Einzelmittel: Globuli von M bis O

Okoubaka Globuli

PantherMedia / Heike Rau
© PantherMedia / Heike Rau

Das Arzneimittel Okoubaka Globuli wird aus der getrockneten und gepulverten Rinde des seltenen westafrikanischen Urwaldbaumes (Okoubaka aubrevillei) hergestellt. Es gibt bislang keine Untersuchungen der Arzneiwirkungen nach homöopathischen Kriterien (Arzneimittelprüfung). Aufgrund der Erfahrungen der westafrikanischen Volksmedizin und Erfahrungen in der Praxis können als Anwendungsgebiete aber Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, insbesondere Vergiftungen (Intoxikationen) unterschiedlichen Ursprungs, sowie eine Wirkung auf Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) angenommen werden. „Auffallend häufig berichten Patienten nach der Therapie mit Okoubaka über Besserung des Allgemeinbefindens [2].“

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Wo wirkt es?: Okoubaka Globuli wirken hauptsächlich auf das Verdauungssystem, bei Erkrankungen des Magen-Darmtraktes und Leber-, Galle- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Verschiedene Formen von Vergiftungen, zum Beispiel Lebensmittelvergiftungen (alimentäre Intoxikationen), zählen zu den Einsatzgebieten [2].

In welchem Alter?: Okoubaka Globuli können in jedem Lebensalter angewendet werden.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

  • Folge von verdorbenen Nahrungsmitteln
  • Folge von mit Schädlingsvernichtungsmitteln gespritztem Obst und Gemüse (Insektizide)
  • Folge von Tabakmissbrauch (Nikotinvergiftung)
  • Folge lang zurückliegender Erkrankungen des Bauchraumes
  • Folge von Grippe (Influenza)
  • Folge von Tropenkrankheiten
  • Folge von Toxoplasmose (durch Katzen übertragbare, in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind gefährliche Erkrankung)
  • Folge von Kinderkrankheiten (lange Erholungszeiten nach Kinderkrankheiten)
  • Folge von akuten oder chronischen Nebenwirkungen chemischer Arzneien (iatrogene Krankheiten)
  • Folgen von Chemotherapie
  • Prophylaktische Anwendung bei
    Tropenreisen
  • Bei Vernachlässigung einer
    erforderlichen Diät.

Verbesserung:

Verschlechterung: Geistige Arbeit und geistige Anstrengung verschlechtern die Konzentrationsschwäche, die Schwäche und seelischen Beschwerden. Rauchen
von Tabak ruft Beschwerden hervor. Nach viralen Infekten. In der Erholungszeit nach akuten Infektionen (Rekonvaleszenz). Folgen von Arzneimitteln und Giftstoffen.[3]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Reizbarkeit und Zorn, sowie Ängste, Depressionen und eine Unfähigkeit weinen zu können, weisen auf Okoubaka hin. Nach Grippe (Influenza) bleibt eine Konzentrationsschwäche zurück. Es besteht ein Zustand von Erschöpfung, Schwäche, Müdigkeit und fehlendem Wohlbefinden, Schwindel oder Schlafstörungen [2]. Gedächtnisschwäche. Lernt nur mit Schwierigkeiten [1].

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Vergiftungsbedingte Kopfschmerzen und Migräne [2].

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bindehautentzündungen (Konjunktivitis), allergische Konjunktivitis. Trockenheit der Augen.

Schnupfen (Rhinitis). Heuschnupfen. Heuasthma. Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Lippenbläschen (Herpes labialis). Schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut (Aphthen). Vereiterte Zahnwurzeln („Eiterzähne“) [2].

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Entzündungen des Rachens (Pharyngitis). Mandelentzündungen (Angina tonsillaris).

Husten. Atemnot (Dyspnoe). Chronische Bronchitis. Asthma bronchiale. Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag (Tachycardie), Herzschmerzen. Herzschmerzanfälle durch vorübergehende Gefäßverengungen (Angina pectoris). Bluthochdruck (Hypertonie) [2].

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Magen-Darm-Störungen nach verdorbener Nahrung [1]. Appetitlosigkeit (Inappetenz), Übelkeit,
Erbrechen, Blähungen. Herzbeschwerden, die durch Gasansammlungen im Darm und Magen z.B. nach übermäßigen Essen, durch stark blähende Speisen oder durch Veränderungen im Bereich von Magen und Darm hervorgerufen werden (Roemheld – Syndrom). Sodbrennen. Magenbeschwerden. Magenschleimhautentzündung (Gastritis).Magenschleimhautentzündung bei Rauchern, insbesondere bei einer Vorgeschichte von Magengeschwüren und Zwölffingerdarm-Geschwüren (Ulcera ventriculi et
duodeni). Bauchschmerzen. Magen-Darmentzündungen (Gastroenteritis). Darmentzündung (Kolitis). Verstopfung (Obstipation). Leber-Gallebeschwerden. Gelbsucht (Ikterus). Bauchspeicheldrüsensschwäche. Bauchspeicheldrüsenerkrankungen. Neigung zur Unterzuckerung (Hypoglykämie).Diabetes. Blutzuckererhöhungen nach Vergiftungen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln (Insektizidintoxikation: Oft im Frühjahr, wenn es nur gespritztes Obst, Gemüse und Salat im Handel gibt.) [2]. Vergiftungen [2],[3]. Vergiftungsbedingte (toxische) Allergien [2].

