Angewendete Globuli bei akuter Bronchitis

Die Wahl der verwendeten homöopathischen Arznei bei der akuten Bronchitis richtet sich nach der Art des Hustens und nach eventuell vorhandenen Begleitsymptomen. Außerdem spielen das Verhalten des Patienten, die Frage nach den Ereignissen, welche einen Hustenanfall hervorrufen, die Abhängigkeit des Hustens von der Umgebungstemperatur oder Temperaturänderungen sowie die Frage, ob es ein zeitliches Auftretensmuster gibt, eine Rolle. Weiterhin fließen Veränderungen der Lebensgewohnheiten und die Frage danach, ob eine bestimmte Körperhaltung den Husten beeinflusst, bei der Wahl der häufig verwendeten homöopathischen Arzneien mit ein[2].Treten erstmals Hustensymptome auf, kann unter anderem auf Aconitum, Belladonna und Nux vomica zurückgegriffen werden[2]. Weiterhin werden häufig Bryonia, Drosera und Spongia bei trockenem, Ipecacuanha und Pulsatilla bei produktivem Husten eingesetzt[7].

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Information zu Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Husten

Der Husten wird durch Kälte ausgelöst. Die Arznei findet häufig Verwendung bei Husten, der durch Kälte hervorgerufen wurde und wird oftmals in den ersten Stunden gegeben. Besteht der durch Kälte hervorgerufene Husten hingegen schon länger, ist Aconitum selten die passende Arznei[2].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Aconitum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener, bellender und sich schnell entwickelnder Husten

Begleiterscheinungen sind, dass die Betroffenen ein rotes Gesicht haben und zusätzlich zum Husten von Fieber, einem heißen Kopf und kalten Extremitäten geplagt werden[2].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Husten durch Kälteexposition

Diese Arznei kann ebenfalls bei Husten verwendet werden, der durch Kälteexposition hervorgerufen wurde. Die Betroffenen halten sich gerne in warmen Räumen auf und fühlen sich zugedeckt wohler, da sie häufig frieren[2].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Nux vomica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Langsam entwickelnder, harter sowie trockener Husten

Typische Begleiterscheinungen sind Schmerzen hinter dem Brustbein und ein großer Durst auf kalte Getränke [7].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Bryonia

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Kräftige Hustenanfälle, die bis zum Erbrechen führen können und vom Charakter her einem krampfartigen Reizhusten entsprechen

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Drosera

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Bellender Husten mit Giemen

Typisch bei diesen Patienten sind ein Zwang sich zu räuspern und eine heisere, raue Stimme[7].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Spongia

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zäher Auswurf, der sich nicht leicht abhusten lässt

Eine Begleiterscheinung ist eine rasselnde Atmung. Außerdem leiden die Betroffenen manchmal auch unter Erbrechen und Würgen.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Ipecacuanha

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Morgendlicher Auswurf mit grünlich-eitrigem Schleim

Eine Begleiterscheinung ist, dass der Husten tagsüber eher trocken und reizend ist[7].

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Pulsatilla

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Auch bei einer guten homöopathischen Therapie erfordert der natürliche Krankheitsverlauf häufig einen Wechsel der Arznei, da deren Wahl sich immer am aktuellen Krankheitszustand orientiert[2].

Zu beachten:

Bei banalen Erkrankungen kann jeder selbst entscheiden, ob die Einnahme von Globuli sinnvoll erscheint oder nicht. Bei einer akuten Bronchitis sollte sich der Krankheitszustand unter einer homöopathischen Behandlung nach maximal 24-48 Stunden gebessert haben[2]. Bei schwerwiegenderen Erkrankungen, insbesondere bei solchen, die mit einer stärkeren Beeinträchtigung der Atmung oder des Kreislaufes einhergehen oder bei ausbleibender Besserung, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ sind im Gegensatz zu Heilpraktikern approbierte Ärzte und werden in akuten Notfallsituationen erkennen, wenn zu anderen Mitteln gegriffen werden muss.