Anwendungsgebiete - Sonstiges

Globuli gegen Schnecken

© PantherMedia / Brigitte Meckle

Jährlich wiederkehrend im Frühjahr beginnt der Befall der Gärten mit Schnecken (Gastropoda). Sie ernähren sich dort von den Blättern der Salate, Zier- und Gemüsepflanzen, sodass diese später eingehen. Besonders betroffen sind unter anderem Petersilie, Knoblauch, Löwenmaul, Taglilien und viele Salatsorten. Dabei ist zu beachten, dass Gehäuseschnecken sich mehr von welkem Laub, denn von frischen Pflanzen ernähren. Somit stellen die Nacktschnecken die größte Gefahr für die Pflanzen dar.

Es gibt eine Reihe von biologischen und chemischen Mitteln zur Schneckenbekämpfung, sowohl zur Vorbeugung, als auch bei akutem Befall.[1][2]Neu sind homöopathische Mittel, die nachfolgend kurz vorgestellt werden.

Angewendete Globuli bei Schneckenbefall

Anknüpfend an den Gedanken der Ähnlichkeitsregel wird davon ausgegangen, dass dieses Prinzip auch auf Pflanzen übertragbar ist. Aufgrund dieser Annahme wurden zwei homöopathische Mittel erdacht, die gegen Schneckenbefall im Garten helfen sollen.

Helix tosta:

Diese Globuli werden aus gerösteten Schneckenhäusern hergestellt und sind im Handel erhältlich. Empfohlen werden die Potenzen D6 oder C30, als Globuli oder Dilution.

  • D6: Wahlweise 5 Globuli oder 10 Milliliter der Dilution mit etwa 10 Litern Gießwasser vermengen. Diese Mischung sollte danach mindestens 2 Stunden stehen bleiben, besser noch über Nacht. Anschließend kann es, nach nochmaligem Umrühren, auf die noch möglichst jungen Pflanzen gesprüht werden. Die Anwendung kann ca. alle 3 Wochen wiederholt werden.
  • C30: 6 Globuli in einem Glas Wasser auflösen, anschließend mit einem Plastiklöffel umrühren. Je ein Drittel der Lösung einer Gießkanne mit 10 Litern Wasser zugeben und das betroffene Beet gießen. Die Anwendung kann alle 2-3 Wochen wiederholt werden.

Schneckennosoden: 

Bei hartnäckigem Befall empfohlen. Hierfür werden tote Schnecken auf Zeitungspapier getrocknet und anschließend verbrannt. 2-3 Teelöffel der Asche werden 10 Litern Gießwasser beigemengt. Die Lösung kann entweder zum Gießen der Blätter und des Erdreichs verwendet werden oder zum Besprühen des Blattwerks.[3][4]

Zu beachten

Bislang gibt es noch keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel in der Pflanzenwelt. Auch sollen nicht alle Pflanzen gleich auf die Mittel ansprechen: Gute Wirksamkeit sollen aber beim Salat beobachtet worden sein; eine geringere Wirkung sollen die Mittel bei Gemüse und Zierpflanzen zeigen.