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Globuli bei Milchstau (Homöopathie)

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Liegt in einem Ausführungsgang der Brust eine Abflussbehinderung vor oder werden die Milchdrüsen nicht ausreichend entleert, staut sich die Muttermilch im Gangsystem der Brust der Stillenden an und es kann zu Schwellungen, Verhärtungen und Schmerzen in der Brust kommen. Gegebenenfalls kann der Milchstau zu einer Brustdrüsenentzündung (sog. Mastitis) oder einer Zystenbildung führen.

Aus Sicht der Homöopathie kann ein Milchstau vollständig durch die Einnahme von Globuli geheilt werden. Die Diagnose sollte aber immer von einem Facharzt gestellt werden, vor allem wenn es sich bereits um eine beginnende Mastitis mit starken Schmerzen, Rötungen und Fieber handelt. Die Mastitis kann zunächst auch mit homöopathischen Arzneimitteln therapiert werden, fordert unter Umständen aber den Einsatz von Antibiotika.[1][2]

Angewendete Globuli bei Milchstau

Im Folgenden wurde eine Auswahl der gängigsten Mittel bei einem Milchstau, zu deren Prophylaxe sowie bei beginnender Brustentzündung vorgenommen wurde. Ein Facharzt sollte dabei immer konsultiert und die Behandlung mit homöopathischen Substanzen mit ihm abgesprochen werden.[3][4]

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Schneidende Schmerzen durch den ganzen Körper beim Stillen

Eine Begleiterscheinung ist das Gefühl von Hitze.

Verbesserung:

Durch kalte Getränke, Wärme, Ruhe.

Verschlechterung:

Durch Bewegung, Nässe, nachts.

Angewendete(s) Mittel:

Phytolacca

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Stechende Schmerzen durch die Brüste zum Rücken

Vor allem ist die rechte Brust betroffen.

Verbesserung:

Beim Stillen, durch frische Luft.

Verschlechterung:

Durch Ruhe, im Winter, morgens.

Angewendete(s) Mittel:

Phellandrium

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schmerzen der Brüste

Eine Begleiterscheinung ist das Sorgen und Weinen ohne erkennbaren Grund.

Verbesserung:

Durch Bewegung.

Verschlechterung:

Abends, vor Mitternacht, nach Ruhe, durch Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Pulsatilla

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Starke Schmerzempfindlichkeit

Die Betroffenen wirken hitzig und schwitzig. Ein Auslöser könnte Ärger sein.

Verbesserung:

Durch lokale Wärme.

Verschlechterung:

Abends, durch Kaffee.

Angewendete(s) Mittel:

Chamomilla

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schmerzen sowie zusätzlich Müdigkeit und Schwäche

Eine Begleiterscheinung ist das Frösteln. Es ist die Folge von Rheuma.

Verbesserung:

Durch feuchtes Wetter, Wärme.

Verschlechterung:

Nach dem Aufstehen, durch Kälte.

Angewendete(s) Mittel:

Causticum Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustwarzen der Mutter geschrumpft

Eine Begleiterscheinung ist die Ablehnung der Milch durch das Kind.

Verbesserung:

Durch Wärme.

Verschlechterung:

Durch Kälte, im Winter.

Angewendete(s) Mittel:

Silicea

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustwarzen der Mutter schrundig, rissig

Eine Begleiterscheinung ist die Verweigerung des Saugens durch das Kind. Dieses scheint zudem störrisch zu sein.

Verbesserung:

Durch frische Luft, Ruhe.

Verschlechterung:

Durch Temperaturextreme.

Angewendete(s) Mittel:

Antimonium crudum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustentzündung

Eine Begleiterscheinung ist das anfängliche Frösteln.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Durch Kälte, bei Berührung.

Angewendete(s) Mittel:

Aconitum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustentzündung; Rote Streifen von der Brustwarze weg; Klopfen

Verbesserung:

Durch Wärme.

Verschlechterung:

Durch Kälte, abends.

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Eignet sich zur Einnahme nach Aconitum.

Brustentzündung; Stechen bei Bewegung; Harte Schwellung

Eine Begleiterscheinung ist das Frösteln.

Verbesserung:

Durch frische Luft, Ruhe, Liegen auf der erkrankten Seite.

Verschlechterung:

Durch Wärme, Bewegung, Berührung.

Angewendete(s) Mittel:

Bryonia

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustentzündung, höchst berührungsempfindlich

Vor allem die linke Brust ist betroffen.

Verbesserung:

Durch Bewegung, Kühle.

Verschlechterung:

Morgens, durch Schlaf, Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Lachesis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustentzündung; Brust wird weich; Splitterschmerz in den entzündeten Stellen

Eine Begleiterscheinung ist das Eitern der Entzündung.

Verbesserung:

Durch Wärme, warmes und feuchtes Wetter.

Verschlechterung:

Nachts, durch Luftzug, bei Berührung.

Angewendete(s) Mittel:

Hepar sulfuris

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Brustentzündung; Beginn der Eiterung mit Klopfen

Eine Begleiterscheinung ist das Auftreten von Frostschauern.

Verbesserung:

Durch Kälte, Ruhe.

Verschlechterung:

Nachts, durch Bettwärme.

Angewendete(s) Mittel:

Mercurius solubilis Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Entzündete Mundschleimhaut

Das Kind scheint kräftig zu sein.

Verbesserung:

Durch Bewegung.

Verschlechterung:

Morgens, durch Schlaf, Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Lachesis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Entzündete Mundschleimhaut

Das Kind scheint zu frösteln.

Verbesserung:

Durch Kälte, Ruhe.

Verschlechterung:

Nachts, durch Bettwärme.

Angewendete(s) Mittel:

Mercurius solubilis Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Neben den genannten Globuli kann ein Ausstreichen der Brust, das regelmäßige Anlegen des Säuglings sowie die Unterstützung durch eine Milchpumpe einem Milchstau vorbeugen oder die Symptome lindern.[1]

Treten in Folge des Milchstaus Symptome einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis) auf, wie starke Schmerzen und Rötung der Brust und/ oder Fieber (Pyrexie), sollte in jedem Fall ein Facharzt aufgesucht werden.