Globuli von J bis L

Juniperus sabina Globuli

© PantherMedia / Thomas Francois

Juniperus sabina ist der Sadebaum, auch Stinkwacholder oder Giftwacholder genannt. Er gehört zur Gattung der Wacholder (Juniperus). Dieser in großen Teilen Europas, Asiens und Afrikas beheimateter Strauch, der eine Höhe von 1 bis 2 Metern erreicht und von dunkelgrüner Farbe ist, gehört zu den Zypressengewächsen. Das homöopathische Mittel Sabina wird aus den oberirdischen Teilen, dem Stängel und den Blättern hergestellt.[1]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Sabina ist ein ausgeprägtes Frauenmittel. Es passt vor allem auf warmblütige Frauen, die eine Veranlagung zu Gicht und rheumatischen Erkrankungen haben.[2] Oft ist eine ausgeprägte Blutungsneigung vorhanden. Sie tendieren zu schmerzhaften, reichlichen Monatsblutungen (Dysmenorrhoe). Auch eine Neigung zu Fehlgeburten ist möglich.

Wo wirkt es?: Hauptangriffspunkte von Sabina sind die weiblichen Geschlechtsorgane, vor allem die Gebärmutter, außerdem der Bewegungsapparat und die Haut.

In welchem Alter?: Sabina ist hauptsächlich ein Mittel für Frauen im gebärfähigen Alter. Bei den Männern können sich einige Symptome der Geschlechtsorgane zeigen (siehe unten).

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sabina kann ein wichtiges Mittel bei schmerzhaften Monatsblutungen sein. Die Schmerzen gehen typischerweise vom Kreuz aus und strahlen in die Schamgegend aus. Es bestehen reichliche Blutungen mit teilweise geronnenem Blut. Die Blutungen treten schwallartig auf und verschlimmern sich durch die geringste Bewegung. Auch Blutungen aus der Gebärmutter sind möglich sowie eine allgemeine Blutungsneigung (Nasenbluten, innere Organe).[3] Es kann Ausfluss (Fluor) bestehen. An Sabina kann gedacht werden bei drohender Fehlgeburt, besonders im dritten Schwangerschaftsmonat. Es kann Blasenentzündung (Zystitis)und Nierenentzündung (Nephritis) auftreten. Die Gelenke sind möglicherweise schmerzhaft geschwollen und entzündet (Arthritis) und es kann eine Veranlagung zu Gicht und Rheuma vorhanden sein. An den Genitalien finden sich möglicherweise Feigwarzen (Kondylome).

Verbesserung: Besserung bringen ein kühler, frischer Luftzug , kalte Anwendungen und tiefes Ausatmen.[2]

Verschlechterung: Die Beschwerden verschlimmern sich besonders durch Hitzeoder warme Luft, nachts und durch jede noch so kleine Bewegung. Sie werden schlimmer während der Schwangerschaft und während der Wechseljahre. Ebenso durch tiefes Einatmen und Musik.[2]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Eine ausgeprägte Gemütssymptomatik wird in der Literatur nicht beschrieben. Auffallend ist dass Musik für Patienten, denen Sabina helfen könnte, unerträglich ist. Es macht nervös oder traurig. Sie sind im Allgemeinen sehr empfindlich auf Geräusche.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es können berstende Kopfschmerzen bestehen, die plötzlichaufkommen und allmählich wieder verschwinden. Sie kommen öfters wieder. Beim Ausbleiben der Monatsblutung ist Schwindel möglich.[2]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kauen kann Zahnschmerzen hervorrufen. In den Kaumuskeln tritt möglicherweise ein ziehender Schmerz auf.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Husten mit Auswurf von hellem Blut ist möglich.[3] Es kann zu Herzklopfen mit einem Gefühl von Klopfen oder Zucken in allen Adern kommen.[2]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es besteht ein starkes Verlangen nach sauren und saftigen Speisen und Getränken. Besonders Limonade lieben diese Patientinnen.Sie leiden häufig unter Sodbrennen. Es können Hämorrhoiden bestehen. Sie gehen mit Abgang von hellrotem Blut und Schmerzen vom Kreuz bis in die Schamgegend oder umgekehrt einher. Die Hämorrhoiden wechseln möglicherweise mit Gliederschmerzen ab.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sabina-Patientinnen können unter sehr schmerzhaften Blasenentzündungen mit häufigem Harndrang und blutigem Urin leiden. Die Nieren schmerzen dabei ebenfalls sehr stark. Während des Urinierens brennt und pulsiert der gesamte Urogenitaltrakt.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Sabina kann Frauen, die unter starke oder vorzeitige Monatsblutungen leiden, verabreicht werden. Auch Zwischenblutungen sowie Blutungen aus der Gebärmutter sind möglich. Die Blutung kommt typischerweise schubweise und ist sehr hell aber vermischt mit dunklen Klumpen. Das Blut kann schon während des Fließens zusammenklumpen.[3] Die Monatsblutung geht häufig mit Gelenkschmerzen einher. Auch stechende Schmerzen in der Wirbelsäule können auftreten. Die Blutungen werden schlimmer durch die geringste Bewegung. Oft findet sich ein Ausfluss(Leukorrhoe), der juckend und reizend ist. Er ist übelriechend, scharf, dick und gelblich und tritt vorzugsweise bei ausbleibender oder während der Regelblutung auf. Bei drohender Fehlgeburt kann der Einsatz von Sabina erwogen werden. Nach der Geburt wird es möglicherweise verabreicht, wenn der Mutterkuchen nicht oder unvollständig ausgestoßen wird (Placentaretention). An Sabina kann gedacht werden bei verlängerten Blutungen während der Wechseljahre .[4]Die Patientinnen leiden eventuell unter einem starken Juckreiz der äußeren Genitalien. Es besteht oft ein starkes sexuelles Verlangen.Des Weiteren besteht eine große Anfälligkeit für Genitalwarzen (Feigwarzen). Sie gehen mit einem unerträglichen Juckreiz und mit Brennen einher. Bei den männlichen Patienten kann der Geschlechtstrieb zudem verstärkt sein und es kommt möglicherweise zu schnellen und lang andauernden Erektionen.Auch können sich an Vorhaut und Penis schmerzhafte Hautveränderungen zeigen.[2]

