Globuli von M bis O

Nux moschata Globuli

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Nux moschata ist in Deutschland vor allem als Gewürz und Speisezusatz unter dem deutschen Namen Muskatnussbekannt, während es in der Homöopathie auch als „hysterisches Altweibermittel“ bezeichnet wird. Schwerpunktmäßig ist die Einnahme gegen verschiedene Verdauungsbeschwerden beliebt. So gibt es bereits im 10ten Jahrhundert erste Belege für die Verwendung von Nux moschata als Heilmittel.

Der Wirkstoff der Muskatnuss Myristicin wird unter anderem aufgrund seiner berauschenden Wirkung auch als Droge missbraucht. Deutlich häufiger ist die Verwendung in ätherischen Ölen oder Parfümen. Myristicin ist in seiner Reinform ein Giftstoff, der bereits ab einer Einnahme von 4 Gramm Muskatnuss zu Vergiftungserscheinungen führt und auch tödlich wirken kann. Als Substanz gegeben, löst die Muskatnuss Übelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Schweißausbrüche aus.

Wie alle homöopathischen Mittel sollte auch Nux moschata bei ernsteren Beschwerden nicht als Ersatz, sondern nur als Ergänzung zur Schulmedizin eingesetzt werden. Schwerwiegende und länger anhaltende Symptome des Geistes, Gemüts oder körperliche Beschwerden sollten unbedingt fachärztlich abgeklärt werden. Diese eigenen sich nicht zur Selbstbehandlung!

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Für eine Therapie mit Nux moschata geeignete Patienten leiden üblicherweise unter starken Stimmungsschwankungen, Vergesslichkeit für Alltagsdinge (Demenz, Alzheimer), Desorientiertheit auf der Strasse und Wortfindungsstörungen. Zusätzlich besteht eine starke Neigung zu Schwindel und Ohnmachtsanfällen, welche sich insbesondere bei Krankheit verstärkt. [2] Ein Kugelgefühl im Hals, welches das Schlucken erschwert, kann als nervöses, hysterisches Symptom oft auftreten. Verdauungsbeschwerden, Blähungen (Flatulenz), Verstopfung abwechselnd mit Durchfällen (Obsitpation und Diarrhö), rheumatische Gelenkbeschwerden undSchmerzen bei feucht-kaltem Wetter sind weitere Beschwerden, gegen die Nux moschata hilfreich sein kann.

In welchem Alter?: Obwohl auch als „hysterisches Altweibermittel“ bekannt, ist die Verwendung von Nux moschata keinesfalls auf ihre Anwendung bei Frauen jenseits der Wechseljahre beschränkt. So kann es auch von Schwangeren zur Linderung der typischen Schwangerschafts-beschwerden eingenommen werden. In Indonesien gilt die geriebene Muskatnuss in warmer Milch noch heute als zuverlässiges Schlafmittel für Babys und Kleinkinder. [3] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nux moschata prinzipiell in jedem Lebensalter benötigt werden kann, wenn die Symptomatik gegeben ist.

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Manche homöopathische Arzneien zeigen drei oder vier charakteristische Symptome. Wenn diese in der Kombination vorhanden sind, leiten sie oft zu dem nun benötigten Arzneimittel. Patienten, die Nux moschatea brauchen könnten sind:

  • Kalt, frostig
  • Müde, schläfrig auch tagsüber
  • Trocken (Schweiß, Schleimhäute, Mundhöhle, Stuhl)
  • doch durstlos

