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Globuli bei Blasenentzündung

PantherMedia / Werner Heiber
© PantherMedia / Werner Heiber

Eine Blasenentzündung (Zystitis) wird meist durch eine bakterielle Infektion der Harnröhre (Urethra) und Harnblase (Zystis, Vesica urinaria) verursacht, was klassischerweise zu unangenehmen Wasserlassen (Dysurie) führt.

Im Folgenden soll auf das Krankheitsbild der Zystitis eingegangen werden, wobei medizinische Fakten und therapeutisch anwendbare Globuli, sowie zu beachtende Informationen im Detail erläutert werden sollen.

Angewendete Globuli bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung wird in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien verursacht, wobei besonders häufig Enterokokken, wie Escherichia coli, aber auch Proteus und Staphylokokken krankheitsauslösende Erreger in diesem Zusammenhang darstellen.

Vor allem Frauen sind oft von einer Blasenentzündung betroffen, was sich durch die anatomischen Verhältnisse erklären lässt. Die Harnröhre der Frau ist, im Gegensatz zum Mann, nur maximal 4 cm lang bevor sie in die Harnblase mündet, so dass Erreger schnell aufsteigen können. Die männliche Harnröhre hingegen hat eine durchschnittliche Länge von 17-20 cm. Zudem befindet sich die weibliche Harnröhre sowie ihr Ausgang (Ostium externum) in anatomischer Nähe zum Anus, was eine Infektion durch Darmbakterien, wie Escherichia coli erleichtert.Weiterhin kann eine Blasenentzündung bei der Frau auch durch vermehrten Geschlechtsverkehr entstehen (Honeymoon-Zystitis). Darüber hinaus kann durch Fremdmaterial eine Verschleppung von Bakterien provoziert werden, wie beispielsweise bei einer Harnableitung über einen Blasenkatheter. Letztendlich begünstigen auch krankhafte (pathologische) Zustände eine Keimbesiedlung. Hierzu zählen vor allem Engstellen (Stenosen) in den ableitenden Harnwegen, die zu einem Harnstau (Urostase), sowie Zurückfließen von Harn (vesikoureteraler Reflux) führen können.

Die Blasenentzündung, sowie Entzündung der Harnröhre (Urethritis) geht klassischerweise mit folgenden Symptomen einher:

  • Brennende Schmerzen beim Wasserlassen (Algurie)
  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Wasserlassen von nur kleinen Harnmengen, trotz starkem Harndrang (Pollakissurie)
  • Evt. Verlust von Harnmengen bei Harndrang (Dranginkontinenz)

Dabei kann der Urin übelriechend und von trüber Farbe sein. [1][3]

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Plötzlich einsetzende Symptomatik

Begleiterscheinungen sind Angstzustände und innerliche Unruhe.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Aconitum napellus

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Dranginkontinenz

Das Mittel wirkt entspannend auf die glatte Muskulatur, welche die Harnblase umgibt. Dadurch sinkt der Druck in der Blase, was zu einer Verringerung der Drangsymptomatik führt, sowie ungewollten Harnabgang verhindert.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Unterkühlung durch langes Sitzen auf kalten Steinen

Das Mittel wirkt besonders gut bei Erkrankungen, die durch feuchte Kälte verursacht werden. [4]

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Dulcamara

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Blasenentzündung durch häufigen Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis)

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Staphisagria

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Bei Auftreten von folgenden Symptomen oder Persistieren der oben genannten Symptome über sieben Tage, sollte auf die Einnahme von Globuli verzichtet und schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden:

  • Rotfärbung des Urins (Hämaturie)
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen (Flankenschmerzen)
  • Immer wiederkehrende Blasenentzündungen (rezidivierende Zystititen)

Eine ärztliche Konsultation sollte grundsätzlich bei Blasenentzündungen beim Mann oder schwangeren Frauen erfolgen.