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es finden sich ziehende Schmerzen zwischen Kreuz- und Schambein. Diese sind nicht vorne oder hinten zu lokalisieren, sondern sie ziehen von dem einen Knochen zum Anderen. Sie können bei schmerzhaften Monatsblutungen aber auch bei Wehen oder Nachwehen auftreten. [3] Es kann zu arthritischen Gelenkbeschwerden mit geschwollenen, geröteten Gelenken und stechenden Schmerzen kommen. Auch Gichtknoten sind möglich. Zudem wird in der Vorderseite der Oberschenkel ein Zerschlagenheitsgefühl berichtet. Stiche in den Fersen und in den Mittelfußknochen sind möglich.[5]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Warzen sind eins der Themen aus dem Arzneimittelbild Sabina. Die Warzen wuchern meist sehr stark und sind erhaben. Teilweise sind sie sehr schmerzhaft oder jucken äußerst heftig. Feigwarzen können nässen und einen üblen Geruch absondern.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Während des Fiebers kann eine unerträgliche brennende Hitze im ganzen Körper mit großer Unruhe auftreten.[2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Caulophyllum

Wie der Name schon sagt, ist auch Caulophyllum eine ausgeprägte Frauenarznei. Sie ist vor allem bekannt als wichtige Arznei während der Geburt, wenn die Wehen zu schwach, zu stark oder zu unregelmäßig sind. Die Gebärende ist erschöpft. Caulophyllum kann außerdem angezeigt sein bei rheumatischen Beschwerden. Es wirkt dabei hauptsächlich auf die kleinen Gelenke. Die Schmerzen sind typischerweise wandernd und ziehen von einem Körperteil zum Anderen. Es sind schmerzhafte Monatsblutungen und Beschwerden der Gebärmutter möglich. Es können Zuckungen und epileptische Krämpfe auftreten während der Pubertät, bei Ausbleiben der Periode oder während der Monatsblutung. Sie gehen mit allgemeiner Schwäche einher. Auch nach der Geburt kann eine große Schwäche bis zur Lähmung auftreten. Die Beschwerden werden schlimmer während der Schwangerschaft, beim Ausbleiben der Regel, im Freien und durch Kaffee.[6]

Rosmarinus officinalis

Dies ist ein eher kleines Mittel in der Homöopathie. Es kann eingesetzt werden bei zu frühen Monatsblutungen, die mit heftigen Schmerzen einhergehen. Die Betroffenen haben eine Empfindung der Schwere im Kopf und fühlen sich sehr schläfrig. Sie sind verfroren und haben ein Gefühl von eisiger Kälte in den unteren Extremitäten. Sie haben keinen Durst, auch nicht bei Fieberhitze. Das Gedächtnis ist geschwächt.[5]

Millefolium

Die Schafgarbe ist ein wichtiges Blutungsmittel. Nicht nur bei Blutungsbeschwerden der Gebärmutter aber auch bei Nasenbluten, Bluthusten oder Sickerblutungen nach Operationen kann an Millefolium gedacht werden. Das Blut ist hellrot und dünnflüssig. Nach Ausbleiben der Monatsblutung können epileptische Krämpfe auftreten. Auch bei ausbleibender Wochen- oder Milchfluss nach der Geburt, kann es zu Krämpfen kommen. Außerdem kann bei schmerzhaften Krampfadern während der Schwangerschaft sowie bei langanhaltenden Blutungen nach der Entbindung der Einsatz von Millefolium erwogen werden.[7]

Hintergrundinformationen

Der Name Sabina stammt ursprünglich aus einem nordöstlich von Rom gelegenen Bergland, dessen Einwohner schon damals die Pflanze als Abtreibungsmittel einsetzten. Der Sadebaum riecht unangenehm (deswegen der Name Stinkwacholder). In Europa wächst er hauptsächlich in den Gebirgen Südeuropas. Er liebt Licht und Sonne sowie einen mineralarmen aber kalkhaltigen und felsig steinigen Boden.Die Blätter und Zweigspitzen des immergrünen Strauchs wurden schon in der Antike verwendet. Sie dienten vor allem dazu Geschwüre zu heilen, den Eintritt der Regelblutung zu fördern und chronische Gicht und Rheumatismus zu lindern. [4) Die Zweigspitzen enthalten ein ätherisches Öl. Äußerlich angewendet kann dies starke Reizungen auf der Haut verursachen. Obwohl die innerliche Anwendung Vergiftungserscheinungen mit sich bringen kann, wurde es lange Zeit trotzdem als Abtreibungsmittel verwendet. Es wird über eine große Zahl von Todesopfern berichtet.[8]Bei Auftreten von Warzen kann neben der Einnahme von Globuli auch eine lokale Einreibung mit der Tinktur von Sabina erwogen werden.[5]