Anwendungsgebiete - Magen-Darm

Globuli bei Magen-Darm-Virus

© PantherMedia / Lev Dolgachov

Im Volksmund wird von einem Magen-Darm-Virus bzw. einem Magen-Darm-Infekt gesprochen, wenn plötzlich Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle auftreten. Medizinisch wird ein solcher Zustand als Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis) bezeichnet. Verschiedene Krankheitserreger können als Auslöser des Infektes verantwortliche sein, z.B. Viren (Noro-, Rota- oder Adenoviren etc.), Bakterien (wie Campylobacter-Enterokolitis, Salmonellen und E.coli) oder Schmarotzer (Parasiten, z.B. Fadenwürmer, Rinderbandwurm, Spulwurm).[1] Den Großteil der Magen-Darm-Grippen bei Kindern und Erwachsenen verursachen allerdings Viren, insbesondere die Noroviren.[2] Ein Magen- Darm-Infekt klingt in den meisten Fällen nach einigen Tagen von selbst wieder ab (selbstlimitierend). Durch die Einnahme von Globuli, kann der Heilungsprozess jedoch unterstützt werden.

Angewendete Globuli bei Magen-Darm-Virus

Bei einem akuten Magen-Darm-Infekt gibt es unterschiedliche Globuli, die zu einer Besserung der Symptome führen können. Die Wahl des richtigen Einzelmittels richtet sich nach den Hauptbeschwerden der erkrankten Person. Nachfolgend werden einige Globuli, die zur Selbstbehandlung infrage kommen, mit detaillierten Hauptbeschwerden aufgeführt, um die Wahl des richtigen Einzelmittels zu erleichtern. Dabei muss berücksichtigt werden, dass mehrere, aber nicht alle der angegebenen Symptome von einem Mittel vorhanden sein müssen, um für einer effektiven Behandlung in die nähere Auswahl zu kommen.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

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Die Patienten haben häufig Durst auf große Mengen kaltes Wasser, da sie oft einen trockenen und bitteren Geschmack im Mund haben. Durchfall und Verstopfung können sich abwechseln. Bei Verstopfungen ist der Stuhl hart und kann stechende Schmerzen im Darm verursachen. Die Durchfälle sind häufig gelb und übel riechend. Nach dem Toilettengang ist der After häufig wund und kann Schmerzen mit einem brennenden Charakter verursachen. Liegt Fieber vor, dann steigt es häufig langsam an und kann von säuerlich riechenden Schweißausbrüchen begleitet sein.

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Verbesserung:

Durch Liegen auf der schmerzhaften Seite, durch Druck, nach Ruhe, durch Kälte, durch frische Luft.

Verschlechterung:

Durch Bewegung, nach Berührung, durch Wärme, nach dem Essen.

Angewendete(s) Mittel:

Bryonia alba

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

“Ständiger

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Die Patienten klagen häufig über Durstlosigkeit, sogar bei Fieber und trockenem Mund. Morgens kann ein fauliger Geschmack im Mund auftreten. Magenverstimmung mit Aufstoßen, Übelkeit und Erbrechen sind meistens die Folge von fettigem Essen. Die Beschwerden können nach Durchnässung oder durch Kälte entstehen, besonders durch nasse oder kalte Füße.[10]

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Verbesserung:

Durch frischen Luft, durch Liegen auf der schmerzhaften Seite, durch Kälte, durch Bewegung.

Verschlechterung:

Durch Wärme, nach fettigen Speisen, abends, durch Ruhe.

Angewendete(s) Mittel:

Pulsatilla

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

“Schmerzhafte Magen-Darmkoliken

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Häufig handelt es sich um Patienten mit einer reizbaren, nervösen Veranlagung. Sie können über saures Aufstoßen klagen. Morgens oder nach dem Essen können Übelkeit und Erbrechen mit Niedergeschlagenheit hinzukommen. Die Erkrankten haben meistens einen Widerwillen gegen Kälte und frösteln bei der geringsten Bewegung. Tritt Fieber auf, wollen sie in der Regel zugedeckt bleiben. Die Erkrankung kann Folge von Stress, Erkältung, verdorbenen Lebensmitteln oder scharfem Essen sein.

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Verbesserung:

Durch Wärme, durch Ruhe, durch Schlaf.

Verschlechterung:

Während und nach dem Essen, durch Kälte, morgens, durch Stimulanzien wie Tabak, Alkohol und Kaffee, nach Aufregung.

Angewendete(s) Mittel:

Nux vomica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

“Magen-

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Der ganze Bauch (Abdomen) ist stark aufgetrieben und sehr druckempfindlich. Kleiderdruck führt bereits zu Beschwerden. Sodbrennen wird ebenfalls von Blähungen begleitet und kann krampfartige Schmerzen im Magen-Darm-Trakt auslösen. Das Aufstoßen ist häufig sauer-faulig und bringt für einige Zeit Erleichterung. Oft plagen die Patienten starke Völlegefühle und Magendruck. Die Verdauung ist träge. Nach dem Stuhlgang kann ein Brennen am After verspürt werden.

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Verbesserung:

Nach Windabgang und Aufstoßen, durch frische Luft, durch Hochlegen der Füße.

Verschlechterung:

Nach fettigen Speisen und Milchprodukten, durch feuchte warme Luft, abends und nachts.

Angewendete(s) Mittel:

Carbo vegetabilis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

“Die Erkrankung

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Fieber wird häufig von dem Verlangen nach großen Mengen kalten Wassers begleitet. Die Erkrankung kann als Folge von trockenem, kaltem Wind auftreten oder nach Zugluft im verschwitzten Zustand.

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Verbesserung:

In der frischen Luft, im Licht.

Verschlechterung:

Nachts, im warmen Zimmer, durch Liegen auf der erkrankten Seite, nach dem Genuss von Kaffee.

Angewendete(s) Mittel:

Aconitum napellus

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Wenn bei einer Magen-Darm-Grippe die Symptome (Durchfall und Erbrechen) länger als zwei bis drei Tage anhalten, sollte einen Arzt aufgesucht werden. Kommt zusätzlich zum Erbrechen und Durchfall hohes Fieber oder Blut im Stuhl auf, muss zügig ein Arztbesuch erfolgen. Bei Babys, Kindern, älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem ist die Gefahr, dass sie durch die Brechdurchfälle zu viel Flüssigkeit verlieren sehr hoch. Durch den Flüssigkeitsverlust kann es zur Austrocknung (Dehydrierung) kommen, was lebensgefährlich sein kann. Um das zu verhindern, sollte bei dieser gefährdeten Personengruppe schon frühzeitig ein Arzt hinzugezogen werden. Eventuell muss der Arzt den Wasser- und Salzverlust durch Infusionen ausgleichen.[16][15]