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nächtlicher Harndrang und vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie) [2].

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bei Männern: Vorzeitiger Samenabgang beim Verkehr (Ejaculatio präcox). Impotenz. Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie).

Bei Frauen: Körperliche und seelische Beschwerden vor der Regelblutung (prämenstruelles Syndrom, PMS). Schmerzen, Spannungsgefühle und Berührungsempfindlichkeit der Brust (Mastodynie).

Verlängerte Regelblutung (sieben bis 14 Tage, Menorrhagie). Kreuzschmerzen. Pilzerkrankungen der Scheide (Candida-Mykose). Wechseljahresbeschwerden (klimakterische Beschwerden). Gelenkerkrankungen in den Wechseljahren (klimakterische Arthropathie) [2].

Bewegungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Entzündliche und zerstörende Erkrankungen der Fingergelenke (Arthropathien). Gelenkverschleiß (Arthrose) des Daumengrundgelenkes. Schweregefühle und Venenschmerzen in den Beinen [2].

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Allergische Hautausschläge (Exantheme) durch chemische Stoffe, Arzneimittel oder Lebensmittel bedingt. Allergien unklarer Herkunft.
Nesselsucht (Urtikaria). Ekzeme, Neurodermitis, Juckreiz (Pruritus). Akne mit
Schwellungen, Rötungen, Pustel- und Knötchenbildung (Akne rosacea). Haarausfall
(Alopezie). Bindesgewebserkrankungen der Haut (Sklerodermia circumscripta).
Schwellungen und Wassersucht (Ödeme) [2].

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Nux vomicaPantherMedia / Willy Brüchle

Nux vomica Globuli sind eine wichtige Arznei zur Behandlung von Vergiftungen. Bei Folgen von Rauschmitteln, Narkotika, Nikotin, Koffein, Alkohol (Rotwein). Ebenso bei schädlichen Folgen von Antibiotika, Abführmitteln und Cortison. Auch bei Vergiftungen durch Einatmung (inhalative Toxine): Chemikalien, Formaldehyd, Lösemittel. Es wird eingesetzt bei Erkältungskrankheiten, bei Nervenleiden und Magenbeschwerden. Nach Vergiftung durch Kamillentee können Magenkrämpfe und Reizbarkeit auftreten. Beschwerden durch verdorbenes Gemüse. Der Kranke leidet unter einem Katergefühl(nach Alkohol). Es besteht Übelkeit, es kann aber nicht erbrochen werden. Morgens ist alles schlechter. Ein Morgenmuffelmittel. Der Kranke ist nervös, gereizt, aggressiv oder missmutig, ärgerlich, zänkig. Zudem zeigt sich eine ausgeprägte Überempfindlichkeit für Geräusche, Gerüche und optische Eindrücke wie helles Licht. Die geringste Beschwerde greift stark an. Der Kranke neigt zum Frösteln, er ist sehr empfindlich gegen Zugluft.[1][3]

Arsenicum albummarcel - Fotolia

Arsen ist eine weitere wichtige Arznei zur Behandlung von Vergiftungen. Magenverstimmungen nach kalten Früchten, Eiern, Eiswasser, saurem Bier, schlechter Wurst, alkoholischen Getränke, scharfem Käse, ranzigem Fett, verdorbenen Konserven. Verdauungsstörungen (Dyspepsie) von Essig, Säuren, Eiskrem, Eiswasser und[Kau-]Tabak. Üble Folgen von pflanzlicher Kost, altem Gemüse, Melonen und wässrigen Früchten überhaupt. An Arsen sollte man denken bei Vergiftung durch Wurst, Fleischvergiftung, Eiweißvergiftung und Muschelvergiftung.Magenverstimmungen. Der Kranke kann den Geruch oder das Ansehen von Speisen nicht vertragen. Großer Durst nach kaltem Wasser; er trinkt oft, aber wenig auf einmal. Er isst selten, aber dann viel. Brennender Durst ohne besonderes Verlangen zu trinken ist charakteristisch. Der Magen scheint kaltes Wasser nicht zu vertragen, weil er es nicht verdauen kann, es liegt dann wie ein Stein im Magen. Es wird verlangt zu trinken, aber der Kranke kann oder wagt nicht, es zu trinken. Heftiges Verlangen nach Milch. Alles Geschluckte scheint im Ösophagus stecken zubleiben, der wie verschlossen erscheint, und als könne nichts hindurch. Magenschmerzen von der kleinsten Menge Essen oder Trinken. Große Angst, Schwäche, Entkräftung.Ausgeprägte Ruhelosigkeit, besonders Nachts.