Nux moschata ist als vor allem als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden aller Art beliebt. Für den Patienten scheint es so, als ob sich jede Nahrung sofort in Gas verwandelt. Charakteristisch ist ein geblähter Bauch mit Luftnot und Blähungsabgang (Römheld-Syndrom.) Auch ein bis in den Hals reichendes Völlegefühl (Globus hystericus) genannt, ist ein häufiges Symptom für die bestehende Hysterie. Weiteres typisches Anwendungsgebiet ist die extreme Tagesschläfrigkeit. [4] Betroffene Patienten leiden zudem oft unter trockenen Schleimhäuten und unregelmäßigen Monatsblutungen. Eine Empfindlichkeit gegenüber Berührungen, Licht und Geräuschen ist ebenfalls typisch[h15] . Häufig sind die Beschwerden in der linken Körperhälfte stärker ausgeprägt.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Kranke ist unglaublich müde, auch tagsüber. Sehr geistesabwesend, unkonzentriert und unfähig zu denken. Aus einer depressiven Episode heraus, kann es zu Euphorie und lautem Lachen kommen. Typisch ist außerdem eine starke Vergesslichkeit, welche den Alltag der Patienten erschwert. Sie leben in ihrer eigenen Welt und fühlen sich einsam unter anderen Menschen. Verwirrung ist ein häufig vorhandenes Gefühl, diese kann soweit führen, dass der Verlust der eigenen Persönlichkeit droht. [1] Der Patient gerät in schnell wechselnde Stimmungen: Lachen und Weinen wechseln sich ab. Das Erinnerungsvermögen ist sehr schwach. Das Lesen, Schreiben und Sprechen fällt sehr schwer, Wörter werden verwechselt oder der Patient gibt falsche Antworten auf Fragen. Bekannte Straßen werden nicht erkannt, er bewegt sich wie im Traum und scheint verwirrt. Tätigkeiten werden mechanisch erledigt.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kopfschmerzen, die gut auf Nux moschata ansprechen, treten üblicherweise nach dem Essen auf und können mit starkem Schwindel und Müdigkeit einher gehen. Gleichzeitig kann es zu Wahrnehmungsstörungen der Umgebung kommen. Bei Frauen kann es menstruationsbedingt zu einer Verschlechterung der Beschwerden kommen. Auch geistige Arbeit führt zur einer Verschlechterung. Typisch ist außerdem das Gefühl ohnmächtig zu werden oder eine tatsächlich eintretende Ohnmacht. Ursächlich kann beispielsweise zu ausgiebiges Essen sein. [5]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Häufiger Auslöser ist eine niedrige Luftfeuchtigkeit, wie sie vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft typisch ist. Neben einer trockenen Mundschleimhaut können auch die Nasenschleimhäute austrocknen, was neben einer verstopften Nase auch Nasenbluten zur Folge haben kann. Erschwerend kommt hinzu, dass keinerlei Durstgefühl besteht. Speichel und Nasensekret sind nur spärlich vorhanden und von zäher Konsistenz. Die Augen sind ebenfalls trocken.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Meist tritt der Husten im Rahmen einer Erkältung auf, welche oft durch starke Temperaturwechsel ausgelöst worden ist. Verschlimmert werden die Beschwerden insbesondere durch kalte Getränke, die ebenfalls Auslöser sein können.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Bauchschmerzen von kolikartigem Charakter. Der Schmerz kann sich dabei über die gesamte Bauchwand ausstrecken. Verschlechtert werden die Beschwerden durch Nässe und Kälte, während sie durch Wärme und trockenes Wetter verbessert werden.

Neben dem Abgang von Winden, ist hier der aufgeblähte Unterleib (Meteorismus) typisch. Dieser kann auch Schmerzen verursachen und ein Engegefühl hervorrufen, das bis in den Brustkorb reicht (Römheld Syndrom). [6]

Typisch ist eine breiige Konsistenz, welche den Stuhlgang nicht erleichtert, sondern erschwert. Zudem besteht ein stark unangenehmer Geruch. Auslöser ist oft der Genuss von kalten Speisen und Getränken, weshalb die Beschwerden sich vor allem im Sommer zeigen. Schlechter werden die Beschwerden durch den Genuss von Milch und Alkohol. Die Durchfälle können sich ohne erkennbaren Auslöser mit Verstopfungen abwechseln. [7]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Insbesondere gegen schwangerschaftsbedingte Verdauungsbeschwerden und Übelkeit kann Nux moschata eingesetzt werden. Typisch ist außerdem eine starke Schläfrigkeit insbesondere während der frühen Schwangerschaft. Atemnot und Völlegefühl können nicht nur nach dem Essen bestehen.

Bewegunsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Rheumatische Gelenkbeschwerden durch feucht- kaltes Wetter. An den Extremitäten können Gichtknoten bestehen. Bewegung und Zugluft verschlechtern die Beschwerden oder lösen sie erst aus. Besser werden die Beschwerden dagegen durch festen Druck mit den Händen auf die leidende Stelle.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Im Fieber schwitzen die Patienten kaum oder gar nicht. Typisch ist außerdem das fehlende Durstgefühl, auch bei hohem Fieber. Alle inneren und äußeren Körperteile fühlen sich trocken an. Besser werdend die Beschwerden durch das Warmhalten des Körpers, idealerweise durch Bettruhe, während sie durch Essen und Kälte stärker werden.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Nux moschata ist beliebtes Mittel zur Behandlung von unwiderstehlicher Müdigkeit am Tag. Dabei besteht zusätzlich oft eine körperliche Mattigkeit und eine gedrückte Stimmung. Während des Tages kommt es häufig zu Tagträumen. Ursächlich ist oft eine übermäßige Nervosität. Verschlechtert werden die Beschwerden durch Wein, Gemütserregung oder geringe geistige Anstrengung und nasses Wetter.

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Nux vomica

Nux vomica kann insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden eine gute Alternative zu
Nux moschata sein. Im Vergleich zur Muskatnuss steht hier die Übelkeit im Vordergrund der Beschwerden. Ursächlich ist oft Stress, insbesondere am Arbeitsplatz durch dauerhafte hohe Belastung ausgelöst oder starker Alkohol- und Nikotinkonsum. Charakteristisch ist außerdem, dass Patienten in der gleichen Körperhaltung aufwachen in der sie auch eingeschlafen sind. [9]

Argentum nitricum

Argentum nitricum ist gut geeignet zur Therapie von nervositätsbedingten Verdauungsbeschwerden. Ursächlich für die Nervosität und damit auch für die Verdauungsbeschwerden ist oft Lampenfieber.

Argentum nitricum kann außerdem zur Behandlung von Schlafstörungen, Schwindel und Schwächegefühlen eingenommen werden. Argentum nitricum ist aufgrund seiner Toxizität bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig

Agaricus

Agaricus muscarius kann als Mittel gegen
Müdigkeit, depressive Zustände und Nervosität eine gute Alternative zu Nux moschata sein. Vom Charakter her ähnelt es Nux moschata insbesondere im Bezug auf Nervosität, Unsicherheit und Ängste.

Außerdem kann Agaricus muscarius zur Behandlung von Muskelzuckungen, Ekzemen (Hautausschläge) und Tinnitus hilfreich sein.

Hintergrundinformationen

Nux moschata, in Deutschland nur als Muskatnuss bezeichnet, ist die Frucht eines 5 bis 18 Meter hohen immergrünen Baumes (Myristica fragans) und gehört zur Familie der Muskatnussgewächse (Myristicaceae). Dabei werden weibliche und männliche Pflanzen unterschieden. Die ursprüngliche Verbreitung ist begrenzt auf die Molukken, eine Inselgruppe bei Indonesien. Aufgrund seiner Beliebtheit als Gewürz ist der Baum heute auch in weiten Teilen Asiens, Afrikas und Südamerikas kultiviert. Als Hauptexportgut von Grenada spiegelt sich die wichtige Bedeutung der Muskatnuss für das Land auch in der Nationalflagge des Landes wider.

Zur Gewinnung von Nux moschata als Bestandteil für Globuli werden die geernteten Muskatnüsse zunächst getrocknet, dann mit Kalk behandelt, um dann schließlich eine Zeit lang in einer alkoholischen Lösung zu ruhen. [10]

Die Verwendung als Droge ist aufgrund der schwierigen Dosierung und der Wirkung als Brechmittel nicht weit verbreitet. Dazu werden größeren Mengen Muskatnuss geschluckt oder geraucht, was dann zu Halluzinationen und Euphorie führen soll. Dieser Zustand kann mehrere Tage anhalten.

Aus der Muskatnuss lassen sich außerdem vielfältig verwendbare ätherische Öle herstellen. Diese werden unter anderem als Zusätze für Zahnpasta, Kerzen oder als Parfümstoff verwendet.