besteht ein starkes Verlangen nach Fleisch. Häufige Übelkeit ist charakteristisch, wobei warme Speisen und Getränke zu einer Besserung führen. Nach dem Essen kommt es häufig zu unangenehmmn Sodbrennen. Auch Durchfälle sind typisch. Diese sind stark ätzender Natur und haben einen roten und wunden After zur Folge. In der Region des Oberbauchs (Epigastrium) herrscht ein starkes Kältegefühl, als würde sich Eis im Körper befinden. In der Schwangerschaft süßliches Erbrechen mit Speichelfluss und Übelkeit/Erbrechen vor/während Periode

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bettnässen ist ein Charakteristikum für Kreosotum-Patienten. Es setzt vor Mitternacht ein und tritt bei Kindern vor allem dann auf, wenn sie in der Nacht vom Bettnässen bzw. Urinieren träumen. Der Harndrang ist häufig und setzt plötzlich ein. Betroffene Personen müssen sich beeilen, um rechtzeitig die Toilette zu erreichen. Der Urin hat einen üblen Geruch und es kann häufig nur im Liegen uriniert werden.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Frauen kommt es zu Menstruationsbeschwerden, die sich durch Liegen und Urinieren verschlechtern. Zu einer Besserung kommt durch Aufsitzen. Die Menstruation erfolgt intensiv, klumpig und mit übelriechendem, dunklem bis schwarzem Blut. Es kann auch zu einem Aussetzen der Menstruation kommen, solange bis die Patientin sich wieder hinlegt. Eitrige Leukorrhoe tritt auf.Der Allgemeinzustand der Geschlechtsorgane bei Frauen definiert sich über ein dauerhaftes Brennen, Jucken und Wundheit sowohl der inneren als auch äußeren Geschlechtsteile.

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kreosotum löst allgemeine Gelenksschmerzen aus. Vor allem in den Hüftgelenken zeigt sich ein bohrender Schmerz.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es bestehen Verbrennungen mit scharfen Absonderungen oder eitrige Ulzerationen. Es können auch ätzende, wund fressende Sekrete abgeschieden werden. Die Haut brennt und juckt heftig, insbesondere nachmittags. Weitere Indikationen sind Gangräne, Herpes und Ekchymosen(kleinflächige Haut- oder Schleimhautblutungen). Auch die Schleimhäute können stark betroffen sein. Es zeigen sich dabei Defekte der obersten Hautschicht (Exkoriationen) an den Schleimhäuten.[1][8]

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kreosotum-Patienten leiden bei Fieber unter Frösteln. Die Hände und das Gesicht sind kalt. Schweiß nur morgens mit Hitze und Röte der Wangen.[8]

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ängstliche Träume und Herumwälzen im Schlaf sind charakteristisch. In den Träumen geht es um Feuer, Schneestürme, Verfolgungen oder ähnliches.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Tuberculinum bovinum

Es kommt zu einem ständigen Wechsel der Symptome. Als Indikation zählen Tuberkulose in der Familienanamnese, starke Neigung zu Atemwegserkrankungen und Allergien. Auch wiederkehrende fieberhafte Erkrankungen (vor allem bei Kindern) mit häufigem Nachtschweiß und schneller Auszehrung passen in das Bild von Tuberculinum.[3]

Arsenicum album

Auch Arsenicum album richtet sich gegen Beschwerden im Bereich der Haut und des Verdauungstrakts. Aber auch das Herz, die Lunge und der Magen liegen in seinem Wirkungsspektrum. Arsenicum album entfaltet seine Wirkung vor allem bei plötzlichen Abmagerungen oder Abmagerungen, die durch einen Tumor induziert werden (Tumorkachexie). Die Folgen und Nebenwirkungen von Chemotherapien können ebenfalls bekämpft werden. Auch bei Lebensmittelvergiftungen (vor allem Fisch- und Fleischvergiftungen) und Kollapszuständen nach Durchfallattacken kann Arsenicum album eine gute Wirkung zeigen.[4]

Sulfur

Die Wirkung von Sulfur ist tiefgreifend. Mit der Hilfe von Sulfur können fehlende Reaktionen hervorgerufen werden, da dieses homeopathische Mittel die Kraft besitzt das versteckte Innere an die Oberfläche zu tragen. Sulfur ist das große Antipsorikum nach Hahnemann. Vor allem zu Beginn der Behandlung von chronischen Leiden empfiehlt sich Sulfur. Sulfur kann in Kombination mit Kreosotum verwendet werden, wenn die Behandlung mit Kreosotum allein fehlschlägt. Sulfur führt zu einer Aktivierung des Organismus und kann die Wirkung von Kreosotum möglich machen.[5]

Phosphorus

Der Phosphorus-Typ zeigt bei Verletzungen leuchtend rote Blutungen. Blutergüsse und blaue Flecken sind keine Seltenheit. Genuss bringen kühle Speisen und die Kälte. Oft besteht ein Verlangen nach Obst, Salaten, Salz und Fisch. Emotional sind diese Personen verletzbar und leicht beeinflussbar. Eine extrovertierte Person, die Gefühle schlecht verbergen kann und mit einer unbestimmten Angst durchs Leben geht, dass etwas passieren wird. Viele gescheiterte Ehen oder Liebesbeziehungen sollten immer an Phosphorus denken lassen.[6]

Hintergrundinformationen

Kreosotum ist das Destillat aus Buchenholzteer. Spezieller gesagt ist das Verfahren eine trockene Destillation, bei der das Buchenholz verkohlt wird. Als Produkt entsteht eine dickflüssige, viskose, schwarzbraune bis rotbraune Masse. Dieser Buchenholzteer besteht aus über 200 Einzelkomponenten. Eine weitere Destillation erfolgt und es entsteht das sogenannte „Kreosot“, das aus verschiedenen Phenolen und Phenylether (Creosolen, Cresol, Guajacol) besteht. Buchenholzteer wird in Form von Bädern dazu eingesetzt chronische, lichenifizierte oder infiltrierte, entzündliche Hautkrankheiten, die von einem starken Juckreiz begleitet werden, unterstützend zu behandeln.[7]