Globuli Wissen: Grippe & Erkältung

Globuli bei Husten

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Der Begriff Husten bezeichnet keine eigenständige Krankheit, sondern ist in den meisten Fällen ein Symptom einer Erkrankung der Atemwege. Husten dient dazu, körperfremde Stoffe durch schnellen, krampfhaften Ausstoß von Luft aus den Atemwegen zu entfernen. Ein Hustenreiz kann durch mechanische Reizung oder reflektorisch durch eine Entzündung der Atemwegsschleimhaut ausgelöst werden. Es wird unterschieden zwischen unproduktivem, “trockenem” Husten und produktivem Husten, der Schleim mit sich führt. Husten tritt häufig als Begleiterscheinung einer Erkältung oder einer Grippe auf[1][2].

Informationen zur Anwendung und Dosierung

Bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln sollten gewisse Regeln beachtet werden. Üblicherweise werden diese in der Packungsbeilage aufgeführt oder können bei einem kompetenten Therapeuten erfragt werden. Stehen diese Optionen nicht zur Verfügung, können folgende Leitlinien zur Rate gezogen werden:

  • Niedrigpotente Globuli können 3 Mal, bei akuten Beschwerden bis zu 6 Mal am Tag eingenommen werden (1 Dosis entspricht 5 Globuli)
  • Mittlere Potenzen können 2 Mal am Tag gegeben werden
  • Bei Hochpotenten Globuli ist die Verabreichung durch einen Homöopathen empfehlenswert, bei Eigeneinnahme maximal 1 Mal pro Tag
  • Säuglinge erhalten 1/3, Kleinkinder bis 6 Jahre 1/2 und Kinder bis 12 Jahre 2/3 der Erwachsenendosis

Globuli sind wegen der geringen Gefahr des Verschluckens ideal für die Behandlung von Säulingen.

Potenzen ab D30 werden in der Regel für jeden Patienten individuell dosiert.

Da Globuli nur eine vernachlässigbar kleine Menge an Kohlenhydraten enthält, sind sie auch für Diabetiker gut verträglich[3].

Empfohlene Globuli bei Reizhusten

Da Husten häufig ein Begleitsymptom von Atemwegserkrankungen ist, klagen Betroffene meistens über Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und Schwäche. Homöopathische Mittel, die gegen Husten eingesetzt werden, haben zum Ziel, eines oder mehrere dieser Symptome zu lindern oder zu kurieren. In der folgenden Auflistung finden sich einige geeignete Mittel zur Behandlung von Husten.

Mittel wie Aconitum Napellus, Dulcamara oder Asarum helfen allgemein gegen Erkältungen und lindern so auch die Hustensymptomatik.

Mittel/Potenz Synonym Verschlimmerung Hilft bei Anwendungsgebiet
Aconitum Napellus

D4-D12

Eisenhut Liegen auf schmerzhafter Seite, Musik, stickige Luft Erkältung, Grippe, Schmerzen Unruhige Patienten, bei starkem Husten nach trockener Luft, ohne Auswurf
Dulcamara

D2-D4

Bittersüß Feuchtigkeit, Kälte, Temperaturwechsel Durchfall, Erkältung, Ausschläge Bei Unterkühlung, Husten mit starker Schleimbildung
Asarum

D3-D12

Haselwurz Kälte, Trockenes Wetter Erkältung, Grippe, Übelkeit Nervöse, überreizte Patienten, Patienten, die ein Schwebegefühl entwickeln

Andere Stoffe, z.B. Bryonia Alba, Coccus Cacti oder Corallium Rubrum wirken direkt dem Husten entgegen.

Mittel/Potenz Synonym Verschlimmerung Hilft bei Anwendungsgebiet
Bryonia Alba D6-D12 Zaunrübe Bewegung, Essen, Wärme Gelenksentzündung, Grippe, Husten Trockener Husten mit Brust- und Kopfschmerzen, kaum Durstgefühl, Verlangen nach Ruhe
Coccus Cacti
D6-D12
Rote Schildlaus Anstrengung, Nacht, Morgen, Wärme Husten, Keuchhusten, Nierensteine Krampfhafter Husten mit Würg- und Brechreiz, saurer Urin
Corallium Rubrum

D3-D12

Edelkoralle Kälte Grippe, Husten, Keuchhusten Bellender Husten, schwächliches Erscheinungsbild

Echinacea und Tuberculinum sind keine klassischen Homöopathika gegen Husten, lindern jedoch die mit der Erkrankung einhergehende Schwächung der Abwehrkräfte.

Mittel/Potenz Synonym Verschlimmerung Hilft bei Anwendungsgebiet
Echinacea

D2-D12

Schmalblättriger

Sonnenhut

Kälte Abwehrschwäche, Erkältung, Fieber Infektanfällige Menschen
Tuberculinum D6-D12 Nosode der Rindertuberkulose - Abwehrschwäche, Husten, Zähneknirschen Unzufriedene und ruhelose Patienten,

vor allem bei Kindern

[4][5][6]

Zu beachten

Husten ist mit diversen Atemwegserkrankungen assoziiert. Sollten sich die Symptome trotz der homöopathischen Behandlung verschlimmern oder sollten neue Symptome auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Husten ist hoch ansteckend. Infizierte Personen sollten in der Krankheitsphase öffentliche Orte meiden und den Kontakt zu ihren Mitmenschen minimieren.

Es wird zum Hinzuziehen eines Arztes mit der Zusatzqualifikation “Homöopathie” geraten, da dieser im Ernstfall die Lage richtig einschätzen und wenn nötig auf Mittel der konventionellen Medizin zurückgreifen kann.