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Welche Globuli nach Antibiotika?

© PantherMedia / Arne Trautmann

Antibiotika sind Arzneimittel, die Bakterien abtöten und so zur Bekämpfung von bakteriellen Infektionen, wie Mandel-, Blasen-, oder Lungenentzündungen eingesetzt werden können. Antibiotika haben unterschiedliche Wirkungsweisen und wirken somit gegen verschiedene Bakterienarten bzw. Krankheitserreger. Dies geschieht beispielsweise durch die Zerstörung des Zellwandaufbaus von Bakterien, Blockierung des Stoffwechselvorganges, der für die Bakterien lebensnotwendig ist, oder die Erschwerung der DNA-Ablesung, die dazu dient, die genetischen Informationen des Bakteriums zu verdoppeln und so die Fortpflanzung ermöglicht. So kann eine Vermehrung der Bakterien verhindert werden.[1]

Normalerweise sind Antibiotika gut verträglich, im Einzelfall können jedoch Nebenwirkungen auftreten. Antibiotika bekämpfen nicht nur die schädlichen, sondern auch die nützlichen Bakterien im Darm, welche für sein normales Funktionieren notwendig sind. Dies kann zum Beispiel zu einem Ungleichgewicht der Darmflora führen, was sich oftmals in Symptomen wie Durchfall (Diarrhoe) und Übelkeit (Nausea) äußert.[2] Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Allergien auf bestimmte Bestandteile der Arzneimittel, wie zum Beispiel Penicillin, oder das Auftreten vermehrter Pilzinfektionen aufgrund des gestörten Gleichgewichts.[3]

Nach Beendigung der Therapie stellt sich das normale Gleichgewicht des Darmmilieus in der Regel schnell wieder her. Dieser Prozess kann durch homöopathische Mittel unterstützt werden.

Angewendete Globuli nach Antibiotika

Eine ausgeglichene Darmflora ist wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Da ein Antibiotikum diese angreift und den Körper auch in anderer Hinsicht schwächt, wie zum Beispiel durch Belastung der Leber und Niere und Veränderung der Nährstoffkonzentrationen im Blut, kann es nach Einnahme Auswirkungen auf die gesamte körperliche Verfassung haben. Wichtig ist nach Absetzen des Mittels somit vor allem der Wiederaufbau einer gesunden Darmflora. Homöopathische Mittel können hier gute Dienste leisten. Sollten jedoch starke Beschwerden wie blutiger Stuhl oder Allergien mit starken Hautausschlägen oder sogar Atembeschwerden auftreten, ist der Rat eines Arztes gefragt.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Durchfall und Übelkeit nach Antibiotika

Die betroffene Person hat Durchfall und Übelkeit. Mögliche Ursachen sind ein Ungleichgewicht der Darmflora nach der Antibiotkaeinnahme.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Okoubaka

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfe und Ausschlag nach Antibiotika

Die betroffene Person hat Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfe und einen Ausschlag. Mögliche Ursachen sind ein Ungleichgewicht der Darmflora nach der Antibiotkaeinnahme oder allergische Hautausschläge.

Verbesserung:

Durch Wärme und Ruhe.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Nux vomica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schuppige, trockene und juckende Haut, Ausfluss bei Vaginalpilz nach Antibiotika

Die betroffene Person hat eine schuppige, trockene und juckende Haut und Ausfluss bei Vaginalpilz. Mögliche Ursache ist eine Pilzinfektion, als Folge von Antikiotikaeinnahme.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Durch Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Borax

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Ausschlag und Jucken nach Antibiotika

Die betroffene Person hat einen Ausschlag und eine juckende Haut. Mögliche Ursache ist eine allergische Reaktion auf Antibiotikum.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Sulfur

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Studien konnten zeigen, dass die Regeneration der Darmbakterien und somit einer gesunden Darmflora nach Antibiotikaeinnahme sich vier Wochen bis sechs Monate lang hinziehen kann. Da dies sich auch auf eine allgemeine Schwächung des Immunsystems auswirkt, kann die Einnahme von Antibiotika somit eine erhöhte Anfälligkeit des Körpers für Infekte vielfältiger Art mit sich bringen. Da über die Darmflora viele wichtige Nährstoffe aufgenommen werden, bewirkt ihr Ungleichgewicht oftmals auch ein Ungleichgewicht der Nährstoffkonzentrationen im Blut. Durch das mangelnde Angebot an Substraten muss sich der Körper vermehrt anstrengen, um seinen Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. Dies kostet viel Energie. Der Körper ist nach einiger Zeit ausgepowert und hat keine Kraft mehr, um komplexe Stoffwechselsysteme aufrecht zu erhalten. Eine häufige Nutzung von Antibiotika sollte somit vermieden werden. Ein allgemeines Bewusstsein für ein gesundes Leben kann hier vorbeugen. Eine ausgewogene Ernährung, sowie Sport, Entspannung und natürliche, unterstützende Methoden zur Darmsanierung können das Gleichgewicht im Darm nach Antibiotikaeinnahme wiederherstellen.[8]

Die spürbaren Nebenwirkungen wie Durchfall nehmen nach Beendigung der Einnahme von Antibiotika normalerweise rasch wieder ab. Sollte dies nicht der Fall sein, oder sollten Allergien gegen bestimmte Bestandteile der Arzneimittel auftreten, so sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.