Anwendungsgebiete - Sonstiges

Globuli gegen Hitzewallungen

© PantherMedia / Luca Bertolli

Hitzewallungen zählen zu den klassischen Symptomen der Wechseljahre (Klimakterium) und betreffen ca. 70 % der Frauen in den industrialisierten Ländern. Sie treten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf und äußern sich zunächst in leichtem Kopfdruck und einem Gefühl des Unbehagens, gefolgt von Hitzewellen, einem Erröten des Gesichts und Schweißausbrüchen. Hervorgerufen werden sie durch die sinkenden Östrogen- und Progesteronspiegel im Zuge der altersbedingten Hormonumstellung. Es wird vermutet, dass die Hitzewallungen durch den der Hormonumstellung folgenden Anstieg von Adrenalin und Noradrenalin hervorgerufen werden. Begleitet werden sie meist durch Herzrasen.

Therapeutisch wurde früher am häufigsten die Hormonersatztherapie eingesetzt. Seit 2002 ist der Trend jedoch rückläufig, immer mehr Frauen möchten auf diese lieber verzichten und greifen stattdessen zu alternativen Heilmethoden wie der Phytotherapie oder der Homöopathie. [1][2]

Angewendete Globuli bei Hitzewallungen

Je nach individueller Situation der Betroffenen können der nachfolgenden Tabelle potenzielle Auslöser, eine Beschreibung der Beschwerdebilder, einflussnehmende Faktoren, Begleiterscheinungen, weitere Hinweise sowie die angewendeten Heilmittel inkl. Potenz und Dosierung entnommen werden. Es sollte stets das Mittel gewählt werden, dessen Arzneimittelbild am ehesten mit den persönlichen Umständen übereinstimmt.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Hoher Blutdruck, Hitzewallungen, Gesichtsröte, brennend heiße Hände und Füße

Begleiterscheinungen sind rheumatische Schmerzen an der rechten Körperseite und migräneartiger Kopfschmerz mit Erbrechen. Die betroffene Person ist reizbar und zeigt cholerische Reaktionen wegen beständiger Schmerzen. Mögliche Ursache ist eine Verschleißerscheinung am Bewegungsapparat.

Verbesserung:

Durch Aufstoßen und Erbrechen.

Verschlechterung:

Durch Kälte, Zugluft und am Tage.

Angewendete(s) Mittel:

Sanguinaria

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hitzewallungen, Schweißausbruch oder Frieren, Beschwerden oft linksseitig

Die betroffene Person verträgt nichts Enges am Hals oder Körper und neigt zu Krampfadern und Venenentzündungen. Zudem zeigt sie oft heftige emotionale Reaktionen, wie Eifersucht oder Misstrauen und ist sehr mitteilsam. Mögliche Ursachen sind Stimmungsschwankungen und seelische Konflikte.

Verbesserung:

Nach kalten Anwendungen.

Verschlechterung:

Morgens, nach dem Schlafen und durch Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Lachesis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hitzewallungen, Schweißausbruch oder Frieren, Beschwerden oft linksseitig

Die betroffene Person verträgt nichts Enges am Hals oder Körper und neigt zu Krampfadern und Venenentzündungen. Zudem zeigt sie oft heftige emotionale Reaktionen, wie Eifersucht oder Misstrauen und ist sehr mitteilsam. Mögliche Ursachen sind Stimmungsschwankungen mit psychosomatischen Reaktionen.

Verbesserung:

Nach kalten Anwendungen.

Verschlechterung:

Morgens, nach dem Schlafen und durch Wärme.

Angewendete(s) Mittel:

Lachesis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Laut Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ergaben die Untersuchungen zweier großer Studien (Women’s Health Initiative randomized controlled trial 2002 und 2013, Million Women Collaborators 2003) einen Zusammenhang zwischen einer Hormonersatztherapie im Rahmen der Wechseljahre und einem erhöhten Brustkrebsvorkommen. Für komplementäre oder alternative Therapien sei hingegen bislang kein Nutzen nachweisbar gewesen.[4]

Nicht empfohlen werden Komplexmittel, da die homöopathische Behandlung sehr individuell ist und das jeweils passende Mittel sorgsam ausgewählt werden sollte. Es wird darüber hinaus angeraten, Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufzusuchen, da diese, im Gegensatz zu Heilpraktikern, approbierte Ärzte sind und in Notfallsituationen entsprechend reagieren können.