Hintergrundinformationen

Der Okoubaka-Baum (Okoubaka aubrevillei), der zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae) gehört, ist ausschließlich in den dichten Urwäldern Westafrikas anzutreffen.

1972 erschienen erste Erfahrungsberichte der homöopathisch aufbereiteten Rinde in Deutschland. Eine Homöopathin bekam als Geschenk für die erfolgreiche Behandlung eines Westafrikaners kleine Menge gestoßener Okoubaka-Rinde. Versuche mit der Heilwirkung des Pulvers waren von vielversprechendem Erfolg, so dass man mehr Rinde nach Deutschland importierte und mit einer systematischen Erprobung in der Praxis begann. Ausgebildete und erfahrene Homöopathen können Okoubaka auch bei Selbstvergiftungen durch den Darm (Autointoxikationen) und unterstützend bei Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktionen (Hyperthyreose), Blutkrebs (lymphatischer Leukämie) nach Lebensmittelvergiftung oder Krebsschmerzen einsetzen. Versuchsweise bei Morbus Parkinson, sowie bei undeutlicher Symptomatik und bei schwieriger Mittelfindung bei einer Vergiftungsvorgeschichte des Kranken.

In der afrikanischen Volksmedizin wird die Rinde des Baumes als Arznei gegen Vergiftungen angewendet. Nach westafrikanischen Überlieferungen nehmen die Ureinwohner, nach einem Gastmahl bei einem benachbarten Stamm, wenn die aufrichtige Freundschaft des Gastgebers nicht ganz sicher ist, einen Teelöffel des Rindenpulvers ein. Dadurch würde jeder Versuch einer Vergiftung sofort wirkungslos werden. Pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die in der Rinde enthaltenen Gerbstoffe, Catechine und Phenolcarbonsäuren eine bakterizide, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung aufweisen [4]. Bei Untersuchungen der Inhaltsstoffe und der Arzneiwirkung (pharmakologische Eigenschaften) wurde eine leichte antibiotische, sowie eine starke Anregung der Freßzellen des Immunsystems (Phagozytose steigernde Wirkung) festgestellt [2].
Okoubaka aubrevillei wird bis zu 40 Meter hoch und beeindruckt durch eine ausladende Krone. Er trägt eiförmige, spitz zulaufende längliche Blätter. Im Bereich wachsen bis zu 15 Zentimeter lange Stacheln. Seine Früchte sind gelb, hart und ungenießbar. Der Stamm der Bini bezeichnet den Baum als „Okoubisi“, dies bedeutet: „großer Baum“. Sein traditioneller Name „Okou baka“ bedeutet in Agni, einem Dialekt der Elfenbeinküste, soviel wie „Todesbaum“. Der Okoubaka-Baum verhindert nahezu jedes Baumwachstum in einem Radius von ca. 25 Metern [4]. Neben der ausgeprägten Blattkrone ist dafür seine Eigenschaft, anderen Baumwurzeln das Wasser zu entziehen (parasitäre Wurzeln), verantwortlich [5]. Bäume, die in der Nähe des Okoubaka-Baumes wachsen, zeigen somit vermindertes Wachtum und neigen zu vermehrtem Absterben.

In der westafrikanischen Volksmedizin wird die pulverisierte Rinde des Okoubakabaumes als Medizin zur Vorbeugung unterschiedlicher Arten von Vergiftungen verwendet. In den Erfahrungen mit Okoubaka aubrevillei in der traditionellen afrikanischen Medizin bei der Behandlung schwerer Formen der Geschlechtskrankheit Syphilis wird von subjektiver und objektiver Besserung berichtet.
Viele sagenhafte Gesichten ranken sich in Westafrika um den Okoubaka-Baum. Zauberkräfte werden ihm nachgesagt. Der Baum ist mit einem Tabu belegt und nur der Medizinmann darf sich ihm nähern und die Rinde ernten. Auch die Rinden, die zur Herstellung von Okoubaka Globuli in der Homöopathie verwendet werden, stammen aus Westafrika. Die Medizinmänner ernten die Rinde noch immer in einem traditionellen Vorgang, da laut der Überlieferung ein Abweichen von dem Ritual lebensgefährlich sein kann. Der Medizinmann muss dem Baum Geschenke überbringen und er darf sich dem Baum niemals bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang nähern. [4]